1. November 2012

Impressionen aus Rostock


Es ist mittlerweile zwei Wochen her, daß ich fröhlich durch die Stadt spazierte und wie immer nur die Hälfte von dem schaffte was ich eigentlich machen wollte.
In diesem Fall hieß es durch die Geschäfte zu stöbern (schließlich gibt es hier in Fährdorf kein einziges Geschäft) ...

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Zuerst war ich in der KTV unterwegs, wie immer mit extra langen Aufenthalten jeweils im Stoff- und Bastelgeschäft und danach ging es lose dem Verlauf der Kröpeliner Straße folgend bis zum Neuen Markt und zurück. Es herrschte ein herrliches Spätsommerwetter und die Jacke schleppte ich überhaupt nur als Dekoration mit mir herum und um mich darauf zu setzen.


Dabei gelangte ich zum ersten Mal überhaupt in den Heiligengeisthof. Ich konnte nicht verstehen, wie ich es in all den Jahren in der Stadt nicht einmal vorher geschafft hatte mich dorthin zu verirren.
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Lange Zeit verbrachte ich auch im Tiger Store, einer Art dänischem Euroshop mit Dekoartikeln von nützlich bis nutzlos in der 0,50 € bis 10 € Preislage und schaffte es dort unter eiserner Zurückhaltung nur Dinge zu kaufen, die ich auch tatsächlich brauchte (also so fast: tolle skandinavische Designs zum kleinen Preis und nicht von Ikea, wer kann da widerstehen ... ;)
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Nach einem kurzen Abstecher entlang der Stadtmauer gelangte ich wieder auf den Platz vor dem Kröpeliner Tor, der einmal mehr neue Steine verlegt bekommt. 
Zum Abschluß des Platzes (dem Übergang zur KTV) wird derweil eine scheußliche Mauer errichtet, die vermutlich eine moderne Interpretation der Stadtmauer darstellen soll.
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Überall entstehen diese Mauern jetzt, in Timmendorf fand ich es schon sehr daneben, doch dort standen die mit Steinen gefüllten Metallkäfige nur als Zaun neben den Ferienhäusern und nicht so prominent einen Stadtteil vom anderen abgrenzend. Es fehlt eigentlich nur noch Stacheldraht obendrauf und fertig ist der Grenzzaun. Das wahrlich Ironische daran ist, daß was so auf billig gemacht aussieht in Wahrheit teurer ist als wenn man dort echte Ziegel aufgemauert hätte ... verrückt.
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Am Abend dann gab es eine kleine Feier im Hause meiner Schwester, die sie in der Küche verbrachte, während ich mich mühsam in Konversation mit nur-Ärzten versuchte: Und dieser Idiot erkennt noch nicht mal eine einfache [Fachbegriff] mit [Fachbegriff] und völlig klar erkennbaren [Fachbegriff], wenn er es auf dem [Fachbegriff] vor sich hat... ich lächelte still vor mich hin und schaute auf die Uhr.
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Irgendwann war aber auch das geschafft und dem Schwager fiel auf, daß wir einen Topf vergessen hatten zu servieren; einen Riesenpott frische, duftende gefüllte Weinblätter... herrlich :))

