22. Dezember 2012

Flashback Friday +1


In dem Jahr, als wir gerade auf die Insel Poel gezogen sind - ich glaube das war 1994 - hatten meine Eltern sich etwas schlecht abgestimmt was den Weihnachtsbaum-Kauf anging was u.a. daran lag, daß mein Vater jedes Jahr verkündet keinen Baum kaufen zu wollen und deshalb hatten sie beiden am gleichen Tag die gleiche Idee. So hatten wir dann eine Fichte in der Küche stehen und eine Kiefer im Wohnzimmer... das war ein tolles Fest :) 
Was ich an Kiefern so mag (ich weiß, daß die Bäume auf den Fotos nur zu erahnen sind... aber heh- ich hatte echt lange Haare, nicht wahr? ^^), ist daß egal wieviel Dekoration man an sie hängt, das Grün überwiegt, dadurch wirken sie sehr natürlich. Etwas schwieriger ist es jedoch sie gleichmäßig zu behängen, da sie nur wenige Äste haben. 
Hier in Vermont gibt es einzig Tannen zu kaufen, so daß die Auswahl einfach ist ... und während zu Hause der Baum erst am Heiligen Tag aufgestellt wird, ist für die meisten Amerikaner ein Tag nach Thanksgiving An-Schmück Termin.

20. Dezember 2012

Ein Geschenk


Vor ein paar Tagen kam ich nach Hause und vor der Eingangstür stand ein Päckchen. Der Name der Absenderin war mir und meinem Mann unbekannt, nur der Ort: Toledo in Ohio konnte einer Freundin zugeordnet werden.
Wir überlegten also was die Verbindung sein könnte und dachten auch laut darüber nach, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, daß es in unserer Straße zwei Menschen mit meinem Vor-und Nachnamen geben könnte und das Päckchen nur falsch geliefert wurde... wohl eher nicht. 
Also öffnete ich das Paket vorsichtig an einer nicht dafür vorgesehenen Seite (so kann man es bei Bedarf einfach wieder verschließen) und zog einen braunen Briefumschlag heraus, auf dem ein kleines Herz aufgemalt war... wer schickt mir Herzen? 
Mein Mann sah sich das amüsiert-besorgt an und fragte nochmals nach, ob ich mir sicher bin nicht an einem Gewinnspiel oder SecretSanta usw. teilgenommen zu haben... doch ich war mir sicher. Dann öffnete ich den braunen Umschlag und ein Geschenk mit einer DVD purzelte heraus: „The Sound of Music“ und auf einmal hatte ich eine Idee, die sich durch das Lesen der Karte erfüllte.
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Obwohl ich bereits auf dem Familienfriedhof der von Trapp Familie bei Stowe, Vermont stand und mit der Geschichte recht vertraut bin, habe ich anders als weltweit Millionen von Menschen, den dazugehörigen Kinofilm mit Julie Andrews und Christopher Plummer nie gesehen. Selbst mein Mann weiß etwas mit der Do-Re-Mi Szene anzufangen, während ich eher mit den Schultern zucke und vom Kuchen, Brot und Bier der von Trapp Lounge spreche... das kenne ich immerhin ^^ 
Wie weiß man nun aber in Toledo davon?
Nun, bei einer kürzlichen Diskussion in Facebook, habe ich mich dazu bekannt den Film nie gesehen zu haben, so daß die Tante von meiner Freundin Darcy sich entschlossen hat, diese kleine Bildungslücke zu schließen :)
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Bei all der Aufregung um den Besuch des Bruder meines Mannes hier in Vermont, kam ich noch nicht dazu mich zu bedanken, was ich heute noch nachholen werde und am Wochenende werde ich dann endlich Zeit haben mir den Film anzusehen. 
Und da ich gerade dabei bin „noch-nie“s abzuarbeiten, werde ich dazu Eggnog trinken und am Heiligabend in die Kirche zur Abendandacht gehen.

