19. Februar 2012

Wochenbilder

Ein paar der Bilder über die ich täglich stolpere, lassen sich in keine Kategorie einordnen... das ist eine kleine Auswahl dieser Fundstücke:
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Das alte Gebäude in der Innenstadt hatte jahrelang mit Holzplatten verschlossene Fenster... jetzt wurden neue Glasfenster eingebaut und vielleicht tut sich bald mehr in dem stallartigen, denkmalgeschütztem Haus.
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Die Weihnachtsbeleuchtung hängt noch, doch zusätzlich wurden bunte LED Leuchtkugeln installiert. Sie leuchten für den Karnevals-Umzug am 3.März.
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Jesus meditiert auf dem Gartenstuhl und ein Heizungs-Abluftrohr im markanten Zuckerstangen-Look.
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Post it: Innenstadtkatze
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Die Skier wanderten von den Autodächern zumindest schon wieder in den Flur, ein Briefkastenbaum... und noch ein echter Baum, diesmal mit Kuscheltier. 
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Wer sagt, daß Obdachlose nur wenig persönliche Sachen besitzen, der sehe sich dieses Bild bitte ganz genau an... das füllt mindestens eine 1-Raumwohnung (und ist auch nur eine Auswahl der Besitztümer).
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Die wahrscheinlich einzige Pflasterstraße in Burlington, vermutlich nicht älter als 30 Jahre.
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Als ich diese Eisenmöbel-Installation aus der Ferne sah, dachte ich nur - nanu, wer stellt denn seine alte Couch direkt in den Rathauspark. Aus der Nähe wurde es klar, ach ja: Kunst :)
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Bei diesem Kleid aus dem Second Hand Laden, habe ich tatsächlich etwas länger überlegt. Doch derzeit benötige ich keinerlei 1900 -Stil Kleidung und nur um es in den Schrank zu hängen, dazu ist mein Schrank nicht groß genug. Ich dachte daran, den Rock zu kürzen, aber das Ergebnis wäre vielleicht zu Nachthemd-mäßig geworden.
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Der Beweis, daß ich am Geburtstag meiner Schwester am Strand war (nicht auf dem Bild... und ich brauchte keine Jacke :)
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Dramatischer Sonne - Wolken Mix am Lake Champlain.
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Zweimal Kunst...der Aktenordnerschrank -Turm ist mir fast noch eines der liebsten Kunstobjekte in der Stadt. Gleichzeitig frage ich mich jedoch auch immer, wie sicher der Turm eigentlich steht und mache meine Bilder nur mit entsprechendem Sicherheitsabstand. Die Plastikflaschen haben darin enthaltene Lichterketten... ich kam nur noch nicht dazu, mir das einmal im Dunklen anzusehen.
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Ich wünsche euch noch einen schönen Restsonntag ... 

17. Februar 2012

Flashback Friday


Heute gibt es einmal mehr Wohlfühlbilder :) Das kleine Kalb heißt Fanta, aus dem Sommerurlaub auf der Insel Poel 2008. 
Das Mini-Rind musste vom Nachbarn mit der Flasche aufgezogen werden und freute sich über jeden Besucher... es war doch sonst so langweilig den ganzen Tag über.
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Ich habe mich von dem Schock dieser Woche noch nicht ganz erholen können und die Tür ist auch noch nicht repariert. Es kommt zwar selten jemand ins Haus, der hier nicht hergehört... aber es gibt einem doch jedes Mal ein mulmiges Gefühl, wenn man abschließt und sich überlegt, daß jeder schlichtweg nur durch die Tür greifen kann um sie zu öffnen. Auch wenn jeder in diesem Fall nur die drei Nachbarn sind, die damals, als unsere Tür anderthalb Tage offenstand, weil ein Katzenbetreuer sie vergessen hatte zuzuschließen (während wir im Florida Urlaub weilten) die Tür schlichtweg mit zwei Nägeln und einem Gummiband schlossen um zumindest die Katzen in der Wohnung zu halten. 
Jede Nacht wache ich gegen 1:30 Uhr auf, setze mich ins dunkle Wohnzimmer und sehe, wie das Licht durch den Bruch in der Tür aus dem Treppenhaus ins Wohnzimmer fällt (Treppenhaus und Außenlichter sind immer eingeschaltet, das war schon in Kanada so) und spiele das selten sinnvolle was-wäre-wenn Spiel.. was wenn ich mich nicht rechtzeitig von der Tür weggedreht hätte, was wenn er bewaffnet gewesen wäre, was wenn A. beim Klingeln nach unten gegangen wäre usw. ... am Tage kann ich mich ablenken, doch in der Nacht fängt das Grübeln an. Ich hoffe sehr, daß die Tür in der nächste Woche endlich repariert wird und ich dann zumindest ein subjektives Gefühl für Sicherheit irgendwie wieder erlangen kann... ich brauche es ja nur zum Durchschlafen. :)

