27. Februar 2020

Donnerstag, 27.02.2020


Gerade fällt den zweiten Tag hintereinander in diesem Winter Schnee(regen), ich dachte schon wir bekommen gar kein Weiß zu sehen - und dann so kurz vor Frühlingsanfang fällt doch noch etwas. Es bleibt jedoch nicht so viel liegen.
Nachher muss ich mit Amiya noch zum Tierarzt, damit sie ihre letzte Impfung bekommen kann (dann ist sie mit allen Impfungen durch, die ein Kätzchen so benötigt) und ich hoffe sehr, daß der Wintereinbruch nicht zum Schneechaos auf den Straßen führt.


In der letzten Woche fand auch bei uns Karneval statt, am Donnerstag sah ich mir die Rathauserstürmung zwecks Schlüsselübergabe in Würselen an, außer den Leuten, die vor Ort sein mussten, waren noch ein paar Rentner mit Rollator gekommen, alle anderen feierten den Beginn des Straßenkarnevals lieber woanders, in Aachen oder gleich in Köln.
Zum Glück gab der Bürgermeister nicht so schnell auf, sondern der Schlüssel wurde versteckt und musste gefunden werden, während ein Mitarbeiter der spärlichen Menge erklärte, daß man heutzutage Chipkarten und gar keine Schlüssel mehr für das Rathaus benötigt ^^
Am Sonntag dann sahen wir uns bei Sturm und Regen die kleine Parade im Ort an, und bekamen dabei Unmengen an ‚Kamelle‘ zugeworfen, ohne darum gebeten zu haben :) In Würselen werden gerne ganze Schokoladentafeln verteilt, die zu durchaus schmerzhaften Wurfgeschossen werden können. Am Rosenmontag hatten A. und ich dann keine Lust uns den Umzug in Aachen anzusehen, es regnete einfach zu viel und zu lange.
Am Veilchendienstag ging es dann jedoch wie schon im letzten Jahr nach Köln, zum Stadtteilumzug in Junkersdorf mit meiner Schwester und ihren Kindern. Das Wetter war trocken und sonnig, und die Kamelle flog auch hier zahlreich, verteilt von den vielen Schul- und Vereinsgruppen, die vorbeimarschierten. Wer weiß, vielleicht werden wir hier schon im nächsten Jahr dem Neffen zujubeln, statt mit ihm am Straßenrand zu stehen.

Jetzt sind die tollen Tagen vorbei und wir sorgen uns alle um das Coronavirus, was in immer mehr Nachbargemeinden auftaucht. Ich vermute, daß es auch in unserer Stadt längst angekommen ist, nur noch nicht mit so schwerem Verlauf, als daß es jemandem aufgefallen wäre.

19. Februar 2020

Herzogenrath


Als wir 2018 gerade nach Würselen gezogen waren, führte uns einer der ersten Wochenendausflüge nach Herzogenrath und Kerkrade. Wir wollten ausprobieren, ob es wirklich so einfach ist mit dem Fahrrad in die Niederlande zu fahren. Es war bis auf den tiefen Einschnitt des Wurmtals - wo ich mein Fahrrad bergan schob - tatsächlich kein Problem und so sahen wir uns Herzogenrath nur flüchtig an und konzentrierten uns dann auf die Abtei Rolduc in Kerkrade und ein kleines Wasserschloß.
Seitdem hatte ich zwar des Öfteren vor, den Ort etwas genauer zu erkunden, aber es kam nie dazu. Derzeit lese ich nun ein Buch, dessen Sagen & Kurzgeschichten genau in der Gegend spielen und so fuhr ich gestern mit dem Bus nach Herzogenrath. Das Wetter sollte laut Vorhersage aufgelockert stürmisch mit einem Sonne - Wolken Mix sein, es war aber natürlich hauptsächlich grau mit gelegentlichem Sprühregen ^^ 


Zuerst lief ich zu den kleinen Stauweihern des Broicher Bachs, die wir - im Gegensatz zur Stadt - des Öfteren besuchen, denn Wasser ist in der Aachener Gegend selten in größerer Menge zu finden.
Danach ging es weiter in die Stadt hinein, mit erstem Blick auf die Burg. 


