23. Februar 2011

Wie es weiterging

Nein nicht mit dem Arm samt gebrochenem Daumen, der steckt immer noch brav in seiner Schiene.... aber ich habe gesehen, daß einige Leute versucht haben in meinem Deko Blog nach dem Artikel zu suchen, der letztlich zu meiner Blogpause führte, weswegen ich einmal kurz zusammenfassen wollte, wie es weiterging. 
Ich hatte den Blog nach den geäußerten Wünschen verändert und mich entschuldigt. Diese Entschuldigung wurde rundheraus abgelehnt und die Erlaubnis zur Veröffentlichung der Bilder zurückgezogen. Ich hätte mich an der Stelle stur stellen können, ließ es aber und stellte den betreffenden Eintrag auf Privat, so daß er nur noch für mich sichtbar ist. Danach schrieb ich eine letzte e-mail bedankte mich für die Freundschaft, wünschte ihr alles Gute für die Zukunft und trat meine zweiwöchige Blogpause an. Nach der Blogpause sah ich ihre emails durch, rang mit mir, sie überhaupt zu lesen, tat es dann aber doch aus einem wahrscheinlich falsch verstandenem Gefühl für Respekt. Ihre Antworten waren mit Abstand das Gemeinste, was ich seit langem gelesen haben, es war als würde man in einen dunklen Abgrund blicken, in dem offenbar wurde, daß sie alle Probleme, die sie mit der Welt hatte gerade auf mich projezierte. Zuerst schrieb sie, daß mein gesamter Artikel illegal sei und sie mich verklagen würde, das hatte ich erwartet, denn sie verklagt häufig. Danach - wohl einem Gespräch mit dem Anwalt folgend - schrieb sie jedoch, daß sie stattdessen meine Katzen bei Craigslist zum Verkauf anbieten werden wird. An dieser Stelle fehlten mir erst einmal die Worte und ich war wütend, traurig, geschockt zugleich und sehr froh, daß die e-mail bereits fast zwei Wochen alt war und wohl niemand mehr mit einer Antwort rechnete. Sie war mit soviel Kalkül geschrieben worden, daß ich zurückwüten sollte um damit endlich das von ihr erhoffte Gesicht des weißen Rassisten zu zeigen, daß ich mir immer wieder vor Augen halten musste, daß man zu solchen Äußerungen wohl nur fähig ist, wenn man selbst einmal Opfer von Niedertracht wurde. Nur kenne ich genug von ihrer Familiengeschichte, um zu wissen, daß das vor 20 Jahren der Fall war, als ihre ältere Schwester völlig überfordert war vom Tod der Mutter, Neuheirat des Vaters, selbst in unglücklicher Ehe mit Kind und sich dann noch um die pubertäre jüngere Schwester kümmern musste, die mit ihr leben sollte. Das ging nicht gut und so musste sie 16 jährig ausziehen und in die Isolation der Wohnung, in der sie heute noch - alleine, zurückgezogen - lebt. Ich wünsche ihr, daß es ihr einst gelingen wird zu sehen, daß alte Wunden vielleicht nicht verheilt sind, aber man möglicherweise erwachsen genug ist, um sich auch in andere hineinversetzen zu können und sie wieder Anschluß an ihre große Familie finden wird und befürchte doch insgeheim, daß viele ihrer Ansichten mittlerweile hart wie Beton sind und sie in 20 Jahren noch immer genauso leben wird. (Aber Beton kann ja auch Risse bekommen.)
In jedem Fall musste ich sie gehen lassen, denn jede Veränderung konnte nur von ihr selbst kommen und so machte ich, was die Moderne mit sich brachte und schnitt alle digitalen Verbindungen durch, löschte ihre e-mails, blockierte ihre Sendeadresse, starrte auf das Zittern meiner Hände und atmete tief durch. Geschafft.

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