22. Mai 2018

Ostern in Holland


Wir verbrachten zwei Nächte bei A.s Freund in Amsterdam, der außer uns noch ein anderes befreundetes Ehepaar zu Besuch hatte. 
Da wir dieses Mal viele Ziele außerhalb der Stadt besichtigen wollten, mieteten wir alle zusammen ein Auto an. Das ist zum einen praktisch, verleitet aber auch dazu, daß man von Punkt zu Punkt hetzt und sich selten wirklich Zeit nimmt.


Am ersten Tag, Karfreitag, liefen wir durch die Amsterdamer Innenstadt von Ost nach West und ich hätte mich nirgends orientieren können, irgendwie sahen alle Kanäle, Häuser und Fahrräder plötzlich so gleich aus.
Sobald wir dann in unserem Mietauto unterwegs waren, zeigte sich, wie furchtbar es ist durch die Stadt mit dem Auto zu fahren. Selbst als Fußgänger muss man sich vor den Fahrradfahrern in Acht nehmen, ihr gesamter Volkszorn und nieder mit den Verkehrsregeln, entlädt sich jedoch über den Autos. 
Wir waren jedenfalls froh, als wir endlich die Autobahn erreichten.

Unser erstes Ziel hieß Alkmaar.


A. hatte mir dazu nur die Information gegeben, daß wir eine Käsefabrik besichtigen würden, wo ich sofort all die nichtssagenden Edelstahlbehälter vor Augen hatte, die ich in meinem Leben schon besichtigt habe, egal ob in Brauereien, Eis- / Schokoladefabriken oder selbst Weingütern - so daß ich dankend ablehnte. 
Die ‚Käsefabrik‘ stellte sich dann jedoch als historischer Käsemarkt in der Käsestadt Alkmaar heraus, und wir hatten ihn um zwei Stunden verpasst. Wir konnten noch beim Aufräumen des Platzes zusehen, während wir zu Mittag aßen. 


Danach liefen wir durch einige der kleinen Puppenstuben-Gässchen, probierten und kauften Käse und weiter ging die Fahrt.

Jetzt ging es nach Zaanse Schans, wo man sich wie in einer Art Freilichtmuseum alte Windmühlen und den Torfabbau ansehen kann. 


Leider hieß es überall, daß alles um 16 Uhr schließen würde, wegen Karfreitag und es war kurz vor 16 Uhr. Erst als die anderen schon das Auto holten um wieder loszufahren, erkannten wir, daß dieser Windmühlenpark immer geöffnet ist, nur einzelne zu besichtigende Gebäude schließen eher. 
Aber jetzt war es zu spät, die Parkplatzgebühr bereits bezahlt und weiter ging die Fahrt.

Auf zum Strand nach Bloemendaal aan Zee.


Hinter der Gemeinde Bloemendaal fährt man dazu kilometerweit durch wilde Dünenlandschaften, bis man den Parkplatz am Strand erreicht. 

Über einer steile Rampe geht es hinunter zum Meer und den riesigen Strandrestaurants, die sich links und rechts neben dem Strandaufgang erstrecken. Diese sahen zwar sehr gemütlich aus, aber insgeheim war ich doch ein bißchen froh, daß so etwas an der Ostseeküste nicht so einfach möglich ist. An Strand und Wellen kann man dagegen selten etwas aussetzen, die sind eben schön. 


Nach einem kurzen Spaziergang fuhren wir zurück nach Amsterdam.
Wieder in der Wohnung angekommen, begannen dann die großen Unterhaltungen und Diskussionen der alten Freunde, so daß ich alsbald müde wurde und einschlief. A. erzählte mir nur am nächsten Morgen, daß ich mir beim nächsten Mal doch vorher etwas zu essen nehmen soll, damit ich den Gastgeber nicht beleidige, weil ich nicht mehr auf das Abend(Nacht)essen warten konnte.

Am Samstag besuchten wir den Keukenhof (der einen extra Blogartikel bekommen wird), und am späten Nachmittag ging es mit dem Auto zu einem letzten Abenteuer nach Westfriesland zum ‚Houtribdijk‘ - einen Damm, der das von der Nordsee mit einem weiteren Damm abgetrennte Ijsselmeer- Binnenmeer nochmals durchtrennt. 


