9. Oktober 2010

Beschwerden

Diese Woche hatte ich mit verschiedenen Schwierigkeiten zu kämpfen. Zum Einen bin ich dabei meine Sachen für den Deutschlandbesuch zu packen und umzupacken, denn die Idee ist so wenig wie möglich mitzunehmen, so daß ich in der Lage bin mein Gepäck selbst zu bewegen und auch einiges aus Deutschland mitnehmen kann, Bücher zum Beispiel. Dazu wollte ich noch ein paar Kleinigkeiten für die Leute mitbringen, die ich in der Zeit besuchen komme und so war ich unterwegs und am Überlegen, was für wen. Natürlich regnete es auch in dieser Woche ununterbrochen, mein Regenschirm zerbrach und sämtliche Wege wurden komplizierter, aber immerhin habe ich jetzt Gummistiefel.
Als ich die Wäsche waschen wollte, funktionierte der Schleudergang der Waschmaschine nicht mehr und alles war klatschnass... im Dauerregen herrschte aber so eine hohe Luftfeuchtigkeit, daß die Wäsche auch nach drei Tagen noch klatschnass war und vor sich hin müffelte. 
Mittlerweile ist die Maschine sozusagen repariert. Jetzt verliert sie zwar ständig Wasser, aber die Handwerker meinten, das wäre nun eben so. Dafür funktioniert der Schleudergang extra gut, denn die letzte Minute des Waschprogramms dauert exakt 10 Minuten.
Dann kauften wir eine einfache Sony W330 (14 MP) für mich um die T9 zu ersetzen. Leider konnten wir diese im Laden nicht ausprobieren und so stellten wir erst zu Hause fest, daß die Bildqualität beim besten Willen zu schlecht war. Ich wäre mit vielen Dingen klar gekommen, aber die Kamera konnte die Katzen nicht fokussieren und stellte Linus und Shweta jeweils nur als weißen Blubb auf dem Bild dar... und das ging ja nun wirklich nicht! Also mußte ich die Kamera zurückbringen, auf dem Weg dorthin waren die Fenster im Bus geöffnet und durch Zugluft bekam ich eine diffuse Mittelohrentzündung. Diffus, weil es einfach nur weh tut (vor allem beim Essen) und ein bißchen nach Mumps aussieht, ich aber kein Fieber habe. Wir bestellten dann eine Panasonic Lumix dmc FX75 bei Amazon... dort wurde uns erst gesagt, daß diese am 14. 10. ankommen würde, also einen Tag nach meinem Abflug, aber oh’ Wunder, sie erreichte mich schon am Freitag. Das einzige Erfolgserlebnis der Woche. Bisher bin ich mit allem was ich ausprobiert habe von Zoom, Video usw. sehr zufrieden, auch wenn ich dem Touch Screen Bildschirm noch nicht so recht über den Weg traue.
Mein letztes Negativerlebnis der Woche ist vom Anlaß her das Trivialste. Anand hatte mir hin und wieder gesagt, daß ich meinen Blog nicht mit zu vielen Fotos von mir zupflastern solle, schließlich ist das hier kein Ego - Trip sondern ein Blog (obwohl ein Blog selbst ja schon ein Ego Trip ist, schließlich könnte man sonst einfach ein Tagebuch schreiben, aber egal.) Also habe ich mir ein neues Spielzeug gesucht, es heißt Lookbook.nu kommt mit vielen tollen Badges, die man wiederum in seinen Blog einfügen kann, um quasi die Leser beider Portale zu verbinden. Dort kann man Outfit Fotos von sich loswerden und bewerten lassen, d.h. ich konnte Fotos posten, bis ich zu diesem Foto kam: 


Das wurde nämlich gelöscht, da es eine Regel gibt, daß jede Fotokollage nur aus drei Bildern bestehen darf. Wenn man oberflächlich auf das Bild schaut... okay, 4 Bilder, weg damit. Aber wenn man einmal genau hinschaut, dann sieht man, daß in einem Bild ein Spiegel abgebildet ist. Nun ja, ich schrieb eine e- mail, erklärte den Sachverhalt, bekam natürlich keine Antwort, bemitleidete also die Sehkraft desjenigen der mein Foto gelöscht hatte, entfernte den Truck aus dem Bild und postete das Bild erneut. Diesmal wurde es gelöscht, da es „unangemessen“ sei, niemand machte sich aber die Mühe zu erklären warum. Auf meine entsprechende e-mail, die ich an alle mir bekannten Lookbook- Adressen schickte, bekam ich ebenfalls keine Antwort.
Warum mich diese Geschichte überhaupt ärgert? Nun, das Gefühl ungerecht behandelt worden zu sein, ist offenbar manchmal größer als der Auslöser... Als Benutzer der Seite muß man sich durch die AGBs lesen, den aufgestellten Regeln zustimmen und erwartet dann, daß wenn man den Regeln folgt, sich daraus auch eine Verpflichtung für den Anbieter ergibt. Dem ist aber nicht so. Ob es nun Google, hier mein Blog auf Blogger, Facebook, Youtube oder was auch immer ist, es gibt keine Gerechtigkeit im Internet und die Regeln verpflichten immer nur einseitig den Benutzer aber nie den Anbieter... so kann man nicht sicher davor sein, daß alles was man an elektronischen Datenmüll im Netz produziert, willkürlich von welchem Anbieter auch immer gelöscht wird. 
Und sich somit auf diese recht grobe Art, der eigenen, ohnmächtigen Endlichkeit als Internetpersönlichkeit bewußt zu werden, stört mich gerade sehr...

Kommentare:

  1. Ein Blog ist ein Blog und man darf posten, was und so viel man will!

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