Baltimore ist zwar in keinem so schlechten Zustand wie Detroit, das mehr und mehr zu einer Geisterstadt verkommt - doch es gelingt wohl kaum durch die Innenstadt zu laufen, ohne die vielen leeren Gebäude, und teilweise komplett-leeren Straßenzüge zu bemerken, die entstanden, da der Stadt mittlerweile 300 000 Einwohner fehlen.
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Derzeit stehen 46 800 Gebäude in Baltimore leer - vom Bürohochhaus, Kirchen, kleinen Buchläden, Kinos, Museen, bis hin zum Einfamilienhaus ist alles dabei -, zehntausende Häuser wurden in den vergangenen Jahren abgerissen, 4000 der gefährlichsten Ruinen sollen in den nächsten Jahren abgerissen werden, wenn die Stadt das Geld dafür aufbringen kann.
Viele der Gebäude werden zu Stadteigentum, nachdem die Eigentümer die Häuser verlassen, und keine Grundstückssteuern mehr bezahlen können.
Viele der Gebäude werden zu Stadteigentum, nachdem die Eigentümer die Häuser verlassen, und keine Grundstückssteuern mehr bezahlen können.
Über Jahre hinweg versuchte die Stadt, Häuser in Ghettobezirken zu erhalten um eine weitere Verelendung zu verhindern, doch das führte selten zu einem Erfolg, denn niemand wollte in diesen Gegenden wohnen.
Seit einigen Jahren konzentriert man sich daher nur noch auf rettungswerte Objekte in verhältnismäßig sicheren Stadtteilen mit gesunden Verkaufs- und Mietmärkten, während die abgerissenen Gebiete zu Grünflächen werden, die einfacher zu pflegen sind, als die teilweise vielstöckigen Ruinen.
Im Hintergrund leere Industriegebäude, im Vordergrund Grünfläche nach Abriß.
Diese Maßnahmen führten offenbar zu einem Erfolg, denn zum ersten Mal seit 60 Jahren stiegen die Einwohnerzahlen wieder etwas an.
Ich konnte mir selbst ein paar der neuen Wohnprojekte ansehen, so entstand z.B. im ehemaligen Industriehafen, eine abgeschottete Wohnanlage, in der jedes Haus unmittelbaren Zugang zu einem Yachtanleger hat.
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Derweil wurden die leeren Gebäude im unmittelbaren Stadtbild aufgeräumt und präsentieren sich nunmehr mit bunten Fassaden und großflächigen Wandbildern dem geneigten Besucher.
Weiterführende Links (auf englisch):
Business Insider: Baltimore decides some neighborhoods just aren't worth saving.
The Atlantic Cities: A second life for some of Baltimore's vacant properties.
Business Insider: Baltimore decides some neighborhoods just aren't worth saving.
The Atlantic Cities: A second life for some of Baltimore's vacant properties.













