Posts mit dem Label Würselen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Würselen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

14. Juli 2022

Eimer Bad


Seit mehr als einem Jahr ist die Warmwasserheizung im Haus nur eingeschränkt nutzbar. 
Die Systeme sind hier voneinander getrennt, die normale Heizung funktioniert, aber die zwei Warmwasserbereiter für die 7 Parteien im Haus haben schon bessere Zeiten gesehen. 
Der erste Warmwasserbereiter musste nach komplettem Ausfall (und Auslaufen) im Mai 2021 abgestellt werden, der zweite funktionierte mit viel gutem Zureden, mehrmals täglichem Neustart und stets geöffneten Feuerschutz-Türen, weil auch einmal ein - zum Glück kleines - Gasleck repariert werden musste. 
Danach hieß es warten, auf den Ersatzbehälter, der im November 2021 eingebaut werden sollte … aber dank Lieferengpässen und der Flutkatastrophe nebenan, die zu eingeschränkter Lieferung und enormen Bedarf führte, mussten wir weiter warten … bis jetzt ab Montag etwas passieren sollte. Gleich am Dienstag ging es dann tatsächlich los: Zuerst wurde das Wasser komplett abgeschaltet, seitdem nur noch sporadisch hin und wieder, während die Handwerker seit drei Tagen mit der Anlage beschäftigt sind.
Da wir seitdem kein warmes Wasser mehr haben und ziemliche Warmduscher sind, haben wir unsere Erfahrungen aus Indien zum ‚Bucket Bath‘ genutzt. Deswegen besorgte ich einen kleinen Meßbecher als Schöpfkelle und schon war das Eimerbad vorbereitet: Dazu muss man im Wasserkocher Wasser aufkochen, bei mir reichen die maximale Menge an 1,7 l für einmal Duschen aus. Das kochend heiße Wasser fülle ich in den Eimer, gehe damit in die Duschkabine und fülle nach eigenem Bedarf kaltes Wasser hinzu. Dann beginnt man sich mit dem Schöpfbecher Wasser überzugießen. Die Idee ist, daß das Wasser im Eimer nicht mit Seife u.ä. verunreinigt wird, sondern klar bleibt, so daß man Extra-Wasser weiterverwenden kann. Man benutzt den Schöpfbecher, seift sich ein, und spült sich ab, jeweils mit Hilfe des Bechers. 
Das funktioniert gut und man hat erstaunlicherweise immer noch extra Wasser übrig, das ich z.B. zum Abwaschen von Pfannen und Töpfen verwende, denn auch die werden mit warmen Wasser einfacher sauber. 
 
Falls es im Winter tatsächlich kein äußerst teureres, sondern schlichtweg gar kein Gas geben sollte, wäre das immerhin eine einfache Lösung um auf die warme Dusche nicht verzichten zu müssen, denn Warmwasserboiler kann man im Baumarkt, so wie auch mobile elektrische Heizgeräte jetzt schon fast gar nicht mehr bekommen. 

 

13. Dezember 2021

Montag, 13.12.2021


Gestern waren wir am verkaufsoffenen Sonntag in der Stadt, denn uns fehlten schon noch ein paar Geschenke. Vorher dachten wir nur, an einem Adventswochenende kann man auf keinen Fall einen Laden betreten (wir wollten eigentlich zum Gartencenter weiterfahren), aber es war ruhig und erinnerte fast an einen normalen Wochentag. 
Natürlich wurde man überall kontrolliert und trug seine Maske, aber es gab kein Gedränge, keine langen Schlangen, es war fast entspannt. In den Regalen fehlte zwar einiges an Waren, aber diese Lieferschwierigkeiten kennt man mittlerweile selbst von den Supermärkten, wo Aktionsware erst Wochen später auf den Verkaufstischen landet.
Ein paar Punkte konnten wir tatsächlich von der Liste streichen und vor der Tür gab es noch eine Portion Churros mit Vanillesauce für A. und eine Portion Maronen für mich auf die Hand, ehe es mit dem Bus zurück nach Hause ging. Aufgrund des mittlerweile sehr milden Regenwetters waren Winterjacke, Schal und warme Stiefel zwar kein Vergnügen mit FFP2-Maske im ÖPNV, aber auch das konnte letztlich bewältigt werden. 
 
Zu Hause las ich mir noch die neuesten Einschätzungen zur neuen Corona-Variante Omnikron durch, offenbar kann die Welle gar nicht mehr gestoppt werden und wird die beherrschende Variante bis Ende Dezember. Die Anpassung im Impfstoff wird frühestens im März zur Verfügung stehen, d.h. also - alles war bleibt ist der Booster, denn damit können laut ersten Studien bis zu 75% der Symptome vermieden werden, nur der Infektion selbst wird kaum mehr einer entkommen können.
Omnikron gilt als relativ milde Version, so daß sich erste Hoffnungen darauf richten, daß es sich um die sog. Exitwelle handeln könnte, wonach diese Pandemie zur harmlosen Erkrankung wird, die (fast) alle überleben können. 
Bis dahin wird es aber noch einmal sehr viel schlimmer werden, denn relativ mild und sehr, sehr ansteckend heißt, daß alle zur gleichen Zeit erkrankt sein werden - und von Wirtschaft bis Gesundheitswesen wird es Ausfälle in riesigem Ausmaße geben, ehe es dann hoffentlich endlich besser werden wird. 
Natürlich werden in diesen Hoffnungen gewisse Punkte nicht berücksichtigt, z.B. wie es bei Omnikron mit Long Covid aussieht, bzw. ob weitere Mutationen auch wieder weniger mild sein könnten, und natürlich ob es überhaupt noch in nennenswertem Umfang Pflegepersonal und Ärzte geben wird, die bereit sind sich im Jahr 3 der Pandemie weiter aufzuopfern. 

