10. September 2013

Yard Sale

In den Pausen nähte ich an meinem Flechtteppich weiter und wurde dabei einmal sogar gefilmt ^^
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Am Samstag hatte ich einmal mehr einen kleinen Verkauf vor dem Haus, doch anstatt wieder Handarbeiten (Link) wie im letzten Jahr zu verkaufen, war es dieses Mal nur das übliche Flohmarktangebot, denn unser Haus ist dank meiner Sammelleidenschaft einfach zu voll. 
Ich finde es immer noch toll, daß das hier so einfach geht und als völlig normal gilt, daß man sich mit seinen Sachen vors Haus setzt und sie verkauft. 
Es ist auch eine gute Möglichkeit mit seinen Nachbarn ins Gespräch zu kommen, denn viele bleiben und unterhalten sich eine Weile und man freut sich fast wenn Erwartungen enttäuscht werden... ein sehr alternativ aussehendes Mädchen kaufte eine Wimpelkette mit Ganesha darauf... nicht überraschend, doch ein alter Herr, der meine weiße Katzenmaske kauft und mir erklärt, diese in Zukunft bei Konzerten mit seiner Band selbst tragen zu wollen? - Super. 
Am Meisten erstaunte meinen Mann jedoch eine blonde Dame mit Pferdeschwanz, Hot Pants und pinken Plastikschuhen, die Henri Poincaré’s Buch „Wissenschaft und Hypothese“ kaufte - man sollte eben Menschen nie nach ihrem Aussehen beurteilen :) 
Unser Verkauf wurde in zwei Onlineportalen beworben: ‚Craigslist‘ und der Nachbarschafts-Plattform: ‚Front Porch Forum‘ und ich freute mich sehr, daß die Leute mir auch sagten, daß sie es Online gelesen hatten und deshalb kamen.
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Linus nutze die allgemeine Aufregung und verschwand im übernächsten Haus, wo Anand ihn nach einer Weile fand. 
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Perfekt um unschlüssige Käufer anzulocken: die 'Zu Verschenken' Abteilung ;-)

Am Ende hatten wir mit 53 $ zwar nicht soviel verkauft, aber wir hatten unsere Sachen auch nur 5 Stunden draußen stehen und nicht den ganzen Tag; und da es sich zumeist um Sachen handelte, die wir eh irgendwann in Kleiderkammer oder Kirchladen gegeben hätten, waren wir mehr als zufrieden :) 

Diese Art von aus dem Haus-Verkauf heißt je nach stattfindenden Ort: Yard Sale (auf dem Grundstück), Garage Sale oder Barn (Scheunen/Schuppen) Sale; wenn man alles im Haus verkauft (meist wenn Leute verstorben sind) dann wird es zum Estate Sale; und wenn jedes Stück einen Preisaufkleber hat dann spricht man von einer Tag Sale.


Mehr dazu:
Garage Sale in Ottawa 2010 - eigentlich eine Yard Sale, doch in Ottawa hieß alles Garage Sale: (Link).

5. September 2013

Seifenblasenmann


Das Können dieses Herrn kann man jeden Samstag auf dem Bauernmarkt im Stadtpark bewundern. 
 

4. September 2013

Kunsthüpfen


In jedem September findet in Burlington ein großes Kunstfest in der südlichen Innenstadt statt: die Art Hop.
Der südliche Teil der Innenstadt (oder South End) war einst die Heimat vieler Fabriken, von Besenproduktion bis Industrie-Schlosser ... all das stand irgendwann leer und so entstand die Idee des South End Kunstdistrikts. 
Mittlerweile kann man an diesen offenen ‚Tagen der Kunst‘ hunderte von Werkstätten, Galerien und Studios besuchen.

