3. November 2011

Wochenbilder


Manchmal ziehen sich Wochen endlos, zähflüssig dahin und man hat viel Zeit Dinge zu erledigen, die sonst liegenbleiben. Manchmal dagegen hat man soviel zu tun, daß eine Woche nach Montag schon fast wieder vorbei zu sein scheint. Dann kann man entweder so und so viele Dinge schaffen, wird dadurch motiviert und schafft sogar noch mehr... oder man zieht sich mühsam dahin. Ich habe leider eine mühsam Dahinzieh-Woche und versuche alle Termine möglichst mit meiner Erschöpfung in Einklang zu bringen. Offenbar macht mir meine gerade überstandene Erkältung immer noch Probleme und sei es nur, daß mein Energielevel sehr niedrig ist.
So musste ich jeden Tag losziehen um andere Dinge zu erledigen... einen Tag suchte ich nach passenden Kostümen für A.s Ministerrolle im Theaterstück am Wochenende, einen Tag suchte ich nach einem Geburtstagsgeschenk, feierte den Geburtstag am Tag darauf, füllte den Kühlschrank wieder auf (ich war zwei Wochen lang nicht im Supermarkt gewesen) und da ich mit dem Fahrrad nicht alles transportieren konnte, ging es nochmals mit dem Bus los... Heute nun ist Wohnung reinigen angesagt, indische Kleidung entstauben plus aufbügeln und heute Nacht kommt Ania dann aus Ottawa an. Sie besucht uns, um das Diwali Fest am Samstag mitzufeiern.
Sehr viel Zeit für den Blog blieb demnach nicht und die nächste Woche kündigt sich schon mit jeder Menge... Sachen, die verschoben wurden, aber trotzdem dringend sind, an. Ich hoffe jedoch sehr, daß ich dann wieder etwas mehr Zeit zur Verfügung haben werde und das nicht nur um am Blog herumzuschreiben.

Mitten auf der Marktstraße in South Burlington, die wenngleich es der Name nicht vermuten läßt, durch tiefsten Wald führt, sah ich im schönsten Spätnachmittagslicht eine Katze...  Da die nächsten Häuser allesamt außerhalb normaler Katzenrevier-Grenzen liegen, nehme ich an, daß es sich entweder um einen Streuner handelt oder das Tier zu einer der im Wald verstreuten Obdachlosen-Zelte gehört. 

Den Aufkleber gibt es in zwei Farben... ich denke noch ein wenig über die zu offensichtliche Bedeutung nache... Einfach nur Lies! oder Lese und werde blind?

Dem Burlingtoner Leuchtturm wurden nach den Frühjahrsfluten zum Austrocknen die unteren Seiten-Wände entfernt. Er präsentiert sich seitdem halbnackt...

Wenn man schon immer einmal wissen wollte, was man machen kann, wenn der Boden eines Bootes auf Totalschaden plädiert. Wie wäre es mit einem Beetboot?

Manchmal stellt mein Mann gerne alles auf den Kopf: Kühlschrank-Magnete zum Beispiel.

Ich hoffe sehr, daß der blaue Oldtimer Pick-Up Truck nicht auf dem Schrottplatz landet.

Die Überraschung am Wochenende: Es regnete aus dem Kleiderschrank, weil der Duschabfluß der darüberliegenden Wohnung sich gelockert hatte. Der Hausmeister meinte nun es wäre alles wieder in Ordnung und wir drücken die Daumen.

Die Occupy Wallstreet Bewegung hat Burlington erreicht. Seit Freitag letzter Woche wird im Rathauspark gezeltet. So richtig hat keiner etwas dagegen, der Bürgermeister von Burlington gehört sogar zur Progressive Partei (die sind links von den Demokraten angesiedelt) und ist damit schon laut Parteiprogramm auf der Seite der Okkupierer. Trotzdem muß er pro forma täglich auf ein Ende der Okkupierung dringen, denn ansonsten könnte er z.B. verklagt werden wenn Demonstranten während des illegalen Zeltens erkranken, Kinder zeugen, Krankheiten verbreiten u.a. weil sie keine Toiletten haben usw. Es ist ein bißchen albern in einer Stadt für etwas zu demonstrieren, von dem man niemanden mehr überzeugen muß... aber mit den sinkenden Temperaturen gewinnen sie zumindest den Respekt fürs Durchhalten. 

Linus: Lord of the Socks

Entdecke den Fehler in diesem Baum. 

Die Katze an ihrem geschützten Sonnenplatz fiel mir vor kurzem in der North St. auf.

Das Bild hätte beinahe das Ende meiner Kamera bedeuten können, denn ich konzentrierte mich so auf die Kürbisse, daß ich die Stufe auf dem Weg dorthin im Dunkeln schlichtweg übersah und torwartmäßig (den Ball) die Kamera retten konnte, aber dafür selbst zu Boden krachte, mit Knien und Ellbogen zuerst... mein rechtes Knie kann sich noch immer nicht entscheiden ob es lieber rot oder blau sein möchte, während A. sich einmal mehr über meine Fähigkeit wundert, mich mit schöner Regelmäßigkeit selbst zu demolieren. Aber das ist vererbt. 

Mehr Halloween Bilder findet man übrigens hier: Link.

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