30. August 2009

30


Unser dritter gemeinsam verbrachter Geburtstag kam und ging und nun sind wir alt. 30 Jahre klingt schon richtig viel, erwachsen, die Teenager und sogar die Twenjahre sind entgültig vorbei, als Profisportler oder Schauspielerin würde ich kurz vor der Verrentung stehen, als Model wäre ich schon in Rente..
Wir haben unseren Ehrentag weder mit einer großen noch einer kleinen Party gefeiert, sondern wir waren abends (indisch) essen, ich durfte nach einem recht zähen Kampf mit Anand (der den Tag komplett ignorieren wollte) doch noch Kuchen backen und habe mir nicht nur selbst Blumen geschenkt, sondern abends sogar Nelken von Anand bekommen.



Natürlich mit der Bemerkung, dass er ja nicht wusste, dass ich so viel Wert auf Oberflächlichkeiten legen würde. (Und ja, ich stehe dazu... an meinen Geburtstagen neige ich dazu mich über Geschenke, Blumen und Glückwünsche zu freuen.) Es hat also nicht nur Vorteile, wenn man sich den Geburtstag mit dem Partner teilt. Aber ich habe mich sehr über die Anrufe, Briefe und e-mails gefreut, auch wenn ich sie teilweise noch nicht beantwortet habe. Anand akzeptierte widerstrebend, dass er doch ein Geschenk von mir bekam und auch ich ging nicht leer aus, denn wir haben Geschenke von Olga bekommen und zwar viel zu viel... . Ich erinnere mich noch an ihr Geschenk vom letzten Jahr (das war auch zu viel) und daran, dass ihre Weltmusik-mp3-CD noch immer im Dauereinsatz ist.. beim nächsten Besuch in Deutschland müssen wir es also ganz dringend auch nach Katzenbach schaffen. :-)



Ansonsten waren wir vergangenes Wochenende wie bereits angekündigt in Toronto. Ich habe in dieser Woche bereits mit dem Fotosortieren begonnen, bin aber noch nicht so ganz fertig.
Die Reise war anstrengend und sehr schön, denn Toronto ist eine sehr vielfältige Stadt: häßlich, schön, gemütlich, kalt, neu und alt, geprägt durch ihre unzähligen Einwanderer ... man kann dort praktisch alles finden. (Während Vancouver z.B. eher modern, kalt und schön ist.. überall schön und sehr durch die asiatischen Einwohner geprägt..)
Es war nur trotz Schmerzmitteln etwas schwierig mit meinem gebrochenen Zeh und angestauchten Fuß den ganzen Tag auf den Beinen zu sein... es ist eigentlich immer noch schwierig.. aber so langsam sehe ich Fortschritte.


Ausser an den Toronto-Berichten arbeite ich auch an einem Artikel zum Thema der amerikanischen Ureinwohner. Ich hatte deren Belange zwar schon hin und wieder erwähnt, aber der große Bericht fehlte noch dazu. Passend zur Wahl des neuen Präsidenten der Häuptlingsvereinigung, der wichtigsten Verbindungsstelle zwischen kanadischer Regierung und den Stämmen, dachte ich, dass es an der Zeit ist, das Thema einmal etwas tiefgründiger aufzuarbeiten. Ich hatte immer gehofft mit einem der zahlreichen Indianer-Obdachlosen der Stadt ins Gespräch zu kommen. Aber bisher habe ich niemanden gefunden, der sich noch vernünftig durch seinen Drogen- und Alkoholnebel hindurch mit mir unterhalten konnte... meistens beschränken sich ihre Aussagen auf ein freundlich-entspanntes 'Fuck you' ... .
Unsere Katzen genossen, während wir in Toronto waren, eine echte VIP-Behandlung. Während Anands Kollege sich bei unserem Vancouver-Trip auf Futter geben und Toilette säubern beschränkte (routinierter Catsitter), hatten sie dieses Mal mit der Betreuung durch unsere Nachbarin den Volltreffer gezogen. Sie ließ die Beiden nicht nur in ihrer Wohnung herumstromern, sondern sie kam auch in die Wohnung um abends Licht anzuschalten, am Tag den Fernseher und zwischendurch wurden die Fenster geöffnet. Kein Wunder, dass Linus uns nach vier Tagen zwar etwas verwundert anschaute, als wir wieder da waren, aber wir wurden offensichtlich nicht vermisst. Zu schade, dass Assa am Ende des Monats nach Frankreich auswandert... wir werden unsere Nachbarin vermissen.

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