 

12. Dezember 2021

Dritter Advent


Es ist wieder einmal eine ganze Menge passiert, seit ich das letzte Mal hier etwas geschrieben habe. Das Stromproblem wurde bis auf eine nicht mehr funktionierende Steckdose gelöst. Da unser Raumthermostat auch an diesem Stromkreis hing, dauerte es noch einen Monat länger, bis dafür eine Lösung gefunden werden konnte und so lange hatten wir eben für einige Zeit keine Heizung. 
Sämtliche Untersuchungen der Wand führten später zu der Erkenntnis, daß kleine Mengen Wasser von außen zur Korrosion der Leitung führten und nicht wir als Mieter Steckdosen gewässert hatten. 
In der Zwischenzeit habe ich sehr viel genäht und dann eine ganze Zeit als Ausgleich überhaupt nicht mehr genäht, stattdessen gemalt und dekoriert. Jetzt habe ich einige neue Stoffe zum Black Friday erstanden und es kribbelt wieder in den Fingern, mit dem Nähen anzufangen. Aber zuerst muss ich ein paar Weihnachtsgeschenke nähen und malen, bevor ich mit den schönen neuen Stoffen, die eher wieder von Frühling und Sommer künden, beginnen kann. 
 
In dieser Woche bekamen A. und ich auch unsere Boosterimpfung, und hängen seitdem noch ein bißchen durch. Aber es war nichts Dramatisches, etwas erschöpft und Gliederschmerzen - insgesamt doch besser als eine lebensgefährliche Erkrankung :) So sind wir jetzt hoffentlich gerüstet um mit den üblichen Abstands- und Hygieneregeln, sowie FFP2 Masken, gut durch den nächsten Corona-Winter zu kommen. 

 

30. August 2021

Stromsorgen


Plötzlich, am Sonntag Morgen fällt der Strom im Wohnzimmer und Bad aus, zu dem Zeitpunkt hatten wir dort nur eine einzige Stehlampe in Betrieb. Also werden alle Geräte aus den Steckdosen entfernt, und wir versuchen am Stromkasten den Schalter wieder umzuschalten, der jedoch sofort wieder herunterspringt, wobei die Deckenlampen, obwohl ausgeschaltet, dennoch flackern. Wir brauchen wohl jemanden, der sich damit auskennt.
Zuerst fragen wir den Nachbarn, der uns sagt, daß wir erst mal alle Geräte aus den Steckdosen ziehen sollten. Nachdem wir ihm mitteilten, das tatsächlich schon gemacht zu haben und nachdem wir gemeinsam feststellten, daß keine Steckdose gebrannt oder gewässert worden war, empfiehlt er uns einen Elektriker anzurufen (Problem möglicherweise Kriechstrom) und zwar der, der als verantwortlicher Elektriker im Stromkasten vermerkt wurde.
Jetzt müssen wir den Vermieter informieren, seine Antwort: wahrscheinlich ein Kurzschluß in einem Gerät, entfernen Sie doch nach und nach alle Geräte aus den Steckdosen und probieren Sie es noch einmal. Nun, es pufft und blitzt im Sicherungskasten, aber die Sicherung läßt sich nicht nach oben schalten.
Also rufen wir heute beim Elektriker an, nachdem wir mitteilten in der Tat schon daran gedacht zu haben, alle Geräte aus den Steckdosen zu ziehen, hieß es nur, man kann uns keinen freien Termin anbieten, und kennt auch keinen anderen Elektriker, der in den nächsten Monaten Zeit hätte, da alle in den Flutgebieten ganze Häuser neu verkabeln müssen.
Nun ja, wir haben jetzt eine Stehlampe im Bad und können deswegen die Tür nicht mehr schließen, trotzdem versuche ich ungefähr 100 Mal am Tag, trotzdem den Lichtschalter zu betätigen, gefolgt von einem genervten Ach ja …  Wir haben eine Steckdose aus dem Flur für Internet, TV im Wohnzimmer und Licht im Bad und eine zweite aus der Küche für Licht im Wohnzimmer. Die Küche liegt zwar insgesamt näher am Wohnzimmer, aber da dort schon einiges im Stromkreis hängt, wollen wir das System nicht auch noch überlasten … schließlich könnte das jetzt eine etwas langwierige Angelegenheit werden.  

