16. Mai 2019

Garten und Natur


Hm, sagt der Nachbar, wenn er unseren Garten sieht… bisher kein aggressives Hm, eher ein verwirrtes. Tja, wenn es nach A. ginge, würden wir den Rasen überhaupt nicht mähen, sondern den Insekten ein Rückzugsgebiet geben, aber ich gebe dann immer zu bedenken, daß wir hier nur zur Miete wohnen und möglicherweise in zwei Jahren wieder ausziehen. Und dann sollte der Rasen so kurz wie beim Einzug sein.
Sobald man das Gras auswachsen läßt, beginnt es von unten zu verstrohen, so daß man letztlich komplett neuen Rasen aussähen muss.
Also haben wir uns jetzt auf begrenzte Rückzugsgebiete geeinigt, die wachsen dürfen wie sie wollen. Diese werden nur im Herbst einmal geschnitten, während der restliche Rasen so kurz gehalten wird, wie bei allen Nachbarn. Das sieht zwar etwas seltsam gemustert aus, aber den Katzen gefällt es auch: Im kurzen Gras kann man sich ordentlich ausstrecken und herumkugeln, während das hohe Gras sich perfekt zum Wegsnacken eignet, und um sich darin zu verstecken und Vögel zu beobachten. Logischerweise sind große weiße Katzen, im halbhohen Rasen liegend - praktisch unsichtbar ^^ (und gottseidank haben sich davon nicht einmal die derzeitigen Flugschüler der Meisen und Amseln täuschen lassen).


Wenn es nach mir ginge und wir einen eigenen Garten zum Schalten und Walten hätten, würde ich gerne versuchen einen Waldgarten anzulegen. Das ist ein Garten, der so ähnlich wie ein Wald funktioniert und aus dem Bereich der Permakultur stammt: Dabei werden die unterschiedlichen vertikalen Ebenen genutzt von den ganz hohen Bäumen am Rand, wie z.B. Nussbäume, dann halbhohen, wie den Obstbäumen, zu Sträuchern (Beeren aller Art), Krautpflanzen, letztlich auch Rankpflanzen wie Wein (sobald die Bäume groß genug sind um davon nicht erdrückt zu werden) in schattige Ecken kommt noch eine Pilzzucht, dazu Pflanzen, die eher den Insekten dienen und außerdem bodenverbessernde, so daß man letztlich auch auf kleinem Raum ein funktionierendes Öko-System erschafft, in dem sich die (ausschließlich mehrjährig oder selbstaussäenden) Pflanzen gegenseitig stützen.
Dadurch kann man natürlich einiges Ernten, aber es geht auch darum, daß man zwar in den Anfangsjahren viel arbeiten muss, damit man dieses Gleichgewicht erreichen kann, in dem die Abstände, Menge an Tageslicht usw. funktionieren - je älter der Wald wird, desto weniger muss man aber noch daran machen - er trägt sich letztlich selbst.


In den letzten Tagen war ich auch bei verschiedenen Ärzten, ich wurde ja vorher von meiner Schwester gebrieft was endlich alles gemacht werden sollte, Röntgenbild der Lunge, großes Blutbild usw. aber ich bin wieder soweit genesen, daß die Ärzte dazu schlichtweg keine Veranlassung sahen. Es ist eben schwierig, wenn man einen Termin benötigt um zum Spezialisten zu gehen, dann noch akut erkrankt zu sein. 
Ich freue mich natürlich, daß ich den derzeitigen Infekt überstanden habe, aber falls es eine bakterielle oder virale Erkrankung im Hintergrund gibt, so werde ich jetzt bis zum nächsten Fieber warten müssen, bevor das weiter untersucht werden kann. Ich wurde jedoch darauf hingewiesen, daß es nach meiner monatelangen Bronchitis im Winter nicht so ungewöhnlich ist, daß mein Immunsystem weiterhin geschwächt und so infektanfälliger geworden ist. Also hoffe ich einfach, daß das jetzt der letzte Streich des Winters war und ab jetzt geht es mir ausschließlich blendend. 

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