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10. August 2013

Baltimore - Federal Hill

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Ich habe meine Tour durch Baltimore in der vergangenen Woche etwas vernachlässigt, dabei fehlt nur noch dieser eine Artikel über den kleinen Stadtteil Federal Hill.
Ab nächster Woche geht es dann nach kurzer Strandpause in Washington, DC weiter :)
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Der namensgebende Federal Hill, ist kein Hügel im eigentlichen Sinne, sondern die Schutthalde der ehemaligen Farbenfabrik (in der sich jetzt das Imaginary Art Museum befindet.) 
Während des amerikanischen Bürgerkriegs gab es einige Aufstände in der Stadt und die Nordstaaten hatten Angst, daß sich das wirtschaftlich starke Baltimore dem Süden anschließen könnte, daher wurde der Farbenschutt befestigt und auf der Spitze zielten die Kanonen direkt auf die Stadt.


Diese Drohung funktionierte und Baltimore verblieb im Nordstaaten-Bund.
Es wurden auch einige Tunnel durch die Schuttfestung angelegt, doch diese brachen ständig ein und wurden letztlich aufgegeben.


Neben dem Hügel entstand ein kleiner - gleichnamiger - Stadtteil mit Ziegelstein-Stadthäuschen, die eher an europäische Vorbilder erinnern, in manchen Straßen befinden sich selbst heute noch Pflasterstraßen. 
Als ich durch die Straßen lief, erinnerten mich diese sehr an meine hanseatisch geprägte Heimatstadt - nur die Giebel fehlten. 
Da die Häuser teilweise sehr gleich aussehen, und man mitunter einen Ziegelstein-Wohnblock nicht von dem anderen unterscheiden kann, konzentrieren sich die Bewohner auf die Türen ihrer Häuser. 
Diese leuchteten in allen Regenbogenfarben und viele besonders schöne Türklopfer ergänzten das Bild.
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Das war mein letzter Ausflug in die alte, traditionsreiche Industrie- und Hafenstadt Baltimore.

26. Juli 2013

Baltimore - Museumsgarten

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Eigentlich wollte ich mir das 'American Visionary Art' Museum auch von innen ansehen, doch wegen fehlender Zeit kam ich nicht dazu.

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Stattdessen musste ich mich mit einem Blick in den Garten zufriedengeben, der ebenfalls sehr schön war, aber dadurch auch neugierig machte, auf das, was ich wohl erst bei einem späteren Besuch (so dieser denn je stattfinden wird) sehen werde. 


Das Besondere des Museums ist, daß keiner der ausgestellten Künstler, Kunst studiert hat, stattdessen werden Laienkünstler, Volkskünstler usw. ausgestellt, die sich ihr Können selbst beigebracht haben.
Inspiriert wurde das Museum von einem ähnlichen Projekt in Lausanne, Schweiz: der „Collection de l'art brut“, einem Museum für Aussenseiterkunst. 


Das Gebäude auf Balitmores Südseite des Inner Harbor beherbergte einst eine Fabrik für Kupferfarben und ein Warenlager für Whiskey.

21. Juli 2013

Baltimore - Leuchtturm


Der Seven Foot Knoll Leuchtturm (aus dem Jahr 1855) stand einst an der Mündung des Patapsco River auf einer Sandbank und wies Schiffen den gefahrlosen Weg in den Baltimorer Hafen.

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Die besondere Pfahlbauweise des Leuchtturms wurde in England erfunden und ermöglicht es Leuchttürme in schlammigen oder besonders sandigen Boden zu verankern.
Diese Bauart eignete sich auch sehr gut für Leuchtturmwärter und ihre Familien, denn sie lebten auf dem Turm und hatten so einige größere Räume im unteren Geschoß zur Verfügung.
Ich kann mir nur schlecht vorstellen, wie man jahrein, jahraus auf einem Leuchtturm lebt, bei Sturm kann man nicht mit dem Boot zum Einkaufen fahren, wahrscheinlich kann man nicht einmal frische Luft schnappen oder ein Fenster öffnen (das bestimmt noch mit Fensterläden gesichert und verdunkelt wurde), die Kinder können nicht zur Schule und wenn man nicht aufpasst, kann man bei verschiedensten Gelegenheiten im Wasser landen. 

Das Trinkwasser wurde durch Regenwasser gewonnen, das vom Dach herunterlief und in zwei großen Zisternen gesammelt wurde - und vermutlich trotzdem noch salzig war.
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1949 wurde das Licht automatisiert und brauchte keine Leuchtturmwärter mehr, dadurch verfiel der Turm alsbald und wurde durch ein einfaches Stahlgerüst mit Lichtzeichen ersetzt.

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1988 wurde der Leuchtturm dann abgebaut, restauriert und im Hafen von Baltimore als Museumsstück wieder aufgebaut.
Nun kann der älteste Pfahl-Leuchtturm des Staates Maryland täglich von den Touristen besucht und bestaunt werden. - Der Eintritt ist kostenlos.