 

26. Juni 2021

Sonnabend, 26.06.2021


Einmal mehr ist viel Leben passiert, seit ich das letzte Mal etwas im Blog geschrieben habe … vielleicht hat sich dieses Format für mich tatsächlich überlebt, vielleicht schaffe ich aber auch doch noch einmal einen Neustart. 
Im letzten Jahr der Pandemie haben wir uns endlich in Würselen eingelebt und eher gefreut in einer Gegend zu wohnen, in der man auf dem Weg zum Supermarkt selten einer anderen Person begegnet - nur ist das Jahr aber auch irgendwie verflogen ohne mir viel Inspiration zum Schreiben zu bieten. Ich habe endlich meine erste Impfung von Biontech erhalten (und der Mann mit AstraZeneca), die zweite wird auch bald erfolgen, aber die Mutationen des Virus stellen diesen Erfolg zunehmend in Frage, denn die viel beschworene Normalität wird wohl so bald nicht risikofrei zu erreichen sein.
Nach meinem Sturz im Dezember, hat meine Zahnärztin nun drei meiner zerbrochenen Zähne behandelt, eines war nur eine herausgefallene Füllung, die zwei Backenzähne aber harte Arbeit, mit Überkronung, Teil-Aufbau, Schnitt in den Kieferknochen usw. was viel Schmerzen, Blut und lange Sitzungen gekostet hat. Ein zerbrochener Zahn hält sich noch, wird aber irgendwann auch überkront werden müssen. Trotzdem bin ich froh, daß es nur diese wenigen Zähne waren, ein Kollege meines Mannes ist im Büro umgekippt und hat dabei fast alle seine Zähne zerbrochen, das möchte ich mir nicht einmal vorstellen wollen. 
July, der kleinen Fundkatze aus dem Wurmtal, geht es immer noch gut und sie sieht auch wieder gepflegt aus, diese kleine Methusalemkatze macht sich trotz der traumatischen Erfahrungen ganz hervorragend. 
 
Den Sommerurlaub werden wir wieder bei meinen Eltern auf der Insel Usedom verbringen zusammen mit meiner Schwester und ihrer Familie. Dann werden wir auch den neuesten Welpen kennenlernen. 
Im Herbst war ein neuer Border Collie Welpe in die Familie gezogen, nachdem der langjährige Partnerhund von ihrem anderen Border Collie leider an Krebs verstorben war. 
Der Welpe kam von einem Familienbauernhof und ist sehr sozial, aber leider ist der alte Border Collie nur ein halbes Jahr später ebenfalls jetzt an Krebs verstorben, was unglaublich tragisch ist, denn er war ein wirklich besonderer Hund, zu dem ich auch trotz dessen, daß ich nur immer mal zu Besuch bin, eine enge Beziehung aufbauen konnte. 
 
Mikey, der verstorbene Hund meiner Eltern, hier in jungen Jahren
 
Den Hund, den sie im Herbst als Welpen bekommen haben, kenne ich so natürlich nur als wilden Minihund, der mir meine Kleidung zerbeißt, es wird interessant sein, ihn nun als ‚Teenager‘ kennenzulernen, der sich mit einem neuen Welpen (der mir vermutlich ebenfalls die Kleidung zerbeißt) zusammenraufen muss. 
 

Unseren drei Katzen geht es hier in Würselen mal so und mal so, manchmal ist monatelang nichts und dann wieder häufen sich die Tierarztrechnungen, bisher war zum Glück nichts Schwerwiegendes darunter. Die Katzen genießen den Sommer und verbringen die meiste Zeit draußen. 
Wir sind auch wann immer es möglich ist, unterwegs, obwohl das Wetter häufig zum Wochenende unbeständig ist, so daß wir keine längeren Wanderungen außerhalb der Umgebung unternommen haben. Außerdem nähe ich noch immer sehr gerne, auch wenn ich das Gefühl habe, derzeit nicht so viel dazuzulernen, was manchmal frustriert.
Aber so plätschert sich auch 2021 durch die Monate, wir haben schon fast Juli, die Tage werden wieder kürzer … und bald ist Weihnachten ^^ 

 

19. April 2021

July und der glückliche Zufall …

… oder auch wie wir einen weniger steilen Aufstieg im Wurmtal suchten und eine seit drei Wochen vermisste Katze fanden. 
 

Ich hatte die Geschehnisse gestern bereits in Twitter und Instagram erwähnt, aber hier habe ich vielleicht die Möglichkeit, sie auch für mich endlich gedanklich abzuschließen: 
 
Es begann mit unserer normalen Wochenend-Runde durch das Wurmtal. 
Dieses kleine Naturschutzgebiet ist perfekt für Spaziergänge, aufgrund der Pandemie aber mittlerweile meist so gut besucht, daß wir eher die kleinen versteckten Pfade wählen. 
 

