19. Dezember 2013

Schnee und so

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Und schon wieder sind zehn Tage seit meinem letzten Blogeintrag vergangen. Es ist nicht so, daß ich gar nicht wüsste, worüber ich schreiben sollte, doch in den vergangenen Wochen hatte mein Computer ein Driver Problem und es war einfach frustrierend, wenn der Display Driver alle zehn Minuten zusammenbricht und mitunter Windows gleich mit.
So richtig konnten wir auch noch nicht herausfinden, warum das passiert, obwohl wir sämtliche Windows Support Antworten durchgespielt haben (und ich keine Lust hatte das System komplett neu einzurichten, obwohl das im Nachhinein wohl weniger zeitraubend gewesen wäre), aber mittlerweile scheint es zumindest nicht mehr ganz so häufig zu passieren.
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Also auf ein Neues: Ich habe noch ganz viele Reisen nicht im Blog erfasst: 2014 hoffe ich endlich alles über Dresden, Washington D.C. und Salem, MA aufschreiben zu können und bis dahin warten noch drei (vielleicht vier) Boston Artikel auf mich, von unserem Besuch im November. Ich begann das Jahr mit unserem Boston-Silvesterbesuch, da ist es also nur fair es auch mit Boston zu beenden. 
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Derweil hatten wir einmal mehr ein paar Schneestürme im Ort, die zum Teil bitterkalte Temperaturen mitbrachten, aber nur wenig Schnee ins Champlain Valley fegten. 
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Die Bergregionen, eine halbe Autostunde entfernt, haben zum Teil ganze Schneemeter abbekommen, doch hier waren es vielleicht 20 cm - das reicht uns aber auch erstmal fürs Weihnachtsgefühl. 
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Am Montag war ich mit der Kamera unterwegs um Frischschnee Bilder zu machen. Doch ich hatte so sehr das Gefühl, die gleichen Bilder in jedem Jahr zu schießen, daß ich völlig uninspiriert und von mir selbst gelangweilt war ... also lief ich nur bis zum Chubby Muffin Café und gönnte mir eine heiße Tomatensuppe.
Danach versuchte ich mich an Schneekristall Bildern.. ohne Makroobjektiv natürlich nicht sonderlich gelungen, aber immerhin. 

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Ebenfalls am Montag, entdeckte ich mich dann selbst in der (kostenlosen Werbeblatt-) Zeitung, beim Weihnachtsbäume entladen :)

9. Dezember 2013

Weihnachtsbäume

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Seit einiger Zeit arbeite ich pro Monat vier Stunden als Freiwillige im Bio/Hippie Supermarkt in unserer Straße. Dafür bekommen wir 12% Rabatt auf alle Einkäufe im nächsten Monat und sparen so zumindest ein wenig.
Bisher war ich damit beschäftigt Einkaufstüten und mitgebrachte Taschen der Einkäufer zu packen, so daß an den Kassen weniger Stau entsteht. Dann war ich in der Obst- und Gemüseabteilung tätig, was sehr viel Spaß, aber auch anstrengend war. Doch am vergangenen Mittwoch warteten Weihnachtsbäume auf mich... oder genauer gesagt, ich wartete auf die Bäume.
Der Supermarkt kauft jedes Jahr ca. 700 Bäume von umliegenden Baum-Farmen, zieht den Einkaufspreis davon ab und der Rest des Gewinns geht dann an eine Einrichtung, die sich um die zahlreichen Obdachlosen in der Stadt kümmert. Im letzten Jahr konnten auf diese Weise 10.000 $ überwiesen werden.

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Die ersten 330 Bäume sollten um 9 Uhr morgens eintreffen, doch da der Truck von der Polizei angehalten wurde, warteten wir noch bis 9:30 Uhr. Der LKW fuhr ganz klar mit Übergewicht, doch offenbar ist das auf kurzen Strecken erlaubt.
Auf den Fotos kann man es nicht so genau erkennen, doch ‚in echt‘ sah es riesig aus, man konnte genau sehen, wo die eigentliche Truck-Füllhöhe endet und dann wurden Latten in der Seite eingesteckt um noch höher auffüllen zu können - es waren letzlich 356 Bäume auf einem Lastwagen verpackt worden.

