22. September 2013

Erntemond


Der Vollmond, der am nahesten an die Tag und Nachtgleiche, dem astronomischen Beginn des Herbstes fällt, wird Erntemond genannt. In früheren Zeiten nutzen die Bauern das Licht des Vollmondes auch tatsächlich, um noch in der Nacht Getreide ernten zu können. 
Der diesjährige Erntemond fand am vergangenen Donnerstag statt und mein Mann war dabei um das Ereignis zu fotografieren. 
In vielen online Fotos sieht der Mond orange aus (Link), doch das passiert nur, wenn nahe dem Horizont Staub oder Wolken vor dem Mond hängen und so die Farbe verändern. 
Ich war leider zu erkältet, um ihn mir von draußen anzusehen, doch A. war mit dem Stativ unterwegs, um das bestmögliche Foto zu erhalten, daß er mit seinem Objektiv machen kann.

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Das sind übrigens zwei Bilder der untergehenden Sonne, die dank leichter Wolkenschleier selbst an diesem Tag eher mondgleich aussah.


21. September 2013

Geburtstag

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Mein Mann und ich haben am gleichen Tag - Ende August - Geburtstag, was an sich sehr praktisch ist... aber während ich als eigentlicher Partymuffel gerne Geburtstagsfeiern plane und durchführe, feiert er gerne jede andere Party als den eigenen Geburtstag.

Ich bin immer noch stolz auf meine Cheerleader- inspirierte Wimpelkette aus zusammengebügelten Plastiktüten ;)

Daher gab es einige Diskussionen, doch letztlich einigten wir uns auf eine Grillparty, die einen Tag vor unserem eigentlichen Geburtstag stattfinden würde, auf dem Gipfel von Mount Philo. 
Ich fuhr mit dem Vorrauskommando auf den Berg und bereitete alles vor, während A. mit der Wandergruppe den ‚schwierigen‘, 20 Minuten dauernden Aufstieg wagte. Es gab vier Kuchen, vielzuviel zu Essen und das Wetter war wunderbar.

 Der jüngste Partygast hielt noch nicht viel von dem gesamten sich-draußen-aufhalten Konzept.
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 Wir feierten unseren 2. Geburtstag ^^
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Am nächsten Morgen - dem eigentlichen Geburtstag - sahen wir das Werk unserer Nachbarin, sie hatte heimlich den Flur und unsere Haustür geburtstaglich ausgeschmückt :)


Dann ging es ans Geschenke auspacken, der Mann bekam seine üblichen Polo - T-Shirts.
Trotz dreier T-Shirt Stapel in einer überquellenden Schublade ist er immer noch der Meinung, daß er zuwenig T-Shirts besitzt. Ich bekam eine Fototasche geschenkt, außerdem hatten uns Freunde mit zwei schwarzen Uhren, einem Bild vom schiefen Turm in Pisa und zwei Geschenkkarten bedacht.


Am Abend kamen noch ein paar Leute, die es nicht zum Grilltag geschafft hatten vorbei und so endeten die tollen Tage, mit einem Glas des hochprozentigen „Blind Faith“ Bier, das alsbald zu einem tiefen, traumlosen Schlaf führte.
Damit ist der 34. dann auch geschafft :)