11. Dezember 2012

Vorweihnachtszeit in der Church Street

 Man beachte auch die örtliche Kindermode, im Flanell-Schlafanzug ab in die Stadt.
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Es gibt zwar keinen Weihnachtsmarkt in Burlington, doch jedes Wochenende ist die Stadt gefüllt mit tausenden von Einkäufern - vor allem aus dem französisch-sprachigen Ausland - die sich einige Schnäppchen vom günstigen Dollarkurs erhoffen. 
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 Wer ist größer?
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Die Stadt hat sich darauf eingestellt: Sämtliche Parkuhren in den umliegenden Straßen wurden abgestellt, so daß die Weihnachtseinkäufer unbeschwert parken können. Es gibt Verkehrspolizisten, die überall wachen, daß weder Fußgänger noch Autos zu lange warten müssen.
Und in der Innenstadt stehen nicht nur ein verängstigtes Rentier und Weihnachtsesel herum sondern die Ponies laden die Kinder auch zu einer kleinen Rundfahrt ein; gesponsort von einem lokalen Internetanbieter ist es damit kostenfrei für Alle :)
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8. Dezember 2012

Kranker Kater

Linus, unser Kater macht uns Sorgen. Er hat seit Dienstag fast nichts mehr gefressen und getrunken, verhielt sich ansonsten aber völlig normal: Er spielt, er läuft wild in der Gegend herum und schläft nicht mehr als sonst auch.
Er scheint mitunter Probleme damit zu haben, sich zu bewegen und läuft manchmal vorsichtig, dann wieder nicht ... doch er hatte kein Fieber, man konnte ihn den Bauch abtasten und nichts schien druck - empfindlich zu sein. Kurzum wir standen vor einem Rätsel. Ein paar Tage warteten wir, ob sich das wieder von alleine einrenkt, doch heute nacht konnte ich es einfach nicht mehr ertragen. Sobald die Tierarztpraxis öffnete, riefen wir an und bekamen noch für heute einen Notfall-Termin.
Einen echten Rat konnte uns die Tierärztin leider auch nicht geben, sie befürchtet eine Lebererkrankung und hofft, daß sie falsch liegt. Sie hat Linus an den Tropf gelegt, um weiterer Dehydrierung vorzubeugen und er bekam appetitanregende Medizin. Jetzt hoffen wir ganz stark, daß es nur eine kleine Darmgeschichte war und wir am Montag zum nächsten Termin bereits Besserung berichten können. Wünscht uns Glück! :)

4. Dezember 2012

Unten am See

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Heute war einer dieser Tage, an denen man so viel zu erledigen hätte und dann kommen Kopf- und Gliederschmerzen einer herannahenden Erkältung ins Spiel und alles sieht ganz anders aus. Also quälte ich mich irgendwie durch den Vormittag und schaffte natürlich gar nichts. 
Statt meine Zeit weiterhin nur so zu verschwenden, raffte ich mich auf und es ging hinunter ans Seeufer. Derzeit ist es eigentlich wieder recht warm geworden, doch ein starker Wind hielt die meisten vom Spaziergang entlang der Bootsstege ab (außer die Jogger). Ab morgen soll auch wieder Schneeregen ins Spiel kommen, und Regen, den gab es heute ebenfalls schon zu genüge.
Doch für einen ganz kurzen Augenblick, unten am See... da sah es fast so aus, als wenn es die Sonne auch einmal heraus schaffen sollte, sie blinzelte jedenfalls schon durch die Wolkendecke hindurch ... :)
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Nach dieser Tour kam ich frisch gestärkt und mit roten Wangen nach Hause zurück. Einen Tee später stellte ich die Bügelwäsche wieder in die Ecke zurück (morgen ist auch noch ein Tag) und begann stattdessen meinen unechten Kamin aus dünnen Faserplatten zu entwerfen, z.T. zuzusägen und zusammenzukleben. So was wollte ich schon seit Jahren machen ^^

