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26. Juni 2021

Sonnabend, 26.06.2021


Einmal mehr ist viel Leben passiert, seit ich das letzte Mal etwas im Blog geschrieben habe … vielleicht hat sich dieses Format für mich tatsächlich überlebt, vielleicht schaffe ich aber auch doch noch einmal einen Neustart. 
Im letzten Jahr der Pandemie haben wir uns endlich in Würselen eingelebt und eher gefreut in einer Gegend zu wohnen, in der man auf dem Weg zum Supermarkt selten einer anderen Person begegnet - nur ist das Jahr aber auch irgendwie verflogen ohne mir viel Inspiration zum Schreiben zu bieten. Ich habe endlich meine erste Impfung von Biontech erhalten (und der Mann mit AstraZeneca), die zweite wird auch bald erfolgen, aber die Mutationen des Virus stellen diesen Erfolg zunehmend in Frage, denn die viel beschworene Normalität wird wohl so bald nicht risikofrei zu erreichen sein.
Nach meinem Sturz im Dezember, hat meine Zahnärztin nun drei meiner zerbrochenen Zähne behandelt, eines war nur eine herausgefallene Füllung, die zwei Backenzähne aber harte Arbeit, mit Überkronung, Teil-Aufbau, Schnitt in den Kieferknochen usw. was viel Schmerzen, Blut und lange Sitzungen gekostet hat. Ein zerbrochener Zahn hält sich noch, wird aber irgendwann auch überkront werden müssen. Trotzdem bin ich froh, daß es nur diese wenigen Zähne waren, ein Kollege meines Mannes ist im Büro umgekippt und hat dabei fast alle seine Zähne zerbrochen, das möchte ich mir nicht einmal vorstellen wollen. 
July, der kleinen Fundkatze aus dem Wurmtal, geht es immer noch gut und sie sieht auch wieder gepflegt aus, diese kleine Methusalemkatze macht sich trotz der traumatischen Erfahrungen ganz hervorragend. 
 
Den Sommerurlaub werden wir wieder bei meinen Eltern auf der Insel Usedom verbringen zusammen mit meiner Schwester und ihrer Familie. Dann werden wir auch den neuesten Welpen kennenlernen. 
Im Herbst war ein neuer Border Collie Welpe in die Familie gezogen, nachdem der langjährige Partnerhund von ihrem anderen Border Collie leider an Krebs verstorben war. 
Der Welpe kam von einem Familienbauernhof und ist sehr sozial, aber leider ist der alte Border Collie nur ein halbes Jahr später ebenfalls jetzt an Krebs verstorben, was unglaublich tragisch ist, denn er war ein wirklich besonderer Hund, zu dem ich auch trotz dessen, daß ich nur immer mal zu Besuch bin, eine enge Beziehung aufbauen konnte. 
 
Mikey, der verstorbene Hund meiner Eltern, hier in jungen Jahren
 
Den Hund, den sie im Herbst als Welpen bekommen haben, kenne ich so natürlich nur als wilden Minihund, der mir meine Kleidung zerbeißt, es wird interessant sein, ihn nun als ‚Teenager‘ kennenzulernen, der sich mit einem neuen Welpen (der mir vermutlich ebenfalls die Kleidung zerbeißt) zusammenraufen muss. 
 

Unseren drei Katzen geht es hier in Würselen mal so und mal so, manchmal ist monatelang nichts und dann wieder häufen sich die Tierarztrechnungen, bisher war zum Glück nichts Schwerwiegendes darunter. Die Katzen genießen den Sommer und verbringen die meiste Zeit draußen. 
Wir sind auch wann immer es möglich ist, unterwegs, obwohl das Wetter häufig zum Wochenende unbeständig ist, so daß wir keine längeren Wanderungen außerhalb der Umgebung unternommen haben. Außerdem nähe ich noch immer sehr gerne, auch wenn ich das Gefühl habe, derzeit nicht so viel dazuzulernen, was manchmal frustriert.
Aber so plätschert sich auch 2021 durch die Monate, wir haben schon fast Juli, die Tage werden wieder kürzer … und bald ist Weihnachten ^^ 

 

26. Juli 2020

Im Juli unterwegs


Derzeit komme ich kaum noch hinterher mit meinem Blog, denn ständig sind wir woanders unterwegs… zuerst waren wir in der Eifel, und haben u.a. endlich Eifelsteig Etappe 2 quer durch das Hohe Venn erwandert, was langweiliger war als erwartet.


