Posts mit dem Label Bayern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Bayern werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

26. Juni 2018

Ein wenig Regensburg


Wir haben einen Freund, der in Regensburg wohnt, den wir eigentlich schon seit Jahren besuchen wollten. Am vergangenen Sonntag war es nun endlich so weit, auch wenn die Bedingungen gerade nicht ideal waren.
Damit war nicht nur das Wetter gemeint: kalt und wolkenverhangen, sondern auch, daß ich (was bei der Buchung der Bahntickets nicht absehbar war) alle drei Tage ein Medikament einnehmen muss, das mich jedes Mal ausknockt. Dieses Mal war der Sonntag dran und damit ich nicht den ganzen Tag verschlafe, gab es koffeinhaltige Getränke. 

4. April 2017

Miltenberg und Michelstadt


Kaum wird das Wetter besser, hält uns nichts mehr zu Hause und wir versuchen unsere immer länger werdene Liste von zu besuchenden Orten in Hessen und Umgebung, abzuarbeiten.
Miltenberg in Unterfranken, stand erst seit kurzem auf dieser Liste, Michelstadt immerhin schon seit Weihnachten.
Da wir an diesem Tag (und sehr spontan) mit Freunden unterwegs waren, konnten wir dank deren Auto beide Städte an einem Tag besuchen. Sie sind nämlich nur 30 Minuten einmal quer durch den Odenwald von einander entfernt, per Zug müsste man aber in min. 2 Stunden drumherum fahren.


Miltenberg / Spessart ist eine kleine Stadt am Main, die einst nur aus einem Römerkastell bestand, welches später zur Mildenburg umgebaut wurde, unter der dann die Stadt Miltenberg entstand.
Die relativ geringe Stadtfläche hängt damit zusammen, daß man sich aufgrund hochragender Felswände nicht sehr weit ausbreiten konnte. Dadurch wurde die Stadt des Öfteren vom Main überflutet; während die Felswände aus vielfarbigem Mainsandstein in Steinbrüchen abgebaut wurden, und so an Gebäuden überall in der Gegend zu finden sind.
.

Wir ließen es an diesem Tag ruhig angehen, liefen gemächlich durch die Innenstadt und sahen uns das angeblich älteste Gasthaus Deutschlands an. Es war immerhin eines der Schönsten.


Danach ging es die Treppen hinauf, am jüdischen Friedhof vorbei in die Höhen, auf dem Weg zur Mildenburg.
Dabei wurden wir aber von einer Hochzeitsgesellschaft überholt, die uns darüber informierte, daß die Burg heute wegen eben dieser Hochzeit geschlossen sei. 


Also ging es bereits beim ‚Schnatterlochturm‘ zurück hinunter in die Stadt. Das Schnattern, war offenbar einst ‚Schneise‘ und bezeichnete eine Stadtgrenze, da daneben aber nach Regenfällen regelmäßig der Entwässerungsgraben entlangschnattert, passte das den Bewohnern wohl besser.

Zum Mittagessen kehrten wir in einem zünftigem Brauhaus ein, kauften am Markt eine Flasche Miltenberger Weins und damit ging unsere Fahrt weiter nach Michelstadt. Irgendwann kehren wir bestimmt einmal zurück und dann wird der Besuch der Mildenburg nachgeholt :)


In Michelstadt war es sehr schwer einen Parkplatz zu finden, denn es fand gerade ein Ostermarkt statt. Sämtliche Brunnen der Stadt waren mit Eiern geschmückt und eine Hasenkapelle grüßte vor dem alten Rathaus von 1484. 
Wegen eben diesen Rathauses wollte ich Michelstadt ohnehin besuchen, denn es sah auf den Weihnachtsmarkt-Bildern immer sehr malerisch aus. 


Die Stadt ist auch so klein, daß wir bereits nach wenigen Schritten vom Parkplatz, den Stadtgraben überquert hatten, vorbei am Diebsturm durch die Stadtmauer traten und kurz darauf auf dem Marktplatz vor dem Rathaus standen. 
Nach all der Anstrengung war es eindeutig Zeit für Kaffee und Kuchen, in der Sonne.


Dann ging es weiter zum Ostermarkt in der einstigen Kellerei. Der sollte zwar in einer halben Stunde schließen, aber wir mussten immer noch den vollen Eintritt bezahlen. 
Die Herren beschlossen, daß die 3 € pro Person besser in Bier angelegt sind und fanden ein Gasthaus am anderen Ende der Innenstadt (also drei Minuten Fußweg) während sich die Damen Ostereier ansahen.
.

