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10. Dezember 2024

Weihnachtsmarkt St. Wendel


Um Weihnachtsmärkte zu besuchen, haben wir festgestellt, daß wir eigentlich im Saarland recht gut angebunden sind, denn im zwei Stunden Tagestour-Radius kann man einige bekannte deutsche Märkte erreichen, sei es nun an Rhein, Mosel oder Neckar, aber auch Nancy, Metz und Luxemburg sind nicht weit weg. 
Am letzten Sonntag waren es dann aber nur 17 Minuten ab Neunkirchen, bis wir mit dem Zug in St. Wendel (Saarland) ankamen. Der Weihnachtsmarkt in der kleinen Stadt gilt als einer der schönsten im Saarland. 
Da A. schon einmal für eine Fortbildung vor Ort war, konnten wir am Bahnhof auch gleich die Anfängerfehler der anderen Besucher vermeiden und steuerten zielstrebig auf die Unterführung zu, um kurz darauf in der kleinen barocken Innenstadt anzukommen. Auf der Brücke über die Blies konnte man sehen, daß diese kurz vor Hochwasser-Level stand und braune Wassermassen schnell vorbeiflossen, der Regen der letzten Tage hat offenbar nicht nur die Felder in Sumpflandschaften verwandelt.
 

Und wenige Schritte weiter befanden wir uns bereits auf dem Mittelaltermarkt. 
Da es fast noch Mittagszeit war, begannen wir den Besuch mit dem Verzehr eines Hanf-Brotes, mit Gemüse und Feta gefüllt, ehe wir die Krippe mit echten Ziegen, Schafen und den so typischen Weihnachts-Alpakas (?) bewundern konnten. Dann ging es an der Schlittenbahn mit Schneeresten vorbei, weiter in die Innenstadt und dem Markt rund um die Wendalinusbasilika. 
 
 
Ich verliebte mich spontan in einen kunstvoll geschnitzten Baum, aber der Mann beteuerte, so viel Glühwein kann er gar nicht trinken um das Teil mitschleppen zu wollen - also ging es erst einmal in die Basilika: eine spätgotische Pilgerkirche mit den Reliquien des heiligen Wendelin hinein. 
Dort irritierten mich einige Mariendarstellungen, mit sehr männlichen Gesichtern, ehe es zurück auf den Markt ging. 
 
Im Menschengedränge erreichten wir den Zwergenwald, sehr niedliche Zwergendarstellungen wo sich die Kinder über die Strafarbeit in der Zwergenschule amüsierten und die Erwachsenen über den Spanner auf dem Saunadach, während sich alle bei der Zwergenklinik wundern konnten, was das für Gestalten sind, die da aus den Dachfenstern herausstarrten. 
 
 
Danach trank der Mann einen Jagertee, und ich ein ‚Schneeflittchen‘ warme Puddingcreme mit unnötigerweise vier verschiedenen Sorten Alkohol. Da das hungrig machte, kauften wir noch eine Tüte heiße Maronen, und überlegten kurz ob es sich lohnt für den grünen Winzerglühwein anzustehen. 
Wir entschieden uns dagegen und fuhren lieber mit dem nächsten RB zurück nach Hause. Mittlerweile herrschte eh ein fieser Nieselregen bei niedrigen Temperaturen, da war es in der warmen Wohnung doch viel schöner.
 

12. Dezember 2021

Dritter Advent


Es ist wieder einmal eine ganze Menge passiert, seit ich das letzte Mal hier etwas geschrieben habe. Das Stromproblem wurde bis auf eine nicht mehr funktionierende Steckdose gelöst. Da unser Raumthermostat auch an diesem Stromkreis hing, dauerte es noch einen Monat länger, bis dafür eine Lösung gefunden werden konnte und so lange hatten wir eben für einige Zeit keine Heizung. 
Sämtliche Untersuchungen der Wand führten später zu der Erkenntnis, daß kleine Mengen Wasser von außen zur Korrosion der Leitung führten und nicht wir als Mieter Steckdosen gewässert hatten. 
In der Zwischenzeit habe ich sehr viel genäht und dann eine ganze Zeit als Ausgleich überhaupt nicht mehr genäht, stattdessen gemalt und dekoriert. Jetzt habe ich einige neue Stoffe zum Black Friday erstanden und es kribbelt wieder in den Fingern, mit dem Nähen anzufangen. Aber zuerst muss ich ein paar Weihnachtsgeschenke nähen und malen, bevor ich mit den schönen neuen Stoffen, die eher wieder von Frühling und Sommer künden, beginnen kann. 
 