Man sieht immer die Hohes Venn Bilder, in denen Menschen eher durch eine Wasserlandschaft mit Torfinseln, auf Holzstegen wandern: Diese ausgesprochen kleine Gegend der Gesamtfläche des Venn gibt es auch irgendwo, doch unser Wanderweg führte dort stattdessen über eine schnurgerade, kilometerweit asphaltierte Straße mit Wiese und Fichtenplantagen rechts und links, nur im Straßengraben blubberte etwas Moorwasser vor sich hin.


Dann waren wir mit der Familie meiner Schwester im Hochsauerland und sind ein paar Tage mit dem Neffen von Spielplatz zu Spielplatz gepilgert ^^ zwischendurch stand aber auch Winterberg bei entsprechend wintrigen Temperaturen auf dem Programm.

Danach hatten wir unsere ersten Wochenend-Gäste seit Coronabeginn zu Hause - und waren gestern mit ihnen in Maastricht, was tatsächlich sehr schön war.


Wir waren 2019 im Vorfrühling in der Stadt, die ich dementsprechend eher als grau, dunkel und absolut ungemütlich in Erinnerung hatte, aber im Vergleich dazu ist es jetzt im Sommer einfach wunderbar.
Die Stadt im Süden der Niederlande versteht sich durchaus als fast schon mediterran darzustellen, und zieht selbst eine historische 20jährige Besetzung durch die Franzosen heran um sich als quasi niederländische Antwort auf Südfrankreich zu präsentieren, mit unzähligen Straßencafés, Weinranken an den Häusern und sogar kleineren Weingütern (ich habe eine Flasche niederländischen Wein erstanden, aber noch nicht geöffnet).


Wir besuchten die Innenstadt, Kirchen, Straßenmärkte, waren in einer der kühlen Mergelsteingrotten unterwegs und natürlich gab es auch Bier, aus Maastricht sowie dem nahegelegenen Belgien.

Mitten in der Idylle und Touristenströme fragt man sich heutzutage natürlich auch immer wie es mit Corona aussieht… nun, außer im ÖPNV gibt es in den Niederlanden keine Maskenpflicht, Deutsche erkennt man daran, daß sie die Maske dennoch in den Läden aufsetzen, Belgier tragen die Masken auch auf der Straße - ansonsten bleibt es dabei möglichst Abstand zu anderen zu halten, was häufig nicht möglich ist bzw. Hände zu waschen - recht wenig um eine zweite Welle der Pandemie aufhalten zu können.
A. hat sich in dieser Woche in die Geschichte der Spanischen Grippe eingelesen, deren zweite Welle auch durch Mutation des Virus wesentlich gefährlicher war als die erste. In Indien z.B. starben 5% der Gesamtbevölkerung, das einzige Mal im 20. Jahrhundert, daß die Bevölkerungszahl in Indien sank. Allerdings ist heutzutage nicht mehr nachvollziehbar, wie viele Menschen an der Krankheit starben und wie viele an der Hungersnot, die der Zusammenbruch des Wirtschaftssystems und unterbrochener Ackerbau mit sich brachte. Derzeit befindet sich Indien bereits seit drei Monaten im Lockdown, was leider Corona wenig aufhalten konnte - aber die Wirtschaft erneut massiv ausgebremst hat, was besonders für alle Tagelöhner ein echtes Problem darstellt, denn die gesamte indische Service-Industrie besteht zum Großteil auf Tageslohn Basis.