2. Dezember 2012

Und diese Woche wäre auch geschafft


Die Woche verging einmal mehr wie im Sauseschritt... es war Montag und jetzt schon wieder Sonntag und wenn ich versuche aufzuzählen, was ich eigentlich gemacht habe, dann ist das gar nicht so viel. Ich bin weiterhin am Wohnung putzen und auf-, aus-, und umräumen. 
Ich bewältigte den Wochenendeinkauf an zwei Tagen, das erforderte einige Rennerei und Warten auf den Bus, denn mein Fahrrad ist bereits im Winterschlaf.
Einmal musste ich 40 Minuten auf den Bus warten, aber bei vergleichsweise milden Temperaturen, einmal waren 25 Minuten bei Eiseskälte schon zuviel. Ich wünschte es gäbe wenigstens mehr Bus-Wartehäuschen in der Stadt.


Es schneite am Montag, taute am Dienstag, war grauer Schneematsch-Eis-Mix am Mittwoch, dann schneite es am Donnerstag und Freitag, war eisig kalt aber sonnig am Samstag und heute regnet es wieder. Ich vermute einmal, daß wir uns ab heute abend über eine neue Eisschicht freuen dürfen. 
Da ich noch soviel mit Umherräumen beschäftigt bin, ist meine Adventsdeko bisher minimal und ich beklage auch mangelndes Interesse daran diesen Zustand zu verändern. Ich hoffe, daß sich das in der nächsten Woche zumindest etwas ändern wird.


Ansonsten bleiben einem nur viel Tee trinken, viel Suppe essen und irgendwie warm und gesund durch den Winter kommen.

25. November 2012

Sonntagsblumen

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Das sind die letzten Blumenbilder von der Insel Poel; ich vermute, daß ich nun mit dieser Rubrik in die Winterpause gehen kann, denn draußen blüht nichts mehr und drinnen hält sich nichts allzulange dank zweier Katzen.
Wir haben nicht eine einzige Grünpflanze im Haus, was ich manchmal traurig finde, doch die Wohnung ist recht dunkel und die Fensterbänke sind leider begehrte Katzensitzplätze.
Selbst meine Aloe Vera konnte den Beiden nicht lange standhalten und so wurde sie zusammen mit zwei Zitruspflanzen ins sonnige Uni-Büro meines Mannes ausquartiert, wo sie prächtig gedeihen.
Da man ihm aufgrund dessen gleich ein besonderes Interesse an Zimmerpflanzen unterstellte, sind seitdem noch zwei Grünlilien hinzugekommen. 
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Auf den Bildern hier sieht man den Weihnachtskaktus / Schlumbergera meiner Eltern, der seinen letzten Auftritt hier im Blog vor zwei Jahren feierte :)

Thanksgiving und danach

Es befindet sich eindeutig kein Truthahn auf dem oberen Bild.
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Der niedrigste Wasserstand des Sees seit vielen Jahren... ein Jahr zuvor stände ich gerade schultertief im Wasser. 
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Zwei Tage lang hatten wir jeweils eine Party am Abend (am Donnerstag bei Freunden, gestern bei uns zu Hause) und zuviel zu Essen gab es auch.
Heute nun fühle ich mich völlig erledigt und stelle erstaunt fest, daß ich an beiden Abenden kein einziges Fotos gemacht habe, stattdessen war ich beschäftigt mit wach bleiben (immer noch ein Problem), essen und damit wie man 12 Leute halbwegs komfortabel in einem kleinen Wohnzimmer unterbringt –Bodenkissen inklusive.