30. Oktober 2012

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Langsam wird es Morgen an der Ostküste der USA und die Bilder der Zerstörung durch Hurrikan Sandy werden zahlreicher: Überschwemmungen des U-Bahn Netzes und tieferliegenden Teilen New Yorks; gebrochene Dämme in New Jersey; komplette Haus-Fassaden, die eingestürzt sind; ein umgefallener Baukran; ein Atomkraftwerk in Not; Atlantik City eingeschlossen; Explosionen und Großbrände mit 50 betroffenen Häusern in Queens, bei denen die Eingeschlossenen wiederum mit Booten gerettet werden müssen, da ihre Straßen geflutet sind; Babies der Neugeborenenstation eines New Yorker Krankenhauses, die im Sturm evakuiert werden müssen, 70 cm Schneefall in West Viriginia... das Aufräumen wird wohl noch lange dauern und kann vor dem Eintreffen der nächsten Flutwelle noch nicht einmal so richtig beginnen.
Mein Mann wollte mir regelmäßige e-mails zum Verlauf in VT schreiben, bekommen habe ich nur eine... hoffentlich geht es ihm also gut und er schläft einfach nur friedlich. Der Pfad des Hurrikans geht aber auch südlich an Vermont vorbei und sollte demnach den kleinen Staat, der noch an den Schäden von Hurrikan Irene zu knabbern hat nur mit Ausläufern ärgern. 
Während ich also gebannt vor dem Computer hocke, wir haben Freunde in NYC, manche von ihnen wohnen in Queens und sind nicht erreichbar... schreiben sich die Westküsten-Amerikaner bei Twitter ihren Frust von der Seele: Hurrikan Berichterstattung ist öde, blockiert das normale Fernsehprogramm und ist überhaupt völlig uninteressant... wie gut, daß sie in Sicherheit sind und nicht befürchten müssen, plötzlich während eines Schnee-Hurrikan Monstersturms evakuiert zu werden, der gerade dabei ist ihr Haus zu überfluten.

29. Oktober 2012

Sonntagsblumen

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Der erste Schnee und die beginnenden Nachtfröste bedeutetenden leider das Ende für die in diesem Jahr ungebändig wachsende Kapuzinerkresse. 
Normalerweise berankt sie einen kleinen Gartenzaun, doch in diesem Jahr verschlang sie ein komplettes Beet, Tomatenpflanzen und Strauchrosen unter sich. Aber nach nur einer Nacht unter 0°C lag sie schlapp am Boden. 
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Die Geranien wurden dagegen von ihren Spinnen- und Schneckennestern befreit, ausgeputzt und vorsorglich schon ins Warme gerettet.
An den Feldrändern hat es sofort den Klatschmohn entschärft, während falsche Kamille und die Kornblumen sich noch unbeeindruckt zeigen. 
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Im Garten hingegen blühen die Rosen wie eh und je, der Winter kann sie noch lange nicht schocken. 

28. Oktober 2012

Sandy

Meine Zeit in Deutschland geht langsam zu Ende, noch 9 Tage verbleiben mir in diesen Landen… dann geht es zurück in einem großen Satz von Hamburg nach Newark und ich bin selbstredend sehr froh, daß ich nicht über den Chaos Flughafen JFK fliegen muss (auf dem ich beim letzten Deutschland Besuch vor zwei Jahren unverschuldet den Anschlußflug verpasst hatte.)
Davor muss Newark und alles andere jedoch Hurrikan Sandy überstehen, der (die) es gerade im Durchmesser (mit ca. 1700 km) geschafft hat größter Sturm aller Zeiten zu werden, der je über dem Atlantik gemessen wurde. Obwohl bisher alles so aussieht, daß Vermont vom Hurrikan verschont wird, so könnten selbst die Ausläufer im Staat einiges an Zerstörungen anrichten, denn die Flußbetten sind noch ausgespült und unbefestigt seit Hurrikan Irene vor 16 Monaten weite Teile unter Wasser setzte.
Es wurde zwar vieles repariert, doch die Natur braucht eben etwas länger um tausende km an Uferbefestigungen nachwachsen zu lassen. Folgen des angekündigten, tagelangen starken Dauerregens sind also vermutlich neue Überschwemmungen in Gebieten, die nie in der Nähe eines Flusses lagen, weil Zuflüsse von den Bergen herunter plötzlich und unberechenbar ihre Bahn ändern und es eben nicht genug Uferbepflanzung gibt um das zu verhindern... um in die Gefahr von Überflutungen zu gelangen reicht es demnach ein leichtes Hanggrundstück zu haben oder aber an einer bereits leicht geneigten Straße zu wohnen... und das trifft in VT vermutlich auf 90% aller Gebäude zu. Hoffen wir also auf das Beste :)
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Die Presse (übersetzt von AP) beschrieb die Besonderheiten von Sandy derweil so: 
Ein normaler Spätsommer Hurrikan aus den Tropen trifft auf ein Hochdruckgebiet über Grönland, daß den Abzug des Hurrikans über den Atlantik blockiert und so zum Landgang zwingt.
Dazu kommt ein früher Wintersturm aus Nordwest, der mit dem Sturm kollidieren wird und kalte arktische Luft aus Nordosten (dank des Hochdruckgebietes) gibt es ebenfalls. Außerdem herrscht Vollmond (Erde, Sonne, Mond in einer Linie, also Addition der Gezeitenkräfte) mit der dann üblichen Springflut. Das bedeutet hohe Wellen und starke Winde.
All das zusammen ergibt einen wahren Monstersturm, der (zu Halloween) auf über 2070 Quadratkilometern mit Windstärken 9-12 über die Ostküste der USA hinwegbrausen wird.