An diesem Tag führte uns ein solcher Pfad jedoch zuerst zu einem wunderschönen Aussichtspunkt und dann in eine Sackgasse, so daß wir umdrehen und letztlich an der Aussichtsplattform der schwarzen Halde, direkt neben den Dinoeiern landeten. Ein echter Besuchermagnet und auch an diesem Tag waren gleichzeitig mindestens 50 Leute und vermutlich ebenso viele Hunde ohne Leine dort unterwegs. 
Ich wollte schnell weitergehen und einen verwunschenen Pfad vorbei an einem Farnfeld hinauf in unser Wohngebiet wählen, aber der Mann war dagegen, denn dieser Pfad ist ganz besonders steil und mein linkes Knie seit einer Entzündung noch nicht wieder vollständig genesen. Also wählten wir einen Pferdeweg, der langgestreckt und gemächlich direkt neben der Aussichtplattform die Halde hinaufführt. Auf den ersten Metern befindet sich ein grob umzäuntes Feuchtbiotop, das den Hunden als Schlammloch dient, um das wir aber herumlaufen mussten, bis wir am Ende des Feuchtgebiets etwas sahen, was einer Katze ähnelte. 
 

Neugierig gingen wir näher und tatsächlich, es war eine arg verfilzte Langhaarkatze, offenbar zu schwach um sich überhaupt noch viel zu bewegen. Kilometerweit weg von den nächsten Häusern, war es sicher nicht unmöglich, daß hier eine Katze ihr Jagdgebiet hatte, aber nicht in diesem Zustand, wir mussten sie mitnehmen.
Also lief A. nach Hause, und holte einen Transportkorb, Futter und Wasser und ich wartete so lange bei der Katze. Zuerst setzte ich mich direkt neben sie, aber als ich sah, daß sie voller dicker Zecken hing und ich kein Zeckenschutz verwendet hatte, stand ich doch lieber wieder auf - redete aber die ganze Zeit mit ihr. Vorher stand sie eher und hörte den Hunden zu, jetzt lag sie stattdessen und war halb am Schlafen, als es anfing leicht zu regnen, schien sie darauf nicht einmal zu reagieren. 
Offenbar war sie damit zufrieden, daß ich mich jetzt kümmerte - und das musste ich auch, als ein kräftiger großer Hund plötzlich auf uns zustürmte, ohne daß ein Besitzer zu sehen war. Zum Glück hörte der Hund auf mich, als ich ihm erklärte, daß er wieder gehen muss, ein kleiner Schäferhundwelpe, der mit ihm spielen wollte, war aber auch viel interessanter als das Fellbündel neben mir.
Ein paar Leute wunderten sich zwar warum ich da mitten im Biotop stand, aber es sprach mich niemand an und ich bin mir nicht sicher, ob irgendjemand sonst die Katze bemerkte oder für bemerkenswert hielt. 
 

Letztlich tauchte A. wieder aufgeregt auf, während meine Gedanken bisher nur ‚Katze - retten‘ waren, hatte er sich schon Gedanken zu Unterbringung, Eigentümersuche, Tierarzt und haben wir jetzt vier Katzen? gemacht. Als erstes schnauzte er ein paar Leute an, daß sie ihre Hunde anleinen sollen, damit wir die Katze fangen können, dann brachte er Korb, Wasser und Futter. 
Das frische Wasser ignorierte die Katze erst einmal, doch das Trockenfutter war der Hit. Wir stellten den Rest vom Trockenfutter in den Korb, in der Hoffnung, daß sie von alleine hineingehen würde und erst dann sahen wir, daß sie das tatsächlich gar nicht konnte, da sich Brombeerranken mehrfach um Hinterbeine und Bauch geschlungen hatten. Sie war komplett gefangen und gar nicht in der Lage sich noch zu bewegen. 
Also stellten wir das Trockenfutter wieder neben sie, sie fraß und ich nutzte die Zeit um mühsam mit dem Schlüssel die Ranken durchzusäbeln. 
Von ihr konnten wir sie ohne Gartenschere nicht entfernen, also hob ich sie samt Ranken in den Korb. Sie wog fast nichts und ich wollte mir gar nicht vorstellen, wie lange sie hier schon ohne Futter und kaum Wasser gefangen war. 
So schnell es ging, liefen wir zurück nach Hause, sie fraß dabei langsam am Trockenfutter, wann immer das Schälchen leer war, begann sie sich aufzuregen und so füllten wir jeweils eine kleine Menge nach. Natürlich hatte sie großen Hunger, aber nach so langer Zeit ohne Futter kann man eben auch nicht mit großen Portionen beginnen.
Kaum waren wir zu Hause kam unsere Nachbarin an und sie versorgte unseren Fund mit warmen Zuckerwasser, das sie ihr mit der Spritze ins Maul tropfte. 
Dazu gab es etwas kalorienreiches Astronautenfutter von Linus‘ Vorrat (wenn er wegen seiner Zahnschmerzen mal wieder nichts frisst), und etwas weiche Katzenfutter Pastete. Mit vereinten Kräften und der Rosenschere schafften wir es auch, sie vom Großteil der Brombeerranken zu befreien, so daß die Katze zum ersten Mal seit wer weiß wie lange, frei herumlaufen konnte, was sie auch sofort in unserem Gästezimmer ausnutzte.
 