15. Februar 2012

Zerbrochene Tür

Nach dem Streit vom Samstag, hatten wir seitdem sehr harmonische Tage verbracht. Ich bekam post-Streit einen neuen Schal geschenkt, mein Mann pre-Valentinstag einen Barttrimmer und am Valentinstags - Abend kochten wir zusammen. (A. machte sogar extra für mich ein Aloo Paratha in Herzform.... ohhhh ö_Ö). Dann ging ich zu Bett und A. berechnete noch ein wenig weiter, fand sogar die Lösung für ein Problem, an dem er schon ewig herumgerechnet hatte, kurzum es war ein erfolgreicher Tag. 


Eine Stunde nach Mitternacht dann klingelte es an der äußeren Haustür. Da das Klingeln mit lautem Klopfen und Tritten begleitet wurde, dachte keiner von uns daran die Tür zu öffnen, sondern eher, ob wir die Polizei rufen sollen, was ich verneinte. So schnell kommt man nicht ins Treppenhaus hinein. Ein Tritt später, kam man offenbar doch so schnell ins Treppenhaus und ein junger Mann rannte wie von Sinnen nach oben um sich mit dem Mädchen in der oberen Wohnung zu streiten/ zu unterhalten ... wir wussten es nicht. Nun dachten wir erneut daran die Polizei zu rufen, aber wir hörten ihn Obzönitäten schreien und das Mädchen ruhig und besonnen antworten... was auch immer geschah, sie schien die Lage unter Kontrolle zu haben. Also dachte ich, warten wir mit dem Anruf... wenn er nur betrunken ist, wollen wir keinen in Schwierigkeiten bringen (unter 21 darf man hier nicht trinken) - während er in der Wohnung über uns wütete. 
Irgendwann war ihm das nicht genug und er erkannte, wenn er an der Tür des nächsten Nachbarns Ian rüttelte, dann ging drinnen die Türalarm-Anlage los. Was für ein schönes Spiel. ‚Das ist zu lustig’ brüllte er und schlug noch einmal dagegen. Ian rief sofort die Polizei und eine erste Polizeibeamtin erschien vor Ort. Sie wurde offenbar von dem Jungen verprügelt, so daß sie Verstärkung anforderte. 
Zu diesem Zeitpunkt wurde meinem Mann ganz anders. Er hatte die Furcht, daß der Junge die Waffe der Beamtin entwendet hat und nun wild herumballern würde. Er wollte, daß ich mich unter dem Bett verstecke... ich weiß nicht, was diese Angst ausgelöst hat, aber für einen Augenblick konnte er sich kaum beherrschen. 
 Mit Eintreffen des zweiten Beamten und einer Taserbehandlung gelang es ihnen, den Wütenden halbwegs unter Kontrolle zu bringen. Ich sah sie mit dem nunmehr halbnackten Jungen die Treppen herunterkommen (durch den Türspion) und wandte mich im rechten Moment weg... einen Augenblick später splitterte das Holz unserer Tür. Er hatte sich befreit und trat die Tür ein, hielt sich dann am Holzrahmen fest, was die nächsten Elektroschocks zur Folge hatte. Der Ausdruck „wie ein wildes Tier“ befand sich Fleisch geworden vor meiner Haustür. 
Daraufhin wurde er endlich abtransportiert. Normalerweise kann man dann nach kurzer Sitzung vor einem Richter wieder auf Kaution entlassen werden (so daß er theoretisch schon nach einer Stunde wieder vor der Tür stehen könnte) aber sie meinten, da er Polizisten geschlagen hat, würden sie sich 'außerstande sehen', diese Sitzung vor dem Richter vor dem nächsten Morgen zu organisieren. Er blieb vorerst im Knast. 


