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21. Dezember 2014

14a. Vista House


Unser erster längerer Aufenthalt an diesem Tag, fand am Vista House auf dem Crown’s Point, einer 225 m hohen Klippe statt. 
Das Vista House wurde 1918 erbaut. Ursprünglich wurde es nur als Toilettenhäuschen für den Columbia River Highway geplant, doch alsbald etablierte sich die Idee eines Observationspunktes über das Columbia River Tal. Das Gebäude wurde im Jugendstil errichtet, mit einer 17 m hohen Kuppel, die mit grünen Fliesen verkleidet wurde.
Seit 2005 befindet sich auch ein kleines Museum in dem Gebäude, sowie der übliche ‚Gift Shop‘ :)

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Bei unserem Besuch war es sehr windig und kalt, doch der Ausblick über das Tal, die Kaskadenberge, Güterzüge und blauer Himmel entschädigten uns dafür. Nur die Klippe auf der das Haus stand konnte man so natürlich nicht sehen.


Also fuhren wir die Straße etwas weiter hinauf zum Women’s Forum Aussichtspunkt, von dem man dann einen wunderschönen Blick auf Columbia River Tal und das Vista House genießen konnte. Und wenn man einmal nach oben blickte, dann sah man einen Weißkopfseeadler seine Kreise fliegen.

3. Dezember 2014

14. Wasserfall-Tour im Columbia River Tal

 Columbia River Gorge
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Ich denke, daß ich vor dem Jahresende noch meinen amerikanischen Roadtrip zu Ende schreiben sollte, denn so viel ist ohnehin nicht mehr übrig. Wir waren in Denver, dann in Portland… fuhren von dort bis hinunter nach Monterey Bay auf dem Highway 1 und waren mittlerweile wieder zurück in Oregon.
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An den letzten zwei Tagen besuchten wir Ziele in der Umgebung von Portland. Am vorletzten Tag waren wir im Columbia River Tal, um natürlich die berühmten Multnomah Wasserfälle (14b.) zu besuchen, aber im Frühjahr sind dank des abschmelzenden Schneewassers alle Wasserfälle sagenhaft und gewaltig. 
Am letzten Tag besuchten wir die Pazifikküste und sahen uns Cannon Beach (15.) an. 
Oregon war insgesamt eine wunderschöne Neuentdeckung für mich und die Liste der Dinge, die man außerdem hätte unternehmen können - von vulkanischen Höhlen bis Geisterstädten in der Wüste - wurde immer länger. 

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Das Columbia River Tal ist eine weitgestreckte Felsschlucht, in der sich der Columbia River immer tiefer in das Gestein geschnitten hat. Dadurch entwickelte sich ein großer Höhenunterschied zu den angrenzenden vulkanischen Bergketten, so daß unzählige Wasserfälle entstanden. 
Das Gebiet hat auch eine historische Bedeutung, denn bei der ersten US-amerikanischen Durchquerung des Kontinents kam die Lewis - Clark Expedition im Jahr 1805 durch dieses Tal, bis sie dann endlich am gleichen Tag den Pazifik erreicht und damit ihre Aufgabe beendet hatten. Diese Expedition ist natürlich so etwas wie Oregoner Nationalheiligtum, obwohl die Gegend bei den Entdeckern alles andere als beliebt war. Sie mussten den Winter in Strandnähe verbringen (nahe der heutigen Stadt Seaside) bevor sie wieder zurückreisen konnten und es regnete monatelang ununterbrochen - dem Pazifik sei Dank. 
An unserem Besuchstag schien jedoch die Sonne :)
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Wir fuhren aus Portland heraus und verließen alsbald den Highway, um auf der historischen Straße - eng an den Felswänden vorbei - weiterzufahren.
Dabei besuchten wir Crown’s Point mit dem Vista House (14a.) und sahen uns von den zahlreichen Wasserfällen die Latourell Fälle an, mit beeindruckenden vulkanischen Säulenstrukturen vor denen man sich ganz klein vorkommen konnte. 

