2. März 2012

Im Märzen ein Schneesturm


Gestern ereilte uns einer dieser Schneestürme für die der Spätwinter so berüchtigt ist... Temperaturen um den Gefrierpunkt und dicke Wolken, die an einem Tag einen Meter schweren, nassen Schnee auf die Landschaft werfen können. Da es wirklich sehr warm war, taute es sofort wieder weg - so daß letzlich 20 cm liegen blieben.
Es war schön. Wir hatten eine schneearme Saison und so machte es Spaß mit dem Schnee zu spielen, denn der klebte wie von selbst zusammen, perfekt für Schneemänner bzw. Schneekatzen. Meine Beiden hatten ebenfalls ihren Spaß mit dem frischen Schnee, auch wenn es schnell sehr nass an den Pfoten wurde.

 Am Nachbarshaus wird auch Schnee gerollt... 

Nicht so viel Freude hatte Streunerkater Rex an all dem weißen Nass... zum Frühstück stand er miauend auf dem Zaun und traute sich nicht direkt hinein in den Schnee. Was nun? Daß er nicht getragen werden will, wusste ich schon, also lief ich zu ihm hinüber und stapfte mit Minischrittchen einen Trampelpfad für ihn, der ihn halbwegs trockenen Fußes zum Frühstück brachte. Brandon - der Mieter des kleines weißen Hauses, hatte sogar noch etwas lauwarme Fleischbrühe für ihn bereit gestellt. Happy cat :) 
 Leider war Mishti auch auf die Brühe scharf. Mishti ist ein Kater, der lange Zeit von uns Nancy gerufen wurde, bis wir feststellten, daß er eben ein er ist. Er ist ein sehr kleiner Kater, offenbarer Russian Blue Mix (das sind die Sheba Katzen) und da er sehr frech ist, hat er alle anderen Kater unter seiner Kontrolle (Linus hat er auch einmal eine blutige Nase verpasst) daher wurde er erst in Mischief umgetauft... was sich langsam zu Mishti umwandelte und offenbar „süß“ auf Bengali bedeutet... und süß ist er wirklich, der freche Mini-Kater. Um Mishti von der Brühe wegzubringen, nahm ich ihn auf den Arm, als alles andere nicht half (mit dem Besen und Schneeschieber wegschubsen) und bekam von ihm eine blutige Schramme an der Hand verpasst... hoffentlich ist sein Besitzer mit der Tollwutimpfung auf dem neuesten Stand. Als ich ihn deswegen in den Schnee herunterplumpsen ließ, folgte er mir aber doch zur Haustür, wo er eine kleine Ration Trockenfutter bekam und dann abzog... All das Drama gab Rex immerhin genug Zeit um sein Frühstück zu beenden :)

 Original und Fälschung
Ansonsten blieb ich zu Hause arbeite an Projekten, die sicher bald im Teodeco Blog erscheinen werden, denn es war keine Freude in dem Scheematsch herumzulaufen, dazu kam, daß der beständig fallende Schnee wirklich nass machte. 
Zweimal musste ich noch hinunter um Doris Treppen freizuräumen, denn die Dame, die ihr das Mittagessen bringt (mein Mädchen Peggy, wie Doris immer sagt) und Gesellschaft leistet, ist selbst schon über 70 Jahre alt und sollte auf der steilen Außentreppe nicht ausrutschen. Dazu braucht Doris mich nicht einmal anzurufen (wir haben ihr seit langem verheimlicht, daß wir ein Telefon besitzen) seitdem sie sich damals ausversehen mit der Gehilfe im Schlafzimmer verbarrikadiert hatte, weiß sie es reicht im Schlafzimmer zu stehen und laut: ‚Dorothea - Juhu’, zu rufen. Da sie sich jedes Mal so ausgesprochen freut, wenn ich komme, nehme ich an, daß sie noch viel öfter ruft als ich zu Hause bin.

Und heute nun scheint die Sonne wieder, der Himmel klart auf, der Schnee poltert in Lawinenabgängen von den Dächern und alsbald wird wohl auch der letzte weiße Schneerest wieder verschwunden sein... es ist einfach kein Winter mehr :)

Kommentare:

  1. Die Schneekatzen sind einfach genial! :D

    Bei uns in Österreich soll es Montag auch wieder schneien, mal sehen wie es kommt. ;-)

    Liebe Grüße
    Christina

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    1. Oh je, dabei ist es endlich Zeit für den Frühling.... da wollen wir den Schnee schon gar nicht mehr sehen :)

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  2. Original und Faelschung kann man von weitem kaum auseinander halten;) Und Mieze scheinen sie auch zu gefallen.

    LG
    Kerstin

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    1. Ja, der Kater setzte sich jedes Mal direkt neben die Schneekugeln, bis sie wegschmolzen... irgendwas fand er daran wohl wirklich toll.

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  3. Wahrscheinlich hat ihm gefallen, dass die kuenstlichen Miezen im Laufe der Zeit immer kleiner werden, waehrend er zu katerischer Groesse mutiert;)

    LG
    Kerstin

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  4. haha... ja vielleicht... irgendwie war er davon überzeugt, daß sie wichtig waren, deswegen hat er auch die Schurrbart-Stöckchen nicht herausgezogen, obwohl er es wollte :)

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