Hoffen wir also einfach, daß sich die Geschichte nicht wiederholen wird und wir auch durch die zweite (und vermutlich dritte und vierte Welle) halbwegs unbeschadet - nur mit Maske und Seife zur Hilfe - gelangen werden.
Mein nächster Winter wird wohl wieder einer werden, in dem ich mich quasi in Selbst-Quarantäne begebe und bis auf Tagesausflüge die Stadt sehr selten verlassen werde, dann muss ich von den Sommererlebnissen zehren, bis die Erkältungs-& Grippe-Saison in April / Mai wieder abklingt. Bis dahin ist aber noch etwas Zeit und so begleite ich meine Schwester mit ihren Kindern in der nächsten Woche erneut zu meinen Eltern auf die Insel Usedom :)


15. Juni 2020

Wieder in Ahlbeck


Letzten Samstag bin ich von meinem ersten Urlaub in diesem Jahr zurückgekehrt, 12 Tage verbrachte ich bei meinen Eltern in Ahlbeck und habe damit auch endlich den dank der Pandemie verschobenen März-Aufenthalt dort nachholen können.
Die Insel war monatelang für Touristen gesperrt gewesen, am 25.5. durfte man wieder nach Mecklenburg-Vorpommern einreisen und am 26.5. war ich bereits da ^^ Die offiziellen Grenzübergänge nach Polen waren noch geschlossen, die deutschen Touristen reisten bereits in hoher Besetzung an.


In den ersten Tagen war man fast alleine am Strand unterwegs, zu Pfingsten verbrachte man dann lieber nur den Morgen und späteren Nachmittag zwischen all den anderen Leuten.
Meine Eltern hatten die Corona-Zeit als eine der absoluten Ruhe erlebt, wie sie auf der Insel zu Lebzeiten niemand kannte. 
Sicher gab es früher eine Hauptsaison und in der Nebensaison war es ruhiger - aber zu der Zeit lebten noch viel mehr Menschen in den Orten und hatten ganz normale Berufe, Lehrer, Fischer, usw. Alltagsleben, während es heutzutage fast nur noch Hotels und Ferienwohnungen gibt. Und natürlich kommen zu den Hotels und Ferienwohnungen auch immer noch mehr und mehr riesige Hotels und Ferienwohnanlagen, im modischen Plattenbau-Look, weiß mit großen, dunkelgrauen Fenstern hinzu.

Die Gültigkeit meiner Zugtickets vom März, war von der DB bis Oktober verlängert worden, bei freier Zugwahl, was auch deshalb praktisch war, weil noch sehr viele Verbindungen ausfielen. Deswegen hielt ich mich auch gar nicht mit Sitzplatz-Reservierungen auf, denn die kann man nicht von einem auf den nächsten Zug übertragen.
Außerdem fuhr ich dieses Mal nicht alleine, sondern der fünfeinhalb-jährige Neffe begleitete mich für die ersten Tage, ehe seiner Eltern und kleine Schwester zu Pfingsten nachkamen. 
Deswegen entschieden wir uns letztlich für einen langsamen IC mit nur einmal umsteigen, der uns selbst noch bis Bremen und dann die ganze Küste entlang bis Stralsund kutschierte. Dort hatten wir eine Stunde Zeit zum Umsteigen und für ein Happy Meal, bis wir ohnehin in Züssow am Bahnhof abgeholt wurden.
Glücklicherweise hatten wir im IC ein Abteil für uns alleine, wo wir uns ausbreiten konnten, der Neffe konnte Sport machen, Metallica hören und auch mal eine Runde schlafen, so daß die Stunden zwar langsam vergingen, aber letztlich war die Reise doch geschafft.

Die ersten Tage mit Neffen verbrachten wir natürlich hauptsächlich am Strand, er war bei 13 Grad Wassertemperatur trotzdem baden und ließ sich nur unwillig wieder ans Ufer befördern, sobald die Haut rot wurde. 
Gottseidank brachte seine Mutter noch schnell einen Neoprenanzug für ihn mit, so daß er länger ins Wasser durfte und auch danach seine Sandburgen mit Wassergräben bauen konnte. Im letzten Jahr legte er Wert auf schöne Burgen mit Brücken und Türmchen, dieses Jahr war eher Masse angesagt und so wurden dann auch einmal 22 Burgen in Rekordzeit nebeneinander errichtet.