Suchbild mit Thea

Dann ging es weiter zu den Wahkeena Falls, bei denen wir hinauf zu einer kleinen Brücke stiegen und uns an all dem brausenden Wasser erfreuten. 


Nach dem Besuch der großen Multnomah Fälle, fuhren wir über die ebenfalls historische Stahlbrücke ‚Bridge of the Gods‘ auf die andere Seite des Columbia Rivers und damit auch in den Bundesstaat Washington.
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Die Brücke hieß so, da dort bei einem früheren Erdrutsch (vor 1.000 Jahren) der Fluß einmal versperrt war und sich später unter dem Geröll einen Weg geschaffen hatte, so daß eine natürliche Brücke entstand (die später wieder einstürzte). 
Die moderne Brücke der Götter entstand 1926 und kurz nach der Eröffnung flog Charles Lindbergh in einem waghalsigen Stunt unter der Brücke hindurch. 


Während die Oregoner Seite eine große Touristenattraktion darstellt, ist es auf der anderen Seite ruhig und sonnig, denn man befand sich nicht mehr im Schatten der Berge.
Gleichzeitig konnte man die Wasserfälle in Oregon zählen, die alle als dünne, silbrige Streifen aus dem Waldgrün hervortraten.
Leider konnte man das nur vom Auto aus bewundern, denn auf der gesamten Strecke gab es keinen einzigen Rastplatz oder sonstige Möglichkeit um neben der engen Straße einmal anzuhalten. 
Also fuhren wir weiter, bis wir in Vancouver, WA ankamen und letztlich wieder den Fluß zurück nach Oregon überquerten.

24. Oktober 2014

13. Rückfahrt von San Francisco nach Portland

Gruppenbild mit Brücke 
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Wir begannen unsere Rückreise nach Oregon mit der Fahrt über die Golden Gate Bridge und einigen Erinnerungsfotos am Nordende der Brücke. Eigentlich sollte man alle Brücken bunt anstreichen.
Nach dem Besuch im ‚Muir Wood‘, ordneten wir uns dann zur Weiterfahrt auf den Highway Richtung Norden ein.

 Mount Shasta
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 Warnung vor Klapperschlangen
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Auf der Hinfahrt waren wir nach dem Besuch des Kratersees auf östlich gelegenen Nebenstraßen unterwegs gewesen, doch dieses Mal sollte es auf dem gut ausgebauten Highway hoch hinauf in die Berge und durch die Pässe gehen.
Doch zuerst machten wir noch einen kurzen Stop in einem Weingut im Sonoma Valley (13a.). 
Eine Stunde danach erreichten wir wieder den legendären Mount Shasta und sahen hinunter auf den (dank jahrelanger Dürre) nur noch halb gefüllten Shasta Stausee.


Und dann begann die Bergfahrt. - Der Schnee war fast überall schon geschmolzen, doch es blieben oftmals keine frischen Almwiesen zurück, sondern sandige Wüstenlandschaften.
Auf dem Highway waren kaum andere PKWs unterwegs, stattdessen gab es Unmengen an Trucks, die jeweils eigenen ‚Run-away‘ Spuren zur Verfügung hatten, falls ihre Bremsen plötzlich ausfallen sollten.
Vorbei ging die Fahrt an Casinos und ‚Black Bear Diners‘ bis die Dunkelheit einsetzte und wir letztlich unser Ziel: einen kleinen Vorort von Portland, OR wieder erreichten.

15. April 2014

5. Am Kratersee in Oregon

 Die Wizard Insel ... die Spitze des neuen Vulkans. 

 Schnee, der höher ist als ich :)
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Das Haus auf dem Gipfel

Wenn man die breiten, gut vom Schnee geräumten Bergstraßen hinauffährt, dann fällt es mitunter schwer sich vorzustellen, wie hoch man sich bereits im Gebirge befindet. Doch dann fühlt man es Knacken im Ohr und sieht die Schneewände jenseits der Straße hoch und höher auftürmen. 