Die Innenstadt besteht wie überall aus einer Vielzahl an leeren Geschäften und einigen, die es noch schaffen zu existieren, dann ging es über die Brücke des Flüsschens Wurm, die außerdem von einer Eisenbahnbrücke überquert wird.
Die kleine Wurmbrücke war früher der Grenzpunkt zwischen der Provinz Limburg, zu der Herzogenrath bereits gehörte und den anderen Herzogtümern und Reichsgebieten der näheren Umgebung. Hier wurden Gebühren und Zoll fällig, so daß bereits 1104 eine kleine Ansiedlung mit Höhenburg entstand - durch Waldrodung: Burg Rode.


Nahezu zeitgleich entstand die Abtei Rolduc, die u.a. den ersten dokumentierten Steinkohleabbau in Mitteleuropa betrieb - ab 1113 und die Chorherren damit sehr reich machte.
Hinter der Wurmbrücke befindet sich ein schönes Restaurant mit Biergarten, eine große neo-barocke Kirche und einige ehemalige Güter, mit ihren großen Toreinfahrten, ehe man zum Burghügel gelangt. 


Dort kann man der Treppe folgend, die Vorburg (mit moderner Bühne) erreichen, die einen schönen Rundum-Blick auf die Stadt, viele Abraumhalden und Rolduc bietet, ehe es ganz hinauf in den Burghof geht.
Diese Anlage ist vor allem durch die Legende der Bockreiter bekannt geworden, verschiedene Banden im 18. Jahrhundert, die angeblich mit dem Teufel im Bund waren und nachts auf Ziegenböcken durch die Luft flogen um Kirchen und Güter auszurauben. Viele Menschen wurden als Bockreiter diskreditiert, auf der Burg gefoltert und Hexenprozessen ähnlich verurteilt, ohne daß ihre Schuld bewiesen werden konnte.
Heutzutage ist man sehr stolz auf die Bockreiter, es gibt Bockreiterstatuen, Bockreiter-Zentrum, Taxi, Seniorenheim usw.


Nachdem ich dort oben vom Wind ordentlich durchgepustet worden war, ging es zurück in die Stadt, noch ein Stück an der teilweise laut tosenden Wurm entlang und schon nahm mich der nächste Bus zurück nach Würselen. 
Das nächste Mal werde ich die Stadt - bei hoffentlich schönerem Wetter - wieder mit dem Fahrrad besuchen :)


13. Februar 2020

Donnerstag, 13.02.2020


Das Wetter ist heute ein seltsames, die ganze Woche stürmte es - dagegen ist es heute ruhiger, aber der Regen folgte nicht der Vorhersage. Am Morgen sollte es grau, im Laufe des Nachmittags dann regnerisch werden - also ging ich am Vormittag in die Stadt - und plötzlich regnete es so stark, meine Jacke, Leggings, selbst meine Schuhe waren völlig durchnässt. Und kurze Zeit danach kam die Sonne heraus - während ich triefend im Bus stand, um so schnell wie möglich wieder nach Hause zu gelangen, möglichst ohne mich zu verkühlen.
Nachdem ich Ende Januar für zwei Tage in Köln war, um die Kinderküche meiner Nichte zu ihrem Geburtstag umzugestalten, steckte ich mich dort mit einer fiesen Erkältung an - mittlerweile geht es mir besser, nur die recht schmerzenden Hustenanfälle kann ich noch nicht abstellen - deswegen möchte ich jetzt unbedingt gesund werden und bleiben.
Neben meiner Erkältung beschäftigten uns in den vergangenen zwei Wochen auch die Tierarztbesuche, denn unsere drei Katzen mussten alle dorthin: Amiya zur Sterilisation, Linus um die durch Forl-Schwund zerstörten Zähne zu entfernen und Shweta als Notfall, wegen ihrer letztlich wohl chronischen Blasenentzündung. Wir fanden eine Tierärztin in unserer Nähe, mit Samstagsöffnungszeiten, die Shwetas gesamte Ernährung umstellte - wir sind noch skeptisch, aber vielleicht hilft es ja doch.
Jetzt hoffen wir auf einen ruhigen Rest-Februar, ohne Krankheiten und Arztbesuche - vielleicht sogar mit ein paar Winterwanderungen, falls das Wetter es zulässt :) 


28. Januar 2020

Irgendwas mit Energie

Werbung ohne Auftrag wegen Orts- & Namensnennung in einem privaten Blog.