In dieser Woche bekamen A. und ich auch unsere Boosterimpfung, und hängen seitdem noch ein bißchen durch. Aber es war nichts Dramatisches, etwas erschöpft und Gliederschmerzen - insgesamt doch besser als eine lebensgefährliche Erkrankung :) So sind wir jetzt hoffentlich gerüstet um mit den üblichen Abstands- und Hygieneregeln, sowie FFP2 Masken, gut durch den nächsten Corona-Winter zu kommen. 

 

27. Dezember 2020

Sonntag, 27.12.2020


Das Jahr neigt sich langsam dem Ende entgegen, draußen braust ein Sturm und in der Eifel wird es heute schneien - hier erwartet man dagegen nur Regen. 
Gestern haben wir endlich unsere Geschenke ausgepackt, vorher sind wir nicht dazu gekommen. Es gab einige Bücher, 2 m wunderschönen Stoff mit passendem Bündchen, aber auch zwei Paar Ohrringe, die ich sogar mochte. 
Unser Weihnachtsfest war ohnehin schon immer sehr eingeschränkt, was die Personenzahl anging, so daß wir daran auch im Coronajahr nur wenig ändern mussten: Am Heiligabend haben wir meine Schwester in ihrem zwei Erwachsene - zwei Kinder unter 14 Jahren Haushalt besucht, und am ersten Weihnachtsfeiertag kamen sie zu uns. Nur das stündliche Stoßlüften wurde neu eingeführt.
 

In unserer Nachbarschaft haben dagegen so einige ihre Terrassen und Balkone so gut es geht winterfest gemacht und bei Temperaturen um null Grad in eisigen Windböen ihre Gäste draußen bewirtet. 
Das sah selbst mit dem extra aufgestellten Windschutz nicht so richtig gemütlich aus. 
 

Zum Jahresende fange ich eigentlich auch mit dem Bloggen wieder etwas ernsthafter an, vor allem in meinem Teodeco-Blog, aber in diesem Jahr machte mir ein Sturz im Bad einen Strich durch die Rechnung, denn ich fiel ungünstig auf den rechten Ellenbogen und Kiefer. 
Gebrochen war zum Glück nichts, aber ich habe seitdem noch Schmerzen im Arm und der Hand, so daß vieles nur in Etappen erledigt werden kann, z.B. Fensterputzen oder gar nicht: Klavier spielen, war bisher noch nicht schmerzfrei möglich. 
Insofern fasse ich mich hier auch kurz, kommt gut und leise ins neue Jahr 2021 und ich hoffe, die Weihnachtsfeiertage waren wunderschön und vielleicht sogar etwas entspannend :) 
 

 

28. November 2020

Sonnabend, 28.11.2020

 
Gerade geht die Sonne auf, die Wolken erscheinen in einem kräftigen Pink am Himmel … und schon wieder ist eine - dieses Mal recht geschäftige - Woche vorbei. 
Ich hatte meinen Koffer und Umzugskarton voller saisonaler Dekoartikel aus dem Keller geräumt und dann zuerst Diwali weg- und danach Weihnachten herausgekramt. Wie im letzten Jahr war ich auch dieses Mal etwas unschlüssig, wo was hinkommt, aber nachdem gestern die Wohnung aufgeräumt sein musste, weil der Vermieter abends vorbeischauen wollte, half das der Entscheidungsfindung sehr.
Karton und Koffer sind schon wieder im Keller, es gibt zwar noch ein paar Baustellen, aber das bekomme ich schon hin. So muss ich eine Tapete von einer Wand wieder entfernen, die ich vor ziemlich genau 11 Monaten dort angebracht habe, damit unser Weihnachtsbaum-Wandbild wieder einen Platz hat. 
 

Ich mag Tapeten im Holz-oder Ziegellook ganz gerne, aber deswegen möchte ich nicht ständig neu tapezieren. Deswegen messe ich die Wand aus, schneide die Tapete zu, verklebe die einzelnen Stücke miteinander und habe dann quasi ein Wandbild, das ich mit wenigen Tackernadeln an die Wand hefte und so auch schnell wieder entfernen kann … die ungeliebte Raufasertapete bleibt dabei darunter unbeschädigt. 
 