Und dann kam das Mädchen, Jody nach Hause... wie denn, sie war die ganze Zeit nicht da gewesen? Mit wem hatte er gesprochen? 
Nun, wie die Polizistin rekonstruierte, war Jody mit zwei Freunden in einer Bar, sie wurden betrunken, einer der Freunde drehte durch und fand, daß sie ihm 20$ schulden würde, sie flüchtete vor ihm, er lief zu ihrer Wohnung und beschloß sich das Geld selbst zu holen. Dabei telefonierte er mit ihr und hatte die Lautsprecher offenbar an, so daß wir ihre Stimme ebenfalls hörten. Er brach in ihre Wohnung, zerstörte sie, fand kein Geld und wurde noch wütender. Ende der Geschichte. 
Eine Randnotiz war nur wert, daß Jody selbst angesichts ihrer zerbrochenen Wohnung sehr ruhig und teilnahmslos wirkte. Was man nicht mit Alkohol allein erklären kann. Da war vielleicht eher Kokain, Meth oder etwas im Spiel, das hier als Angel Dust bekannt ist: Phencyclidin. Es simuliert dem Gehirn einen schizophrenen Anfall und wirkt bei jedem anders. 
Am Morgen kam der Hausmeister um sich die Türen anzusehen. Unsere alte Holztür war gesplittert, doch die obere neue Tür von Jody völlig zerstört (Merke: Neue Türen bestehen aus Hohlraum, Pappe und einer polierten Oberfläche). Bisher ist er sich nicht darüber im klaren, ob er unsere Tür ersetzen oder reparieren möchte, vorerst hat er nur ein provisorisches Schloss in der eigentlichen Tür zum Treppenhaus eingesetzt und alles anders kommt noch.... kommt Zeit kommt Tür.

12. Februar 2012

Sonntagsblumen


Es sind nicht direkt Blumen, sondern Blätter.... Blättchen eher, vorsichtige grüne Vorboten des Frühlings, die sich in der letzten Woche an einem Baum hinter dem Foodshelf zeigten.
Wir hatten eine Woche lang Sonnenschein um die +15°C am Tage, so daß die Bienen ihre Stöcke verließen und Bäume grüne Spitzen bekamen. Das waren jedoch die einzigen entwickelten Blätter, die ich erspähen konnte (und sie standen sogar in Nordwest-Lage).
Wie zerbrechlich dieses Signal war, zeigt der nächste Kälteeinbruch, denn seit Freitag nacht schneit es wieder. Zwar nur sehr wenig, aber das ohne Pause... und der Wind ist wieder eiskalt geworden. Aber die Sonne ist schon wieder stark und es kann eigentlich nur im Februar noch so richtig ungemütlich werden. Schneestürme im März und April halten nur für einen Tag, ehe es wieder anfängt wegzutauen.

Man kann die Bienen auf dem Bild nicht so richtig gut erkennen... es sind praktisch alle leuchtenden Punkte im Gegenlicht. Ich wollte nicht zu nahe an die Stöcke gehen um niemanden zu beunruhigen.

Schönheit hinter Glas. Ich mag Vasen - in diesem Fall, die schlichte Glasflasche - die nicht mit der Blütenpracht konkurrieren :)

Auf einem Abfallhaufen.... ein „natürliches“ Gewächshaus gibt diesen Kräutern Kraft den Winter zu überstehen.

