20. November 2012

Sonntagsblumen am Dienstag


Einen Tag vor meiner Abreise aus Fährdorf war ich noch einmal im Garten meiner Eltern unterwegs und fotografierte dabei auch diese Rosen.

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Es war ein regnerischer, grauer Novembertag, doch das schien der Schönheit der gefüllten englischen Rosen keinen Abbruch zu tun :)

16. November 2012

Strandgut

 Ein Ostsee-Schwämmchen

Derzeit geht es hier einfach ein wenig mit den Ostseebildern weiter...so ganz aufgeben möchte ich sie noch nicht. Das kann man z.B. alles am Strand finden, wenn man nur die Augen offen hält :) 

 Das war einmal ein Hühnergott
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 Katzenstein :)
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 Feuerstein in Pyramidenform
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 Seeglas
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Ein Stück von einem Donnerkeil. 
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Keine Flaschenpost
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Selbst für Küstenbewohner kann es spannend sein, was man am Strand so alles findet... spielt doch einfach einmal Tourist und sammelt das tollste Stück Treibholz auf, ein paar extra-runde Kiesel... oder wie wäre es mit einer Weinflasche voller Mini-Herzmuscheln?

14. November 2012

Zurück

Der Herr mit Pfeife (bessere Bilder folgen sobald wir Tabak gekauft haben ^^) ... handgearbeitet vom Schwiegervater. Die Mütze stammt noch aus alter HO Produktion.
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Vor einer Woche und einem Tag bin ich nach zwei Monaten Heimaturlaub wieder in Burlington angekommen. So ganz daran gewöhnen konnte ich mich noch nicht, denn ich war sehr damit beschäftigt, die Wohnung hier wieder auf Vordermann zu bringen. 
Das lag nicht nur daran, daß mein Mann eine Flohepidemie übersehen hatte, aber auch ... Und wo ich eh schon dabei war alles zu waschen und/oder gleichmäßig mit Insektenspray einzudieseln, konnte ich einiges gleich aussortieren, denn je mehr ich in meinen kleinen Schrank (und Wohnung) stopfe um so weniger finde ich jemals wieder. Also versuche ich nach dem Prinzip zu sortieren, was würde mich denn eigentlich so richtig traurig machen, wenn es nicht mehr da wäre... das ist immer noch eine ganze Menge ^^ 
Eine richtig gute Sache hat mein Mann jedoch für mich organisiert und zwar die Nähmaschine reparieren lassen, die ich einmal im Sperrmüll gefunden habe. Eine Anleitung konnte auch als pdf heruntergeladen werden und nun kann das Nähen losgehen :) 

4. November 2012

Hotel Neptun


Als Kind war ich ein ernster Baukritiker: Plattenbau-Siedlungen insbesondere fielen in meiner Meinung, für die sich erstaunlich wenig Menschen interessierten, absolut durch und auch Hotelhochhäuser - wie das des Hotel Neptuns am Strand von Warnemünde - konnten mich nicht erweichen: Häßlich, lautete mein Urteil; Wann wird es abgerissen? war die nächste Frage. 
Mit den Jahren konnte ich mich mit modernem Design etwas mehr anfreunden: Ich mag die Jugendstilvilla mit schmiedeeisernem, verschnörkelten Zaun direkt dahinter immer noch schöner finden, doch es ist auch richtig, daß nicht alle Symbole und Bauwerke der DDR-Zeit verschwinden. Es gab diese 40 Jahre vor der Einheit nun einmal, auch wenn sonst lieber wieder Stadtschlösser aufgebaut werden.

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Außerdem verbindet mich etwas mit dem Hotel Neptun, denn ich habe dort einmal einen Mini-Urlaub verbracht: Freunde meiner Eltern waren mit Enkelkind im Hotelurlaub angemeldet, doch der Enkel konnte dann auf einmal nicht, so daß ich als Ersatz ausgeborgt wurde.
Sehr viel weiß ich aus diesen Tagen nicht mehr, außer daß ich schon damals unter Höhenangst litt und der Zimmer-Balkon war nicht nur wahnsinnig hoch, sondern hatte auch einen Spalt zwischen Boden und der halbhohen Außenwand, aus dem ich meine Füße stecken konnte. Ich war davon überzeugt, daß wenn ich nicht selbst herunterfiele, es garantiert meine Schuhe erwischen würde und sah mir daher schon genau das Vordach an auf dem meine Schuhe dann landen würden und wie ich dort ggf. hingelangen könnte. Den Bademantel hielt ich übrigens ebenfalls für absturzgefährdet.
Beeindruckt hatte mich damals jedoch eine Wand im Restaurant, die völlig mit Bernstein überzogen und außerdem beweglich war. Nach der Wende wurde das Haus generalüberholt und da ich es nie wieder von innen gesehen habe, könnte ich nicht einmal sagen, ob es die Bernsteinwand noch gibt oder ob ich sie heutzutage noch beeindruckend finden würde. 