Obwohl es ein vergleichsweise kleines Binnenmeer ist, konnte man in beide Richtungen kein Land erkennen und es war wirklich interessant auf dieser 27 km langen Straße von Enkhuizen nach Lelystad quasi durchs Meer zu fahren.
Damit endeten unsere Erlebnisse in Holland, nach einem frühen Abendessen, ging es am nächsten Tag bei Dauerregen zum Bahnhof und der nächste ICE brachte uns ohne Umsteigen in fünf Stunden zurück nach Frankfurt. 

20. Mai 2018

Sonntagsblumen - Vergißmeinnicht


Es gibt so viele wunderbare Frühlingsblumen - eine, die man jedoch häufig nur als blaue Wolke in der Gruppe wahrnimmt, sind die Vergißmeinnicht.
Dabei sind die kleinen Blütchen mehr als nur einen flüchtigen Blick wert.


Es gibt natürlich die rosafarbenen und weißen, aber gerade die blauen Varianten sind vielseitiger, als man es vermuten könnte, so gibt es rosa gestreifte Varianten, komplett blaue, und selbst die ‚normalen‘ Blüten mit gelbem Kranz und weißem Stern, erblühen in Farbtönen vom hellsten Pastellblau bis zum intensivsten Himmelblau.
Da ich kein Makroobjektiv habe, ist das Blumen-Fotografieren eher eine Zufallsangelegenheit, zumal bei so kleinen Blüten. Ich kann natürlich auf dem Kamera-Bildschirm sehen, ob das Bild überhaupt etwas geworden ist, aber ob es auch in der Vergrößerung scharf genug ist, sehe ich meist erst später am Laptop.
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14. Mai 2018

Aachen


Am Gründonnerstag vor Ostern hatte A. ein Vorstellungsgespräch in Aachen, und weil wir danach weiter in den Holland-Urlaub fuhren, ergab es sich praktischer Weise, daß ich mitkam.
Ich wollte schon seit einiger Zeit einmal Aachen besuchen, am Liebsten zur Weihnachtszeit… aber so war es auch nicht schlecht. Ich konnte mir die Stadt ansehen und schon mal ein Gespür dafür bekommen, ob ich dort leben wollen würde, während A. sich darum kümmerte, ob das nun ein einmaliger Besuch blieb, oder wir wirklich umziehen würden.
Nun, der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, insofern bin ich etwas abergläubisch, aber es sieht wohl durchaus so aus, als wenn A. ab 1. August in Aachen arbeiten wird, quasi auch als Vorhut dorthin zieht - und wir dann einen Monat später alle zusammen umziehen.
Bis dahin müssen wir noch eine Wohnung gefunden haben, was sich wie immer als komplizierte Angelegenheit herausstellt, vor allem wegen unserer Katzen. Dazu hätten wir gerne wieder eine ruhige Erdgeschoß- u.ä.-Wohnung, wenn möglich mit Gartennutzung sowie guter Anbindung an den Öff. Nahverkehr und schon wird aus schwierig etwas zum Kopfzerbrechen. Wir suchen mittlerweile rund um Aachen und entlang der Bahnstrecke bis Köln.


Aber nun zurück zu diesem Besuch in Aachen, mein erster Weg führte natürlich an einer Printenbäckerei vorbei (einer von unzähligen in der Printenstadt), auch wenn sie zur Osterzeit eher mit Quarkhasen warben. 
Auf verschlungenen Wegen ging es dann weiter, entlang dem Theater bis zum Elisenbrunnen. Daneben befand sich die Touristeninformation, wo mich die Dame am Empfang gleich mit einer Sprache empfang die entweder flämisch oder holländisch war. Offenbar erwartete sie keine deutsch-sprachigen Besucher an diesem Tag. 


