3. Oktober 2010

Oktoberfest Parade in Stowe


An einem schönen, sonnigen Septembertag machten wir uns auf in das Örtchen Stowe um uns dort die alljährliche Oktoberfest Parade anzusehen. Mit uns kamen Anands Chef Valeri, Anands auch mit Chefin Madaleine, die uns freundlicherweise den ganzen Tag in der Gegend umherfuhr und Ishviene, die uns schon zum Shelburne Museum begleitet hatte.



Stowe liegt geschützt im Tal zwischen darüber aufragenden Berggipfeln, darunter mit Mt. Mansfield, der höchste (1400 m) in Vermont. Es ist ein ganzjähriges Touristenziel, aber die Hauptsaison findet angesichts der zweithöchsten Schneefallrate an der Ostküste, natürlich im Winter statt. Die Parade war so eher eine Angelegenheit der einheimischen Bevölkerung, jeder kannte jeden und wußte, daß der eigentliche Sinn der Parade nur war, daß man am Ende im Festzelt landen würde, um zum eigentlichen Oktoberfest - Trinken zu gelangen. Eine besondere Ausgestaltung der Wagen usw. war nicht gefordert und so sahen wir eine bunte Mischung an Oldtimern, Traktoren mit im Heuwagen spielenden Bands, Miss Vermont, Dudelsackspielern, Lamas, der Altherrentruppe vom Shriners Hospital in Go-Karts, Zementmischern, dem niedlichsten Lastwagen der Bundeswehr und einem der Anwärter zum Amt des Governors von Vermont. Alles in allem eine relativ einfallslose Angelegenheit, aber es war wunderschönes Wetter, die Blätter der Ahorn-Bäume strahlten mit der Sonne um die Wette, alle hatten gute Laune, so daß die Parade zumindest kein bißchen störte... ;) 




Nach der Parade folgten wir jedoch nicht allen anderen in das Festzelt, sondern sahen uns ein wenig im Rest des Ortes um, besuchten einen Kunsthof mit Metallskulpturen und eine Töpferei.


Danach beschlossen wir zum Mittagessen zur Trapp Lodge zu fahren... d.h. wir versuchten das zu beschließen, aber da Valeri allergisch gegen die Trapp Lodge zu sein schien, gingen die Vorschläge von Britischem Brunch (das Restaurant hatte aber kein Brunch) zu Crepes (abgelehnt, weil das Lokal so langweilig aussah) um uns letztlich auf eine Besichtigung der Trapp Lodge, sowie Mittagessen im weniger steifen, einfachen Café derselben zu einigen.
Die Trapp Family Lodge ist die größte Touristenattraktion von Stowe und wurde von Mitgliedern der österreichischen von Trapp Familie, die mit dem Film „The Sound of Music“ weltberühmt wurden erbaut und ist nachwievor ein landwirtschaftlicher Familienbetrieb mit Hotel. Bevor ich nach Kanada kam, hatte ich zwar schon einmal von „The Sound of Music“ gehört, es aber nie selbst gesehen und so ähnlich scheint es vielen Europäern zu gehen, die nahe den Originalschauplätzen der Handlung leben. Selbst in Kanada kannte dagegen jeder den Film der österreichischen Großfamilie, die vor den Nazis in die USA fliehen, einen Exilchor gründen und letztendlich in Vermont landen und sogar Anand hatte den Film als Kleinkind im Fernsehen gesehen.
Nun denn, wir sahen uns das im typischen Alpenstil erbaute Gebäude an, verschmähten als nicht so richtige Fans, den Blick auf den Familienfriedhof, bewunderten dafür aber die plüschigen Highland Cattle – Rinder und machten uns alsbald auf ins Café. Dort erwarteten uns frische, gigantische Sandwiches mit echtem Sauerteigbrot, von denen man beim besten Willen nur die Hälfte schaffen konnte und laut Madaleine, die beste Linzer Torte in Vermont.
Solchermaßen gestärkt konnten wir uns nun dem weiteren Verlauf des Tages widmen, der in Teil II zu diesem Post: Wanderung zum Sterling Pond, beschrieben werden wird.

Mein Youtube-Video zur Oktoberfest Parade:
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(Die Fotos in diesem Text sind von Madaleine, Anand und mir.)

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