Außerdem musste in dieser Woche langsam die Schmerzmittel-Dosis für den Kater reduziert werden.
Nachdem er sich vor ca. zwei Wochen die linke Pfote bis in den Schulterbereich schwer geprellt hatte, muss er sich schonen, denn gebrochen ist laut Tierärztin glücklicherweise nichts. 
Er kam die letzten Tage aber gut mit der halben Dosis Schmerzmittel aus und ab morgen sehen wir einmal, wie es ohne Medikamente für ihn läuft.
 

Ich bin außerdem auch gerade sehr gesund, was mich als Asthmatiker inmitten einer Pandemie sehr freut, denn in der letzten Zeit war es schwierig ohne Angst auf die Straße zu gehen, nachdem ich mit Absicht angehustet wurde. 
Leider bin ich kein aufmerksamer Beobachter, wenn ich spazieren gehe, achte ich auf Bäume, Häuser, Blumen … aber Menschen nehme ich tief in Gedanken versunken, eher nur so am Rande war, z.B. daß ich mit niemanden zusammenstoße … Als ich an dem Tag durch die wie immer leeren Straßen des Viertels lief, interessierte ich mich eher für den großen Kirschbaum, der vor einem Haus abgeholzt worden war, als dem Fahrradfahrer, der auf der anderen Straßenseite fuhr. Als dieser plötzlich auf meine Seite kam, dachte ich mir immer noch nichts, ja bis er mir direkt ins Gesicht hustete und lachend weiterfuhr. Ich drehte meinen Kopf im letzten Augenblick zur Seite und brauchte trotzdem eine Weile um zu begreifen, was da eigentlich passiert war - und nein außer, Fahrradfahrer, männlich, hätte ich niemanden eine Beschreibung liefern können. 
Zum Glück habe ich immer Desinfektionsmittel in der Tasche, konnte mein Gesicht reinigen, zu Hause gründlich waschen und dann dachte ich kaum mehr an den Vorfall, bis ich ein paar Tage später total heiser war. 
In dem Augenblick hatte ich fast einen Panikanfall und dachte immer nur daran, daß ich jetzt wegen diesem Idioten krank werde, doch A. kochte mir eine starke heiße Zitrone mit so viel Ingwer- und Kurkumawurzel, daß sich mein Hals wie betäubt anfühlte - und am nächsten Tag ging es mir wieder gut. Den Ingwer-Kurkumawurzel Tee bekam ich trotzdem noch zwei Tage lang weiter, aber jetzt fiel mir der bittere Kurkumageschmack doch eher unangenehm auf - aber als Medizin hatte es gut funktioniert :) 
Durch die Straße habe ich mich auch schon wieder getraut, aber darauf, daß Menschen mir nicht zu nahekommen, darauf achte ich jetzt ganz genau … 

 

30. Dezember 2019

Montag, 30.12.2019


Der gestrige Tag verlief wesentlich ruhiger als der vorherige, ein wenig Hausarbeit, etwas Katzen bespaßen, A. kochte derweil gefüllte Paprika mit Kartoffelklößen & weißer Soße, völlig ‚unindisch‘ und sogar mit Kapern ^^
Nur am Abend machten wir einen kleinen Spaziergang durch die Nachbarschaft. Eigentlich wollten wir in der Vorweihnachtszeit immer einmal loslaufen und uns die Weihnachtsbeleuchtung der Häuser ansehen, aber irgendwie regnete es mindestens den halben Dezember durch - und gefühlt jeden Abend. 
Gestern sahen wir bei mildem, trockenen Wetter tatsächlich ein paar schön beleuchtete Häuser, aber sehr viele waren auch dunkel und die Bewohner offenbar schon im Urlaub.