Für mich war es dieses Mal sehr wichtig, möglichst viel Zeit am Wasser zu verbringen, so lief ich u.a. von Seebrücke zu Seebrücke, dann auf der Promenade bis Bansin und zurück.
Ich fand den Stoffladen mit den meisten maritim-bedruckten Stoffen, und kaufte eine wunderschöne neue, bunte Teetasse.


Das neue Monstrum im Wald, was einmal ein neunstöckiger Baumwipfelpfad mit Meerblick wird, sah ich mir natürlich auch genauer an. Es ist erstaunlich wieviel Natur zerstört wird, um dem Menschen die Natur näher zu bringen.


Und nach all den schönen Tagen, und Abenden mit Wellenrauschen und dem letzten Glas Wein, sind wir zufrieden ins Rheinland zurückgekehrt. 
Wir können den Lauf der Pandemie und der notwendigen Einschränkungen nicht ändern, aber immerhin einen unbeschwerten Urlaub haben wir diesem Jahr abgetrotzt :) 


18. September 2019

Ankommen mit Schwierigkeiten


In diesem Jahr klappt es mit dem Bloggen offenbar nicht so richtig bei mir, wann immer ich verreise, brauche ich danach Wochen- gar Monate um wieder ‚anzukommen‘ und jedes Mal ruhen danach auch meine Blogs. Derzeit befinde ich mich gedanklich zwischen dem Urlaub auf Usedom mit meiner Schwester, ihren Kindern sowie A. - und einer kleinen Wanderreise an die Mosel, die morgen beginnt. Die Fotos von Usedom habe ich bisher nur teilweise sortiert, dafür konnte ich jedoch ein Fotobuch beenden, an dem ich schon eine Weile gearbeitet hatte.
Zwischendurch haben wir auch ein Jahr seit dem Umzug nach Würselen gefeiert oder eher gedacht - und bereiten den Garten langsam auf Herbst und Winter vor: Die Wildtulpenzwiebeln sind gekauft - ich warte zum Einpflanzen auf den Oktober.
Aber zuerst geht es an die Mosel und nach Trier. Ich habe mein Gepäck so leicht wie möglich gemacht und verzichte u.a. auf meine Spiegelreflexkamera, was mich gleichzeitig stört, weil ich noch nie an der Mosel war - aber gesundheitlich bin ich derzeit nicht fit genug um dieses Extragewicht vier Tage lang mit durch die Gegend zu schleppen. Ohnehin habe ich seit Sonntag starke Schmerzen in den Beinen, von denen ich hoffe, daß sie bei der Wanderung auf magische Weise verschwinden ^^ Na ja, vielleicht eher wie ein stotternder Motor, der mit genügend Anschub wieder rund läuft.
Jedenfalls werden wir die Moselsteig Etappen 8-10 laufen und am Sonntag werde ich müde, aber hoffentlich schwer begeistert wieder nach Hause kommen :) 

2. August 2019

Luftpension

Da Marken- bzw. Ortsnamen sichtbar sind: Unbezahlte Werbung ohne Auftrag.

