2. August 2016

Kulturpalast


Kein anderes Gebäude prägt Warschau so sehr, wie Stalins Kulturpalast. Viele Polen mögen das Bauwerk gar nicht, doch so richtig kommt man nicht an ihm vorbei, dem Pałac Kultury i Nauki - mit 237 m das höchste Gebäude des Landes.

 Es gibt wohl keinen 32. Stock. Oder?

Zur kontroversen Geschichte gibt es so viele gute Artikel, wie z.B. hier: Link (auf Englisch), da mag ich fast nichts hinzuzufügen. 
Ein Bild blieb mir bei dem Besuch wirklich im Gedächtnis: Als mit den Bauarbeiten 1952 begonnen wurde, lag die Stadt noch Großteils in Trümmern und wahrlich innerhalb der Ruinen wurde der riesige Bau errichtet, ohne daß man am Anfang überhaupt wusste, was man mit diesem Geschenk anfangen sollte.
Damit die Polen darin nicht nur Stalins ausgestreckten Mittelfinger sahen, wurden historische Architekturformen aus den polnischen Gebieten in den Bau integriert, dadurch finden sich überall diese Zinnen auf den Dächern, die sehr zum ‚Ghostbuster-Flair‘ des Palastes beitragen. Ansonsten war das Prunk für die Massen, die Innenausstattung ist groß und golden und voller Kronleuchter, es gab sogar ein Schwimmbad.

 Blick auf den Kulturpalast von unserem Hotel aus ... 
...und der Blick vom Palast hinüber zum Hotel ^^ - Neben den rotweißen Schornsteinen rechts hinten, befindet sich übrigens Wilanów.

Der Altstadtblick

Wir wollten jedoch nicht die gesamte Hausführung mitmachen und so fuhren wir nur auf die bekannte Aussichtsterrasse im 30. Stock.
Das war insofern dramatisch, weil gerade ein Sturm über die Stadt fegte, der überall Bäume entwurzelte. Doch vor den Fensterbögen der Terrasse befanden sich Gitter, so daß sich niemand Sorgen machen musste vom Dach geweht zu werden.


Dennoch war es teilweise sehr schwierig einen Fuß vor den anderen zu setzen und auf der Windseite musste man sich außerdem am Geländer festhalten. Fotos konnte man da natürlich nur wenige machen, also hielten wir uns hauptsächlich auf der windabgewandten Seite auf, und ich war ganz vorsichtig mit der Kamera. Anderen ging es da weniger gut, Smartphones fallen einem eben doch leichter aus der Hand. 

Unser Fazit: Zusammen mit den modernen Wolkenkratzern, die ab 1990 entstanden, passt das Gebäude heutzutage besser ins Stadtbild. 

Das ist ein Video mit kurzen Clips von unserem Warschau Aufenthalt, u.a. auch mit dem Kulturpalast... achte mal auf die dahinrasenden Wolken über der Dachspitze :) 

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