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Gestern war das Essen immerhin schon etwas leichter als vorgestern, statt Truthahn und anderen fleischlastigen Angelegenheiten, gab es Puffreissalat und indische Pfannkuchen, nur die Schokoladenrolle und Kürbiskuchen danach schlugen wieder mehr auf den Magen.
Heute nun war ich nur einmal kurz draußen um mich dem eisigen Wind zu stellen, der den ersten richtigen Schneestrum der Saison (in Vermont) heranwehen soll. Ich musste schließlich unseren Streunerkater Rex füttern und jetzt sehe ich überhaupt keine Veranlaßung mir das noch einmal anzutun. Auch sonst wird hier demnach nicht viel passieren, ich sehe mir Clips auf youtube an und erhole mich ansonsten von zuviel sozialen Zusammenkünften. Morgen geht es gestärkt weiter, hoffentlich sehen wir uns dann „Lincoln“ im Kino an.


Vom Thanksgiving Tag gab es jedoch Fotos, denn wir waren bei windstillem, sonnigen Wetter für 2 1/2 Stunden in der Stadt und am Seeufer unterwegs.


Burlington sah am Thanksgiving Vormittag wahrlich aus, wie Wismar nach der Parkplatz-Neuregelung: überall menschen- und autoleere Straßen. Es hatten doch noch einige Geschäfte geöffnet, Starbucks natürlich, aber auch die Drogerie und sogar ein Bekleidungsgeschäft... wahrscheinlich um den angereisten Kanadiern immerhin eine Möglichkeit zu bieten ihr Geld in der Innenstadt loszuwerden.


Das größte Restaurant bot ein Thanksgiving Menü für alle Obdachlosen der Stadt an - eine Möglichkeit, die offenbar sehr gerne angenommen wurde, denn alle Tische waren besetzt und vor dem Restaurant stand ein Kleiderständer mit Mänteln, so daß man nicht nur etwas Warmes zu essen bekam.


Am Wasser erfreuten wir uns an der klaren Sicht auf die Adirondack Mountains und den Steinskulpturen, die mittlerweile überall aufgestapelt werden.
Wie immer finde ich diese spontanen Kunstwerke zwar sehr schön, aber möchte nicht unbedingt danebenstehen, wenn dann doch einmal eines umfällt.


Auf dem Rückweg nach Hause muss man vom Seeufer jeweils einen ziemlich steilen Weg diagonal einen Hügel hinauflaufen, um wieder auf dem höheren Niveau der Stadt anzugelangen.
Dabei geht ein Trampelpfad nach links durch den Wald zurück ans Wasser und rechts davon durch den Wald fast gerade aus nach oben zum Battery Park, beides sind keine echten Wanderwege sondern entstanden eher durch herunterrauschendes Schmelzwasser.
Ich habe mich zweimal an dem Gerade-aus-Schleichweg zum Battery Park probiert und weiß, daß ich dafür mindestens fünf Minuten schwer schnaufend unterwegs bin. Um so erstaunter war ich daher, daß vor mir eine kleine Frau im fortgeschrittenen Großmutteralter diesen Weg einschlug und nicht einmal eine Minute später hatte sie den Berg bestiegen und den Park erreicht. Man merkt eben immer wieder, daß ich nicht in den Bergen aufgewachsen bin ...


Nach einem kurzen Besuch beim Nepali Lebensmittelladen ging es dann nach Hause, zum Kartoffel-Klösse kochen und alsbald wurden wir abgeholt zu unserer dritten Thanksgiving Feier in us-amerikanischen Landen :)

