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3. November 2015

Der Herr und sein Kürbis


In diesem Jahr wollte A. (zum ersten Mal) einen Kürbis schnitzen, dann kam ich ihm jedoch (plötzlich und unerwartet) zuvor. Bei Ikea konnte man an einem Sonntag nicht nur einkaufen, sondern auch für 1,50 € einen bereits ausgehöhlten Kürbis schnitzen und mitnehmen.
Das Aushöhlen eines Kürbisses ist natürlich immer der unangenehmste Teil des Ganzen, also wer kann da schon ‚fertigen‘ Kürbissen widerstehen? Nun A. konnte und so war ich alleine dabei (zwischen all den anderen Kindern) mein Kürbisgesicht in Rekordzeit auszuschneiden. 
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Danach musste der Kürbis nach Hause transportiert werden (wir waren mit dem Fahrrad da… ) und Linus erkannte sofort, daß das ‚sein‘ Kürbis sei.
Also blieb der Kürbis eine Weile in der Wohnung, was selbstverständlich keine gute Idee war, bis er kurz vor Halloween zuerst vor die Haustür und letztlich auf den Gartentisch verbannt wurde … und siehe da, der Kater fand seinen Kürbis wieder ^^ 
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A. musste jedoch auf seinen ersten Kürbis nicht verzichten. Ich kaufte einen Kürbis bei Rewe, aushöhlen und schnitzen musste er ihn selbst.

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Es wurde dann π i.S. von Pumpkin Pi(e) und das Innere des Kürbisses wurde nicht weggeworfen, sondern zu einer Suppe verarbeitet.
Die Halloweenkürbisse werden nicht für ihren Geschmack gezüchtet sondern eher Größe, Farbe und Stabilität, aber mit einem Regenbogen an indischen Gewürzen, langer Kochzeit und unter Beigabe von Kokosnussmilch konnte man es trotzdem mögen.
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2. November 2015

Halloween (und Gesundheit)


Diesen Artikel wollte ich natürlich schon direkt am 31.10. posten, aber dann war ich einmal mehr viel zu müde für alles. 
Ich werde gerade in meiner Asthmamedikation umgestellt: Ende 2007 war ich dauererkältet, meine Lungenwerte schlecht und ich wollte einen Monat später nach Indien fliegen. Deswegen verschrieb mir der Pulmologe die höchst-mögliche Dosis meines Medikaments, 2x täglich.
Der Hausarzt in Indien halbierte das nach zwei Monaten in 1x täglich, so wurde das dann aber durch die Ärzte und Länder weitergereicht und die nächsten sieben Jahre veränderte sich nichts.
Erst meine Schwester vermutete Anfang des Jahres, daß ich zu hoch eingestellt bin (oder ‚zu gut‘, wie sie sich ausdrückte) und meine neue Hausärztin schickte mich umgehend zum Pulmologen bei dem ich ‚schon‘ im Oktober einen Termin bekam, der mir völlig normale Lungenwerte bescheinigte.
Seitdem nehme ich nur noch die Hälfte des vorherigen Kortisons und bin ständig aus der Puste. Treppen laufen, Fahrradfahren… ein Spaziergang im Wald, ist alles sehr anstrengend und wenn ich zu Hause bin, muss ich mich erst einmal hinlegen und schlafe sofort ein.
Ich könnte die Dosis natürlich verdoppeln und nach ein paar Tagen wäre ich wieder ‚normal‘ - aber was mir hilft weiterzumachen, ist die Erkenntnis, daß ich kein einziges Mal mein Notfallspray brauchte. Ich bin wirklich nur auf Kortison Entzug und das wird nach so vielen Jahren der Gewöhnung wohl noch eine Weile dauern ...
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Nun aber zum Thema Halloween in der Nachbarschaft ^^ 
Anders als der rote-gewandete Weihnachtsmann (der der Coca Cola Werbung entstammt), hatte es das alt-irische und stark amerikanisierte Volksfest am Abend vor Allerheiligen, schwer in Deutschland Fuß zu fassen.
Mittlerweile hat sich die Industrie darauf eingestellt, daß es zwischen Oktoberfest und Weihnachten tatsächlich noch etwas gibt, das man verkaufen kann, obwohl die Weihnachtsware immer noch ab Mitte August in den Supermärkten erhältlich ist. In den USA gäbe es gar keinen Platz für Weihnachtszeugs, solange alles mit Halloween belegt ist. 
Natürlich ist Halloween hierzulande nur ein Kinderfest, während es in den USA eines der Feste ist, an denen man tatsächlich auch einmal geschmackvolle (natürlich neben min. genauso viel Plastikmüll) Dekoration kaufen kann… anders als z.B. zu Ostern.
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Bei den Bilder (in diesem Artikel) von unserer Nachbarschaft rund um den Lerchesberg, habe ich jedoch nicht nach besonders einfallsreichen Dekorationen gesucht, sondern ob überhaupt geschmückt wurde und ein paar Bilder aus der reinen Kürbisecke durften auch nicht fehlen :)

