11. Januar 2011

Katzenleben



Mit einer Thunfischdose ist man nie allein, das stellte ich jedenfalls heute einmal mehr fest. Nicht daß das so überraschend wäre bei meinen Stubentigern ... :) Ansonsten esse ich ja auch gar keinen Thunfisch, weil die Fangmethoden mit Schleppnetzen zuviel Ozean zerstören und außerdem Delphine darin sterben ... Aber hin und wieder sind mir die Delphine egal.
Nun, nach einer Woche heldenhaftem Salat zum Frühstück, Salat mit Ei zum Mittag und Salatblätter mit irgendwas Gekochtem ohne zuviele Kohlenhydrate zum Abendessen, zwei Tagen ohne Abendessen sowie dem Ignorieren sämtlicher übriggebliebener Weihnachtsplätzchen, Schokolade etc. stand heute der Gang auf die Waage an. Und was zeigte sie: ich habe kein einziges Gramm abgenommen, darauf ersteinmal einen Lebkuchen. Ich hatte zwar keine Wunder erwartet, aber zumindest irgendetwas hätte es doch weniger anzeigen können für all die Mühe. Es wird also ein langer, motivationsloser Weg nach unten und ob ich dort je ankomme, steht noch in den Sternen.
Wahrscheinlich sollte man keine Diät anfangen, wenn es gerade so eiskalt draußen ist, daß der Körper versucht, alles was man an Energiereserven hat, möglichst zu halten. Pünktlich zum Motivationstief ist es nämlich auch zum ersten Mal in diesem Winter richtig kalt geworden. Die Temperaturen zeigen zwar nur -11°C an, aber ein kräftiger Wind weht sich durch sämtliche Kleiderlagen. Die Katzen bleiben bei der Kälte lieber im Haus, nur einmal pro Tag gehen sie für ca. eine Minute nach draußen und schauen ob es sich immer noch nicht lohnt, mehr Zeit draußen zu verbringen. Lohnt sich nicht. Ich habe ihnen gestern zumindest Katzengras gekauft, so daß sie ihre Grünfuttersucht nicht immer an meinen Zimmerpflanzen austoben.




Was gibt es sonst noch Neues von den Stubentigern? Nun, nachdem Shweta als junge Katze, öfter mal die Keks-Opfergaben vom Küchentempel herunterholte und dafür jedesmal ausgeschimpft wurde, hatte sie das lange Zeit vergessen. Aber jetzt erinnerte sie sich plötzlich an die süßen Gaben und steht seitdem jeden Morgen zum Frühstück neben mir und wartet auf den Augenblick, daß ich die Kekse endlich herunterhole und ihr ein Mini - Stückchen davon abgebe. Es ist immer noch faszinierend zu sehen, daß obwohl beide Katzen mit dem gleichen Futter aufgewachsen sind, Shweta keine Möglichkeit ausläßt um irgendetwas Zuckerhaltiges zu ergattern, während sich Linus überhaupt gar nicht dafür interessiert.


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Ich überlege auch ihrer beider Nahrung umzustellen, denn ich lese immer mehr Berichte zur Katzenfütterung, die von Trockenfutter generell abraten, denn insbesondere bei reinen Wohnungskatzen ist das der direkte Weg zu Nierensteinproblemen, da sie nicht genug Wasser trinken. Bisher bin ich mir aber noch nicht so sicher, welches Dosenfutter geeigneter wäre.


Linus derzeitig liebster Spleen ist es im Hausflur in die obere Etage zu laufen, sich voller Inbrunst an die Nachbarshaustüren zu werfen und laut zu miauen. Das hat zwar noch nie zum Öffnen derselbiger geführt, aber der Erfolg ist dennoch garantiert: Man(n) rennt nach oben, rettet den armen Kater von seinem bequemen Treppenplatz vor dem Fenster und zusammen spielen sie eine Weile mit dem Werf - Fang Lieblingsspielzeug.
Ansonsten freue ich mich auf einen eventuellen Wochenausflug nach Dallas im März, denn dort hat Anand eine Konferenz und nimmt mich (vielleicht) mit. Zuerst war ich von Dallas als Ziel nicht sonderlich begeistert, denn es ist nicht unbedingt das ideale Touristenziel, alle interessanteren texanischen Orte sind sehr weit weg und dann sind da natürlich auch die Katzen. Aber Anand organisierte eine Betreuung und dann fand ich die Idee aus der Kälte für eine Woche entfliehen zu können und in einer richtigen Stadt zu landen, unwiderstehlich. Seitdem habe ich einiges über Dallas gelesen und mußte feststellen, touristisch unerschlossen ist die Stadt sicherlich, wenn man vom Kennedy-Attentat Museum einmal absieht und der Dallas-TV-Serien -Southfalk Ranch, aber das heißt nicht, daß es nichts zu sehen gäbe. Denn die Stadt hat im letzten Jahrzehnt ein Veranstaltungsviertel, bestehend aus 19 Straßenblöcken komplett aus dem Boden gestampft, mit neuem Kunstmuseum, Museum für asiatische Kunst etc., es gibt ein Museum für afrikanisch- amerikanische Kunst, den Friedhof der freigelassenen Sklaven, ein Freilichtmuseum mit freiem Eintritt, tropische Gärten, Wanderwege durch Naturreservate direkt neben dem Flughafen, Zoologischem Garten usw. es sollte mir also nicht so schnell langweilig werden oder wie wäre es mit einem Tag in den größten Second Hand Läden der Stadt ... ;) Je mehr ich mich jedoch für den Ausflug erwärmte, desto weniger war Anand davon begeistert. Ich versuche noch herauszufinden was an welcher Stelle, warum schief gelaufen ist, aber seit ein paar Tagen versucht er mich davon zu überzeugen, daß ich da eigentlich gar nicht hin will und von mir aus viel lieber zu Hause bleiben möchte. Nun ja, heute hat er versprochen die Flüge zu buchen, schau’n wir also mal was daraus wird ... 


P.S. Man möge meine alte deutsche Rechtschreibung verzeihen. Ich habe versucht Tunfisch und Delfin zu schreiben... aber es geht einfach nicht. Das heißt Thunfisch und Delphin bei mir, komme Duden was da will. 

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