14. Oktober 2012

Spaziergänge


Das Gute an Hunden ist, daß man täglich mit ihnen spazieren gehen kann. 
Das Blöde an Hunden ist, daß man täglich mit ihnen spazieren gehen muss. 
- Zwischen diesen zwei Sätzen dreht sich seit einem Monat mein Leben auf der Insel Poel (und anderswo in MV.) Ich habe mich in die Routine eingelebt und sehe staunend den Wochen zu, die wie im Nichts vorbeizufliegen scheinen.
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Mittlerweile habe ich bereits die Halbzeit meines Heimaturlaubs erreicht und werde schon sehnsüchtig wieder in Vermont zurückerwartet. 
Ich hätte zwar Mann und Katzen auch gerne um mich herum doch nach Vermont sehne ich mich so gar nicht zurück. Dort fiel bereits der erste Schnee (auf den Berggipfeln schon einiges, in den Tälern wohl nur ein paar Flocken) doch das ist erst der Anfang der längsten Jahreszeit - dem Winter, der mit Schneestürmen bis April und Schneeschauern bis Mai aufwartet... So richtig schön ist das nach 24 Tagen weihnachtsmarktloser, Nicht-Adventszeit nur am Weihnachtsfeiertag (dem einen, der begangen wird) danach nervt es mich, bis Ende März erste Schneeschmelzen zu hoffen einladen.
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Natürlich ist es hier auf der Insel derzeit auch nicht gerade angenehm. In den Wochen seit meiner Ankunft gab es vielleicht zwei Tage, die unumschränkt als gut anzusehen sind, ansonsten finden sich Regen, Sturm und Kälte im täglichen Programm. 
Aber im Sturm am Strand entlang zu wandern, den Wellen und Schaumkämmen der Ostsee zuzusehen und sich auf einmal doch über einen dramatischen Sonnenuntergang zwischen den Wolken zu freuen... es hat was. Dann geht es schnell nach Hause und ein warmes Getränk, in Extremfällen auch eine schnelle Dusche schaffen es einen vor Heiserkeit und kalten Füßen zu bewahren.


Die Hunde meiner Eltern haben sich daran gewöhnt, daß hier einer mehr wohnt... es ist auch schön, wenn selbst am Vormittag immer noch jemand da ist, der Bälle wirft und sie auf zumindest kleine Touren mitnimmt. 
Am Liebsten würden beide auch bei mir übernachten, doch diesen Platz konnte sich nur der Kleine verdienen, denn nachts liegt er einfach nur auf seinem Kissen und rührt sich nicht, während dem Großen selbst dann stinkelangweilig ist... Das erschwert doch das Schlafen, wenn ständig kontrolliert wird, ob man wirklich noch schläft, hin und her gelaufen werden muss, Spielzeuge angeschleppt und zur Not einfach nur laut herumgefiept wird...


Für diesen zweiten Monat in der Heimat sind noch ein paar Wochenend Reisen geplant zu Freunden und Familie, bis ich mich so langsam auf den Rückflug vorbereiten werden... 
Bis 2014 müssen wir es dann noch in Vermont aushalten und danach geht es vielleicht wieder zurück nach Europa oder doch hoffentlich an einen Ort an dem ich mich eher zu Hause fühlen kann ... :)

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