Ich nahm mir den kleinen Innenstadtplan mit, der erste Informationen über die Stadt lieferte, und besichtigte den klassizistischen Elisentempel. 
Das Wasser darf man nicht trinken, dafür kommt es aber wie in Wiesbaden auch, aus heißen Quellen. Diesen Quellen verdankt Aachen (vom lateinischen Aqua) überhaupt erst die römische Stadtgründung, denn es liegt weder an einem Meer noch an einem Fluss… außer den Quellen und angelegten Weihern, gibt es ohnehin wenig Wasser in der Gegend. Es handelt sich auch tatsächlich heute noch um eine Kurstadt, die jedoch den Namenszusatz ‚Bad‘ nicht offiziell trägt.
Erster Anlaufpunkt war für mich natürlich der Aachener Dom, der einst die Kapelle der Kaiserpfalz von Karl dem Großen bildete.
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Echte Aachener mag das erschüttern, aber ich hatte keine Ahnung, daß Aachen und Karl der Große quasi eine Einheit sind, er wurde nicht nur in der Stadt geboren, gekrönt, begraben - heutzutage begleitet einen sein offizielles Siegel eingelassen in den Straßenbelag, durch die gesamte Stadt.


Dreieichenhain neben dem Wildbann Dreieich, war zwar einst ein Jagdschloss vom großen Karl; und Frankfurt eine Krönungsstadt deutscher Kaiser, aber Aachen war offenbar die Krönungsstadt des Frühmittelalters. 
Der Dom ist wunderschön und in seiner runden, vorromanischen Form mit goldenen Mosaiken für deutsche Bauwerke sehr ungewöhnlich. 
 

Daneben schließen sich kleine schmale Ziegelhäuser an, bis man den ursprünglichen Rest der Kaiserpfalz erreicht. Die wurde bis auf einen Turm irgendwann abgerissen, um Platz für das (neue) Renaissance Rathaus zu schaffen. 

 Wenn man plötzlich den Ausdruck: 'Die Fensterläden hochklappen' versteht.

Danach lief ich durch viele kleine Straßen und Gässchen der Altstadt, überstand einen kurzen Regenguß in Starbucks (ich kann vom Matcha Tee nur abraten, der schmeckt nach Grashalmen) und dann war meine Zeit auch schon vorbei und ich holte A. vom Bahnhof ab.
Er erzählte von seinem Vorstellungsgespräch, wie freundlich alle waren, was er dort erreichen könnte, und war vorsichtig begeistert.
Wir hatten noch etwas Zeit bevor unser Zug fuhr, deswegen zeigte ich ihm nun auch den Dom. Er war amüsiert, daß meine wenigen Stunden in der Stadt offenbar ausreichten um den kürzesten Weg durch die (kleine) Innenstadt zu finden, ohne noch eine Karte zu benötigen. Danach mussten wir zweimal mit Regionalbahnen kurze Stücke fahren, denn Aachen ist nicht Teil des Schnellbahnsystems, bis wir die Strecke Richtung Amsterdam wieder erreichten und endlich in den Osterurlaub fuhren.
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8. Mai 2018

Danach


Es dauerte drei Tage, bis die Reste der Migräne vom letzten Mittwoch endlich verschwunden waren. Sonntag war der erste Tag, daß ich morgens aufwachte und mir fehlte gar nichts, kein letzter Schmerz, der noch in der linken Schläfe pochte… einfach herrlich.
Das sind die guten Tage, an denen ich aber auch das Gefühl habe quasi ein Hochstapler zu sein: Wie kann ich über Kopfschmerzen klagen, wenn mir doch ausgezeichnet geht.
Das finde ich bei dieser Schmerzerkrankung immer so schwierig, entweder man hat Migräne und kann dann bestimmt nicht noch zum Arzt gehen, man kann ja nicht mal das Haus verlassen - oder man hat eben gerade nichts und kann beim Arzt nur vage beschreiben, was passiert ist.
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Den Sonntag nutzten wir jedenfalls für einen kurzen Ausflug nach Mainz zum dortigen kleinen, Botanischen Garten der Gutenberg Universität.
In Mainz gibt es eine ganze Menge an Orten, die ich noch nicht besichtigt habe, aber wir wollten es sicher nicht übertreiben. Seitdem ist das Wetter in dieser Woche wieder auf Hochsommer umgesprungen, da bleibe ich lieber im Schatten und vermeide alles was zu viel sein könnte. 