11. Februar 2012

Spieleabend, mißglückt

Gestern abend waren wir zu einem Pot Luck Dinner mit anschließendem Kartenspielen eingeladen. Zu einem Pot Luck bringt jeder etwas zu Essen mit, so daß die Gastgeber nicht so viel kochen müssen, perfekt für größere (indische) Gruppen. 
Obwohl ich so ein Vorher-Koch-Projekt etwas sinnlos am Freitag Abend fand, war es für mich egal, da ich nicht arbeite und Zeit habe etwas zu Kochen. Leider konnte ich in der Nacht zuvor nur sehr schlecht schlafen und gab um 5 Uhr die Schlafversuche komplett auf, so daß ich wusste, daß ich am Abend früh müde sein würde. Aber ich dachte mir, Essen hinbringen und essen... sollte noch funktionieren und dann können wir auch früh wieder gehen. 
Durch einen dummen Zufall verpasste ich das Mittagessen, so daß ich wirklich hungrig wurde, als ich unser Essen zubereitete und mich später ärgerte, warum ich nicht sofort etwas davon aß. 
Gegen 19:30 Uhr erreichten wir das Haus unserer Freunde, es gab sofort ein Glas Rotwein und wir unterhielten uns... dazu gab es Chips (die ich nicht esse) und eine Frühlingsrolle. 
Dann wurde es 21 Uhr und ich sehr müde, auch aufgrund des Rotweins auf halbleeren Magen. Nun wurden die Spielkarten hervorgeholt und ich guckte ungläubig auf die Uhr: es ist spät! A. meinte zwar, wenn du hungrig bist, geh doch einfach und nimm dir etwas zu essen. Aber das ist genau das was jeder tun würde... als einzige nicht-indische Person im Raum, gehe ich mal eben zum Buffett und bediene mich, während sonst niemand hungrig ist ... no way. 
Also versuchte ich mich mit der angebotenen Cola light aufzupimpen - nur um festzustellen, daß es koffeinfrei war. Ich trank es trotzdem und hoffte auf irgendwelche psychologischen Wirkungen aber koffeinfreie Cola ist einfach nur braunes Chemiewasser und ich wurde zu müde um noch zusammenhängend englisch sprechen zu können. Für alle anderen muß ich zu diesem Zeitpunkt bereits als betrunken gegolten haben, aber ein Likörglas voll Rotwein schafft das selbst bei mir nicht. 
Wie immer wenn mein Mann sich mit der offenbaren Blödheit seiner Frau auseinander setzen muss, reagiert er sehr ungehalten... und so auch dieses Mal. Auf meinen müden Kopf prasselte die Dauerfrage: Sollen wir nach Hause fahren? Und irgendwann beantwortete ich das mit ‚Ja’, denn es ging wirklich nicht mehr weiter. Die Antwort, die er von mir jedoch hatte hören wollen war diese: ‚Och nö, ich sehe doch, mit wieviel Freude du Poker spielst, ich halte schon noch irgendwie durch.’ Aber einmal mehr schaffte ich es ihn auch darin zu enttäuschen. Meine Gedankenlese-Fähigkeiten sind mit müdem Kopf und grummenden Magen noch schlechter als sonst. Natürlich sprach er dann schon nicht mehr mit mir und nahm sich nur etwas vom Buffett mit (für sich) und anstelle mit dem Bus zurückzufahren (meine Wahl) wurden wir von einem Freund nach Hause gefahren (so macht man das laut A.). 
Vorher verabschiedete er sich noch bei jedem und entschuldigte sich für seine kranke Frau, was in mir den irrationalen Wunsch hervorrief zu schreien: Ich bin nicht krank, nur todmüde und am Verhungern. 
Das tat ich nicht. 
Stattdessen versuchte ich mich an einem: ‚I am well, just tired.’ Abschiedswort an die Gastgeberin, was gesprochen völlig anders herauskam, als gedacht... die Worte waren vermischt. In diesem Augenblick wäre ich gerne wirklich betrunken gewesen, denn dann bekommt man immerhin nicht mehr mit was man sagt. Stattdessen mummelte ich mich nunmehr sprachlos in meinen Pullover (wenn ich müde und hungrig bin, wird mir auch immer kalt) und ging zu Hause schnurstracks ins Bett... nur um die nächste Lektion vom lieben A. zu hören. Er gibt den Katzen jeden Abend das Katzenfutter, an diesem Abend erwartete er von mir jedoch, daß ich diese Aufgabe als „Bestrafung“ zu erledigen hätte. Ein Hoch auf verständnisvolle Ehemänner. Dann aß er sein Abendessen und starrte grimmig auf seinen Computerbildschirm - ich hatte schließlich seinen Abend versaut - während ich meinen Ärger versuchte auszublenden um endlich in die Traumwelt zu entschwinden. Das mir das so schnell gelang, zeigte einmal mehr, wie müde ich wirklich war und sieben Stunden später wachte ich mit fürchterlicher Migräne auf. Sie muß sich bereits beim Schlafen entwickelt haben... die 800mg Ibuprofen, die ich sofort einnahm, entfalteten jedenfalls so viel Wirkung, wie das Glas Wasser, das ich dazu trank. 
Dazu erwarte ich heute einmal mehr die Standardvorträge vom Mann i.S. von Ich bin wirklich nicht mehr glücklich mit dir, und wenn ich das gewusst hätte... so daß ich das Wochenende bereits am frühen Samstag Morgen als erledigt ansehen kann. Ach ja und es hat geschneit.

