9. Juni 2013

Sterling Pond 2013


Wir sind schon wieder einen Berg hinaufgestiegen, dieses Mal handelte es sich um den Sterling Mountain. Es war sogar ein höherer Berg und nicht wie beim Snake Mountain nur ein besserer Hügel.
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Mit unseren Gästen wollten wir an diesem Feiertags-Montag eigentlich mit dem Auto oder der Gondel bequem auf den höchsten Berg Vermonts gelangen, doch aufgrund des späten Schneefalls Ende Mai waren beide Anlagen geschlossen worden (was bei der Gondel eigentlich keinen Sinn macht). Daher fuhren wir weiter in den Smuggler’s Notch State Park und stiegen hinauf zum Sterling Teich. Die Wanderung hatten wir bereits im Herbst 2010 absolviert und so wussten wir, daß es ein steiler, doch einfacher und letztlich schneller Aufstieg werden würde. 
Der Weg ist einer der gepflegtesten der Region und wann immer es auch nur im Ansatz schwierig wird, wurden Treppen in den Stein geschlagen und die zu nassen Stellen mit Holzpfaden überbaut. Wie bereits erwähnt hatte es in den Tagen zuvor geschneit und so hofften wir auf ein paar dekorative Schneereste auf der Bergspitze, doch stattdessen standen wir sobald wir den Weg betraten im ersten Schneematsch.
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Später wurde der Weg verschneiter und aufgrund des warmen Sonnenscheins matschiger, so daß man irgendwann aufgab und hinnehmen musste, daß die Schuhe nicht nur nass waren, sondern auch glucksende Geräusche mit jedem Schritt machten. Dadurch kamen wir langsamer voran als gedacht, denn unter dem Schnee konnte man Baumwurzeln und Felstreppen nicht mehr so gut erkennen und musste sich mitunter vorsichtig weitertasten.
Die Sonne schien und schien derweil mit aller Kraft und die Situation war fast surreal, grünes Frühlingsgrün, die ersten Blumen, mein Mann in Shorts und wir stehen im Schnee.

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Bald war das jedoch geschafft und wir standen am Ufer des stillen Sterling Ponds, der sich auf dem Gipfel des Sterling Berges befindet. 
Für eine kurze Zeit erwogen wir weiterzulaufen und den Gipfel des nächst-höheren Bergs gleich mitzubewandern (dann könnte man von dort auf den Sterling Teich hinunterblicken) doch dort oben schien der Schnee noch höher zu liegen und dafür hatte keiner die passenden Schuhe dabei. 
Also ging es wieder an den Abstieg, der etwas schwieriger wurde, da abschmelzender Schnee in der Zwischenzeit viele kleine Wasserfälle auf dem Weg errichtet hatte ... zum Glück waren unsere Schuhe eh schon nass.
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Nach erfolgreichem Abschluß der Wanderung ging es mit dem üblichen Touristenprogramm weiter. Wir besuchten zuerst eine überdachte Brücke und danach die Ben & Jerry’s Eisfabrik in Waterbury (zum zweiten Mal in einem Monat) und ärgerten uns, daß es im Souvenirshop zwar Socken zu kaufen gab, aber keine Schuhe... zumindest Ben & Jerry’s Flipflops sollten dringend ins Sortiment aufgenommen werden, vorallem um nassfüssigen Bergwanderern eine Alternative zum Barfuss-Schicksal zu bieten.
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Danach besuchten wir die Alchemist-Brauerei in einer Parallelstraße von Waterbury und tranken nach einem Jahr erneut das derzeit weltbeste Büchsenbier: Heady Topper. 
Wie bereits bei der Otter Creek Brauerei handelt es sich um ein hochprozentiges, hochhopfiges, weitgehend bitteres Bier, was einfach nicht mein Geschmack ist. Doch viele Gäste kamen in die Brauerei und kauften ganze Paletten des Bieres, das man sonst nur in einem 130 Meilen Radius um die Brauerei in den Läden und Restaurants käuflich erwerben kann. Ich vermute, daß das Bier praktisch nicht außerhalb Vermonts erhältlich ist, ist Teil des großen Erfolgs und des „weltbest“ Prädikats. 
Nach Eis und Bier waren wir nun wirklich hungrig auf etwas ‚Richtiges‘ zu essen und so ging es zum Abschluß zurück nach Burlington ins mexikanische „El Gato - Cantina“ wo bei Enchilada, Tostada und Chile Relleno (gefüllte Paprika) die Ereignisse des Tages ausführlich bewertet und mit bunten Margaritas betrunken wurden.

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