3. Mai 2018

Einmal mehr Migräne

Seit gestern hat mich eine Migräne wieder fest im Griff und zum ersten Mal, wohl seit Jahren habe ich mir die Frage nach dem Warum gestellt. Ich fand die Frage in der Vergangenheit lähmend, eher Anschuldigung als Hilfe und deswegen habe ich sie vermieden.
Doch gestern habe ich neben sämtlichen Punkten, die ich kaum oder gar nicht beeinflussen kann, wie z.B. Hormonspiegel, das Wetter auch alles aufgezählt, was derzeit Streß verursacht und das ist eine ganze Menge. Zum Einen der baldige Umzug und die Angst keine passende Wohnung zu finden, aber auch Streß mit dem Mann, der sich alles immer viel einfacher vorstellt.
Dazu waren wir seit letzter Woche Mittwoch quasi täglich unterwegs, wir hatten zwei Wohnungseinweihungsfeiern, einmal mit Grillen, einmal ohne; ich habe meine Schwester in Fulda besucht (wo sie eine Woche zur Fortbildung war), was sehr schön war, aber auch ein ganzer Tag. Wir waren in der Therme von Bad Orb um unseren 10. Hochzeitstag zu feiern, auch wunderbar, aber der nächste volle Tag ohne die übliche Routine. Das Wochenende war ausgebucht, der 1.Maittag auch und einen Tag später lag ich flach.

Migränevermeidung hat sehr viel mit strikten Routinen zu tun, und daran habe ich mich im Schlafrhythmus in etwa gehalten, aber das Essen hat sich in dieser Woche verändert. 
Seit der Erkrankung meines Mannes im letzten Jahr, ernähren wir uns hauptsächlich vegetarisch. Ich habe nie darüber nachgedacht, ob plötzliche Änderungen über eine Woche, in dem was ich esse auch eine Unterbrechung der Routine darstellen.

Eine Sache, mit der ich quasi aufgewachsen bin, ist die Trigger-Geschichte: Keine Schokolade, kein Käse, kein Rotwein. An Rotwein halte ich mich, weil ich es ohnehin nicht mag… aber bei Käse und Schokolade, habe ich das Gefühl, es geht mir genauso gut oder schlecht, wenn ich diese Dinge esse, als wenn ich sie weglasse. Es stimmt jedoch, daß man am Anfang einer Migräne danach verlangt, wie auch anderen Fetten wie z.B. von Nüssen. 
Vielleicht lösen diese Produkte Migräne also gar nicht aus, sondern der plötzliche Appetit ist ein Achtungszeichen, daß etwas schief läuft.

Ganz wichtig zur Linderung während einer Attacke ist absolute Reizminderung: Licht, Geräusche, Berührungen, Gerüche aller Art sind zu stark. 
Seit einigen Jahren kommt bei mir ein Gefühl der Überhitzung dazu, ich dusche kalt, habe kalte Tücher im Gesicht. Gestern kühlte ich das abgedunkelte Zimmer auf 18°C und lief leicht bekleidet ohne Socken auf den kalten Fliesen herum und trotzdem glühte mein Kopf. Ich bekomme am Rande mit, daß die Kälte unangenehm ist, aber sie stört nicht. Erst am Abend nach über 12 Stunden der Schmerzwellen kickte da mein ‚body response‘ wieder ein und ich bekam Schüttelfrost.
Seitdem ist der Großteil der Schmerzen weg, ich muss mich auch nicht mehr übergeben, und ganz wichtig ich laufe nicht mehr, wie eine Verrückte durch die Wohnung mit seltsam verdrehtem Kopf, in der Position, die in dem Augenblick, die wenigsten Schmerzen verursacht. Mein Körper hat einen ausgeprägten Fluchtreflex, bei Schmerzen fange ich an wegzulaufen. Das ist mir zu einem gewissen Grad peinlich, aber ich kann es nicht unterdrücken.
Und ja, ich habe damit bereits Krankenschwestern verrückt gemacht, die der Meinung waren, ich mache das mit Absicht, bis ich dann plötzlich bewusstlos wurde. Bewusstlos bin ich gottseidank schon seit Jahren nicht mehr geworden, aber die Angst ist immer ein wenig im Hinterkopf - wenn ich alleine in der Wohnung bin. Andererseits bin ich kein besonders erbaulicher Anblick, reduziert auf Schmerz und Sein und deswegen doch lieber allein.