10. Februar 2012

Flashback Friday


Das sind meine kleine Schwester und ich in Berlin 1983, als sie nach überstandener (Früh-)geburt, Brutkasten und Krankheit, endlich aus der Charité entlassen und nach Hause kommen durfte. 
Ich hatte bereits einmal erwähnt, daß dieses erste Treffen eher enttäuschend verlief. Monatelang wurde mir von meinem neuen Spielkameraden vorgeschwärmt und dann kam dieses Püppchen ins Haus, die genau das tat, was andere Puppen auch konnten. Augen auf, Augen zu, Augen auf.... toll. Spielgefährten hatte ich mir anders vorgestellt. 
Mittlerweile ist sie groß geworden (größer als ich :) erwachsen, hat ihre eigene Karriere und Leben perfekt gestaltet. Ich bin sehr stolz auf sie, aus Gründen: Happy Birthday kleine Schwester.

8. Februar 2012

New York Teil 1

Zu allem bisher berichteten, gibt es ein kleines Picasa Web Album. Bitte einfach auf das untere Bild klicken:

New York City I

Central Park


Wie bereits in einem vorherigen Artikel erwähnt, waren wir nach dem Besuch des MET völlig erschöpft, so daß sich unsere ausgiebige Erkundung des Central Parks auf einen Stichpunktbesuch reduzierte.


Wir sahen uns zwei der Seen an und bewunderten das System der Architekten: Mit Brücken und abgesenkten Straßen schufen sie einzelne „Räume“, um Fuß- und Fahrwege optisch voneinander zu trennen.
Gleichzeitig hatte man jedoch auch überall das Gefühl die Gegend bereits zu kennen, da man sie schon in hunderten Fernsehserien und Filmen gesehen hat.


Insbesondere als wir das Gebiet der Bethesda Terraces und Fountain ... erreichten, verstärkte sich dieser Eindruck. Was die Filme jedoch nicht zeigen konnten war, wie sehr es neben den öffentlichen Toiletten stinkt, die offenbar bereits mehr als eine Rundumsanierung ausgelassen hatten. So wurde ein Bewundern der Minton Fliesen unterhalb der Terrasse zu einer echten Herausforderung. Diese Anlage war einst Teil eines Restaurants in den 60ern, dann wurde es zum Drogenmarktplatz in den 70ern, bis die Gründung einer Konservierungsgesellschaft Anfang der 1980er alles renovierte und den Platz wieder zum strahlenden Mittelpunkt des Central Parks machte.
Das ist mittlerweile bereits mehr als 20 Jahre her und der Verfall hat erneut eingesetzt, die Obdachlosen haben sich wieder häuslich eingerichtet.
Der Kampf diesen Riesenpark zu erhalten, scheint offenbar ein ständiger zu sein und zu gerne würden Bauspekulanten den Park endlich schließen und aufteilen, so wie es bereits ein paar Mal in der Geschichte des Parkes fast geschah. Wenn man sich jedenfalls andere Teile der glänzenden, sauberen, sicheren Stadt Manhattan vor Augen führte, die aus den Trümmern von 9/11 erwuchs, so kam einem der Park fast ein wenig schäbig vor.
Da wir an einem Weg falsch abbogen, erreichten wir nicht das John Lennon Denkmal, (der Strawberry Fields, neben dem Apartmenthaus Dakota vor dem er ermordet wurde,) sondern landeten weiter südlich an einem Kaffeehaus neben dem Sheep Meadow. Und da wir so müde waren, liefen wir nicht zurück, sondern setzen uns in eben dieses Café (Le Pain Quotidien) um wieder zu Kräften und Koffein zu gelangen.


Das Sheep Meadow ist eine der größten Freiflächen im Park. Es wurde einst als militärischer Paradegrund angelegt, dazu mussten Felsen gesprengt und Sumpflandschaften angeglichen werden, was die Gestaltung der Freifläche zu einer der teuersten Bauprojekte in der Entstehungsphase (ab 1858) werden ließ. Bis 1934 hielten 200 Schafe das Grün kurz, danach sah man nur noch menschliche ‚Schafe’... von denen aber ziemlich viele... an schönen Tagen sieht man bis zu 30.000 Menschen in der Anlage. Wenn es regnet bleiben die Tore zum Sheep Meadow geschlossen, denn der Rasen ist sehr empfindlich für Erosion.