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Wir waren am vergangenen Wochenende (und damit eine Woche vor der eigentlichen Art Hop) schon einmal unterwegs um uns die bereits aufgestellten Skulpturen anzusehen. Dabei kürten wir beide unsere Favouriten - obwohl der kleine blaue Elefant wohl ein gemeinsamer Liebling ist :)

2. September 2013

Sonntagsblumen - Unser Vorgarten


Wir haben ein kleines Gartenbeet vor der Haustür, das wir seit zwei Jahren bepflanzen. 
Der Hausverwalter hatte zwar einzig fünf Koniferen für das Beet vorgesehen, doch ich schneide sie immer so in Form, daß noch genügend Platz für ein paar Blumen und Kräuter bleibt. Es ist einfach schön, wenn es nicht nur grünt, sondern auch blüht.
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In diesem Jahr haben wir große Erfolge mit unseren Kräutern gefeiert: Kresse, Schnittlauch, Basilikum und Schokoladenminze, während die Radieschen und Wachsbohnen eher vor sich hinkümmerten.
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Genau zwei Erdbeeren kamen von unserer einzigen Erdbeerpflanze, so daß wir dort nun dazu gepflanzt haben... vielleicht kann man im nächsten Sommer auf vier Erdbeeren hoffen ^^
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Unsere Tomatenpflanzen sind dagegen eine einzige Freude: Sie kamen sehr billig und ohne Sortenhinweis von einem Kirch-Spendenverkauf und sahen zuerst so aus, als wenn sie gar nicht wachsen würden, doch letztlich schafften sie es und jetzt in der Erntezeit freuen wir uns jeden Tag über ein bis zwei große rote Tomaten :)
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22. August 2013

Keine Wale in Hampton


Als wir in Kanada lebten, hätten wir zweimal die Möglichkeit gehabt uns Wale anzusehen, in Quebec City und in Vancouver... beide Male kam es nicht dazu.
Bei späteren Besuchen in Massachusetts, in Boston und Salem, kam auch immer etwas anderes dazwischen, so daß ich in diesem Jahr von vornherein die Waltour als Schwerpunkt unserer Reise (mit zwei neuen Freunden) nach Hampton Beach, NH bestimmte, wir meldeten uns sogar schon vor Reiseantritt bei dem Veranstalter an.


Hampton Beach ist der nahegelegenste Atlantikstrand von Burlington aus, drei Stunden Autobahnfahrt und man erreicht breite, meilenweite Sandstrände, mit eiskaltem, klaren Atlantikwasser.


Der Ort selbst ist weniger schön, man sieht, daß in den letzten Jahren sehr viel Geld investiert wurde um Promenade, Konzertmuschel, Waschräume usw. aufzuwerten, doch davor scheint 30 Jahre lang nicht allzuviel passiert zu sein und so besteht die Einkaufsstraße aus den üblichen Karnevalsbuden, die einem bereits in anderen Seeorten der USA begegnet sind, die Luft stinkt nach altem Öl der vielen ‚Mutzen‘ (Fried Dough) Buden und es klingelt und summt aus den Spielhallen mit ihren hunderten Videospielen und Arcade-Spielen.
Wenn man den Anblick der gediegenden deutschen Seebäder gewöhnt ist mit ihren Villen und teuren Geschäften, dann ist das schon ein Kulturschock an den man sich nur schlecht gewöhnen kann.


Hampton begann zwar auch einst als teures Seebad der reichen Bewohner aus Boston und New York, doch bereits in den 1920er Jahren übernahm das Proletariat und die Seebäder wurden zum billigen Wochenendausflug für Mittelstand und Arbeiter.
Das ändert sich jedoch wieder... die meisten Vergnügungsparks sind bereits verschwunden und machten Platz für luxuriöse Ferienwohn-Anlagen, die Holzachterbahnen sind Geschichte und heutzutage kommen die meisten Besucher aus Kanada.


Nachdem wir Pier 1, Ocean Avenue mit den Wal-Suchbooten erreichten hatten, ging es hinaus auf die hohe See - eine Stunde dauerte unsere Fahrt bis zur Jeffreys Ledge, einem porösen Unterwassergebirge, das perfekte Bedingungen für die Entstehung von marinem Leben (vorallem Krill) bildet und von einer Vielzahl an großen Meerestieren, von Wal, Robbe, Walhai bis Thunfisch besucht wird.