26. Oktober 2012

Flashback Friday

Das ist zwar kein Halloween Kostüm, aber man nimmt ja was man bekommen kann in dieser Rubrik und der 11.11. ist auch schon ganz bald ...
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Zu sehen ist dafür nicht nur ein Bild, daß mich als 6-jährigen Clown beim Kindergartenfasching zeigt (obwohl ich Angst vor Clowns habe... die Kostümwahl kann ich mir in der Hinsicht nicht erklären), sondern das Bild wurde von mir auch handkoloriert (ich glaube da war ich auch noch 6 :-)
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In Vermont ist Halloween jedes Jahr das größte Fest des Jahres. Die Kinder kostümieren sich als wäre es Fasching und nur sehr wenige wollen wirklich Vampir oder Monster sein, das kommt erst Jahre später. Karneval selbst wird fast gar nicht begangen, was u.a. daran liegt, daß ‚Mardi Gras‘ vorallem als Trinkfest bekannt ist, dazu finden die Faschingstage im Winter statt, während man sich zu Halloween noch länger draußen aufhalten kann, ohne ungewollt mit den Zähnen zu klappern.

23. Oktober 2012

Eine Demonstration

Am Samstag fand ein Naziaufmarsch in Wismar statt, dem selbstverständlich eine Gegendemonstration der Verbände, Parteien und Kirchen entgegenstand. 
Ich wollte eigentlich an diesem Samstag mit dem Zug von Wismar nach Hamburg fahren, dachte mir dann jedoch, daß das wohl keine gute Idee sei und startete meine Reise von Rostock aus. So sah ich nur am Bahnhof Bad Kleinen einen Teil der 500 Polizisten, die den 800 Gegendemonstranten entgegenstanden und hoffte auf das Beste: daß die Welterbestadt Wismar heil bleibt, daß die Demonstrationszüge nicht aufeinandertreffen und ganz wichtig, daß weder Polizei noch Demonstranten verletzt werden. 
Am Abend atmete ich auf, alles war weitgehend gut gegangen, die Stadt gerettet. 
Doch woher hatte ich solche Angst? Von den Nazis war nichts zu befürchten (außer Wutanfälle, wenn man ihren Hassreden zuhören muss) denn es gehört zu ihrer Imagepflege, daß diese öffentlichen Aufmärsche geordnet verlaufen. Die friedliche Gegendemonstration von Parteien, Kirchen, Familien ... wohl kaum. Die Polizisten, die nach einem schweren Tag auch nur noch Hause wollen? – Nein, mein Problem ist der schwarze Block der Antifa... linksextreme Autonome, die jeden Grund suchen um sich mit der Polizei zu prügeln. Ein solcher Naziaufmarsch ist zwar eine Steilvorlage, aber an sich brauchen sie nicht einmal legitime Gründe um mit dem Stein in der Hand und vermummten Gesichtern ‚friedlich‘ für die Freiheit zu prügeln.
Solange diese Leute sich im Schutzmantel der friedlichen Demonstration verstecken können (sie haben sicher nicht vor friedlich zu bleiben - eine wahre Verhöhnung des Friedensgedankens) und die anderen, die tatsächlich demonstrieren wollen, sie nicht nur in ihren Reihen aufnehmen, sondern sogar die Demonstration anführen lassen, wird man mich nie bei einer Anti-Nazidemonstration sehen können (was ich ehrlich bedauere), denn es ist nur eine Frage der Zeit bis es erste Tote durch Steinschlag geben wird.