28. Oktober 2011

Wochenbilder


Die Woche ist schon fast wieder vorbei und was für eine Woche war das… Ich kämpfe immer noch gegen meine Erkältung und erkältungsbedingte Schlaflosigkeit, das Verständnis meines Mannes für seine dauerkranke Frau schwindet, vorallem wenn es sein soziales Leben einschränkt und heute Nacht soll es zum ersten Mal schneien. Zumindest das überrascht niemanden mehr, denn die Temperaturen sind seit zwei Tagen um den Gefrierpunkt angesiedelt.
Diwali, das indische Festival des Lichts haben wir mit viel Streitigkeiten und Mißverständnissen bis zum geht-nicht-mehr überstanden, der Hochzeitsring meines Mannes ist seit heute verschwunden, am Montag ist Halloween was ich aus Prinzip ignorieren werde um mich dafür aber um so mehr über den Dia de los Muertos am 1. November  (und Geburtstag meines Großvaters) zu freuen. Das ist der Tag an dem alle in Mexiko auf die Friedhöfe eilen, sich als Zombies verkleiden, Zuckergerippe verspeisen und laute fröhliche Musik spielen. :) Klingt das nicht viel besser als Volkstrauertag und Halloween zusammen ? 
Nächste Woche Samstag dann findet das Diwali Fest der Universität statt, was... ich ahne das schon wohl ebenfalls ein Krampf werden wird... 
Nun aber zu den Bildern:

 Aus der Rubrik „Namen, die man in Deutschland lebend vermutlich verändert hätte...“

In der vorletzten Woche hat es dieses Haus in der Nachbarschaft erwischt... genau genommen hat es einmal gebrannt und dann sind die Brandherde einen Tag danach erneut aufgeflammt (sehr seltsam) und haben noch den Rest erledigt. Danach setzten die Eigentümer eine Anzeige in die Zeitung in der sie sich bei der Feuerwehr für deren Einsatz bedankten... hmm hmm. Als Bearbeiter der Versicherung würde ich bei dem Fall wohl einmal ganz genau hinsehen.

Die tollste Katzentür der Gegend.

Dieser Aufforderung ist schon deswegen nichts hinzuzufügen, da Vermonter Bier wirklich sehr gut schmeckt... das meiste davon zumindest, wie z.B. Long Trail, Magic Hat und natürlich Switchback. Problematisch wäre dabei höchstens, daß man es zumeist nur innerhalb Vermonts kaufen und verkonsumieren kann... aber hey, noch wohnen wir ja hier :)

Sieht das nicht total nach „thea“ aus? Aber wer sollte das ins Holz ritzen und ich war es nicht... vielleicht heißt es auch nur „1 tree“?

Die neue mexikanische Cantina mit schwarzer Katze, schicker Tür und laut Augenzeugenberichten tollem selbstproduziertem Tequila :)

UVM Kitty

Meine eigene Kitty... Linus zwängt sich in die Plastikschublade während ich am Sachen aussortieren bin.

Herbst gibts auch immer noch.... manchmal sogar in den absurdesten Farbkombination von Pink bis Orange... 

Selbstgemachte Halloween-Deko aus Taschentüchern bei der Oma von um die Ecke...

Deutsche Marmelade findet man im ja genau wo sonst... Christmas Tree Shop, der mir seit dieser Entdeckung in regelmäßigen Abständen einen Besuch wert ist... denn zuckerfreie belgische Schokolade gibt es dort auch.