Das Foto ist ein Ausschnitt eines Kunstwerks im Ludwig Forum.

In meiner Twitter Timeline und auf Facebook tobt einmal mehr der Kampf gegen die erneuerbaren Energien, an vorderster Front wird gegen die Windenergie gewütet.
Ich finde es immer interessant, daß die Leute wissen wie gefährlich und voller massiver Probleme nicht zuletzt für unser Überleben die derzeitigen Formen der fossilen Energiegewinnung sind und deswegen muss das alles am besten Vorgestern abgeschaltet werden, aber sämtliche erneuerbaren Alternativen werden ebenfalls abgelehnt. - So wird dann quasi als ‚kleineres Übel‘ achselzuckend akzeptiert, daß die Kraftwerke weiterlaufen - wir brauchen schließlich Strom aus der Steckdose, statt mit den vergleichsweise geringen Nachteilen (z.B. ‚ist häßlich‘) der erneuerbaren Energien zurechtzukommen.
Bei Wasserkraft müssen Dörfer umgesiedelt und Täler geflutet werden, das geht gar nicht - und findet deswegen auch seit Jahrzehnten nicht statt, bei Solarfeldern werden Flächen verschandelt und überhaupt ein Hagelsturm und die Teile sind nutzlos. Allerdings sind Solarzellen auch tatsächlich noch zu wenig wirkungsvoll mit einem großen Verlust beim Weitertransport der gewonnenen Energie, aber das ist noch einmal eine ganz andere Problematik - schließlich werden die erneuerbaren Energiegewinnungsformen nachwievor von der Industrie als Nischenprodukt behandelt.
Wind- und Solarenergie haben ohnehin das Problem, daß sie kleinere und Kleinsteinheiten bilden, die Strom in ein europaweites Netz einspeisen, das eher darauf ausgelegt ist einzelne Riesenmengen zu bewältigen. Kleinere Netze wären weniger störanfällig, bräuchten auch keine riesigen, tausende Kilometer umfassende Hochspannungsleitungen mehr - aber dann kann eben europaweit-vernetzte Energie immer und überall nicht mehr garantiert werden.

Die Argumente am Beispiel der Windenergie im Einzelnen:

- Sie töten Vögel
Ja, das tun sie und auch Fledermäuse, aber bei weitem nicht in dem Umfang, wie es prognostiziert wurde und nicht im Geringsten vergleichbar mit den Vögeln, die täglich auf den Straßen getötet werden.
Vielleicht sollten wir endlich alle Autos stillegen - für den Vogelschutz. Was selbstverständlich nicht geht, schließlich haben wir dieses Land spätestens seit den 1960ern so ausgebaut bzw. den Öff. Nahverkehr und sonstige Infrastruktur weitgehend entfernt, daß große Bereiche besonders im ländlichen Raum nur noch mit dem Auto als einzigem Fortbewegungsmittel überhaupt benutzbar sind. Auf die Art sind wahre Versorgungswüsten entstanden.

- Machen Geräusche
Yep, so wie Hochspannungsleitungen übrigens auch - und jetzt rate mal wovon es sehr viel mehr gibt, und wo die Abstandsregelungen für Siedlungen usw. bei weitem nicht so massiv geregelt werden, wie für Windkraftanlagen?

- Sind häßlich
Ansichtssache: Ich mag Windmühlen, ich mag auch Windräder, schon immer - man stelle sich mal den Holland-Urlaub vor, Gott, schon wieder eine Windmühle, müssen die überall in der Gegend herumstehen? - Natürlich ist alles was gehäuft auftritt mitunter nervig, aber sieh mal, saubere Energie, einfach so mit Wind - ist das nicht ein toller Ausblick?
Alternativ könnte man den eigenen Bedarf einschränken, wenn das alle machen würden, bräuchte man nicht so viele Windkraftanlagen. Aber was machen wir? Das Gegenteil, jetzt erst recht einen SUV, und die Kreuzfahrt powered by Schweröl, und dieser billige Flug nach Thailand und natürlich brauchen wir jetzt ein Smart Home, in dem noch das kleinste Bißchen von Tür öffnen, Toilettenspülung betätigen bis Fenster verdunkeln Strom benötigt, um überhaupt zu funktionieren.