Als erste Gegenmaßnahme habe ich nun das Programm des kommenden Wochenendes auf Null reduziert, ich denke noch über Essen nach der Migräne nach, wenn selbst Kauen wehtut, aber so wichtig ist, um den Magen zu entlasten. 
Und hoffe natürlich, daß auch die letzten Schmerzreste sich endlich auflösen und es mir wieder besser geht. Es sind bisher 36 Stunden. 

30. April 2018

Katzenleben


Linus und Shweta sind mittlerweile seit fast zehn Jahren bei uns und haben dabei schon einige Umzüge mitgemacht.
Im September 2008 waren wir - nach unserem Umzug nach Kanada - gerade dabei unsere Wohnung einzurichten, als ich auf kijiji (eine Art kanadische Kleinanzeigen-Seite) die Anzeige für zwei kleine Kätzchen sah. Wir wollten eigentlich nur eine Katze und da Linus sofort auf uns zukam, war die Sache für A. eigentlich schon entschieden, aber dann konnte ich die kleine, verschüchterte in der Ecke hockende Shweta auch nicht in den Umständen lassen, in denen die Kätzchen als Alleinverantwortung und Spielzeug für eine 4-Jährige dienten. Also hatten wir zwei Katzen und haben diesen Schritt nie bereut.
Außerdem war mir klar, daß ich keine reinen Wohnungskatzen haben wollte, sondern Katzen, die wussten wo sie wohnten, falls jemand mal das Fenster oder die Tür offen lässt… was nun mal passieren kann, denn niemand ist immer perfekt. Leider hatten wir keine großen Grünflächen um unser Haus, sondern eine vielbefahrene Straße, zwei Parkplätze mit kleinen Rasenflächen und eine wahnsinnig viel befahrene vierspurige Straße gleich hinter dem nächsten Haus.
Am Anfang ließen wir die Kleinen mit Geschirr und Leine umherlaufen, wovon Katzen gar nichts halten - danach ging ich mit ihnen ohne Leine raus und brachte sie jeweils zum Haus zurück, wenn sie sich zu weit entfernten. So lernten sie die Grenzen ihres kleinen Reviers kennen und entwickelten eine besondere Affinität zu den Müllcontainern, sowie der (beständig erfolglosen) Eichhörnchenjagd.


In Burlington dann, hatten sie ein viel größeres Revier, den halbverwilderten Hinterhof zur Verfügung, der jedoch zu einem Großteil ebenfalls Parkplatz war, so daß ich weiterhin mit meinen Katzen Gassi ging ^^ Dort lernten sie Blumen kennen und Waschbären, wie man unterm Zaun in den nächsten Garten entwischen kann und viele andere Katzen.
Nach dem großen Schritt, dem Umzug nach Deutschland wurden sie dann kurzzeitig Dorfkatzen auf der Insel Poel und ich erkannte, daß das Leben mit Elektrozäunen, halbwilden Kuhherden, übereifrigen Hütehunden und riesigen Erntemaschinen etwas weniger idyllisch für freilaufende Katzen war, als ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte.
2015 zogen wir nach Frankfurt, in unsere jetzige Wohnung in eine ruhige Sackgasse direkt neben den Stadtwald und zum ersten Mal konnten die Katzen tatsächlich selbst: Fenster auf und seht zu… unterwegs sein. Das war am Anfang nicht unproblematisch, und Shweta hat sich nur sehr eingeschränkt darauf eingelassen, aber Linus genoß die Freiheiten, die er damit hatte und erkundete das neue Revier zusammen mit den jungen Kätzchen der Vermieter.
Nachdem eines der Kätzchen verunglückte, hat Linus seitdem eine besonders enge Beziehung zu dem zweiten: Fricka, entwickelt. Sie lebt quasi seit zwei Jahren bei uns, auch weil sie mit einem der rumänischen Katzen, die von den Vermietern später adoptiert wurden, überhaupt nicht zurechtkam und das auch nie lernte.


Jetzt sind wir leider wieder auf Wohnungssuche in einer neuen Stadt (demnächst dazu mehr)… drückt uns die Daumen, daß wir etwas passendes finden :)


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