Ansonsten habe ich an dem Moresnet Artikel gearbeitet.
Vielen ist, glaube ich, nicht bewußt, wieviel Zeit Bloggen benötigt. Der Text ist häufig noch am ehesten geschrieben, auch wenn es da natürlich Blockaden oder mitunter etwas aufwendigeres Einlesen in die jeweiligen historischen Begebenheiten geben kann. 
Dann müssen die Fotos herausgesucht und bearbeitet werden. Gestern waren es nur ca. 400, aber es können auch gerne einmal Tausend Fotos von einem Urlaubstag sein, aus denen man dann die zehn aussagekräftigsten heraussucht, bearbeitet oder auch Collagen erstellt. Die Fotos sollen im Idealfall zum Text passen, so daß ich manchmal auch Bilder verwende die technisch nicht perfekt sind, aber die Geschichte weitererzählen oder unterstützen.
Dann geht es online an das Gestalten des Artikels, häufig gibt es noch einige Probleme mit Formatierung und den Abständen, z.B. werden Bilder ohne Abstand auf den Text gestellt, obwohl ich einen Abstand vorgesehen habe, dann muss ich direkt ins html gehen und an passenden Stellen diesen Befehl eingeben: <br /></div>. Dann guckt man noch einmal alles durch, und hat mit der Veröffentlichung eines gar nicht so komplizierten Blogartikels viele Stunden eines Tages verbracht, in denen man Autor, Fotograf und Editor war.
Das habe ich viele Jahre gemacht, doch in diesem Jahr war es mir aus unterschiedlichen Gründen nur selten möglich. 
Mit dem Tagebuchbloggen, das ich im Dezember angefangen habe, finde ich vielleicht einen Weg den Aufwand zu minimieren, denn hier beschreibe ich nur kurz den Tag, füge max. drei Fotos zum Text und komme möglicherweise weiter als mit aufwendigen Reiseberichten. 

29. Dezember 2019

Kelmis und Moresnet-Chapelle

Werbung ohne Auftrag, wegen Orts- und Markennennung.


Gestern haben wir unseren ersten Tagesausflug seit dem Weihnachtsmarkt in Stolberg unternommen: Dazu sind wir mit dem Bus nach Kelmis gefahren und haben dann den kleinen Wallfahrtsort Moresnet-Chapelle besucht. 


Wir leben im Drei-Länder-Eck an der Grenze zu den Niederlanden und Belgien und während wir häufig in den nächsten niederländischen Orten unterwegs sind - in Vaals und Kerkrade - waren wir vorher noch nie im belgischen Kelmis.
Der Aachener Stadtbus brachte uns bis ins Ortszentrum der verschlafenen, deutschsprachigen Grenzgemeinde und dann ging es zu Fuß in ca. 30 Minuten bis nach Moresnet-Chapelle. 


Wenn man sich einmal den all-wochenendlichen Einkaufstrubel der Deutschen im niederländischen Vaals ansieht, so stellte Kelmis schon einen großen Unterschied dar - doch außer Kaffee ist in Belgien eben alles teurer als in Deutschland. 
Die Haupteinkaufsstraße der Innenstadt bestand aus leeren Geschäften, bzw. bereits zu Wohnungen umfunktionierten - doch das ist ein eher vertrautes Bild in nahezu allen Städten jenseits und diesseits der Grenze.

 So eine grimmige Sonne ...                                                                                  

Bald erreichten wir den Weg aus der Stadt heraus und mit einem Blick über die lange Eisenbahnbrücke gingen wir hinunter zum (französisch-sprachigen) Marienwallfahrtsort Moresnet-Chapelle. 


Ab dem Jahr 1771 sorgte hier ein Marienbild für wundersame Heilungen und Verhinderung von Viehseuchen, so daß sich langsam ein Wallfahrtsort mit kleiner Kirche entwickelte.
Als die Klöster im zu der Zeit preußischen Aachen aufgelöst wurden, siedelten sich dann Franziskanermönche im Ort an und gestalteten einen erbaulichen Weg mit den Kreuzigungsstationen im neben der Kirche gelegenen Park.


Mit einem Höhepunkt zum Anfang des 20. Jahrhunderts kamen dann jeden Mittwoch die Pilger um Erlösung von Krankheiten zu erreichen, häufig offenbar mit Erfolg, wie die vielen Dankestafeln in der Kirche beweisen. 
Mich erinnerten vor allem die ‚Grotten‘ im Wald an eine ähnliche Anlage, die ich einst in Vanier besucht hatte. 


Nach unserem kurzen Besuch ging es zurück nach Kelmis, zu einem schönen Mittagessen im kleinen Restaurant ‚Living in Kelmis‘ das ein wirklicher Glücksgriff war.