- Haben Konstruktionsfehler
Ja, sie brennen leicht ab, bei Blitzeinschlägen, wie eine Fackel. Sie haben auch giftige Teile, die nach Ende der Laufzeit kompliziert entsorgt werden müssen - aber wenn man sich einmal die Kohle-und Ölkraftwerke ansieht, dann ist das im Vergleich der Abfallprodukte dort, wenig erwähnenswert.
Und wie bereits am Beispiel der Solarindustrie ausgeführt: Wenn die Industrie Windkraftwerke einmal ernst nehmen würde, und nicht nur mit dem ausgestrecktem Arm ein paar Forschungsgelder investiert, könnten wir bereits auf einem ganz anderen technischen Stand sein.

- Für sie wird Wald abgeholzt
Das Argument kommt meistens von Leuten, die ohne Kommentar an den breiten Schneisen der Hochspannungsleitungen vorbeifahren, die die Wälder kreuz und quer, den Berg hinauf, hinunter durchqueren - um sich dann über jeden gefällten Baum für eine Windkraftanlage aufregen.

- Vernichten Arbeitsplätze
Nun, in den letzten Jahren wurden durch die restriktiven gesetzlichen Einschränkungen eher massiv Arbeitsstellen in der Windindustrie abgebaut. Dennoch wird man im Fernsehen keinen Bericht sehen, der das traurige Leben eines ehemaligen Windkraft-Arbeiters und seiner Familie zeigt - im Vergleich zu was auch immer mit Kohle.

Am Ende bleibt es bei ein paar einfachen Wahrheiten, wir müssen uns einschränken, weniger produzieren, weniger Müll verursachen, denn nein, Recycling ist nicht die Antwort auf alle Fragen. Wir müssen weniger wollen - und mit den Problemen, die das verursachen wird zurechtkommen, denn unser Wirtschaftssystem - und damit Steuern, der Staat- und Solidarsystem - ist auf einer Utopie aufgebaut: Unendliches Wachstum bei endlichen Ressourcen … 

27. Januar 2020

Broichbachtal


Gestern haben wir bei strahlendem Sonnenschein eine Wanderung im Broichbachtal unternommen. Es war bereits unser zweiter Besuch auf der kurzen Strecke zwischen Herzogenrath bis zum Tierpark in Alsdorf, der Weg entlang der aufgestauten Weiher und Fischteiche des Broicher Bachs ist jedoch wirklich schön.
Ich lese gerade ein Buch mit Sagen aus der Gegend, so daß ich zum einen oder anderen Ort sogar noch traurige Geistergeschichten dazu beisteuern konnte, bis wir letztlich den gut besuchten Tierpark in Alsdorf erreicht hatten.
Heute nun war wieder Regen angesagt, morgen soll es sogar wieder sehr stürmisch werden. Ein Glück, daß wir da das Wetter am Sonntag so gut ausgenutzt haben. :) 


26. Januar 2020

Ludwig Forum

Werbung ohne Auftrag, wegen Orts- und Markennennung.


Gestern waren wir bei gleichbleibend grau-trübem Himmel, einmal mehr in einem Museum in Aachen. Für mich war es der dritte Besuch im Ludwig Forum, für A. der erste.
Das Ludwig Forum für Internationale Kunst ist an seinem derzeitigen Ort - in einer ehemaligen Schirmfabrik nach Bauhaus- Entwurf - seit 1991 ein Museum für moderne Kunst, welches Bilder aus der Sammlung Ludwig ausstellt. 


Das Ehepaar Peter & Irene Ludwig, Aachener Industrielle von Trumpf Schokolade (& Lindt in deutscher Lizenz) sammelten ab 1952 zeitgenössische Kunst, die sie letztlich in weltweit 19 Museen zeigten. Darunter befinden sich äußerst bekannte Werke insbesondere des Pop Art, Hyperrealismus und insgesamt US-amerikanischer Kunst ab 1960. 