19. Juli 2013

Baltimore - Der Spielplatz von Pier 5


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Es ist zwar im Juli etwas seltsam über einen Ort zu schreiben, den man noch in Winterjacke besucht hat und auf dessen Edelstahl-Skulpturen man sich bei den derzeitigen 40°C wohl nicht zu sehr aufhalten wollen würde, doch im März war das der perfekte Spielplatz. 
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Normalerweise bin ich aus dem Alter heraus, in dem man sich jeden Spielplatz aus der Nähe ansehen muss (außer den Schaukeln, und den Wasserspielplätzen im Hochsommer), das liegt auch daran, da die meisten Spielplätze nur ein Standard-Modell besitzen mit den üblichen Holz- und Metallelementen, Hängebrücke und Plastikrutsche.
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Das ist bei diesem Spielplatz ganz anders - ohne Kinder sieht er eher nach Skulpturengarten aus, doch die Metallfiguren sind auch Rutsche, Tunnel, Echo und Balancierkugel in einem und ganz wichtig: es gibt acht verschiedene Metall - Xylophons, die unbedingt bespielt werden wollen. 
Die Töne klingen nach Walgesang, so daß selbst beim begeisterten Drauflosklopfen etwas erstaunlich Harmonisches dabei herauskommt.
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Ziegelstein-Wege mit ähnlich klingenden Worten (die jedoch anders geschrieben werden) verbinden den Platz optisch mit dem daneben gelegenen Institut für Meerestechnik und ein Zaun verhindert zu achtloses Spielen.
Schließlich befindet man sich auf einem Pier und ist jeweils nur ein paar Meter vom nächsten Hafenbecken entfernt.
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16. Juli 2013

Baltimore - Hafen


Der alte, innere Hafen von Baltimore entstand einst am nordwestlichen Zweig des Patapsco Flußes, um den alsbald frühe Industrie und Speicher entstanden.
Doch aufgrund der geringen Tiefe, konnte der Hafen nie für größere Frachtschiffe genutzt werden, so daß diese in tieferen Häfen, weiter entfernt von der Innenstadt anlegen mussten.
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Daraufhin wurden bereits in den 1950er Jahren die alten, verfallenen Gebäude abgerissen (verlassen seit einem Großfeuer 1904) und große Grasflächen für Konzerte und sonstige Veranstaltungen entstanden direkt am Wasser. Das war damals revolutionär, denn Hafengelände galten nur als stinkende Barackenlandschaften und nicht unbedingt als Ort, den man freiwillig besuchen wollen würde.


Die offenen Flächen wurden langsam wieder bebaut, und der Stadtteil Inner Harbor entstand in seiner heutigen Form. 
Entlang des Hafenbeckens befinden sich nunmehr fünf Shopping Center, zahlreiche Hotels, in den umliegenden Straßen entstand Konferenzzentrum und Geschäftsviertel, man kann neun Museen besuchen, sich historische Schiffe ansehen, im Aquarium Fische und sonstige Meeresbewohner bestaunen und hat von der obersten Etage des Baltimore World Trade Center einen perfekten Blick auf die Stadt.

Die USS Constellation hatte ihren Stapellauf am 26. August 1854 in Norfolk, Virginia und war Teil der amerikanischen Mittelmeerflotte. Mit Beginn des amerikanischen Bürgerkrieges wurde sie eingesetzt um Sklavenschiffe an der Weiterfahrt zu hindern. Ab 1870 diente das Schiff zur Seekadettenausbildung und 1955 fand es seinen endgültigen Liegeplatz als Museumsschiff in Baltimore. Es ist eines der ältesten noch erhaltenen Schiffe der US Navy.

Pratt Street Power Plant - Das Kohle-Kraftwerk wurde 1909 vollendet und erzeugte den Strom für das Straßenbahn-Netzwerk der Stadt. 1990 wurde das Gebäude komplett umgebaut, nunmehr mit einer gemischten Wohn- und Geschäftsnutzung. Die beleuchtete Gitarre des Hard Rock Café, die am ersten Schornstein befestigt wurde, ist 20 Meter hoch.

‚Old Bay‘ Seasoning ist die bekannteste Gewürzmischung der Stadt. Benannt wurde sie nach einer alten Schiffahrtsroute. 
Der deutsche Immigrant Gustav Brunn entwickelte die Mischung 1939 aus Paprika, Pfeffer, Senf und sehr viel Salz und damit wurden Krabben gewürzt. Krabben waren einst so zahlreich (und billig), daß die Kneipen sie umsonst als Snack servierten, in der Hoffnung, daß die salzige Speise den Alkoholkonsum steigern würde. 
Heutzutage wird die Gewürzmischung in einer Vielzahl von Speisen eingesetzt, so gibt es Old Bay Kartoffel-Chips und Old Bay Bloody Mary.

Verpacktes Schiff

Sicherheitsbereich vor dem Baltimore World Trend Center. Als Hurrican Isabel den Inner Harbor im Jahre 2003 überflutete, was das Gebäude das einzige, was über Monate hinweg geschlossen blieb. Alle anderen Gebäude sind so gebaut, daß sie nach einer Überflutung schnell austrocknen können.

Die Domino Zuckerfabrik ist die letzte produzierende Fabrik im Inner Harbor von Baltimore. Die Firma gehörte einst den Havemeyer/Vanderbilts (die, die später Shelburne Museum hier in Vermont erbauen würden) und die Fabrik in Baltimore wurde 1920 errichtet. Das gelbe Domino-Schild ist 61 Jahre alt, die Fabrik verarbeitet täglich 3,3 Mio. kg Rohzucker zu 40 Fertigzucker-Produkten. (Link.)

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