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Zuerst stieg der Fahrer mit zwei anderen Mutigen hinauf auf den Baumberg und wenig später wurden die ersten, z.T. stark vereisten Bäume heruntergereicht.
Ich dachte, daß Bäume für max. 10 Meter tragen nicht so schwer sein kann, aber von Baum zu Baum wurden meine Arme etwas schlapper, bis ich anfing zuerst das Eis auszuklopfen.

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Mit dabei war auch das Maskottchen von der Obdachlosenvereinigung, die drei lila Menschen im Logo hat. Einer dieser lila gesichtslosen Menschen musste mit Bäume tragen helfen und dabei fotografiert werden.
Wir hatten alle Mitleid mit der armen Dame, denn sie konnte durch die Maske nur wenig sehen und war im dünnen Elastikanzug auch nicht gerade den winterlichen Temperaturen gemäß bekleidet.

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Nachdem alle Bäume ausgeladen waren, hieß es diese auszupacken, denn jeder Baum war extra verschnürt worden. In der nächsten Stunde schnitt ich mich fröhlich - mit den anderen Helfern - durch ganze Baumreihen, denn der überwältigende Geruch der frischen Bäume wirkte wie eine Weihnachtsdroge; und dann war meine zweistündige Schicht auch schon vorbei.

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In der ersten Euphorie wollte ich mich schon für die nächste Baumlieferung am Freitag anmelden, doch einen Tag später konnte ich mich kaum bewegen, Arme und Beine erzählten mir ganz genau, daß ich es am Vortag übertrieben hatte. Also wartete ich das Wochenende ab und meldete mich für heute, für eine normale Baumverkaufsschicht an.
Heute werde ich dann also den Käufern beim Bäume Aussuchen helfen und hoffentlich jemanden an meiner Seite haben, der mir erklärt, wie man einen Stammanschnitt macht und den Baum sicher auf einem Autodach befestigt.

1. Dezember 2013

Der 12. Monat


Heute ist der 1. Dezember und es ist der erste Adventssonntag, was einmal sehr gut zusammenpasst und es ist schon interessant, wie sehr sich dieses Jahr - viel zu schnell für meinen Geschmack - dem Ende neigt.
Vor einer Woche stapften wir durch den ersten Wintersturm, dem drei Tage später ein zweiter folgte... seitdem haben wir eiskalte Temperaturen und zumindest ein bißchen weißen Schnee überall. Der erste Sturm kam völlig überraschend für uns, es war Schneeregen für den Tag angesagt, aber nur ein wenig und auf einmal waren wir mittendrin im Sturm.
Wir wollten Freunde besuchen und das Auto, das uns dorthin bringen sollte, hatte Allwetterreifen, die jedoch mitten im Schneesturm wenig sinnvoll waren und uns nur mit Mühe durch die Berge brachte... da hätte man Schneeketten gebrauchen können. Also stellten wir das Auto auf einem Parkplatz ab und liefen zur nächsten Bushaltestelle. Dabei wurden wir beinahe von einem anderen Auto gerammt, das plötzlich von der Straße abkam, einen Meter von uns entfernt auf dem Bürgersteig landete, eine kleine Anhöhe hinauf- und wieder hinunterfuhr und letzlich wieder auf der Straße ankam. Das war ein Schreck. 
Als endlich ein Bus kam, fühlten wir uns sehr viel sicherer, doch selbst der Bus hatte auf den ungeräumten Straßen große Probleme, denn die tiefliegenden Stadtbusse (es gibt spezielle Winterbusse) sind nicht für den Winter geeignet, da der Schnee die Reifen aushebeln kann. Also fuhren wir ganz langsam weiter, hin und wieder stieg der Busfahrer aus und kontrollierte die Reifen und letztlich erreichten wir unser Ziel.... der Herbst war entgültig vorbei.

