28. Oktober 2012

Sandy

Meine Zeit in Deutschland geht langsam zu Ende, noch 9 Tage verbleiben mir in diesen Landen… dann geht es zurück in einem großen Satz von Hamburg nach Newark und ich bin selbstredend sehr froh, daß ich nicht über den Chaos Flughafen JFK fliegen muss (auf dem ich beim letzten Deutschland Besuch vor zwei Jahren unverschuldet den Anschlußflug verpasst hatte.)
Davor muss Newark und alles andere jedoch Hurrikan Sandy überstehen, der (die) es gerade im Durchmesser (mit ca. 1700 km) geschafft hat größter Sturm aller Zeiten zu werden, der je über dem Atlantik gemessen wurde. Obwohl bisher alles so aussieht, daß Vermont vom Hurrikan verschont wird, so könnten selbst die Ausläufer im Staat einiges an Zerstörungen anrichten, denn die Flußbetten sind noch ausgespült und unbefestigt seit Hurrikan Irene vor 16 Monaten weite Teile unter Wasser setzte.
Es wurde zwar vieles repariert, doch die Natur braucht eben etwas länger um tausende km an Uferbefestigungen nachwachsen zu lassen. Folgen des angekündigten, tagelangen starken Dauerregens sind also vermutlich neue Überschwemmungen in Gebieten, die nie in der Nähe eines Flusses lagen, weil Zuflüsse von den Bergen herunter plötzlich und unberechenbar ihre Bahn ändern und es eben nicht genug Uferbepflanzung gibt um das zu verhindern... um in die Gefahr von Überflutungen zu gelangen reicht es demnach ein leichtes Hanggrundstück zu haben oder aber an einer bereits leicht geneigten Straße zu wohnen... und das trifft in VT vermutlich auf 90% aller Gebäude zu. Hoffen wir also auf das Beste :)
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 .
Die Presse (übersetzt von AP) beschrieb die Besonderheiten von Sandy derweil so: 
Ein normaler Spätsommer Hurrikan aus den Tropen trifft auf ein Hochdruckgebiet über Grönland, daß den Abzug des Hurrikans über den Atlantik blockiert und so zum Landgang zwingt.
Dazu kommt ein früher Wintersturm aus Nordwest, der mit dem Sturm kollidieren wird und kalte arktische Luft aus Nordosten (dank des Hochdruckgebietes) gibt es ebenfalls. Außerdem herrscht Vollmond (Erde, Sonne, Mond in einer Linie, also Addition der Gezeitenkräfte) mit der dann üblichen Springflut. Das bedeutet hohe Wellen und starke Winde.
All das zusammen ergibt einen wahren Monstersturm, der (zu Halloween) auf über 2070 Quadratkilometern mit Windstärken 9-12 über die Ostküste der USA hinwegbrausen wird.

1 Kommentar:

  1. Uii... wäre das nicht so ein ernstes Thema, müsste ich bei deiner tollen Zeichnung wirklich nur gratulieren! ;-) Bitte mehr von der naturwissenschaftlichen Sorte. *lach*
    Ich wusste gar nicht, dass Sandy soooo groß ist - wow. Da freut man sich irgendwie doch wieder in so einem Kaff zu wohnen bei dem es eigentlich keine Naturkatastrophen gibt.

    Liebe Grüße und ich wünsche dir eine gute Heimreise!
    Christina

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