Bevor wir wieder zurück nach Hause fuhren, mussten wir noch den Colruyt Supermarkt besuchen, die belgische Antwort auf Aldi oder vielleicht Metro, denn es gab viele Großpackungen. 
Außerdem konnte man von Wein, Schokolade, Chips einiges probieren und die Kühlabteilung war tatsächlich ein einziger Kühlraum, in dem von Obst bis Käse alles in den offenen Regalen lag. Interessant. 
Dann aber ging es mit dem Bus wieder zurück nach Hause :) 

28. Dezember 2019

Sonnabend, 28.12.2019


Wie bereits erwartet, passierte gestern nicht mehr allzu viel. Ich putzte, staubsaugte die Wohnung, bügelte und wir gingen zum Einkaufen.
Normalerweise hat A. dafür wenig Zeit, gestern fuhr er gemächlich durch alle Gänge des Marktes und überlegte sich was wir alles kochen könnten. Die Rechnung war dementsprechend doppelt so hoch als bei normalen Einkäufen. Aber dafür sollten wir jetzt auf jeden Fall gut ins neue Jahr (und die gesamte erste Woche) kommen :)
Wir sind vermutlich eine der wenigen Familien, die nicht nur eine Sorte Ajvar (kalten Paprikamus), sondern zwei kaufen, weil A. die mit dem Raucharoma so gerne mag, während ich immer nach Brandweinessig-freien Sorten suche - ohne Raucharoma ^^
Am Abend kochte A. dann ein Auberginen-Kartoffel-Gericht, dazu gab es Reis, Joghurt, Avocado und natürlich Ajvar. 

27. Dezember 2019

Freitag, 27.12.2019


Ich stelle gerade fest, daß ich dank meines Tagebuch-Bloggens plötzlich mehr Artikel geschrieben habe, als im letzten Jahr - doch die Qualität dessen ist vermutlich eine ganz andere Frage ^^

Der letzte Weihnachtsfeiertag verlief gestern eigentlich ziemlich undramatisch, eine Mischung aus Sonn- und Waschtag. Wir konnten sogar einen Spaziergang auf durchmatschten Wegen im Wurmtal unternehmen, und trotz des vielen Regens war das Flüßchen Wurm zwar wilder als sonst, aber noch nicht auf Hochwasser-Niveau.
Am Nachmittag waren wir bei unseren Nachbarn zum Waffelessen und Teetrinken eingeladen, eine gute Möglichkeit auch einmal etwas Zeit mit unserem Kater Linus zu verbringen, der dort quasi eingezogen ist. Der Kater hat in den letzten Monaten abgebaut, nicht so sehr schlanker, aber doch leichter, als ob Muskeln & Knochen weniger sind, er bewegt sich auch vorsichtiger, gerade beim Hinsetzen und ist weniger sozial. Wenn wir den nächsten Termin mit dem Kätzchen beim Tierarzt haben, werden wir Linus mitnehmen und eine Blutuntersuchung bringt hoffentlich mehr Klarheit.
Am Abend sahen wir dann unter pro forma Protest des Mannes das diesjährige ‚Traumschiff‘ im Fernsehen, es war wie erwartet. Und so endete auch dieser letzte Donnerstag des Jahres 2019.
Ich bin mir nicht sicher, ob wir heute so viel mehr unternehmen - wir werden sehen :) 

Zweiter Weihnachtsfeiertag, 26.12.2019


Dieser Artikel wird mit einem Tag Verspätung veröffentlicht, weil wir gestern kein Internet hatten:
Gestern waren meine Schwester und ihre Familie bei uns zu Besuch.
A. kochte das Mittagessen, während ich die Wohnung möglichst katzenhaar-frei putzte. Bei mittlerweile drei Katzen möchte man da nicht komplett dem Klischee entsprechen. Ich bewundere auch A. immer wie er, eine Stunde bevor die Gäste kommen, lässig in die Küche geht und kurze Zeit später sind zwei Hauptgänge und drei Beilagen gekocht, während ich vermutlich am Rande des Nervenzusammenbruchs den ganzen Vormittag mit Kochen verbracht hätte. Immerhin, den Salat bekam ich noch geschnippelt :) 