Für mich war der Besuch im Meadow (m)ein Highlight des Central Parks, denn zeitgleich mit unserem Eintreffen erschien die Abendsonne durch einen Riss im grauen Wolkenhimmel und hüllte alles in warmes Scheinen... wunderschön... der Park, die Stadtkulisse dahinter.... alles sah so verwandelt aus und A. machte ein fast schon klassisches Bild mit Joggerin und Stadtkulisse in Schwarz-Weiß.


Nach dem Besuch der Schafsweide sahen wir uns, die im Herbst noch leere Eisfläche an, besuchten das „The Pond“ genannte kleine Wasserbassin direkt neben der 5th Avenue und verließen den Park dann mit der Hoffnung in den nächsten Tagen zurückkehren zu können, um auch den Rest zu sehen.


Dazu kamen wir in der Folge aber nicht, so wir die Nordhälfte des Central Parks bei einem (hoffentlich) weiteren Besuch erkunden werden ... :)

5. Februar 2012

Sonntagsblumen


In diesem Winter kann man zwar wettermäßig so ziemlich alles in Vermont erwarten, nur keinen echten Winter... aber an Blüten und Blätter hatte ich doch nicht mehr so richtig geglaubt. 
Jedenfalls wurde ich von dem Anblick dieses Jelängerjelieber (englisch: Trumpet Honeysuckle) überrascht. Offenbar steht die Pflanze an einem sehr sonnigen, sehr windgeschützten Südplatz, denn sonst kann ich mir nicht erklären, wie sie durch die Tiefsttemperaturen, die in den vergangenen Monaten hin und wieder auftauchten, gelangen konnte ohne zu verfrieren und ohne die Blüten (und Blätter) zu verlieren. Respekt :)


3. Februar 2012

Flashback Friday


Meine Mutter und ich im fast Frisuren Partnerlook (mit Teddy), auch wenn ihre Locken aus dem Wickler kamen und meine einfach so passierten. Und wie immer bin ich mit meinen schwer frisierbaren Naturwellen unzufrieden und sie mit ihrem gerade herunterhängendem Haar... Frauenprobleme :) 