Da erinnerte mich dunkel an einen ‚Katze vermisst‘ Zettel, der an unserem Glascontainer hing, drei Häuser die Straße hinauf, eine alte, halbblinde Perserkatze war verschwunden. 
Auf gut Glück lief A. hin um ein Foto zu machen und mit unserer Fundkatze zu vergleichen und rief sofort an, das sei auf jeden Fall die gesuchte Katze. 
Also riefen wir die Eigentümerin an, eine resolute ältere Dame, die gar nicht glauben konnte, daß ihre Katze so weit weg gefunden wurde und jetzt wieder da war. Ihre ‚July‘ ist 19 Jahre alt, war täglich draußen, saß aber meistens nur direkt neben der Terrasse, bis sie am 26. März plötzlich verschwand. Danach gab es Schneestürme, Anfang April hatten wir überall eine Handbreit Neuschnee, täglich Bodenfrost und doch hat die Katze all das überstanden - eigentlich unglaublich.
Schnell gingen wir mit der Katze im Transportkorb die drei Häuser weiter und überreichten July an ihre überglückliche Besitzerin, die ganz aufgeregt war, wir waren aufgeregt, die Katze miaute ununterbrochen, es war ein emotionaler Moment - natürlich trugen wir dennoch FFP2 Masken. Ich öffnete den Transportkorb, July lief auf ihre Besitzerin zu, da gab es keine Zweifel wo sie hingehörte, und wir wollten uns nur schnell verabschieden und gehen. 
Es war dann aber meine Nachbarin, die den Kontakt vertiefte, sofort das weitere Vorgehen mit der Tochter der Besitzerin besprach, Tierarzt, Rasur, Zeckenentfernung usw. und die Tochter versprach auch uns auf dem Laufenden zu halten, wie es mit July nun weitergeht. 
Ich wäre nicht überrascht, wenn der Tierarzt Nierenschaden, Organversagen usw. feststellt und sagt, daß es eigentlich Quälerei ist, das Tier noch leiden zu lassen - aber hätte irgendwer glauben können, daß eine 19-jährige Katze bei Schnee, Kälte und ohne Futter drei Wochen übersteht? 
Da wünsche ich der kleinen Überlebenskünstlerin viel Glück und noch eine gute Zeit - egal wie lang oder kurz - zu Hause … 
 

 

7. März 2021

Sonntag, 07.03.2021


Guten Morgen neues Jahr 2021, nach meinem Sturz im letzten Jahr bin ich eine ganze Weile abgetaucht und auch immer noch nicht wieder ganz. Meine Zahnreparaturen, von Zähnen, die beim Sturz beschädigt wurden, beginnen erst in der nächsten Woche und auch sonst mache ich vieles immer noch in Etappen, Fenster putzen z.B. Da habe ich gelernt nach Möglichkeit aufzuhören bevor es anfängt zu schmerzen.  
Und auch wenn mir das Nähen an meinen zwei Nähmaschinen nach wie vor sehr viel Spaß macht - auch wenn ich stets weiterlernen muss -, kann ich nicht tagelang nähen. Also wird alles aufgeteilt und zum Glück funktioniert das gut.
Gestern sind wir den kleinen 7 km Rundweg durchs Wurmtal gewandert, den wir im Vorjahr ziemlich genau zur gleichen Zeit kaum bewältigen konnten. Neben der extremen Erschöpfung begannen damals die Lungenschmerzen und Probleme, die mich noch weit bis in den Sommer hinein begleiten sollten.   
Gestern war es nun einfach nur ein schöner kleiner Spaziergang - und trotzdem nicht einfach, da zumindest ein recht steiler Anstieg, wieder heraus aus dem Wurmtal und hinauf zur Burg Wilhelmstein, dabei war. 
Ich hoffe sehr, daß ich in dieser Wandersaison wieder mehr Spaß am Wandern haben werde, als die Plackerei, mit der ich letztes Jahr häufig zu kämpfen hatte. 
 
 
 

27. Dezember 2020

Sonntag, 27.12.2020


Das Jahr neigt sich langsam dem Ende entgegen, draußen braust ein Sturm und in der Eifel wird es heute schneien - hier erwartet man dagegen nur Regen. 
Gestern haben wir endlich unsere Geschenke ausgepackt, vorher sind wir nicht dazu gekommen. Es gab einige Bücher, 2 m wunderschönen Stoff mit passendem Bündchen, aber auch zwei Paar Ohrringe, die ich sogar mochte. 
Unser Weihnachtsfest war ohnehin schon immer sehr eingeschränkt, was die Personenzahl anging, so daß wir daran auch im Coronajahr nur wenig ändern mussten: Am Heiligabend haben wir meine Schwester in ihrem zwei Erwachsene - zwei Kinder unter 14 Jahren Haushalt besucht, und am ersten Weihnachtsfeiertag kamen sie zu uns. Nur das stündliche Stoßlüften wurde neu eingeführt.
 

In unserer Nachbarschaft haben dagegen so einige ihre Terrassen und Balkone so gut es geht winterfest gemacht und bei Temperaturen um null Grad in eisigen Windböen ihre Gäste draußen bewirtet. 
Das sah selbst mit dem extra aufgestellten Windschutz nicht so richtig gemütlich aus. 
 