In Wismar jedoch muss großes Lob an die Umsicht der Polizei ausgesprochen werden, sie gingen auf keine Provokation der Linksextremen ein und schafften es den Zug der Rechtsextremen sicher um sämtliche Sitzblockaden herumzuführen, ein wahrer Balanceakt. Die folgende Pressemitteilung der Antifa dazu lautet natürlich wie immer ‚brutaler Polizeieinsatz, äußerste Gewalt‘ – man sollte meinen, sie hätten dazu eine Vorlage, in dem jeweils nur der entsprechende Ort verändert wird.
Bei solchen Gelegenheiten erinnere ich mich immer wieder an den G8 Gipfel in Heiligendamm/Rostock 2007 zurück, an dem ich zum ersten Mal auf die Horden des schwarzen Blocks treffen musste. Von der Hauptdemonstration hielt ich mich damals zwar auch fern (mit gutem Grund, wie sich herausstellen sollte), doch meine Schwester war mittendrin und kam mit alptraumhaften Bildern heraus von Wasserwerfern und Polizei und Menschen über Menschen, die mit viel Freude komplette Straßenzüge zerlegten und Autos ansteckten. Offenbar steckt in uns allen ein Monster, das nur darauf wartet herauszukommen und mit seinem Zerstörungswerk zu beginnen.
Ich erinnere mich, wie ich in den Tagen danach an der Schule in Lütten-Klein war und diese auf einmal geräumt werden musste, da ein Zug Linksextremer gerade einen Supermarkt überfallen hatte, versuchte diesen anzustecken und Kurs auf die Schule nahm. Plündernde und brandschatzende Horden, das liest man sonst eher in Büchern oder aus Kriegsgebieten. Alle liefen zum Bahnhof und warteten auf den Zug zurück in die Innenstadt. Wir wussten, wenn die Gleise wieder besetzt werden, dann sitzen wir erst einmal fest. Glücklicherweise schaffte es noch ein letzter Zug aus Warnemünde durch (danach wurde der Zugverkehr unterbrochen) und wir konnten dieser Situation, in der wahrlich niemand mehr das Gefahrenpotential einordnen konnte, entkommen.
Ich habe auch schöne Erinnerungen an die Anti G8 Proteste, z.B. an das Abschlußkonzert im Park, doch diese war es nicht.
Und wozu der ganze Terror? – Nun, das war in dem Fall vor fünf Jahren, der legitime Weg um gegen die Globalisierung zu kämpfen ... logisch.

18. Oktober 2012

Hallo Rostock


Für zwei komplette Tage bin ich in der Hansestadt Rostock unterwegs und werde mich in dieser größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns einmal ganz genau umsehen... was hat sich denn in den vergangenen zwei Jahren so getan?

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Das Wetter soll auch mitspielen, zumeist sonnig, warm ist es schon und so soll es auch bleiben :)
Gestern begann der Ausflug bereits stilsicher im Ostseepark Sievershagen, mein erster Media Markt in diesem Deutschland-Urlaub! – Haha, und dann ging es weiter zum gefüllte Backkartoffel essen ins Kumpirhaus... sehr lecker und viel zu viel ... und so kann es dann eigentlich weitergehen, vielleicht schaffe ich es sogar noch zu Ikea um mir die diesjährige Weihnachtskollektion live und in Farbe anzusehen.