Leider hat die Stiftung die Förderung des Museums weitgehend der Stadt Aachen überlassen, was in den Zeitungen gut dokumentierte finanzielle Probleme verursacht: So wechseln die Leiter häufig, selbst Preise, die die Ausstellungen oder sogar Angestellte des Museums gewinnen, werden wiederum von der Förderung abgezogen - was offenbar in Deutschland nur in Aachen so gehandhabt wird. 
Das Resultat ist ein Museum mit fantastischer Kunst, die man teilweise nur aus Büchern kennt und völlig erstaunt ist, daß diese in Aachen und nicht z.B. im Moma hängt - das Haus ist ebenfalls eine tolle alte Fabrik, aber alles drumherum ist etwas traurig. Der Museumsgarten z.B. ist vernachlässigt, die dort ausgestellten Kunstwerke sind mit Grünspan überzogen oder die Farbe abgeplatzt, und das Museumscafé habe ich persönlich seit 2018 noch nicht geöffnet erlebt. 


Dennoch ist es immer wieder einen Besuch wert, um sich die wechselnden Ausstellungen anzusehen - und aufgrund der Lage am Rande der Innenstadt, begegnet man dort auch nicht zu vielen Besuchern. 

25. Januar 2020

Sonnabend, 25.01.2020


Seit zwei Tagen kämpfe ich einmal mehr mit Erkältungsviren, aber zum Glück ist mein Immunsystem in diesem Jahr bisher stark genug um damit umzugehen. Man hat natürlich trotzdem wenig Energie, doch das betrifft dann höchstens eine Woche und wird mit extra viel Schlaf auskuriert.
Die Katzen sind auch allesamt etwas unpässlich, das Kätzchen hat offenbar Verstopfung und wird von uns ängstlich beobachtet, Nottierarzt oder abwarten; Shweta könnte wieder eine leichte Blasenentzündung entwickeln, doch für sie haben wir alle Medikamente zu Hause - und Linus verliert immer noch Gewicht und Haare. Ich hoffe, daß sich sein Zustand nach der Zahn-OP wirklich verbessern wird, aber den Haarausfall kann sich kein Tierarzt erklären. 
A. hat derweil Probleme zu Hause in Indien, nachdem seine Mutter Anfang der Woche über eine Türschwelle gestolpert und dann gestürzt ist, dachte sie erst, daß nichts passiert ist, es stellten sich aber drei große Brüche heraus. Derzeit liegt sie im Krankenhaus und A. wäre natürlich am Liebsten vor Ort mit seiner Familie, statt in Würselen am Telefon.
Ich wünsche uns also allen eine große Portion Gesundheit, sende baldige Heilungswünsche nach Indien und hoffe auf ein entspanntes Wochenende. 


23. Januar 2020

Donnerstag, 23.01.2020


Heute habe ich einiges geschafft, war am Ende aber selbst ziemlich erledigt. Ich hatte einige Wochen lang Dinge aussortiert und gesammelt, heute habe ich sie dann nach Merkstein zum Secondhand Kaufhaus gebracht. Altkleidung kann ich mittlerweile direkt hier im Haus an jemanden weitergeben, der für die Tafel in Würselen auch Kleidung sammelt, aber für Töpfe, Stoffreste, Becher, Deko im weitesten Sinne, ein paar ungenutzte Vasen usw. gibt es vor Ort keinen Abnehmer. Wann immer sich da genügend für eine Tour angesammelt hat, packe ich mein Fahrrad und los geht es nach Merkstein.
Die Fahrt ist nicht sehr lang, nur ca. 8 km, aber es gibt einige Steigungen zu bewältigen, ehe man den August-Schmidt-Platz erreicht.
Im Laden gab ich nicht nur meine Sachen ab, sondern musste mich natürlich auch umsehen: So gab es wunderbare Bambus-Canvas Lampen, die wie Zelte aussahen und mir gefiel auch ein äußerst bequemer (Sitztest bestanden) Ohrensessel mit Hocker - nur hätte dort der Stoff komplett erneuert werden müssen und das ist bei einem Ohrensessel nicht ganz so einfach. Bei den Büchern fand ich dieses Mal ausnahmsweise nichts, und im Kleiderraum standen die Zeichen auf Karneval.
Beim Geschirr nervte mich eine Dame, die eine Sache nach der anderen, vermutlich Ausversehen zerstörte, aber ungerührt über die Glasscherben schritt - als wenn sie das gar nichts anging. Natürlich bekommt dieses Projekt die Sachen gespendet, aber dann werden die Gläser geputzt, ins Regal geräumt, ausgepreist, es ist nicht so, daß man überhaupt keine Arbeit damit hätte.