22. November 2012

Happy Thanksgiving

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Es fühlt sich immer seltsam an, Feiertage zu begehen, die für meine Familie keinerlei Bedeutung haben, das trifft jedoch besonders auf Thanksgiving zu. Es ist einfach ein Tag, an dem einen bereits Wochen vorher das „Denken an die Familie“ eingetrichtert wird, man bereitet sich auf das Abendessen mit ebenfalls ausländischen Freunden vor, überlegt was gekocht wird, sieht wie alle amerikanischen Freunde zu ihren Familien fliegen und fühlt sich ein wenig allein gelassen.
Doch wenn ich jetzt zu Hause anrufen würde um allen ein „Happy Thanksgiving“ zu wünschen, würde das wohl eher ein befremdliches Kopfschütteln verursachen als echte Rührseligkeit. Also bleibe ich mit meinen von den Medien und der Gesellschaft verursachten Familien-Heimweh alleine und behelfe mich mit einem Friendsgiving zum Abendessen. Das verlief bereits in der Plannungsphase nicht ohne Probleme, da mein lieber Mann es sich so mit seinen Freunden verscherzte (er durchschaute dabei aber auch ein Spielchen im Hintergrund nicht), daß sie empfahlen, daß er sich selbst ausladen möge. Nun ja, das wurde irgendwie geklärt, hoffe ich, doch ein mulmiges Gefühl bleibt bei der ganzen Sache zurück.
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Thanksgiving ist so etwas wie das amerikanische Äquivalent zum Erntedank-Fest. Doch während der Erntedank zur Haupterntezeit im September gefeiert wird (und zumeist als Kirmis), wird Thanksgiving erst zum absoluten Ende der Erntesaison begannen, dann wenn auch Rosenkohl und Wurzelgemüse längst geerntet und eingelagert wurden und man nur noch auf den Eintritt des Winters warten muss. Da dieses absolute Saisonende im hohen Norden eher eintritt - aufgrund der kürzeren Wachstumsperiode - feiert man in Kanada Thanksgiving bereits im Oktober. 
Traditionell wurde zu dem Essen ein Schweinebraten serviert (obwohl das erste Thanksgiving der Pilgrims auch aus wilden Truthähnen bestand), da Schweine eher selten gehalten wurden und man Schweinefleisch nur zu besonderen Anläßen aß, während Truthahn das ganze Jahr über serviert wurde, da die Wildvögel in so großer Anzahl zu finden waren. Das änderte sich mit den Jahrhunderten und als ein Präsident erklärte, daß das Fest amerikanischer werden müsse, mit amerikanischen Produkten wie z.B. Süßkartoffeln, Kürbis, Kidneybohnen, Mais und eben Truthahn, musste man selbige bereits züchten um sie in genügend großer Anzahl vorrätig zu haben. 
Mit den Jahren entwickelte sich das Fest zum Familienfest i.S. von Großfamilienfest und so finden in der Woche vor Thanksgiving die größten Völkerwanderungen des Jahres statt, wenn Nichten, Enkel, Großeltern, Tanten usw. alle aufeinander treffen um sich einmal mehr nicht über Politik zu unterhalten (denn dort ist der Generationenkonflikt am Größten – so wurde Obama von der jüngeren Mehrheit des Landes gewählt). Ebenfalls verboten: Diskussionen über „Hostess“ der Produzent von ungesunden Törtchen und extra weißem Toastbrot hat gerade Insolvenz angemeldet, da die Arbeiter Mindestlohn gezahlt bekommen haben wollten; kurze Zeit vorher hat sich der Vorstand eine 300 (in Worten: dreihundert) prozentige Gehaltserhöhung genehmigt – schuld sind jetzt natürlich die gierigen Arbeiter.
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Am Freitag dann findet der „Black Friday“ statt, der größte Einkaufstag des Jahres mit Sonderangeboten; in vielen Läden werden an diesem einen Tag 25% des Jahresumsatzes gemacht, der auch den Beginn der Weihnachts-Einkaufs-Zeit markiert. 
Aufgrund der großen Popularität des Tages wurden in den vergangenen Jahren die Öffnungszeiten immer mehr nach vorne verlegt, statt 8 Uhr wurde schon um 3 Uhr morgens geöffnet, in diesem Jahr öffnen viele Läden bereits um Mitternacht bzw. schließen gar nicht am Donnerstag. Da bleibt den armen Verkäufern noch nicht einmal die Möglichkeit sich über ihre Familien zu ärgern, denn dieser Tag wird stressig genug werden. Ich überlege derweil, wie ich dem Konsumrausch in diesem Jahr am Besten entgehen kann... kleinere Weihnachtsfeier, Dekorationen aus der Natur oder selbstgemacht... und höchstens ein Geschenk sind da die Stichworte :)
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