17. Oktober 2012

Grüne Bällchen


Am Wochenende gelang es uns dank besonders tiefer Ebbe und einem riesigen Algen / Seegras-Teppich an einem Stück Steilküste und Schilf-Ufer entlangzuwandern, das normalerweise ohne Gummistiefel nicht passierbar wäre.


Es begann mit kleinen grünen, verfilzten Seegrasbällchen, die mir am Fährdorfer Hausstrand in die Hände fielen.
Die Verfilzung entsteht offenbar dadurch, daß sich das feine Seegras in den Brandungswellen ständig um sich selbst dreht. Dabei entstehen runde und eiförmige Filzgebilde, die überraschend schwer sind (vielleicht um einen Stein- oder Muschelkern herum gewunden?)

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Bald verdichtete sich der Filzteppich zu einem ca. 20 cm starken Gebilde auf dem man trockenen Fußes laufen konnte, auch wenn mitunter Wasser durchschimmerte. Das Gras drückte das Wasser jedoch weitgehend zur Seite.
Die Hunde tobten ausgelassen auf dem weichen Teppich und auch für uns war es ein Spaß auf dem grünen, flauschigen Weg zu laufen... auch wenn es nach einiger Zeit ziemlich anstrengend wurde. (Es war so wie Schnee stapfen, nur nicht so kalt und mit mehr Meergeruch.)


Meine Mutter dachte gleich darüber nach, wozu man all das weiche Grün sinnvoll nutzen könnte und kam auf die Idee es als Rosen-Isolierung für den Winter zu verwenden.
Also liefen wir am nächsten Tag zurück zum Strand, doch da hatte die nächste Flut das meiste schon wieder abgespült und der Teppich war weiter in die Kirchsee gezogen. 

Sonntagsblumen am Mittwoch

Die letzte französische Malerrose, die die harten Bedingungen an der Küste überlebt hat. 
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Der Garten meiner Eltern wäre ohne die vielen Edel-, Duft- und englischen Rosen nicht vorstellbar.
Zu fast jeder Jahreszeit blüht zumindest eine der Sorten und gerade im Herbst befinden sich viele Rosen in ihrer zweiten Hauptblütezeit, die bei entsprechend günstigen Temperaturen bis Weihnachten andauern kann.
Die Rosenblüten sind dann jedoch schon so an die kälteren Temperaturen gewöhnt, daß man sie nicht mehr nach drinnen holen kann. Macht man es doch, lassen sie ganz schnell die Köpfe hängen und verwelken in der Wärme.
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Ich mag vor allem die englischen David Austin Rosen, deren Stöcke man hier in der Schloßgärtnerei in Lützow kaufen kann.
Deren prächtig gefüllte Blüten sind jedoch auch besonders anfällig für Kälte und Regen, so daß nach einem kräftigen Guß jeweils die Blütenmitte braun verwelkt. Schade. Im letzten besonders kalten Winter haben auch gerade diese Sorten trotz sorgfältigem Verpacktwerden, das windige Inseldasein nicht überlebt. Besser sind da stets die robusten Rosen von Kordes.


Die werden auf Hamburger Freiflächen kultiviert und überstehen dann jeden Sturm und Kälte im Norden. 
Im hinteren Bereich des Gartens gibt es auch einen Rosenkranz mit kleinen Heckenrosen, die einen Ginkgo umstehen. Damit die Röschen so klein bleiben, wird das Beet jedes Jahr einmal von den Schafen abgeweidet, die Rosenblüten als wahres Festessen ansehen :)






P.S. Es gibt im Garten auch jede Menge rote und gelbe Versionen, doch die rosa-artigen scheinen mir dieses Mal besonders in Auge gefallen zu sein (nicht wortwörtlich ;)

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