Seit 2011 benutzen wir airbnb als Möglichkeit um eine günstige Unterkunft zu finden, in diesem Jahr haben wir jedoch traditionellere Schlafplätze gewählt, waren in der Ferienwohnung und dem Hotel. Damals, als airbnb, also ‚Luft, Bett und Frühstück‘ noch eine ganz neue Angelegenheit war, war ich so neugierig darauf, wie andere Leute leben. Ich dachte mir, das wäre die perfekte Möglichkeit um z.B. in einem, sonst meist leerstehenden Gästezimmer bei einer Familie zu wohnen, morgens am Frühstückstisch Tipps für die Ausflüge des Tages zu bekommen, und so wirklich Land und Leute kennenzulernen, als dies mit der Distanz in einem Hotel möglich wäre. Ernüchtert muss ich feststellen: Das ist genau keinmal so passiert.
Zumeist waren es Zimmer in einer Wohnung, die alle ausschließlich auf dem Portal vermietet wurden, es gab kein Frühstücksangebot trotz des zweiten ‚b‘ im Namen, häufig war nicht einmal eine Küchennutzung vorgesehen. Nur ein einziges Mal gab es mehr als ein Bad, zumeist muss man sich das Bad mit den Gästen der anderen zwei bis drei Zimmer teilen. Das funktioniert halbwegs, wenn sich alle an die Regeln halten, aber wir haben auch Leute gehabt, die Stunden im Bad zugebracht haben, abgesehen von verstopften Toiletten und Wasserbecken, bis zum kompletten Ausfall des Wassers in Spanien. In Venedig setzte der Waschbecken-Abfluß regelmäßig das Bad unter Wasser und dabei kam die Lache einer Steckdose gefährlich nahe.
Dazu kommt die Wut der Bürger in den betroffenen Städten gegen die Touristen, seien es Aufkleber wie in San Sebastian oder ganze Banner wie in Venedig, die die Privatvermietung anprangern, denn dadurch können sich viele die dort leben keine Wohnungen mehr leisten, da diese zu teuer geworden sind oder dem Markt praktisch nicht mehr zur Verfügung stehen.
Als wir in diesem Jahr in Scheveningen nach den Preisen schauten, stellten wir zudem fest, daß Hotels in unmittelbarer Strandnähe nur unwesentlich teurer waren, als die Airbnb-Möglichkeiten, die sich häufig weiter vom Strand entfernt befanden - und das eigene Bad ist dabei immer garantiert :)

1. Mai 2019

Über den April


Heute ist bereits der erste Mai, und der April schon wieder vorbei. Nachdem A. von seinem Heimaturlaub zurückgekehrt war, hatten wir einen geschäftigen Monat mit einigen Zukunftsentscheidungen, und der Osterreise nach Den Haag / Scheveningen.
Es war wunderschön dort am Strand und zwischen den Dünen, und das Wetter tatsächlich schon Sommer, zumeist warm und jeden Tag sonnig.
Wir sind dieses Mal mit dem Fernbus angereist und werden das sicher so schnell nicht wieder machen, denn sowohl auf der Hin- als auch der Rückfahrt, haben sich die Busfahrer geweigert die Klimaanlage einzuschalten, so daß man in der prallen Sonne gut durchgekocht wurde.
Nach diesem Urlaub ging es für mich einen Tag später, weiter nach Köln, denn mein Schwager war auf Dienstreise, also kam ich zur moralischen Unterstützung zum Spielen mit der fast 12-Wochen alten Nichte, die meistens ziemlich entspannt ist. Der Neffe hat sich mittlerweile auch recht gut damit arrangiert, daß er jetzt ein großer Bruder ist. Die Familie bräuchte zwar dringend eine größere Wohnung, aber die ist in Köln so schwer zu finden, wie in allen Großstädten.
Wir waren u.a. im Rheinpark und im Zoo, und kamen natürlich an keinem Spielplatz vorbei - bis es für mich wieder zurück nach Würselen ging.
Köln per Bahn zu erreichen war kompliziert wie immer, auf der Hinfahrt hieß das Bummelbahn bis nach irgendwohin, dann Schienenersatzverkehr, S-Bahn und Straßenbahn (insgesamt anderthalb Stunden länger als üblich), auf der Rückfahrt Fußballspielbedingte Verspätung der Straßenbahn, Reinquetschen und Luftanhalten bis Stadion, S-Bahn verpasst, trotzdem kam ich letztlich nur eine halbe Stunde später an.