18. September 2013

Strandtag


In der letzten Woche hatten wir auf einmal wieder schwülwarmes Wetter um die 30°C, danach ging es auf fast Gefrierpunkt herunter - in dieser Woche werden wieder 28° erwartet, mit der darauffolgenden Abkühlung am Wochenende, so daß sich alles langsam in Richtung Herbstwetter herunterschaukelt. 
Das erinnerte mich daran, daß ich meinen ‚Hampton Beach‘ Besuch hier noch nicht beendet hatte und das sind nun also ein paar Bilder von unserem zweiten Tag am Atlantik.
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Wie man sehen kann, ist der Strand zwar groß und breit doch so voll, wie ich noch keinen anderen Strand vorher gesehen habe.
Zum Glück gibt es hier keine Strandkorbkultur, sonst würde man gar nicht alle Leute darin unter bringen können.
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Am Morgen versuchte ich alle anderen davon zu überzeugen, zu einem anderen Strand zu fahren und wir besuchten Salisbury Beach. Doch ins Naturschutzgebiet Salisbury Beach wollte keiner, da dort eben ‚nur‘ Strand zu finden wäre (hätte mir gereicht) und der Ort selbst war in keinem guten Zustand. 
Salisbury Beach war einst ein berühmter Badeort, doch heutzutage fährt man durch die Ruinen von ehemaligen Freizeitsparks (hier wurde einst der ‚Autoscooter‘ erfunden) und erreicht eine Straße mit abgewrackten Gebäuden, die Mutzen und Pommes verkaufen, neben den neuen, beigen Standard-Ferienwohnungs-Gebäuden, die mittlerweile überall entstehen. 
Der Strand war klein, aber okay... doch um eine Toilette zu finden, musste man durch den gesamten Ort laufen, das Polizeigebäude finden und fand dahinter einen Ort des Grauens, der wohl noch aus der Zeit der Stadtgründung stammt. 
Das ging gar nicht und so fuhren wir zurück und ein paar Kilometer weiter nach Hampton Beach. Dort waren dann zwar die Menschenmassen, doch sämtliche sanitären Anlagen befanden sich ausreichend und in gutem Zustand direkt neben den Strandaufgängen.


Es waren zwar sehr viele Menschen am Strand, doch dank eiskaltem Atlantikwasser, war die Zahl der Badenden sehr überschaubar. Es muss schon heiß und windstill sein, um einen Besuch im Ozean zu rechtfertigen und an diesem Sonntag war es eher wechselhaft, bewölkt und stürmisch. 
Alsbald waren dunkle Wolken am Himmel zu sehen und der Strand leerte sich zusehens, so daß die Möwen nach einiger Zeit ihre gewohnten Ruheplätze einnehmen konnten. 
Dann war auch unsere Zeit am Strand zu Ende und wir begaben uns auf den Rückweg nach Vermont.
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Die gesamte Fahrt präsentierte ein dramatisches Wolkenschauspiel, das nicht langweilig wurde anzusehen und letztlich ereichten wir kurz nach Sonnenuntergang unser Haus in Burlington :)

10. September 2013

Yard Sale

In den Pausen nähte ich an meinem Flechtteppich weiter und wurde dabei einmal sogar gefilmt ^^
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Am Samstag hatte ich einmal mehr einen kleinen Verkauf vor dem Haus, doch anstatt wieder Handarbeiten (Link) wie im letzten Jahr zu verkaufen, war es dieses Mal nur das übliche Flohmarktangebot, denn unser Haus ist dank meiner Sammelleidenschaft einfach zu voll. 
Ich finde es immer noch toll, daß das hier so einfach geht und als völlig normal gilt, daß man sich mit seinen Sachen vors Haus setzt und sie verkauft. 
Es ist auch eine gute Möglichkeit mit seinen Nachbarn ins Gespräch zu kommen, denn viele bleiben und unterhalten sich eine Weile und man freut sich fast wenn Erwartungen enttäuscht werden... ein sehr alternativ aussehendes Mädchen kaufte eine Wimpelkette mit Ganesha darauf... nicht überraschend, doch ein alter Herr, der meine weiße Katzenmaske kauft und mir erklärt, diese in Zukunft bei Konzerten mit seiner Band selbst tragen zu wollen? - Super. 
Am Meisten erstaunte meinen Mann jedoch eine blonde Dame mit Pferdeschwanz, Hot Pants und pinken Plastikschuhen, die Henri Poincaré’s Buch „Wissenschaft und Hypothese“ kaufte - man sollte eben Menschen nie nach ihrem Aussehen beurteilen :) 
Unser Verkauf wurde in zwei Onlineportalen beworben: ‚Craigslist‘ und der Nachbarschafts-Plattform: ‚Front Porch Forum‘ und ich freute mich sehr, daß die Leute mir auch sagten, daß sie es Online gelesen hatten und deshalb kamen.
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Linus nutze die allgemeine Aufregung und verschwand im übernächsten Haus, wo Anand ihn nach einer Weile fand. 
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Perfekt um unschlüssige Käufer anzulocken: die 'Zu Verschenken' Abteilung ;-)