Dann ging es zurück nach Würselen und plötzlich war ich so entkräftet. In letzter Zeit bin ich eher gelaufen als Fahrrad gefahren und schon haben da offenbar ein paar Muskeln abgebaut. Also habe ich mein Fahrrad dann eine Weile durch die heute ziemlich trübe und graue Gegend geschoben, und war sehr erleichtert, als ich endlich wieder zu Hause angekommen war. 

22. Januar 2020

Mittwoch, 22.01.2020


Wenn die Leute hier etwas aussortieren, aber nicht wegwerfen wollen, stellen sie es neben den Glasrecycling - Container. 
Heute stand dort eine große ‚Zu Verschenken‘ Kiste mit einigen Dosen und Töpfen, die ich einmal schnell durchsah, weil ich gerade mal wieder Übertöpfe benötige - aber heute gab es hier nichts für mich. Ein paar Kinder der Nachbarschaft, max. 9 Jahre alt sahen das und kamen mit ihren Rollern auf mich zugestürmt: ‚Hey, Sie, was machen Sie da? Diebin!‘ - Ich hätte gerne geantwortet, aber jedes Mal, wenn ich es versuchte, versteckten sich die lieben Kleinen, folgten mir aber - mit Sicherheitsabstand - unter lauten ‚Diebin, Diebin‘ - Rufen letztlich bis zur Haustür. 
Ich war zwar eher amüsiert als verstört, aber so entstehen Gerüchte. Ich hatte offensichtlich nichts aus der ‚Zu Verschenken‘ Kiste mitgenommen und selbst wenn ich die gesamte Kiste genommen hätte, wäre ich dennoch keine Diebin gewesen - bitte liebe Eltern, da darf bei der Erziehung gerne noch etwas nachgearbeitet werden, z.B. der Unterschied zwischen Wahrheit und Verleumdung … 

19. Januar 2020

Auf ins Museum


Gestern versprach die Wettervorhersage Dauerregen und so beschlossen wir, am späten Nachmittag nach Aachen zu fahren, das historische Rathaus zu besuchen (eines der städt. Museen) und danach früh zu Abend zu essen, denn laut A. fahren wir abends nie nach Aachen, weil ich immer zu müde bin. Das mag schon stimmen, schließlich werde ich dank tatkräftiger Katzenhilfe jeden Tag gegen 5 Uhr wach, aber die schlechte Anbindung mit dem öff. Nahverkehr von Würselen nach Aachen spielt ebenfalls eine nicht unwesentliche Rolle.
Das Wetter wurde dann doch besser als erwartet, aber wir hielten an unseren Plänen fest, so konnte A. am Tag bei Sonnenschein noch etwas für die neue Woche vorarbeiten, bis unser Ausflug begann.
In Frankfurt haben wir gerade in den Wintermonaten häufiger Museen besucht, ich hatte sogar eine Jahreskarte für die 35+ Museen aus städtischem und Stiftungsbesitz. 

In Aachen gibt es sechs städtische Museen, von denen ich bisher zweimal im Ludwig-Forum für moderne Kunst war, hauptsächlich, weil nur dort jeden Donnerstag freier Eintritt ist. A. war noch in keinem der Aachener Museen und so entschieden wir uns für das Gesamtpaket aller sechs Museen.
Normalerweise hat man ein halbes Jahr Zeit um alle Museen einmal zu besuchen, weil eines der Häuser derzeit umgebaut wird, gilt das Angebot sogar für 12 Monate. 
Es gibt ein ähnliches Angebot für den Euregio-Kreis, wir werden erst einmal sehen, wie lange wir für die sechs Museen brauchen werden, denn das zweite Angebot umfasst 28 Museen.
Das historische Rathaus konnten wir aufgrund einer Veranstaltung dann nicht besuchen und so gingen wir in das ‚Centre Charlemagne‘ direkt daneben an der Längsseite des Katschhofs. 