Zum Jahresende fange ich eigentlich auch mit dem Bloggen wieder etwas ernsthafter an, vor allem in meinem Teodeco-Blog, aber in diesem Jahr machte mir ein Sturz im Bad einen Strich durch die Rechnung, denn ich fiel ungünstig auf den rechten Ellenbogen und Kiefer. 
Gebrochen war zum Glück nichts, aber ich habe seitdem noch Schmerzen im Arm und der Hand, so daß vieles nur in Etappen erledigt werden kann, z.B. Fensterputzen oder gar nicht: Klavier spielen, war bisher noch nicht schmerzfrei möglich. 
Insofern fasse ich mich hier auch kurz, kommt gut und leise ins neue Jahr 2021 und ich hoffe, die Weihnachtsfeiertage waren wunderschön und vielleicht sogar etwas entspannend :) 
 

 

28. November 2020

Sonnabend, 28.11.2020

 
Gerade geht die Sonne auf, die Wolken erscheinen in einem kräftigen Pink am Himmel … und schon wieder ist eine - dieses Mal recht geschäftige - Woche vorbei. 
Ich hatte meinen Koffer und Umzugskarton voller saisonaler Dekoartikel aus dem Keller geräumt und dann zuerst Diwali weg- und danach Weihnachten herausgekramt. Wie im letzten Jahr war ich auch dieses Mal etwas unschlüssig, wo was hinkommt, aber nachdem gestern die Wohnung aufgeräumt sein musste, weil der Vermieter abends vorbeischauen wollte, half das der Entscheidungsfindung sehr.
Karton und Koffer sind schon wieder im Keller, es gibt zwar noch ein paar Baustellen, aber das bekomme ich schon hin. So muss ich eine Tapete von einer Wand wieder entfernen, die ich vor ziemlich genau 11 Monaten dort angebracht habe, damit unser Weihnachtsbaum-Wandbild wieder einen Platz hat. 
 

Ich mag Tapeten im Holz-oder Ziegellook ganz gerne, aber deswegen möchte ich nicht ständig neu tapezieren. Deswegen messe ich die Wand aus, schneide die Tapete zu, verklebe die einzelnen Stücke miteinander und habe dann quasi ein Wandbild, das ich mit wenigen Tackernadeln an die Wand hefte und so auch schnell wieder entfernen kann … die ungeliebte Raufasertapete bleibt dabei darunter unbeschädigt. 
 
Außerdem musste in dieser Woche langsam die Schmerzmittel-Dosis für den Kater reduziert werden.
Nachdem er sich vor ca. zwei Wochen die linke Pfote bis in den Schulterbereich schwer geprellt hatte, muss er sich schonen, denn gebrochen ist laut Tierärztin glücklicherweise nichts. 
Er kam die letzten Tage aber gut mit der halben Dosis Schmerzmittel aus und ab morgen sehen wir einmal, wie es ohne Medikamente für ihn läuft.
 

Ich bin außerdem auch gerade sehr gesund, was mich als Asthmatiker inmitten einer Pandemie sehr freut, denn in der letzten Zeit war es schwierig ohne Angst auf die Straße zu gehen, nachdem ich mit Absicht angehustet wurde. 
Leider bin ich kein aufmerksamer Beobachter, wenn ich spazieren gehe, achte ich auf Bäume, Häuser, Blumen … aber Menschen nehme ich tief in Gedanken versunken, eher nur so am Rande war, z.B. daß ich mit niemanden zusammenstoße … Als ich an dem Tag durch die wie immer leeren Straßen des Viertels lief, interessierte ich mich eher für den großen Kirschbaum, der vor einem Haus abgeholzt worden war, als dem Fahrradfahrer, der auf der anderen Straßenseite fuhr. Als dieser plötzlich auf meine Seite kam, dachte ich mir immer noch nichts, ja bis er mir direkt ins Gesicht hustete und lachend weiterfuhr. Ich drehte meinen Kopf im letzten Augenblick zur Seite und brauchte trotzdem eine Weile um zu begreifen, was da eigentlich passiert war - und nein außer, Fahrradfahrer, männlich, hätte ich niemanden eine Beschreibung liefern können. 
Zum Glück habe ich immer Desinfektionsmittel in der Tasche, konnte mein Gesicht reinigen, zu Hause gründlich waschen und dann dachte ich kaum mehr an den Vorfall, bis ich ein paar Tage später total heiser war. 
In dem Augenblick hatte ich fast einen Panikanfall und dachte immer nur daran, daß ich jetzt wegen diesem Idioten krank werde, doch A. kochte mir eine starke heiße Zitrone mit so viel Ingwer- und Kurkumawurzel, daß sich mein Hals wie betäubt anfühlte - und am nächsten Tag ging es mir wieder gut. Den Ingwer-Kurkumawurzel Tee bekam ich trotzdem noch zwei Tage lang weiter, aber jetzt fiel mir der bittere Kurkumageschmack doch eher unangenehm auf - aber als Medizin hatte es gut funktioniert :) 
Durch die Straße habe ich mich auch schon wieder getraut, aber darauf, daß Menschen mir nicht zu nahekommen, darauf achte ich jetzt ganz genau … 

 