In dieser Woche bekam ich eine Facebook Freundschaftsanfrage von einem Jungen, den ich bereits als Baby kannte (also er war das Baby und ich 19 Jahre alt), erste Bilder mit ihm malte, zum Fußballtraining begleitete... nun ist er groß und beantwortet Facebook - Tests zum Thema: Wie Psycho bist du... - Aus Kindern werden Menschen... 
Es ließ mich darüber nachdenken, daß meine Mutter in meinem Alter bereits zwei Kinder hatte und ich war schon 11 Jahre alt. 
Ich wollte auch immer eine junge Mutter werden und wenn es so geklappt hätte, dann ginge mein Kind längst zur Schule. Aber Gott, das Leben, die Natur... meine chronischen Krankheiten, deren Medikamentation... ich weiß es nicht.... hatten andere Pläne mit mir und ich landete mit der Diagnose unfruchtbar in den Akten. Meine Unfruchtbarkeit ist unerklärbar, was genau das bedeutet: die Ärzte haben eigentlich keinen blassen Schimmer warum ich nicht in der Lage bin schwanger zu werden. 
Ich durchlief alle entsprechenden Tests, ich hatte mitunter „schwanger“ als Diagnose und wurde vorsichtig darüber informiert, daß ich aufgrund der Hormonbehandlungen Zwillinge bekommen könnte... und dann wieder nichts, gesenkte Blicke und die Aussage, daß man sich wohl getäuscht hätte. Zum Schwanger werden gibt es mittlerweile viele Therapiemöglichkeiten, zum Schwanger bleiben eher wenige. Dann war das Kind wohl krank heißt es oder Sie waren wohl nicht bereit schwanger zu sein. Wenn Ärzte nicht mehr weiterwissen, ist immer der Patient schuld. 
Nach einiger Zeit war mein Körper von der Hormontherapie so aufgedunsen, daß ich durchaus schwanger aussah und mit extremen Nebenwirkungen, wie Wassereinlagen und tiefen Depressionen zu kämpfen hatte. In manchen Wochen musste ich mich beinahe täglich zum Fertility Center der DRK Kliniken in Westend schleppen, da mein Blutbild Purzelbäume schlug.... ein Krampf bei ständigen Bauchschmerzen. 
Irgendwann war ich völlig kaputt und musste eine Zwangspause in der Behandlung einlegen, die zusätzlichen Hormone wurden zu gefährlich für mich.... ‚Sie sind ja noch jung,' wurde ich getröstet... und ich kam nie wieder zurück. Das war vor gut zehn Jahren. 
Meine Mutter kam damit zurecht, daß ich chronische Krankheiten wie Migräne und Asthma hatte, meine Unfruchtbarkeit nahm sie jedoch persönlich.. so etwas durfte ihrer Tochter nicht passieren... auch wenn der Schluß ziemlich nahe lag, daß es eine Folge eben dieser Krankheiten war. 
Mit anderen Frauen sah ich, daß es zum Tabuthema wurde... wenn ich offenbarte nicht schwanger werden zu können, schien das eine Art Urangst wachzurütteln, daß ich ihre Kinder wegnehmen könnte, so daß ich sehr vorsichtig darin wurde, was ich wem erzählte. 
Als darüber (und vieler anderer Punkte) meine damalige Beziehung letztlich zerbrach, wusste ich, daß jede neue Beziehung mit absoluter Offenheit in diesem Punkt beginnen musste. 
Mein Mann war lange darüber informiert, ehe er zum ersten Mal meine Eltern sah und zum ersten Mal anfragte, ob ich mir eine Beziehung mit ihm vorstellen könnte, was ich mit einem, vielleicht sollten wir ersteinmal Freunde werden können, beantwortete. Er stand dem Gedanken einer Adoption sehr positiv gegenüber, da man einst dachte, daß auch seine Mutter nicht in der Lage wäre eigene Kinder zu bekommen, so daß sein ältester Bruder eigentlich sein Cousin ist (dessen Mutter nach dem frühen Tod ihres Mannes nicht in der Lage war sich und das Kind durchzubringen). Danach bekam sie noch drei eigene Kinder. 
Seine Familie durfte über diese Diagnose jedoch nichts erfahren, denn sonst hätten sie einer Heirat wesentlich mehr Steine in den Weg gelegt (Unfruchtbarkeit ist ein legitimer Scheidungsgrund).
Später erfuhr ich jedoch auch, daß A. sich auf das "unerklärbar" stützte und von Ärzten insgesamt keine hohe Meinung hatte, bzw. mein Verhalten als zu dramatisierend ansah. Als ihm nach ca. anderthalb Jahren aufging, daß ich in der Tat die Wahrheit gesagt hatte (wie ungewöhnlich bei Frauen), wurde es ungemütlich in unserer Beziehung. 
Mittlerweile scheint er sich damit abgefunden zu haben... aber es gibt immer Zeiten, in denen es schwer für uns beide ist. Erst vor kurzem z.B. konnte ich ihm endlich abringen, daß er mir nicht jedes Mal die Fragen seiner Familie ausrichtet, ob ich denn endlich schwanger sei, jahrelang hieß es sonst jeden Samstag ... und sie würden sich wirklich so sehr über gute Nachrichten freuen... Danke! 
Den Gedanken an die Adoption einen Babies habe ich schon lange aufgegeben. Ehe wir irgendwann in der Lage sein werden die Voraussetzungen einer Agentur zu erfüllen, permanenter Beruf, gewisses Einkommen, ein Haus usw. werden wir um die 40 Jahre alt sein und ich finde es einfach unfair, wenn Kinder alte Eltern bekommen - auch wenn es mittlerweile eine Art Mode geworden zu sein scheint. 
Also richten sich unsere Hoffnungen darauf, daß wir einst ein Kind oder Geschwister aus einem indischen Waisenhaus adoptieren werden können, die dann bereits älter sind, was die Sache wesentlich komplizierter werden läßt :) Aber selbst wenn wir diese Kinder nur ein Stück auf ihrem Lebensweg begleiten können und vielleicht ihre Ausbildung ermöglichen, dann würde ich bereits mein Ziel als erreicht ansehen und solange stecke ich all diese Muttergefühle, über die ich aufgrund einer ironischen Laune der Natur im Übermaß zu verfügen scheine, hemmungslos in meine Katzen (=^_^=) und versuche natürlich eine vorbildliche Tante zu sein :)