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Der zweite Sturm brachte dann überfrierenden Regen und letztlich Schnee... diese Mal hatten wir jedoch vorsorglich nicht das Haus verlassen :) 
Am Donnerstag war dann der große Festtag: Thanksgiving. Wir waren dieses Mal bei einer vietnamesischen Freundin eingeladen und so gab es neben Truthahn und Kartoffeln auch einen chinesischen Hot Pot mit Pilzen und Gemüse ... es schmeckte alles wunderbar, doch diese Mischung bekam mir gar nicht, je älter ich werde, desto weniger scheine ich bunt durcheinander essen zu können. 
Am Black Friday - dem Haupteinkaufstag des Jahres, wo sich die Menschen ab Mitternacht in langen Schlangen vor BestBuy einreihen um als erste zur Ladenöffnung um 5 Uhr morgens die Angebote erstürmen zu können - blieben wir ebenfalls zu Hause... nur am späten Nachmittag wagten wir einen kurzen Spaziergang zum Einkaufscenter in der Stadt und verließen es auch ganz schnell wieder - zu viele Leute. Die Abendnachrichten berichteten natürlich von Toten in Supermarkt-Massenpaniken; Streits um billige Smartphones, die tödlich enden usw. ... auch das gehört zur gemütlichen amerikanischen Weihnachtszeit dazu wie Eierpunsch und Popcorn.

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Heute werde ich mir dann überlegen, ob und wie ich die Wohnung etwas weihnachtlicher gestalte, bisher hängen hier nur ein paar Lichterketten (und das seit Diwali) und ich werde die ersten Plätzchen backen, denn irgendwann muss man damit anfangen. Das werden aber noch keine traditionellen Versionen, sondern weiche Bananenkekse... Weihnachtsstimmung light.
Und wie in jedem Jahr bedauere ich, daß es hier keine Weihnachtsmärkte gibt, das Oktoberfest wird weltweit gefeiert, doch Weihnachtsmärkte haben es nur in die amerikanischen Großstädte geschafft.

27. November 2013

Mela



Vor kurzem waren wir zu einem anderthalb-tägigen Besuch in Boston unterwegs und wollten dabei auch im ‚Mela‘, dem wahrscheinlich besten indischen Restaurant Bostons essen. Diese Einschätzung kam nicht von uns, sondern wurde von verschiedenen indischen Konferenzteilnehmern von Kongressen, die im nahegelegenen Prudential Center über die Jahre stattfanden, gefällt. 
Ich war schon in vielen indischen Restaurants in Boston zu Besuch und bis auf zwei Ausnahmen, lagen die meisten über dem Standard... von daher war ich gespannt, was an diesem Restaurant nun so besonders anders sein sollte. 


Wir wählten das Wochenend-Brunch-Angebot und konnten so viele Speisen ausprobieren.
Ich fand das kleine Restaurant selbst schon sehr schön... die meisten indischen Restaurants sehen eher wie Kantinen aus, mit Metallstühlen und altem Teppich, doch hier wurde sich Mühe gegeben: Es gab weiße Götterbilder und aufgepolsterte Fenstersitze und das Essen präsentierte sich in großen Kupfertöpfen statt der üblichen Aluschale. 


Wie bei jedem Buffet üblich gab es Gewinner und Verlierer... so waren die Samosas schon sehr trocken. Super waren dagegen die gefüllten Dosas und das ‚Paneer mit Paprika‘-Curry habe ich zu meinem neuen Lieblingsgericht erklärt.
Mein Mann war dagegen ganz begeistert von Pani Puri und Pav Baji, denn die finden sich sonst auf (fast) keiner Speisekarte außerhalb Indiens.