20. November 2020

Freitag, 20.11.2020

 
Seit so langer Zeit formuliere ich täglich Blog Artikel, ohne diese je oder nur halb zu schreiben. Mir fehlt dieses Aufschreiben, dessen was mir alles so im Kopf herumschwirrt, deswegen möchte ich das nun endlich (einmal wieder ^^) ändern - auch wenn dem einiges an Problemen entgegensteht.
Zum einen technischer Art, denn seit dem Sommer hat sich das Foto-Hochladen auf der Seite sehr kompliziert, und man muss schon etwas höhere html Kenntnisse besitzen, als was ich so hinbekomme. Vorher hatte man automatisch die für einen Artikel hochgeladenen Fotos in einem Extra-Ordner. Jetzt muss man pro Bild erst in dem Ordner mit allen jemals geposteten Blog-Fotos nach ganz unten scrollen um das jeweilige Foto auszuwählen, was dann mit einigen html Befehlen halbwegs die Abstände zu anderen Fotos oder Text bekommt, die ich mir dabei vorstelle. Und das dauert, wenn man sich einen Artikel mit mehreren Fotos wünscht.

Dazu leben wir natürlich immer noch in Zeiten der Pandemie, der Mann ist auch das gesamte neue Wintersemester im Homeoffice, das jetzt aber endlich ins Gästezimmer umgezogen ist (juchhu). Dadurch muss man bei diversen Meetings nicht mehr auf Zehenspitzen ins Wohnzimmer/Küche tapsen. Dennoch heißt das tägliches Mittagessen / mehr Abwasch und ein etwas stärker vorgegebener Tagesablauf, in dem ich meine Auszeiten wortwörtlich lieber draußen verbringe, statt Blog zu schreiben, Klavier zu spielen oder zu malen. Gleichzeitig fehlen mir diese Dinge aber auch, so daß ich wohl einfach einen Weg finden muss um Zeit dafür zu finden.
Inspiration ist natürlich auch ein Faktor, in diesem Jahr habe ich mich manchmal so nach Schönheit gesehnt, nach schönen Stadtvierteln, sauberen Parks, vielleicht einem See, daß es schwerer war denn je in Würselen zu wohnen. Ich bin mir sicher, daß es an mir liegt und meinen zu hohen Ansprüchen, aber diese Stadt und ich werden wohl keine Freunde mehr. 
 

 
 

29. August 2020

Träume

Neulich habe ich so intensiv von diesem verlassenen Baumarkt geträumt, daß ich beim nächsten Mal als ich mit dem Fahrrad vorbeifuhr direkt einmal ein Foto machen musste ^^
In meinem Traum hatte ich nämlich dort - direkt am Aachener Kreuz gelegen - einen Asia-Africa Supermarkt (auch für Großverbraucher) eingerichtet unter dem Namen: ‚Desi-Sun‘, den größten in der Städteregion und vermutlich im gesamten Rheinland.
Ich war gerade damit beschäftigt endlich auch die Gewächshäuser zu nutzen, die offenbar bisher nur als Lager gebraucht wurden. Meine Ideen waren: Eine Snackbar mit frischen Samosas und frisch zubereiteten indischen Süßigkeiten zum Mitnehmen und sofort essen, sowie ein hauptsächlich südindisches Restaurant (das fehlt hier im gesamten Landstrich, obwohl viele der Studenten in Aachen aus Südindien stammen), mit genug Fläche für Hochzeiten (die Eventhalle um die Ecke hat jedes Wochenende mindestens zwei Hochzeiten pro Tag) und sonstige Veranstaltungen.
Während ich noch mit meinen Geschäftspartnern besprach, wie man einen Teil des Parkplatzes in einen geschützten Außenbereich mit fotogenem Garten umgestalten könnte, bin ich aufgewacht und wunderte mich: Warum eigentlich Desi-Sun? 

 

14. Juli 2020

Euchen


In der letzten Woche bin ich mit dem Fahrrad nach langer Zeit einmal wieder einfach so ohne Ziel losgefahren: Zuerst über den ausgefahrenen Feldweg in Bardenberg, dann in Sichtweite der Rhein-Maas Klinik, und St. Sebastian an einer Landstraße entlang - und letztlich bin ich auf gut Glück der Abzweigung nach Euchen gefolgt. 


Das kleine Dorf gehört heutzutage eingemeindet zu Würselen, hat einen Speckgürtel an neuen Einfamilienhäusern, eine Bus-Endhaltestelle und einen alten Ortskern mit Höfen aus dem 18. Jahrhundert, sowie einer Kirche St. Willibrord, deren Gestaltung vor allem durch den Barock, sowie Anfang des 20. Jahrhunderts dann neugotisch geprägt wurde. 


An der Kirche befindet sich ein kleiner Friedhof, in dessen Mauer alte Grabsteine (u.a. aus dem 17. Jahrhundert) eingelassen sind. 
Dahinter befindet sich ein weiterer Friedhof, der jedoch nicht mit dem ersten verbunden ist, sondern man muss zuerst wieder auf die Straße zurückkehren und dann den zweiten Eingang wählen, wo ein farbiges Warnschild vor Metalldieben warnt.
Nach dem Besuch in dem kleinen Dorf ging es weiter nach Broichweiden, das schon von weitem mit dem flachen Kirchturm grüßt, der immer ein wenig so aussieht, als wäre man gerade in England gelandet. 