1. Februar 2012

The MET


Normalerweise vermeide ich die riesigen Kunstmuseen, die sich in allen Großstädten dieser Welt befinden, solange ich die Stadt selbst noch nicht kenne.
In einem Museum verbringt man unglaublich viel Zeit (zumeist mehr als man geplant hatte) und kann sich letztlich doch nur an einen Bruchteil dessen erinnern, was man gesehen hat. Solche Museen sind eher etwas, wenn man in dem Ort wohnt und sich - idealerweise bei freiem Eintritt, oder mit Jahreskarte - langsam über Monate Abteilung für Abteilung ansehen kann, bis man nur noch seine Lieblingsstücke besuchen kommt.


Im Falle des Metropolitan Museum of Art war das anders. Zum Einen hatten wir den Eintrittspreis bereits bezahlt, da wir einen Citypass gekauft hatten und zum anderen kam ich um ein Lieblingsstück zu besuchen: Auguste Renoir - In the meadow.

Ein nachgemaltes Bild dieses Motivs hing im Wohnzimmer meiner Großeltern und das braunhaarige bzw. blonde Mädchen erinnerte alle in der Familie stets an meine blonde Schwester und mich. Da das Gemälde angesichts meines kettenrauchenden Großvaters regelmäßig verschmutzte, begann meine Großmutter es mit Spülmittel abzuwaschen.... was nicht die beste Idee bei einem Ölgemälde ist.


Das Bild verlor an Farbpigmenten und ist heutzutage eher blau-grau, während einzig der imposante Goldrahmen an vorherige Größe erinnert. Nun kam ich um zum ersten Mal das Original zu bewundern.


Angesichts der schieren Größe des Museums beschlossen wir uns nur auf interessante Bereiche zu beschränken. Leider hatten wir beide eine andere Auffassung davon was interessant ist, so daß wir letztlich doch beim Museums Overkill landeten und fast alles sahen, die gesamte griechisch-römische Abteilung, Südamerika, Afrika, Pazifik und Ozeanien, ich hetzte uns durchs europäische Mittelalter und da wir eh noch ins Moma wollten, interessierten wir uns eher nur am Rande für die Moderne.


Ich habe keine Ahnung was wir uns alles angesehen haben, aber ich habe die Fotos. A. durfte sich Ägypten alleine ansehen, während ich mit einer älteren, verwirrten Dame beschäftigt war, die ihren Mann verloren hatte. Die Dame war in der Toilette gewesen und wusste nicht mehr wo sie war, was sie machen sollte und sie sprach deutsch. Die Sicherheitsleute waren hilflos, da sie sie nicht verstanden, also sprach ich sie an und sie reagierte. Eigentlich brauchte sie nur jemanden, der ihr sagte, was sie machen sollte, also Hände waschen, funktionierte, Papierhandtuch benutzen, in Ordnung, die Waschräume durch die Ausgangstür wieder verlassen und ihr Mann wartete auch schon ganz aufgeregt im Gang. Er hatte nicht mitbekommen, wohin seine Frau entschwunden war und war sehr glücklich, sie wieder in Empfang nehmen zu können. Ich war genauso glücklich, diese Verantwortung los geworden zu sein und kann nur hoffen, daß sie zumindest noch manchmal lichte Momente hat, ansonsten wäre dieser Besuch eine gefährliche Zeitverschwendung.


Zur Mittagszeit bildeten sich in allen Cafeterien und Restaurants lange Schlangen (da man Essen und Trinken nicht mitnehmen darf, waren die Preise dementsprechend... und alle darauf angewiesen.) Wir fanden eine Untergrund Essenshalle mit freien Plätzen, kauften ein belegtes Brot für knapp unter $10 und schmuggelten die für teures Geld erworbene Wasserflasche durch die Taschenkontrolle am Ausgang des Restaurants zurück in die Ausstellungshallen.


Nach ein paar Stunden dann war das Mammutwerk endlich vollbracht, wir verließen das Museum und verstanden nun, warum vor dem Museum stets so viele völlig erschöpfte Menschen auf den Treppen sitzen, denn genau da saßen wir nun auch.


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