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Nach viel zu viel Essen (und dem Eintreffen von weiteren Freunden (Mehrzahl... aber das obligatorische Gruppenfoto ist leider ganz verschwommen) konnte wir beide dem Nachtisch nur noch hinterherlächeln... doch ich bin mir ziemlich sicher, daß der Kheer - Milchreis ebenfalls großartig war.
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Fazit: Das war der beste Restaurant-Besuch des Jahres! :)

22. November 2013

November

Es ist fast einen Monat her, daß ich zum letzten Mal etwas im Blog geschrieben habe und viel ist seitdem passiert. Ich war sehr beschäftigt, mit den Vorbereitungen für die Diwali Feier der Universität und habe z.B. zwei Wochen lang jeden Tag gemalt und gebastelt (ein Blogpost wird folgen, sobald ich mich durch die 600 oder so Fotos durchgeboxt habe), wir waren für einen Kurzbesuch in Boston und am Atlantik; und Halloween kam und ging ebenfalls. Zwischendurch wurden dann mein Mann und ich krank, er hat Verdacht auf Magengeschwür, ich irgendwas hormonelles, doch Probleme mit der Krankenversicherung macht derzeit einen Arztbesuch unmöglich ... irgendwas ist ja immer. 
Dezember und Weihnachten steht schon fast vor der Tür, das Wetter war bereits bei leichtem Schneefall und -8°C angelangt, doch derzeit ist es bei Dauerregen wieder recht mild. Der Rest des Jahres verspricht beschaulich zu werden, ohne größere Ausflüge und das ist - glaube ich - auch genau das was ich mir für mein letztes Weihnachtsfest in Vermont wünsche :)

24. Oktober 2013

Durga Puja


Obwohl ich schon seit 2010 die Diwali Feiern hier in Vermont besucht habe, war ich nie auf einer der im September oder Oktober (je nach Mondphase) stattfindenen Durga Pujas. Das liegt zum einen daran, da die kleine Bengali-Gemeinde im Ort sehr exklusiv auftritt und zum Andern, da sie erst seit einem Jahr eigenen Pujas durchführen - davor fuhren sie selbst zu größeren Tempeln (zumeist in New York). 
In diesem Jahr wurden mein Mann und ich jedoch eingeladen, den letzten Teil der mehr als 12 stündigen Puja, sowie dem Festessen danach beizuwohnen. Dazu ging es einmal mehr ins Gemeindezentrum von Fort Ethan Allen, in dem soviele der indischen Feierlichkeiten stattfinden, doch diese Mal spielte die Religion eine Hauptrolle vor Musik, Tanz und Speisen. 
Es gab ein Durga Figur, sowie eine stilisierte Sänfte, denn die Göttin Durga erreicht die Erde jedes Jahr auf eine andere Weise und 2013 war Sänften-Jahr. An den Wänden hingen Wandzeitungen, die die fünf Festtage der Puja erklärten, das Licht war gedämpft und erinnerte im Licht der 108 Kerzen (eine für jeden Namen, den Durga hat) schon fast an Weihnachten. Nicht ganz so weihnachtlich waren dagegen die monotonen Lesungen der drei Priester und ihrem ständigen Glockenläuten.

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Die Gruppe hatte den Raum in der Nacht vom Freitag zu Samstag bis 3 Uhr morgens ausgeschmückt, ab 7 Uhr in der früh begann dann der Gottesdienst, sowie die Fastenzeit. Als wir gegen 19 Uhr eintrafen, hatten die Priester also schon 12 Stunden Gebete vorlesen hinter sich. Nach einer weiteren Stunde erreichten sie das Ende des Gottesdienstes, doch im danach folgenden Abendessen wurde offenbar, daß die Fastenzeit noch nicht beendet war... das Essen war nur für die eingeladenen Gäste, alle Teilnehmer mussten noch bis nach Mitternacht warten...
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Aber wer ist eigentlich diese Göttin Durga? - Eine kurze Nacherzählung der Geschichte:
Es begann alles mit dem Dämon Mahishashur: Er bekam seine Kräfte vom Gott Brahma verliehen, den er sehr verehrte und Brahma verlieh ihm im Überschwang des Augenblicks soviele Kräfte, daß Mahishashur sogar stärker als die Götter wurde.... nur eine Frau würde ihn töten können. 
Soviel Macht verstärkte die schlechten Eigenschaften des Untoten (wikipedia spricht von Unsterblichkeit, doch ein Dämon hat gar keine Lebensenergie im Gegensatz zu den Göttern, die voller Leben/Shakti sind) noch, so war er sehr überheblich, neidisch, gierig, egoistisch; wollte, daß die Götter ihn verehren usw. ... so daß die Götter sich zusammentaten und Durga erschufen. Sie bekam jeweils eine Kopie der Waffe eines jeden Gottes wie z.B. Dreizack, Diskus, Pfeil und Bogen ... und zog in den Krieg. 
Sie konnte die Armee von Mahishashur besiegen, doch war noch zu schwach und jung um gegen den Dämon selbst anzutreten. 
Also zog sie sich in eine Höhle zurück (die heutzutage Teil des Durga-Pilgerweges ist) und lud sich mit noch mehr Lebensenergie (Shakti) auf, das dauerte 9 Tage. Danach kämpfte sie gegen den Dämon, der ständig seine Gestalt (jede andere Gestalt stellt eine schlechte Eigenschaft des Menschen dar) wechselte, doch sie hatte all die Waffen der Götter zur Verfügung und besiegte ihn in jeder Gestalt, bis sie ihn am letzten Tag in seiner Originalform entgültig vernichtete.

