18. Mai 2016

Wäldchestag


Gestern war ich im Skulpturenmuseum und wollte heute eigentlich etwas über meinen Besuch dort erzählen. Und während ich wirklich von der Athen Ausstellung begeistert war (viel mehr, als ich vorher vermutete, denn beim Thema antikes Griechenland glaubt man kaum noch an Überraschungen), möchte ich doch stattdessen meinen Jahrmarkt Besuch im Stadtwald beschreiben ^^ 
Der eigentliche Frankfurter Wäldchestag ist der Dienstag nach Pfingsten, der zum ersten Mal 1729 urkundlich erwähnt wurde. Er entstand entweder aus Handwerker-Umzügen, oder aus dem Viehtrieb, in dem die Mägde und Knechte die Schweine nach dem Winter aus den Ställen in den Stadtwald trieben und sich danach zu einem Picknick versammelten. 
Bis in die 1990er Jahre hatten die meisten Geschäfte und städt. Einrichtungen nachmittags am Pfingstdienstag geschlossen - und mit Kind und Kegel ging es zum Festplatz in den Wald. Mittlerweile hat sich das auf Pfingsten selbst verlagert, während der Dienstag an Bedeutung verloren hat. 
Wir suchten uns den Pfingstmontag aus, da er das bessere Wetter versprach. Es war zwar kühl, aber trocken - und manchmal schaffte es sogar die Sonne durch die graue Wolkendecke.
Ich kann mich nicht entsinnen, wann ich das letzte Mal einen Rummel besucht habe - natürlich gab es jahrmarktähnliche Veranstaltungen, wie Weihnachtsmärkte und Hanse Sail, aber ein echter (nur) Rummel Besuch muss schon Jahre her sein. Dementsprechend nostalgisch fühlte ich mich und schleppte den Mann gleich in den Autoscooter und BreakDancer.

 Die Rasenfläche im Vordergrund ist übrigens die Pferde-Rennbahn. Wenn der Rennclub irgendwann einmal vor Gericht gegen die Stadt verliert, wird dort die DFB Akademie erbaut. 
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Dafür musste ich dann auch mit ins Riesenrad, wo ich trotz Höhenangst und kaltem Wind einen tollen Ausblick auf die Frankfurter Skyline hatte - man vom Jahrmarkt selbst aber kaum etwas sah, da viele Stände unter dem dichten Blätterwerk verschwanden.


Das ist ein Markt, an dem man tatsächlich einmal seinen Hund mitbringen kann (die mir auf dichtgedrängten Weihnachtsmärkten immer so leid tun) denn wenn es dem Hund zu viel wird, verschwindet man hinter der nächsten Losbude und steht wieder mitten im Wald.


Kulinarisch steht natürlich der Apfelwein im Vordergrund und was man alles darin kochen und backen (anziehen) kann, dazu gibt es eine Gewürzgurke auf die Hand. Da mein Magen Apfelwein immer noch nichts abgewinnen kann, blieb ich stattdessen bei einem Erdbeer-Schokoladen Spieß, frittiertem Blumenkohl mit Kräutersauce und einem Erdbeercocktail, der hauptsächlich aus Eiswürfeln bestand. Der Mann blieb ganz klassisch bei Bier und Thüringer. 
Und nachdem wir alles gesehen und gegessen hatten, setzten wir uns auf die Fahrräder, fuhren quer durch den Wald und waren in zehn Minuten wieder zu Hause. Es hat schon Vorteile, wenn man direkt neben dem Stadtwald wohnt …

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