Am Ende hatten wir mit 53 $ zwar nicht soviel verkauft, aber wir hatten unsere Sachen auch nur 5 Stunden draußen stehen und nicht den ganzen Tag; und da es sich zumeist um Sachen handelte, die wir eh irgendwann in Kleiderkammer oder Kirchladen gegeben hätten, waren wir mehr als zufrieden :) 

Diese Art von aus dem Haus-Verkauf heißt je nach stattfindenden Ort: Yard Sale (auf dem Grundstück), Garage Sale oder Barn (Scheunen/Schuppen) Sale; wenn man alles im Haus verkauft (meist wenn Leute verstorben sind) dann wird es zum Estate Sale; und wenn jedes Stück einen Preisaufkleber hat dann spricht man von einer Tag Sale.


Mehr dazu:
Garage Sale in Ottawa 2010 - eigentlich eine Yard Sale, doch in Ottawa hieß alles Garage Sale: (Link).

5. September 2013

Seifenblasenmann


Das Können dieses Herrn kann man jeden Samstag auf dem Bauernmarkt im Stadtpark bewundern. 
 

4. September 2013

Kunsthüpfen


In jedem September findet in Burlington ein großes Kunstfest in der südlichen Innenstadt statt: die Art Hop.
Der südliche Teil der Innenstadt (oder South End) war einst die Heimat vieler Fabriken, von Besenproduktion bis Industrie-Schlosser ... all das stand irgendwann leer und so entstand die Idee des South End Kunstdistrikts. 
Mittlerweile kann man an diesen offenen ‚Tagen der Kunst‘ hunderte von Werkstätten, Galerien und Studios besuchen.

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Wir waren am vergangenen Wochenende (und damit eine Woche vor der eigentlichen Art Hop) schon einmal unterwegs um uns die bereits aufgestellten Skulpturen anzusehen. Dabei kürten wir beide unsere Favouriten - obwohl der kleine blaue Elefant wohl ein gemeinsamer Liebling ist :)

2. September 2013

Sonntagsblumen - Unser Vorgarten


Wir haben ein kleines Gartenbeet vor der Haustür, das wir seit zwei Jahren bepflanzen. 
Der Hausverwalter hatte zwar einzig fünf Koniferen für das Beet vorgesehen, doch ich schneide sie immer so in Form, daß noch genügend Platz für ein paar Blumen und Kräuter bleibt. Es ist einfach schön, wenn es nicht nur grünt, sondern auch blüht.
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In diesem Jahr haben wir große Erfolge mit unseren Kräutern gefeiert: Kresse, Schnittlauch, Basilikum und Schokoladenminze, während die Radieschen und Wachsbohnen eher vor sich hinkümmerten.
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Genau zwei Erdbeeren kamen von unserer einzigen Erdbeerpflanze, so daß wir dort nun dazu gepflanzt haben... vielleicht kann man im nächsten Sommer auf vier Erdbeeren hoffen ^^
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Unsere Tomatenpflanzen sind dagegen eine einzige Freude: Sie kamen sehr billig und ohne Sortenhinweis von einem Kirch-Spendenverkauf und sahen zuerst so aus, als wenn sie gar nicht wachsen würden, doch letztlich schafften sie es und jetzt in der Erntezeit freuen wir uns jeden Tag über ein bis zwei große rote Tomaten :)
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