12. Oktober 2011

Banshee


Die letzten Tage war es ungewöhnlich warm und sonnig im Vermonter Herbst. Es war zwar nicht so warm wie in anderen Landesteilen, aber 25°C konnte man schon erreichen und einen kleinen Sonnenbrand gab es gratis dazu. Am Montag machte ich mich auf die Wasserfälle am Winooski Fluß zu besuchen und gestern ging es mit dem Fahrrad durch Wald und Wiesen des Intervale, einer tiefergelegenen Fluß-Aue neben der Stadt. 
Ich fahre und wandere gerne durch diese ländlichen Region zwischen den Stadtteilen Old und New North End, man kann den Bauern bei der Arbeit zusehen und Hundebesitzer kommen eher selten dorthin, denn sie bevorzugen die Radwege am Seeufer. 
Selbst Wochen nach dem Hurrikan ist man im Intervale immer noch damit beschäftigt die Schäden auszubessern. Die Straßen sind voller Löcher, Felder deren Ernte aufgrund verseuchten Flutwassers nicht verkauft werden darf, werden umgepflügt, zerstörte Treibhäuser entsorgt. 
Einige der Minifarmen werfen das Handtuch, denn nach vier Überflutungen in einem Jahr bleibt ihnen nichts anderes übrig. Vielleicht sollten die Menschen endlich einsehen, daß es Gebiete gibt, die trotz fruchtbaren Ackerbodens nicht landwirtschaftlich genutzt werden können... zumindest nicht i.S. eines Berufes, Privatgärten wären vielleicht eher bereit das Flut-Risiko einzugehen. Ich könnte mir aber auch einen großen Park vorstellen, der durch Schafsherden gepflegt wird. Die Schafe könnten bei Flut jeweils auf den Hängen weiden und bei trockenem Wetter innerhalb der Aue das Gras kurzhalten. (Mähähhh ;) 


Trotz all des menschlichen Dramas war der Tag jedoch wunderschön, die Bäume strahlten in Gold- und Rottönen um die Wette, die Frösche am kleinen Tümpel quakten und für Eichhörnchen und Streifenhörnchen hat jetzt die wichtigste Zeit des Jahres begonnen, denn es gilt die Wintervorräte anzulegen und sorgfältig zu verstecken. 
 Nach einiger Zeit erreichte der Weg das erste Mal den Winooski Fluß und während ich auf die schlammverkrusteten Ufer starrte, auf Inseln, die nur noch zur Hälfte vorhanden waren, änderte sich meine Stimmung. Trotz Sonne, offener Landschaft, Weite... fühlte ich mich bedroht, als wenn im nächsten Moment Etwas... ich wusste nicht was, passieren könnte und fast wie gejagt, eilte ich weiter. Das nächste Wäldchen wurde zur Qual, egal daß es nicht einmal dicht genug war und man von allen Seiten Fluß und Feld durchscheinen sehen konnte, ich fühlte mich beobachtet, in Gefahr, als hinge eine unsichtbare Drohung in der Luft. 


Nach einer wilden Fahrt erreichte ich das Ende des Waldes und der Weg führte direkt zum Fluß zurück. Nun konnte ich wieder frei atmen, machte sogar ein paar idyllische Fotos von Fluß und gelben Bäumen, doch beruhigen konnte ich mich nicht. Was wenn es, jemand, etwas mich einholen würde und wie jemand, der vor einem herannahenden Zug davoneilt, machte ich mich auf den Rest des Weges durchzurasen... mich hin und wieder umdrehend. Ich glaube wenn in dem Augenblick ein Jogger entlang gelaufen wäre, ich hätte einen Anfall bekommen. 


Schnell genug erreichte ich das Gelände des Ethan Allen Museums und jedes Gefühl der Bedrohung verschwand als wäre es nie dagewesen, stattdessen fühlte ich nun überwältigende Freude, Dankbarkeit und Glück gerade noch einmal davongekommen zu sein. 
Für die anderen Museumsgäste muss ich einen seltsamen Anblick geboten haben, mit hochrotem Kopf, Tränen und außer Atem hing ich über einem der Picknicktische gebeugt, bis ich einmal mehr das Gefühl hatte beobachtet zu werden... aber es waren die freundlichen Augen eines Eichhörnchen, das sich ganz nah an mich herangewagt hatte. Während ich meinen Kopf hob, begegneten sich unsere Blicke sekundenlang und ich wunderte mich einmal mehr, ob Tiere eigentlich mehr sehen können als Menschen. Wusste das Eichhörnchen was dieses Etwas war, daß mir solchen Schrecken versetzt hatte? 