Es war der erste Besuch unserer fast einjährigen Nichte, während der Neffe sich noch an den Besuch vom letzten Jahr erinnern konnte. Damals hatten wir bei besserem Wetter die Dino-Eier auf der Halde Gouley besichtigt (riesige helle Graniteier, die dort auf der schwarzen Kohleabraumhalde als Kunstprojekt herumliegen), dieses Jahr lud der Regentag nicht zu einem Spaziergang ein.
Die Katzen blieben allesamt außer Sicht, obwohl der Neffe dank unseres Geschenks Ausversehen völlig ruhig gestellt war. Wir hatten ihm eine kleine Spielkonsole mit einfachen Spielen geschenkt und er war tief darin versunken.
Noch vor dem Sonnenuntergang ging es dann für alle zurück nach Köln, während ich erst einmal eine Stunde schlafen musste.


Danach ging es endlich auch für uns ans Geschenke auspacken: A. freute sich sehr, daß meine Mutter ihm einen roten Rollkragenpullover geschenkt hatte und farblich passend hatte sie sogar selbstgestrickte rote Socken mit Elefantenmuster dazugelegt (A. liebt Elefanten :) 
Die Katzen fanden ihre Geschenke eher langweilig, spielten aber lange und ausgiebig mit dem Verpackungsmaterial, während ich Bücher und Stoffe für neue Nähprojekte bekam - und so ging auch dieser Tag ausgelassen & wenig besinnlich zu Ende. Zum Abendessen suchten wir uns nur ein paar Reste zusammen, mehr Essen brauchten wir garantiert nicht… 

25. Dezember 2019

Erster Weihnachtsfeiertag, 25.12.2019


Heute kommt meine Schwester mit ihrer Familie zu Besuch, gestern am Heiligabend waren wir bei ihnen - und das hat alles gut geklappt. Wir hatten unsere Geschenke regensicher verpackt, mit dem Resultat, daß es auf der gesamten Strecke jedenfalls zu der Zeit nicht regnete ^^, nahmen einen früheren Bus zum Bahnhof und hatten so genügend Zeit um Feiertagsprobleme zu umgehen. 
An Sonn- und Feiertagen fahren die Busfahrer (in Aachen, in anderen Städten ist mir das so extrem noch nicht begegnet) gerne nach dem Motto: ‚Wir haben ja alle Zeit‘ mit dem Resultat, daß häufig selbst 20 Minuten Umsteigezeit nicht ausreichen. Dieses Mal endete die Fahrt außerplanmäßig am Elisenbrunnen, aber unser Zeitpuffer reichte sogar um auf einen nächsten Bus Richtung Hauptbahnhof zu warten. 
Mit den Zügen lief an diesem Tag tatsächlich einmal alles glatt, obwohl es nach Köln ging und auch in Ehrenfeld erreichten wir alle Anschlüsse. 

Der Neffe war schon überdreht, die Nichte schlief und meine Schwester stand bereits den ganzen Tag in der Küche. Da ihre Küche ein 1-Personen Schlauch ist, stand ich an der Türschwelle um ihr Mut zuzusprechen. 
Später kamen die Großeltern, die hauptsächlich die Nichte bespaßten, während A. mit dem Neffen erst den kleinen Weihnachtsbaum schmückte und dann die Fenster im Kinderzimmer. Der Neffe zeigt mit seinen 5 Jahren schon einiges an Scharfsinn was Ungereimtheiten um den Weihnachtsmann angeht, der Glaube wird wohl nicht mehr lange bestehen.
Nach Kaffee & Kuchen ging es eine kleine Runde mit großen Regenschirmen um den Block, den Weihnachtsmann im Platzregen suchen. Die Großeltern und die Nichte empfingen derweil den Weihnachtsmann zu Hause, der schnell seine Geschenke vorbeibrachte, sich ein Stück vom Lebkuchen-Kuchen nahm, den meine Schwester gebacken hatte und weiter ging‘s… auch bei solchem Wetter müssen Geschenke ausgeliefert werden.
Nachdem der Neffe seine und die meisten Geschenke der anderen geöffnet hatte, ging es zum Abendessen über, es gab unter anderem Kürbissuppe, Hirsch, Rotkohl und Semmelknödel, sowie Tiramisu.