3. November 2012

Hauptsache Warnemünde


An meinem zweiten und letzten Tag in Rostock besuchte ich den Stadtteil Warnemünde, der sich direkt an der Mündung der Warnow in die dort offene, ungeschützte Ostsee befindet.


Dort findet man außer den langen Reihen der kleinen Kapitänshäuschen entlang des Hafens, langem Sandstrand und den üblichen Hotels auch das Kreuzfahrterminal, das Warnemünde den Beinamen „Hafen von Berlin“ eingebracht hat, denn von dort steigen die Kreuzschiff-Fahrenden direkt in den Zug Richtung Hauptstadt ein.

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Ich fuhr mit der S-Bahn ab Parkstraße - vorbei am Sonnenblumenhaus in Lichtenhagen - bis zur Endhaltestelle Warnemünde. Es war ein sonniger Oktobertag und bereits so warm, daß ich schon vor 10 Uhr auf meine Jacke verzichten konnte und sie deswegen nicht einmal mitnahm.

 Auch die Brücke in Warnemünde ist mit Liebesschlössern angefüllt, wenn's hilft. 

 Das Haus mit dem schönsten 'Zimmer frei' - Schild :)

Wann immer ich in früheren Jahren nach Warnemünde kam, zog es mich sofort an den Strand... doch mein mittlerweile monatelanges Leben auf einer Insel zeigte Wirkung und so folgte ich stattdessen den üblichen Touristenpfaden: Statt direkt am Strom lief ich zwar in der Straße dahinter Richtung Teepott, doch dann bog ich ab um mir die beiden kleinen Leuchttürme an der Hafeneinfahrt anzusehen.
Jedes Mal fällt mir dabei die Geschichte von vor vielen Jahren ein, als wir zur Segelregatta in Warnemünde unterwegs waren: Alle sollten mit ihren Minibooten ganz links segeln, denn rechts mussten die Fähren vorbei... alle hielten sich daran, außer meine Schwester (damals vielleicht zehn Jahre alt), die sich dann ganz rechts treiben lassen musste, damit eine Riesenfähre noch durchkam... damals habe ich wahrscheinlich meine ersten weißen Haare bekommen, einfach nur vom hilflos zusehen müssen und bangen ob meine kleine Schwester da heil wieder heraus kommt, während neben ihr der häusergroße Stahlkoloss schnell Fahrt aufnahm. Sie kam heil heraus und ist seitdem genervt, daß ich diese Geschichte regelmäßig erzähle.


Nach dieser Erinnerung an vergangenen Schrecken wollte ich noch ein wenig auf der Promenade laufen und das ein „wenig“ wurde immer länger.
Ich passierte Hotel Neptun, lief an der Jugendherberge vorbei, erreichte den Küsten-Buchenwald und die Steilküste Richtung Hotel Wilhelmshöhe bis mir irgendwann der Gedanke kam, daß ich auch wieder zurück musste.


Also ging es nunmehr am Strand zurück nach Warnemünde. Mit mir stapften drei Pferde samt Reitern gemächlich durchs Wasser, die Möwen hatten sich gute Plätze auf den Buhnen gesichert und die Leute hatten ihre Windschütze (Stoffbahnen, die wie ein Zaun gesteckt werden) aufgebaut um dahinter Hochsommer zu spielen... es war der perfekte Strandtag :) 
Irgendwann setzte ich mich in den Sand und verteidigte mein mitgebrachtes Mittagessen vor den Möwen: Weinblätter, Nudelsalat, ein belegtes Brötchen und Cola... sie durften zu recht neidisch sein. 
Dann ging es durch den Kurgarten zurück Richtung Bahnhof.

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Zwischendurch rief meine Schwester zweimal an... einmal um mich zu einer Vorlesung in der Uni einzuladen, ich lehnte dankend ab und beim zweiten Mal um mir mitzuteilen, daß sie nun schon zu Hause sei und nicht bis 18 Uhr arbeiten muss... dadurch bemerkte ich auch, daß ich bereits über vier Stunden in Warnemünde verbracht hatte.
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Mein Tagesplanung wurde davon dann zwar über den Haufen geworfen... ich hatte angedacht noch einmal in meinem alten Büro vorbeizusehen, auch da ich eh zum Hauptbahnhof musste (doch den Fahrkartenkauf erledigte ich dann auch gleich vor Ort in Warnemünde) und noch ein paar gezielte Geschäfte anzusteuern, doch nach den tollen Stunden am Strand fiel es schwer irgendetwas davon zu bereuen :)
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Der Rest des Tages verlief dafür etwas stressiger, ich besuchte die Nähmarie ganz kurz, war nocheinmal ganz schnell in der Innenstadt, wurde danach von der diesjährigen Ikea Weihnachtskollektion enttäuscht und abends waren wir zum Fußball gucken beim Schwager meiner Schwester eingeladen...
Am nächsten Morgen ging es dann schon weiter mit dem Zug nach Hamburg - Bergedorf :)

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