Gesundheitlich ging es mir eher so okay, ich reagiere allergisch auf einige der derzeit blühenden Bäume, warum ich dann aber sofort wieder Bronchitis hatte, war mir ein Rätsel, interessierte die Ärzte jedoch nicht. Ohnehin läuft Allergie meist unter ‚Das ist Pech, aber da kann man nichts machen‘, statt ‚Sie sollten eine Hyposensibilisierung in Betracht ziehen, um Ihre Lebensqualität auch im Frühjahr zu erhalten‘. Nun habe ich nicht zum ersten Mal allergisches Asthma, dennoch kam das nie mit heftiger Bronchitis und regelmäßigen Fieberschüben - als ob, die Bronchitis von Dezember/Januar eigentlich noch da ist.
Wir haben auch unseren 11. Hochzeitstag gefeiert, aber dieses Mal hieß das nur ganz schlicht abends Essen gehen, im neueröffneten Bistro fast um die Ecke, wo es für mich 500 g Spargel gab, perfekt. Auf in den Mai :)
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29. Mai 2018

Keukenhof


Wann immer man die Worte ‚Niederlande‘ und ‚Frühjahr‘ in einem Zusammenhang erwähnt, fällt automatisch auch das Wort ‚Keukenhof‘ - der weltbekannte Tulpenpark in der Nähe von Amsterdam, der heutzutage in etwa so typisch niederländisch ist, wie Windmühlen und Fahrräder.
Als wir unseren Osterurlaub planten, sahen wir, daß der Park dann bereits eröffnet sein würde, und beschlossen ihn auch endlich zu besuchen.

22. Mai 2018

Ostern in Holland


Wir verbrachten zwei Nächte bei A.s Freund in Amsterdam, der außer uns noch ein anderes befreundetes Ehepaar zu Besuch hatte. 
Da wir dieses Mal viele Ziele außerhalb der Stadt besichtigen wollten, mieteten wir alle zusammen ein Auto an. Das ist zum einen praktisch, verleitet aber auch dazu, daß man von Punkt zu Punkt hetzt und sich selten wirklich Zeit nimmt.


6. März 2018

Auf Wiedersehen, Donostia

Taubenbad 


Ich mochte die Landschaften und Temperaturen in diesem weniger bekannten Gebiet Spaniens - natürlich hatte man keine Sonnengarantie, aber die täglichen Regenschauer waren in der Regel schnell wieder vorbei.
Wir hatten am Anfang einiges lernen müssen - und würden, falls wir noch einmal zurückkehren, immerhin nicht bei null anfangen, sondern wüssten wann die Supermärkte geöffnet sind, wie man Wein bestellt, was Toilette auf Baskisch heißt und wo es die besten Croissants zu kaufen gibt :)
In meinem letzten Sommerurlaub, in Kroatien, hatte ich sehr unter der Hitze zu leiden, das war im Baskenland überhaupt kein Problem. Im Gegenteil, ich würde gerne zurückkehren und dort noch viel mehr Wandern gehen, denn die felsige Küste und das grüne Hinterland sind einfach spektakulär und wunderschön. 

Das größte SUP board, das ich je gesehen habe. 
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Während Pelota nur mit der Hand gespielt wird, nutzt man bei Paleta einen Holzschläger.

Mit den - eigentlich uns gegenüber sehr freundlichen - Menschen vor Ort konnten wir dagegen nicht wirklich warm werden: Da waren zum einen die Verständigungsprobleme, denn kaum jemand spricht etwas Englisch (oder selbst Französisch, Deutsch) und wir sprechen kaum Spanisch und kein Baskisch; zum anderen gibt es gewisse Vorbehalte den Touristen gegenüber, es finden Anti-Touristen Demos statt und ‚Tourist Go Home‘ Graffitis findet man in der gesamten Stadt.
Angesichts der gewaltsamen Vergangenheit des Baskenlandes machte es mich zumindest etwas nervös, auf dem Status des ‚neuen Bösen‘ neben dem spanischen Staat natürlich, zu stehen.
Während man solche Entwicklungen nicht völlig ignorieren kann, würde ich trotzdem uneingeschränkt einen Urlaub in San Sebastian empfehlen: Um die grünen Landschaften, die in der Saison vollen, aber nicht überfüllten Strände und Innenstadt zu erleben - und einfach ein ganz anderes Spanien kennenzulernen.
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Das sind noch einmal alle Artikel zu unserem Urlaub in San Sebastian / Donostia. Diese findet man auch auf meiner Europa Seite: Link.