Dann hieß es für uns auf, zurück nach Aachen. Auch dieses Mal nahmen wir die sicherste Verbindung, letztes Jahr standen wir in Ehrenfeld eine Stunde in der Kälte und obwohl es in diesem Jahr nicht kalt war, fuhren wir lieber den Umweg nach Deutz und landeten sicher im richtigen Zug.
In Aachen ging es letztlich mit dem Taxi zurück nach Würselen.
Für das Kätzchen war es die längste Zeit, die wir je weg waren, seit sie im September in unsere Familie kam. Glücklicherweise hatte jedoch unsere Nachbarin die Abendfütterung übernommen und unsere drei Stubentiger sogar zusammen mit ihrer Tochter eine halbe Stunde lang unterhalten. Dafür können wir ihnen gar nicht genug danken :) 

24. Dezember 2019

Heiligabend, 24.12.2019


Da habe ich gestern doch zum ersten Mal mein Tagebuch-Bloggen vernachlässigt, seit ich damit angefangen habe.
Ich hatte abends zwar schon noch daran gedacht, war aber einfach zu müde um noch etwas zu schreiben. Der Tag war recht stressig gewesen, ich habe aber einiges geschafft und der Kopf hat auch mitgespielt. Morgens wurde letzte Bügelwäsche erledigt und alles an Geschenken eingepackt, was noch zu Hause herumlag. Dann musste ich zuerst auf den Kater warten und nach ihm suchen, während er bei den Nachbarn schlief - aber das wusste ich erst halb 12. Damit konnte ich den Traum von leeren Geschäften zur Ladenöffnung ad acta legen.
Im ohnehin immer überfüllten Bus 51 ging es nach Aachen. Am Sportpark Soers, dem größten Park & Ride Parkplatz der Stadt, kam es zu tumultartigen Szenen als großen Menschenmengen ebenfalls in den Bus gestapelt werden mussten - wie zu einem Fußballspiel gegen eine bekannte Mannschaft ging es dann weiter in die Innenstadt.
Diesen Einkauf hätte ich gerne vermieden, aber meine Migräne vom letzten Donnerstag hatte dafür gesorgt, daß ich alles was ich an dem Tag schaffen wollte, nun eben so kurz vor Schluß erledigen musste. Immerhin ist das ein guter Entscheidungshelfer, man läuft nicht von Ort zu Ort um ein geeignetes Geschenk zu finden und sondiert die Möglichkeiten, sondern das erste was gefällt ist perfekt und gekauft ^^ Man lernt auch Demut, denn überall sind lange Schlangen mit denen man schlichtweg umgehen muss. Nur als dann die bundesweite Panne in der Kartenzahlung dazu kam, wurde es etwas kritisch und ich verließ einen Elektronik Laden unverrichteter Dinge, deren Kassenschlangen tatsächlich durch den gesamten Laden führten. 

Nachdem ich meine Liste abgearbeitet hatte (Hurra!), kam das nächste Abenteuer: Die Innenstadt wieder verlassen. Ich stieg im Bushof ein und dann brauchte der Bus im Stau genau 20 Minuten für die ersten fünf Meter, aber ich hatte einen Sitzplatz, es regnete in Strömen und mir war das alles in dem Augenblick egal :)
Aufgrund des Regens konnte ich aber meinen Supermarkt-Einkauf nicht auch noch erledigen, sondern kam schnell nach Hause, wo dann vorletzte Geschenke eingepackt, Plätzchen gebacken und eine Kürbispfanne gekocht wurden. Derweil kam A. nach Hause, die Rückfahrt aus Hannover war einmal mehr eine Irrfahrt mit der Bahn gewesen, er meinte sobald man die Grenze nach NRW überquert läuft alles schief im Bahnverkehr ^^ Zusammen aßen wir dann erst zu Abend, bevor wir gemeinsam allerletzte Geschenke einpackten - und dann fiel ich absolut erschöpft ins Bett um natürlich nicht einzuschlafen, denn der Kopf hatte offenbar noch einige Gedanken zu wälzen, bevor er mit der Verarbeitung der Tagesereignisse zufrieden war.

Heute nun wartet dieses Programm: Im Supermarkt einkaufen. Nach Köln zu meiner Schwester fahren, nach der Bescherung / Abendessen zurück nach Aachen fahren. Mit dem Taxi weiter nach Würselen, denn am Heiligabend fahren abends keine Busse mehr.