Ich stöberte am offenen Bücherregal, fand dieses Mal aber kein Buch für mich. 
Kurz vor einem Wolkenbruch flüchtete ich mich dann in einen Schnäppchenmarkt einer bekannten niederländischen Ladenkette, ehe es danach (und vor dem nächsten Regenguß) wieder zurück nach Hause ging :) 


28. Juni 2020

Erdbeer-Saison


In unserem Garten wachsen viele Pflanzen nicht, weil wir zu viele Nacktschnecken abwehren müssen - was jedoch von den Schnecken gemieden wird, sind die Erdbeerpflanzen. Die Früchte selbst werden durchaus ‚angenascht‘ wenn sie tief genug in Bodennähe hängen, die pieksigen, unangenehmen Blätter werden jedoch verschmäht.
Im letzten Jahr hatte ich einen 6er Pack Erdbeerpflanzen gekauft, die Hälfte davon kam in einen Balkonkasten, für die andere Hälfte suchte ich einen sonnigen Standort im Garten. 
Die Balkonerdbeeren machten sich auch sehr gut, wurden jedoch schon bald viel zu groß für ihren Kasten. Die Gartenerdbeeren waren mit ihrem Standort dagegen nicht zufrieden, der Sommer war zu heiß für einen sonnigen Platz neben dem Flieder, der wohl auch noch Wasser zog, so daß von den drei Pflanzen nur noch zwei überlebten. 
Also suchte ich nach einem halbschattigen Ort, der den ausgepflanzten Balkonpflanzen und den traurigen Gartenversionen, plus aller Ableger gefallen würde - und buddelte ein Mini-Erdbeerbeet. 


Darauf kam eine dicke Schicht Rindenmulch, damit die Katzen nicht sofort ein neues Klo vermuteten und dann hieß es abwarten. Zuerst sahen die Ableger nicht sehr lebendig aus - doch dank dem regenreichen Winter wuchsen meine Erdbeerpflanzen zu wahren grünen Monstern heran. Die Blüte ware dieses Jahr ein bißchen später dran und blieb damit von den späten Nachtfrösten verschont, die dafür gesorgt hatten, daß es dieses Jahr keine einzige Heidelbeere gibt und auch die Johannisbeeren nur sehr wenige wurden - und dann kam die Erdbeer-Erntezeit :)
Jeden Abend pflückten wir eine kleine Schale ca. 200g (A. hat gewogen) mit frischen Erdbeeren, die meist kurz danach kleingeschnitten mit dänischer Vanillesauce verzehrt wurden. Ein paar blieben mitunter auch für den täglichen Frühstücks-Smoothie des Mannes übrig.
Jetzt neigt sich die Ernte langsam ihrem Ende entgegen, die vergangene heiße Woche hat viele Erdbeeren zu früh reifen lassen und so sind es jetzt nur noch ein paar kleine rote Murmeln, die wir ernten können und selbst das wird wohl bald beendet sein - schade eigentlich … 


23. Mai 2020

Sonnabend, 23.05.2020


Eine Sache, die mich jetzt seit fast zehn Tagen nervt, ist die Folge einer Wurzelbehandlung an einem Zahn.
Ich habe nie wahnsinnige Zahnschmerzen, sondern eher ein mildes Ziehen, bei dem ich mir meistens nicht einmal sicher bin, ob es nicht nur eine Entzündung ist - gehe dann vorsichtshalber doch zum Zahnarzt und damit beginnen die Schmerzen. Dieses Mal wurde am 14.5., bei der ersten Betäubung auch meine Zunge irgendwie verletzt, zuerst dachte ich an eine äußere Schramme vielleicht durch die Geräte verursacht - aber seitdem ist keine Besserung eingetreten: Das Gefühl ist wie verbrannt, halb schmerzend, halb betäubt und mittlerweile muss ich eher einen Nervenschaden annehmen.
Bei der Folgebehandlung an diesem Mittwoch, ist die Zahnärztin auf meine Sorgen diesbezüglich nicht weiter eingegangen, so daß ich mir etwas unsicher bin, wie es weitergehen soll. Bei der Behandlung brach dann außerdem die Bohrspitze ab, die sich jetzt im dritten Wurzelkanal befindet und wohl dort theoretisch auch bleiben kann/muss.
Mein erstes Gefühl war, die Behandlung so schnell es geht weiterzuführen und zu beenden, aber das wird sich wohl offenbar ohnehin noch wochenlang hinziehen, so daß ich jetzt - auch aufgrund einer sich möglicherweise anbahnenden leichten Erkältung (ich hoffe nicht, aber auch der Mann schnieft schon seit Tagen vor sich hin) - eher über eine längere Pause nachdenke.
Laut Dr Google erholen sich 90% aller geschädigten Zungen-Nerven nach ca. 14 Tagen bis drei Wochen und die Zeit sollte ich wohl lieber einmal abwarten, ehe ich einen Zahnarztwechsel in Betracht ziehe. Mein Geschmacksempfinden leidet natürlich stark unter der Situation, denn alles was ich esse brennt, tut weh oder schmeckt nach fast gar nichts. 

LinkWithin

Related Posts with Thumbnails