Regelmäßige Verkehrsschilder warnen davor, daß man sich nicht in der Gegend aufhalten sollte, wenn das eigene Auto über keinerlei Schneeketten verfügt und zwischendurch werden ‚avalanche zones‘: Lawinengefahr-Zonen ausgewiesen. 
Sobald man den eigentlichen Nationalpark ‚Crater Lake‘ erreicht, führt dann eine lange, gewundene Straße zum namensgebenden See hinauf.


Der See entstand in einem ehemals sehr aktiven Vulkan: Der Vulkanberg Mazama brach vor ca. 7000 Jahren aus und zerstörte ein weites Gebiet mit Gestein, Lava und Asche, bis der halbe Berggipfel in sich zusammenbrach und die Caldera formte. Ein neuer Vulkan entstand nach 200 Jahren innerhalb der alten Hülle und bildete die heutige Wizard-Insel.
Die Caldera verfüllte sich dann im Laufe der Jahrtausende mit Regenwasser und es entstand der tiefste See der USA (594 m).


Da dieser fischlose See über keinerlei Ab- oder Zuflüsse verfügt, ist die Sichtweite eine der klarsten der Welt - an windstillen Tagen kann man nicht nur das tiefe Blau bewundern sondern auch bis 43,9 Meter in die Tiefe blicken. Da viele Menschen diese Erfahrung als unheimlich beschrieben, war ich nicht so unglücklich darüber, daß wir an einem relativ windigen Tag am See standen - obwohl ich doch gerne einmal ganz kurz in die Tiefen gestarrt hätte ... ;)
Für die Klamath Indianer-Stämme, die in der Gegend wohnen, ist der Mazama nachwievor ein verbotener Ort, denn ihre Vorfahren lebten bereits zu Zeiten des Vulkanausbruchs in der Gegend und so erzählen alle ihre Geschichten vom großen Schaden, den der Berg auslöste. 
So ganz unberechtigt ist ihre Sorge natürlich auch heute nicht, denn vulkanische Aktivität am Grunde des Berges sorgt z.B. dafür, daß der See nie zufriert und mitunter steigen Rauchwolken über der Wizard Insel auf. 
All diese seismologischen Begebenheiten sorgten für eine Menge Spukgeschichten rund um den „un-heiligen“ Kratersee: So gibt es Geister, Monster, verlorene Seelen und natürlich den ‚Old Man on the Lake‘, deren Begebnisse und Geschichten man in erstaunlich vielen Internetseiten nachlesen kann. (Auf English z.B. hier und hier.)


Unser Besuch fand dagegen an einem äußerst un-gruseligen (ist das ein Wort?), warmen und sonnigen Nachmittag statt und so erfreuten wir uns einfach nur an dem großen, runden See. 
Von dem scharfen Abhang, der zum See hinunter führte, hielten wir uns wohlweislich fern und bewunderten lieber die unglaublichen Schneemassen drumherum, die u.a. das Gebäude der Bergstation fast unter sich begruben.


Dann kauften wir ‚Crater Lake‘ T-Shirts im Geschenkshop der Bergstation, machten viel zu viele Fotos von uns und See ^^ und damit verabschiedeten wir uns auch schon wieder vom Krater... denn unsere Fahrt ging weiter.
Interessanter Weise gilt den Klamath Indianern nicht nur der Kratersee als das ‚Böse‘ (Llao), sondern der beeindruckende Mount Shasta, den wir im weiteren Verlauf der Reise sahen, ist dem als das ‚Gute‘ (Skell) gegenübergestellt. Eine lokale Ying Yang Variante... :) 
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Hast Du schon einmal einen Ort besucht, der als besonders gruselig oder unheimlich galt? Konntest Du das nachvollziehen, oder glaubst Du nicht an 'sowas'?

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