29. August 2011

Nach Irene

Das Wichtigste zuerst: es geht uns gut. Wir konnten einen Tag lang dem Regen und Sturm vor den Fenstern zusehen, der Strom flackerte aber ging bisher nicht aus (anders als im südlichen Teil der Innenstadt...) Der einzige kritische Moment war, als am Nachmittag große Äste von den Hinterhof-Bäumen abbrachen, jeder selbst so groß wie ein mittlerer Baum. Da wir wissen, daß die alten Ahorn-Bäume hohl sind, war das keine große Überraschung... aber die Äste fielen weder auf die Gebäude noch auf Autos... :)

Für den Rest von Vermont sieht es dagegen nicht so gut aus, der Monstersturm hatte trotz weniger Wind einfach einen Riesenbauch voller Wasser und verteilte das Ganze sorgfältig über dem Grüne-Berge Staat. Aus Bächen und kleinen Rinnsalen wurden reißende Flüsse, die zu Stadtüberflutungen in weiten Teilen Vermonts führten, Häuser wurden mitgerissen, zahlreiche Brücken, bisher 12 stabile Autobahnbrücken wurden zerstört, eine Frau ist tot, einige andere werden vermisst, die Liste der nicht-benutzbaren Straßen ist unendlich.
Die größten Überflutungen kommen noch, denn all das Wasser muss erst die großen Flüsse erreichen. Der Winooski Fluß z.B. soll ab Mitternacht höher fließen als selbst in den Zeiten der Frühjahrsflut, fieberhaft wird in den betroffenen Gebieten evakuiert, werden Rathäuser, Kirchen, Sporthallen zu Notunterkünften... hoffen wir, daß die Nacht schnell vorbeigeht und der versprochene Sonnenschein uns morgen wieder mit der Welt versöhnt... :)


Ein Kommentar zum Hurrikan war: Irene mag viel Zerstörung in anderen Bundesstaaten angerichtet haben, aber sie war der erste Hurrikan, der soviel in Vermont zerstörte.

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