20. August 2009

Experimental Farm

Am Samstag hatten wir einen Ausflug zu zwei Festivals geplant: Das eine war ein Kunstmarkt auf der Experimental Farm und das zweite ein Fest der griechischen Gemeinschaft in Ottawa. Beides lag recht nahe beieinander und bei dem warmen Sommerwetter bot es sich an, mit dem Fahrrad zu fahren.
Nach einer schönen Fahrt entlang des Rideau Kanals erreichten wir die Experimental Farm. Ich wußte natürlich, dass es sie gibt, aber dachte immer, dass dort höchstens Versuchsfelder und Bürogebäude stehen und war dementsprechend überrascht, neben den Feldern und Laborgebäuden auch eine echte bäuerliche Idylle vorzufinden.
Alte niedliche Scheunen, Gewächshäuser, Stallungen, faule braune Rinder und Zäune, die aussehen wie Bunststifte.. all das umgeben von den Hochhäusern der Innenstadt.. es war kontrastreich.
Mittendrin ein altes Observatorium, an dessen Schautafel Anand sich durchlesen konnte, welcher geniale Mathematiker auf die Idee kam, ein Observatorium mitten in die Versuchsfelder zu setzen. Danach fand er heraus, dass etwas mit der Sonnenuhr nicht stimmen konnte, wahrscheinlich war wohl jemand gegen die Eisenstange in der Mitte gefahren.
Ausser den Feldern und weiten Wiesen, gab es auch jede Menge Gärten zu bestaunen, die ausser von ein paar Brautpaaren auf Fotosuche bevölkert, völlig leer waren.
So besuchten wir den Obstbaumgarten, den ornamentalen Gemüsegarten, die Staudenrabatten, den kleinen Park mit alten unterschiedlichen Baumsorten und die Wildkräuterwiesen.. es war heiß, es war sonnig, es war toll. Diese Farbenpracht der Blüten, es tat manchmal fast in den Augen weh, so leuchtend orange, rot, gelb und pink war es.
Als wir dann nach einiger Zeit die Kunstschau besuchten, waren wir eher etwas enttäuscht. Auch dort gab es keine Besucher, aber die ausgestellten Werke waren auch viel zu teuer. Selbst die einfachsten Aquarelle, die dem Künstler vielleicht zehn Minuten Lebenszeit gekostet hatten, waren nicht unter 175 $ zu haben. Das war kein Vergleich zu der lebendigen Kunstschau, die wir vor einiger Zeit im Central Park besucht hatten.. hier kündeten Schilder davon, dass man Bilder von 'richtigen' Künstlern erwerben würde und die Motive waren eher klassisch, langweilig und hundertmal gesehen. Schade.

Danach ging es für uns weiter entlang des Rideau-Kanals, über die Schleusen (als Abkürzung) und dann zum griechischen Fest. Das Fest bestand aus einer Bühne mit Musik und einem Zelt mit Essen. Also gab es Abendbrot für uns, natürlich mit Tzatziki, frischer Pita und Souvlaki, Bier (kein Wein oder Ouzo - wir mussten schließlich noch zurückfahren) und danach Dessert. Ich kannte keines der Desserts beim Namen und so nahm ich einfach das mit dem schönsten Namen, es hieß Galaktoboureko... und war eine Art Puddingkuchen mit Blätterteig.. Prädikat: sehr lecker. :-)
Im warmen Licht der Abendsonne, radelten wir nun entlang des Rideau-Flusses zurück nach Hause und machten nur zwei kurze Zwischenstops an meinen Lieblings-Stromschnellen.
Und zu all dem gibt es hier wie immer ein kleines Foto-Album:
Experimental Farm Tour


(Ein Video kommt später noch als Update dazu.)

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