17. Dezember 2019

Dienstag, 17.12.2019


Während die Temperaturen derzeit eher frühlingshaft sind, der Raps blüht teilweise und manche der Kirschblüten - war ich gestern zum Weihnachtseinkauf im Spielzeugladen. Es war Montag Vormittag und das Geschäft trotzdem voller als an einem normalen Samstag. Zum Glück habe ich schnell gefunden was ich suchte und konnte mich dann in den Supermarkt stürzen, nachdem ich mit etwas Suche sogar noch einen Einkaufswagen ergattern konnte.
Wie immer vor den Festtagen hatten die Autos auf dem Parkplatz hauptsächlich belgische Autokennzeichen, schließlich ist in Belgien - außer Kaffee & Tee - so ziemlich alles teurer als in Deutschland. Nicht ohne Grund ist die deutsch-belgische Grenze mit einem dichten Netz an großen Supermarktketten überzogen, die eben dennoch nicht immer ausreichen. 

Heute nun wollte ich kein Geschäft von innen sehen und machte mich nur auf einen langen Spaziergang um etwas von der seltenen Wintersonne zu tanken und die milden Temperaturen zu genießen. Beim Laufen legte ich zuerst die Handschuhe weg, dann brauchte ich keine Mütze mehr, die Winterjacke musste auch nicht so streng geschlossen sein - und als ich wieder zu Hause war, durfte sogar Amiya in den Garten.
Das Kätzchen hat noch kein rechtes Gefühl für warm und kalt, und würde auch an einem frostigen, stürmischen Tag ewig herumstromern, sich gekonnt meinem Zugriff entziehen und dann zwei Tage lang vor sich hinkränkeln. Aber heute war das kein Problem. Ich habe letzte Blätter vom Rasen entfernt und auf die Erdbeeren und Rosen gekehrt - und hatte den wilden, kleinen Tiger dabei immer im Blick. Erfreulicherweise wuselte sie aber ohnehin meist um mich herum.
In dieser Woche möchte ich noch letzte Weihnachtsdeko-Ideen verwirklichen, die mir plötzlich nur so zufliegen, ein wenig backen und dann geht es schon in Riesenschritten auf die Weihnachtsfeiertage zu.

15. Dezember 2019

Stolberger Weihnachtsmarkt


Eigentlich wollten wir gestern auf den Weihnachtsmarkt nach Stolberg fahren, aber dann regnete es sehr stark, später begann es noch zu stürmen, so daß wir - bereits mit der Bahn auf dem Weg - in Aachen ausstiegen. Einen überfüllten Adventsamstag hatten wir eigentlich in der Stadt vermeiden wollen, aber was soll man sonst noch bei Sturm & Regen machen. Trotzdem fuhren wir bald wieder nach Hause, all die Menschen, die sich im Einkaufszentrum stapelten, waren doch irgendwie anstrengend.
Heute nun schien auch einmal die Sonne und es blieb trocken, so daß der weiterhin eisige Wind weniger störte. Dieses Mal ging es mit dem Bus bis in die Stolberger Altstadt und nach einem kurzen Rundgang hinauf zur Burg.
Dabei überquerten wir den sonst gemächlich dahinplätschernden Vichtbach, den eine Woche Regen zum Wildwasser mit reißender Strömung haben werden lassen. 


Der Weihnachtsmarkt in der ‚Kupferstadt‘ findet an den Wochenenden auf dem Platz vor der Burg, dann in den Burghöfen und außerdem in der Burg selbst statt und war überraschend spärlich besucht. 


Im Burgrestaurant hatten uns die vielfältigen, vegetarischen Gerichte gelockt, aber leider gab es auf absehbare Zeit keine freien Plätze - also holten wir uns stattdessen Flammkuchen, den die Pfadfinder (für 1,50 € auf die Hand) frisch im Holzofen zubereiteten.
An einem kleinen Gemälde, daß die Stolberger Burg als Pfefferkuchenhaus zeigte, musste mich der Mann dann schnell vorbeischleifen, damit ich es nicht ausversehen kaufte, und dann ging es zurück durch die engen Gassen zur nächsten Haltestelle.
Im historischen Rathaus sahen wir uns noch eine kleine Krippenausstellung an und damit beendeten wir unseren Besuch. Zwei Busse später waren wir wieder zu Hause, bei Tee und Plätzchen :)


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