Für einen Augenblick überlegte ich, ob ich ins Museum gehen sollte und nach den Geschichten über das Intervale von den lokalen Ureinwohnern fragen sollte... aber dann verwarf ich den Gedanken wieder, zum Einen würde ich wahrscheinlich für verrückt gehalten werden, wenn ich fragen würde, ob die Abenaki Indianer von einer Bedrohung an der Wegbiegung neben dem Wald wussten, zum Anderen fürchtete ich mich davor, daß die Antwort: Ja! lauten könnte. Also weg-erklärte ich mein Erlebnis, denn wahrscheinlich war ich nur traurig aufgrund der Zerstörungen des Flusses, stellte mir die Schlammlawinen zu lebhaft vor, hatte Kopfschmerzen oder bekam eine Erkältung und das erzeugte eine Illusion der Bedrohung. 
Im Hinterkopf dachte ich jedoch auch darüber nach, daß Physiker derzeit an Neutrinos forschen, deren Energiefelder sich verändern, ohne mit anderen Partikeln in direkten Kontakt zu kommen, was vielleicht einmal sogenannte „Geister-Erscheinungen“ erklären könnte, denn letzlich ist alles nur eine Frage der Energie. 
Ein wenig dachte ich auch darüber nach, wieviele Menschen im Laufe der Jahrhunderte dem Lockruf des fruchtbaren Intervale-Landes gefolgt waren um Ackerbau zu betreiben (laut Museum konnten 700 Jahre landwirtschaftlicher Nutzung nachgewiesen werden). Heutzutage wohnt niemand mehr dort und es handelt sich nurmehr um ein finanzielles Grab... doch wieviele Menschen starben früher bei den Versuchen sich aus den rapide steigenden Fluten des Winooskis zu retten? 
Als ich nach Hause kam suchte ich trotz Gänsehaut nach Abenaki Geschichten aus der Gegend und fand die Sage von M-ska-gwe-demoos, der Frau aus dem Sumpf... deren Beschreibung mich sehr an die irischen Banshees... Moorhexen erinnerte.

11. November 2008

Halloween-Album reloaded

Wie ich es bereits letzte Woche versprochen hatte, hier nun noch einmal das Halloween-Album mit einigen neuen Bildern von der finst'ren Nacht der Geister und Gespenster. Click Click...

Halloween

Gerade beginnen die nächsten Festlichkeiten. Während am 11.11. in Deutschland alle Zeichen auf Karneval stehen, tragen in Kanada - wie in fast allen Commonwealth-Ländern - viele Menschen Rote Mohnblüten am Jackenkragen (Red Poppy oder Remembrance Day).
Damit wird an die Toten der Weltkriege gedacht, denn am 11.11.1918 endete der erste Weltkrieg.
Rote Mohnblüten hat man aufgrund eines Gedichtes
des kanadischen Arztes John Mc Crae gewählt: “In Flanders Fields” . Er schrieb über den im Sommer auf den Schlachtfeldern erblühten Klatschmohn.

27. Oktober 2008

Deko

Wie immer einfach aufs Album klicken =)

Halloween

Halloween rückt immer näher, dieses Fest, dass für den Europäer als Unfest auf gleicher Stufe steht wie Thanksgiving und Valentinstag und es blockiert bereits seit Anfang September sämtliche Läden. So langsam mehren sich auch die Hausdekorationen, so dass ich mir dachte, ich bastele ein kleines uninspiriertes Fotoalbum, dass ich dann noch weiter ergänzen kann.

Im Fernsehen laufen nur noch Horrorfilme, das fand ich solange schrecklich, bis gestern nachmittag dann “Tim Burtons – The Corpse Bride” lief. Da ich den Film schon längst einmal sehen wollte, war ich mit all dem Halloween-Kram wieder versöhnt.



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