Leider kamen wir zu einer Zeit, in der das Wasser relativ warm war, so daß die größeren Wale weiter nördlich, der Nahrung hinterherschwammen und wir nur die ca. 8 Meter langen Zwergwalen besuchen konnten.
Das Problem mit den Zwergwalen ist, daß sie nicht mit der Schwanzflosse aus dem Wasser ragen, sondern nur für ein paar Sekunden mit der Rückenflosse sichtbar sind, oder auch nicht, wenn das Wasser bewegt ist und danach sind sie für 20 Minuten wieder verschwunden.
So konnten wir mitunter erahnen, wo gerade noch ein Wal war, wir wussten aufgrund des Sonars, daß sich Wale unter uns befanden, nur sehen konnten wir sie nicht. Stattdessen wurde selbst meine Seefestigkeit hinterfragt, mit normalen Vorwärtsfahren hatte ich kein Problem, doch sobald das Schiff hielt und wir wild in den Wellen schaukelten, fand mein Magen das nicht so lustig. Zum Glück gab es jedoch Salzstangen in der Kantine, die halfen :)

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Als einziges Tier des langen und langweiligen Ausflugs konnten wir so nur eine träge Hafenrobbe bewundern (ohne Foto!), die von den nahegelegenen Shoals Inseln (ehemaligen Walfang-Standorten) herüberschwamm.

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Nach fünf Stunden waren wir wieder im Hafen und erhielten einen Rain Check ... d.h. wir können die Tour wiederholen um beim nächsten Mal hoffentlich mehr Wal-Sicht-Glück zu haben.

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Trotz der langen Tour hatten wir jedoch noch nicht genug vom Atlantik und so ging es zum Sonnenuntergang an den Strand, bevor wir zu unserem Hotel in Haverhill,MA fuhren. 
Dort freute ich mich zwar über die neu-eingerichteten Zimmer und Lobby, doch ich wunderte mich auch ein wenig, warum man ein Hotel nach der neuesten Mode renovieren muss, wo es schon zwei Jahre später altmodisch aussehen wird und wohl erst nach zehn Jahren wieder renoviert wird.

17. August 2013

Morgenlicht

Prunkwinden
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Während meine Woche sehr blogfrei verlief, änderte sich das Wetter in Burlington spürbar .... vorbei sind die Gewittertage des Juni und die tropischen Nächte im Juli, stattdessen nähern sich die Nachttemperaturen langsam dem einstelligen Bereich an und verdächtig viele Blätter sind bereits gelb und rot verfärbt. 
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Unsere mittlerweile 97-jährige Nachbarin Doris, die wir in den vergangenen Jahren (ein wenig) mit-betreuten, hatte derweil einen Herzanfall und musste ausziehen, da sie nun wirklich nicht mehr alleine leben kann. Von den letzten Nachrichten, die wir von ihrer Familie erhielten, scheint es ihr aber wieder gut zu gehen und ich bin mir sicher, daß sie nun viele Extra-Aufgaben für ihre Betreuer erfinden wird. 
Heute morgen war es noch grau und etwas neblig, als die Katzen mich aus dem Bett warfen... ich war jedoch sehr froh, daß ich es geschafft hatte rechtzeitig aufzustehen, denn genau während unserer Zeit im Hinterhof schaffte es die Sonne durch den Nebel zu brechen und nach vielleicht zehn Minuten war der Nebel dann Geschichte. 

 Ein nicht-öffentlicher, umzäunter Friedhof = ein Paradies für Katzen. 
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Ich machte einen kurzen Spaziergang zum alten Elmwood Friedhof in der Parallelstraße und erfreute mich an dem Tautropfen - Schauspiel, die im ersten Licht um die Wette glitzerten. 

Die Spinnen waren natürlich auch fleißig, um an ihrer diesjährigen Version des Altweibersommers zu arbeiten.

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