17. Juni 2008

Katzenjammer


Nun sind schon wieder ein paar Tage meiner Alltags-Integrationsphase vergangen und ich verbrachte sie mit einem bei zurückkehrenden Reisenden häufig anzutreffenden Vorkommnis: ich wurde krank. Eine Erkältung. Diesmal war es wirklich ein Virus, denn meine Entwicklung von etwas heiser zu ziemlich verschnupft und dann schon schwerer Bronchitis dauerte genau drei Tage. Normalerweise brauche ich dafür sonst zwei Wochen. Da meine private Krankenversicherung noch nicht vom Konto abgebucht war und ich nicht selber zahlen wollte, fiel ein Arztbesuch schon mal aus wegen is nich... Meine Eltern versorgten mich mit einem Naturantibiotikum und Hustentropfen und haben damit auch alles richtig gemacht (nach Aussage meiner Schwester- im 6. Jahr Medizinstudentin und nach dem PJ). Zwei Tage wütete das Fieber in Höhen, die ich noch nie erreicht hatte und auch mit fiebersenkenden Mitteln gelang es nur, das Fieber auf 39 °C runterzudrücken. Danach war ich sozusagen ausgebrannt und meine Schwester meinte, dass ich nun noch darauf achten solle, keine Lungenentzündung im Anschluss zu bekommen. Okay, ich achte darauf (wie achtet man darauf?)
Alles was ich je an Kondition besessen habe, ist jedenfalls dahin. Als ich gestern nach Kirchdorf mit dem Fahrrad fuhr, kapitulierte ich vor jedem noch so kleinen Hügel und schob mein Fahrrad mehr, als dass ich fuhr.. ständig überholt von Großvätern und –müttern auf ihren Mountainbikes im Tchibo-Partnerlook, die immer so ein hämisches Grinsen auf dem Gesicht haben, wenn sie jemanden überholen der jünger ist als sie. Ich frage mich nur, ob sie auch so grinsen würden, wenn sie letzte Woche über 40 Grad Fieber gehabt hätten, ha und dann schon diese Woche hustend und sich selbst verfluchend wieder auf dem Fahrrad, das muss man erst mal hinbekommen.
Ich habe die anspruchsvolle 5 km-Distanz aber auch nur bewältigt, weil ich neue Hustentropfen brauchte.
Während ich also die Tage nur herumlag und gar nichts tun konnte, habe ich einige Bücher gelesen, so dass ich in meinem nächsten Blogeintrag mit Mini-Rezensionen zu den gelesenen Artikeln und Büchern langweilen werde. Im Anschluss möchte ich endlich den versprochenen Reisebericht über Goa nachreichen.
Anand kämpft sich derweil „durch den Monsun“, die Regenzeit hat auch in Mumbai pünktlich begonnen und wie jedes Jahr läuft die Kanalisation völlig über, verstopft von zuviel Müll und vor allem Plastiktaschen. Wenn das Verfahren zur Erteilung der Arbeitserlaubnis vor der kanadischen „High-Commission“ in Delhi abgeschlossen ist, kommt er hoffentlich Mitte Juli nach Deutschland – wird ja auch Zeit....

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