 

1. März 2018

Kurzbesuch in Bilbao


Nach Bilbao, der größten baskischen Stadt, sind wir ab San Sebastian mit dem Bus gefahren.
Am Anfang hatten wir überlegt, ob wir nach Biarritz oder nach Bilbao fahren sollten. Ich dachte, daß in Bilbao eben nicht viel mehr ist als das Guggenheim Museum - und A. vermutete, daß Biarritz, San Sebastian zu ähnlich wäre - quasi die gleiche Geschichte, nur in Französisch: ehemaliges Fischerörtchen, dann mondänes Seebad und heutiger Surfer-Ort.
Da war Bilbao zumindest anders, als einst reiche Industriestadt, dann der Verfall und danach die Auferstehung als Stadt der Kunst und Architektur - obwohl die Probleme nicht alle überwunden sind und die Stadt nachwievor jährlich Einwohner verliert. Das überzeugte mich jedenfalls, und so buchten wir unsere Bus Tickets nach Bilbao. Das kann man ganz bequem am Automaten machen, der sogar ins Englische übersetzt. Der Busbahnhof liegt direkt neben dem Bahnhof von San Sebastian - es fahren auch Züge nach Bilbao, aber die brauchen länger für die Fahrt und kosten mehr.
Im Vorfeld hatte ich in anderen Blogs gelesen, daß Bilbao nicht so der Hit war, weil es die ganze Zeit regnete - deswegen freute ich mich, daß wir bei strahlendem Sonnenschein losfuhren. Aber ca. eine Stunde später begann leichter Nieselregen, der sich beim Erreichen des Busbahnhofs in Bilbao in ergiebigen Landregen verwandelt hatte. Wir hatten uns an die kurzen, heftigen Regengüsse in San Sebastian gewöhnt und wurden von diesem Wetter doch überrascht. Also ging es erst einmal zum Mittagessen in einem wunderbaren Restaurant, wo man sich als echte Ausnahme, auch sehr gut in Englisch verständigen konnte.


Danach ging es durch den Regen in die Innenstadt und zum Guggenheim Museum. Neben dem Museum ist auf den ehemaligen Industriebrachen einiges mehr entstanden, von der Universität im Glasbau, über spektakuläre Brücken über den Nervión, Statuen und selbst interessanten Wohnanlagen - aber der Star bleibt natürlich das Guggenheim Museum.
Selbst bei Regen schien das golden-schimmernde Dach noch zu leuchten und irgendwelche Sonnenstrahlen zu reflektieren, während vor dem Eingang der Blumen-Welpe von Jeff Koon einen freundlichen Farbtupfer setzte.


Bei besserem Wetter und entsprechender Zeit, wären wir bestimmt auf den nächsten Hügel gestiegen, um uns Museum und Stadt aus der Höhe anzusehen … so aber gingen wir lieber schnell hinein. 
Mit einer gewissen Erheiterung registrierten wir dann, daß die derzeitige Ausstellung Baselitz Bilder aus dem Frankfurter Städel Museum waren. Nun - ich bin kein großer Fan und hatte die wichtigsten Bilder ohnehin schon gesehen. Also gingen wir nicht in die Ausstellung, sondern sahen uns nur die öffentlichen Bereiche des Museums an - danach ging es schnell zurück zum Busbahnhof, denn so konnten wir einen Bus eher zurückfahren - und bei der Ausfahrt aus der Stadt, schien plötzlich die Sonne :)

Nach diesen wenigen Stunden in der Stadt, habe ich nichts gefunden, was mir die Stadt näher brachte (außer gutem Essen), aber vielleicht bekomme ich einmal Gelegenheit zurückzukehren um mehr zu erfahren und zu entdecken.

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