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Das war ein Grund zur Freude für alle Beteiligten: Die Götter freuten sich, denn ihr Machtanspruch wurde nicht mehr in Frage gestellt; Durga freute sich, daß sie existierte und das als Siegerin; die Menschen freuten sich, daß das Gute über das Böse gesiegt hat und selbst der Dämon konnte lachen, denn wenn man von einem Gott getötet wird, befreit das die Seele und man erreicht die höchste Bewußtseinsstufe. 
Diese Geschichte wird so oder so ähnlich überall in Indien erzählt und gefeiert, doch im Bundeststaat Westbengal ist es das Hauptfest des Jahres. Die Kinder bekommen einen Monat lang schulfrei und an den fünf Haupttagen der Puja: Shashthi, Saptami, Ashtami, Navami und Dashami kommt das öffentliche Leben praktisch zum Erliegen.

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Hier in Vermont konnten wir natürlich nur einen kleinen Einblick in diese Feierlichkeiten gewinnen, doch es war auf jeden Fall faszinierend und schön :)

23. Oktober 2013

Gottesanbeterin


Wenn sie nicht über eine Straße gelaufen wäre, dann hätte ich sie wohl im Leben nicht gesehen. - Doch so wunderte ich mich über die seltsame Heuschrecke, bis ich die langen Vorderbeine sah und es mir dämmerte, daß das eine Gottesanbeterin sein muss.
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Ich glaube, daß ich Exemplare aus den Tropen bereits im Zoo und Ausstellungen in botanischen Gärten gesehen habe, doch das war meine erste echte, frei in der Natur lebende Gottesanbeterin (oder Fangschrecke). 
So folgte ich der grünen Gestalt in die nächste Wiese und dort versuchte ich mich an grün-in-grün Bildern.
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An den Ergebnissen läßt sich vermutlich auch erkennen, warum man die perfekt getarnten Gottesanbeterinnen normalerweise nicht sehen kann.

20. Oktober 2013

Herbstfahrt


Die Bilder entstanden, während wir zum Berg Camel’s Hump fuhren. 
Ich sah zum ersten Mal die historische runde Kirche von Richmond (und fand sie eher vieleckig als richtig rund). Wir verfuhren uns kurz und landeten auf einer Kälberaufzucht, von der ich am Liebsten jedes der Kälbchen aus ihren schlammigen Hundehütten befreit und auch eine Wiese gestellt hätte.

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Und wir fuhren an so vielen Kürbisverkaufsstellen vorbei - dabei dachte ich mir, daß wir auf dem Rückweg vom Berg anhalten und ein paar Kürbisse kaufen könnten... doch als wir zurückfuhren, hatte alles schon geschlossen.

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Wenn man die Bilder vom Wochenende zuvor (Herbst) mit diesen vergleicht, kann man die Unterschiede sehen, denn soviele Bäume haben selbst im Tal schon keine Blätter mehr... der bunte, schöne Herbst ist leider immer viel zu schnell vorbei.

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