Trotz des fancy Namens, geht es dort nicht nur um Karl den Großen, sondern es ist im Wesentlichen ein Stadtmuseum, wo der alte Karl natürlich eine wichtige Rolle spielt, so wie auch die Römer und natürlich Couven, der wichtigste Barock-Architekt nach dem großen Stadtbrand von 1656. 
Wie bei den modernen Museen üblich, gibt es viele Möglichkeiten Wissen mit Touch Screens und Kopfhörern zu vermitteln, genauso üblich ist es, daß nicht alles davon auch funktioniert.
Die derzeitige Sonderausstellung handelt vom Leben im Nachkriegs-Aachen. Die Amerikaner kamen bereits Ende 1944 nach Aachen, so daß vieles, was später auf ganz Deutschland ausgeweitet wurde, wie z.B. Organisation, demokratische Umerziehung - aber auch Versorgung der Bevölkerung, Wiederaufbau, Schutz der Museen usw. zuerst in Aachen erprobt wurde.


Nach dem Museumsbesuch gingen wir in ein kleines koreanisches Lokal zum Abendessen und danach in eine gemütliche Gaststätte mit langer Bar, auf ein Bier und eine Crème caramel, bevor es mit dem Bus zurück nach Hause ging. 

17. Januar 2020

Amiya darf (noch) nicht


Eigentlich wollten wir, daß Amiya schon im November den Garten erkunden kann - und jetzt ist es Januar, und wir sind immer noch dabei, sie ganz vorsichtig daran zu gewöhnen.
Leider fehlt noch eine Impfung und die wird wohl auch frühestens im März verabreicht werden. Zuerst muss das Kätzchen nämlich gechipt werden, damit die später darauffolgende Impfung zweifelsfrei einem Tier zugeordnet werden kann.
Linus und Shweta waren ziemlich cool was Impfungen anging und auch der Chip war dann keine große Sache. Bei Amiya ist das alles so ein großes Drama mit drei Leuten, die sie festhalten usw., daß der Chip erst bei der Narkose anläßlich ihrer Sterilisation eingesetzt werden kann - dadurch verschiebt sich das alles ein wenig nach hinten.
Dafür sollte sie aber pünktlich zum Frühjahr auch endlich mit allem Kram durch sein und dann kann es losgehen mit den Abenteuern im Garten. Gestern hat sich eine Fliege ins Wohnzimmer verirrt und Amiya war stundenlang mit der Jagd beschäftigt, ich glaube sie wird viel Spaß im Sommer haben ^^ 

16. Januar 2020

Donnerstag, 16.01.2020


Nachdem es gestern so stürmisch war, herrschte heute schönstes Frühlingswetter: In der Sonne war es warm, so daß ich meinen Tee zum ersten Mal in diesem Jahr draußen auf dem Balkon trinken konnte. Natürlich mit Sonnenbrille ^^ (und warmer Fleecejacke).
Wenn man überlegt wie weit die Natur bereits ist, hoffe ich sehr, daß jetzt kein langanhaltender Frost mehr kommt, denn der könnte einiges kaputt frieren.

15. Januar 2020

Mittwoch, 15.01.2020


Heute war so ein typischer ruhiger Mittwoch, ich hatte einiges zu Hause zu erledigen und bei der Gelegenheit fiel mir gleich noch mehr ein. Ein paar Sachen habe ich heute schon geschafft, einiges muss ich noch nachbessern und einiges wartet morgen noch auf mich.
Das Wetter war teilweise sonnig, aber sehr stürmisch und das Wichtigste: die Tierärztin hat angerufen, die Testergebnisse von Linus‘ Blutuntersuchung waren bereits da. Er ist soweit gesund, Schilddrüse, Nieren, Leber alles in Ordnung - jetzt müssen wir uns um seine Zahnerkrankung kümmern und dann geht es ihm hoffentlich bald wieder gut. 

Das Bild hat heute nichts mit dem Text zu tun: Jemand hat einen Baumstumpf in einen Pfau verwandelt, hoffentlich gut versteckt vor Vandalen und Dieben in Bardenberg :) 

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