Leider gab es nur wenig Angebote für Menschen mit aktiven Katzen, und echte Eier, oder aus Glas und Porzellan hänge ich mir lieber nicht an den Strauch.
Im Geschoß über dem Eiermarkt befand sich ein Museum und im Obergeschoß war ein Modelleisenbahn-Verein am Werke. 


Deren raumumspannende Bahn soll in ca. sechs Jahren fertiggestellt sein, aber Zeit spielt offenbar keine Rolle.
Sie waren jedenfalls kräftig am Brücken anmalen und Elektroprobleme lösen - und hätten uns Damen, gerne gleich beim Landschaften malen mit eingespannt.


Für uns ging es aber weiter - zuerst die Herren vom Bier abholen und dann zurück nach Hause. 
Dort wurde dann (bei Pizza) der Wein aus Miltenberg getrunken (und der Bierbrand aus Michelstadt in den Kühlschrank gelegt, dort verblieb er bisher ^^) - es war eindeutig ein erfolgreicher Tag :)

18. Dezember 2016

Rothenburg ob der Tauber

 Auf dem Weg vom Bahnhof in die Stadt 
.
 Marktplatz und Rathhaus

Wie ich bereits in meinem Teodeco Blog berichtete, waren wir am vergangenen Wochenende in Rothenburg ob der Tauber - der Heimat von Käthe Wohlfahrt: Dort wo man das ganze Jahr über Weihnachtsschmuck kaufen kann. 
Wir hatten vorher überlegt, ob wir für eine Nacht ein Hotelzimmer in der Stadt mieten sollen, fanden das dann aber zu kompliziert und entschieden uns für einen Tagesausflug. Dazu fährt man zwar ca. drei Stunden pro Strecke ab Frankfurt (mit dem Zug) - aber so schlimm ist das auch nicht und man ist dafür am Abend wieder zu Hause. Damit sich das überhaupt lohnt, muss man natürlich früh losfahren und so erreichten wir noch vor der Mittagszeit Rothenburg. 
Es war auch mein erster Besuch im Freistaat Bayern - obwohl Franken nur kurz hinter Frankfurt beginnt klingt logisch, hatten wir die Gegend bisher noch gar nicht besucht.
.

Sobald man vor den Stadttoren von Rothenburg steht, begreift man auch den Namen, denn ob steht offenbar für über, schließlich thront die Stadt wie ein Adlerhorst über dem Tal durch das sich die Tauber schlängelt.
.

Da die Stadt als Weihnachtsort so bekannt ist, erwarteten wir natürlich auch Menschenmassen an diesem Adventswochenende, aber obwohl es sehr voll war, konnte man doch noch treten und die Nebenstraßen waren völlig leer. 
Es hilft offenbar, daß derzeit überall Weihnachtsmärkte stattfinden, denn damit kann Rothenburg tatsächlich nicht mithalten: Man kann zwar in fast jedem Laden Weihnachtsartikel kaufen, doch von den typischen Weihnachtsmarktbuden gibt es nur eine Handvoll auf dem Marktplatz. 
Wir folgten jedenfalls dem steten Menschenstrom vom Bahnhof in die Innenstadt, wunderten uns über die vielen Trumps in der Stadt, Trump (mit einem p) waren die Bäcker - Trumpp: Metzger; tranken sehr furchtbaren Glühwein, aßen viel besseren Lebkuchen und fanden dann unseren Weg zum Burggarten. 
Am Bahnhof konnte man eine kleine Stadtkarte bekommen, aber eigentlich findet man sich auch so problemlos zurecht.
.

Vom Burggarten (die dazugehörige Burg gibt es schon seit 1356 nicht mehr) hatte man einen großartigen Ausblick auf das Taubertal und auch die Stadt selbst. 
Wenn man bedenkt wie wenige Städte noch Stadtmauern haben, meist ist es höchstens noch ein kleines Stück hier und da - und dann sieht man in Rothenburg die gesamte Stadt-Festungsanlage inklusive sämtlicher Tore und Türme vollständig erhalten - dann fragt man sich staunend wie sie das geschafft haben. 
.
Einige Zeit später liefen wir an der langen Schlange vor dem Weihnachtsmuseum vorbei - das hätte mich zwar schon interessiert, aber so lange anstehen mag ich dann doch nicht, bis wir das Kriminalmuseum erreichten. Dort gab es ein schönes Café in dem wir erstmals die Spezialität der Stadt: Schneeballen probieren konnten.
.

Danach sahen wir, daß jeder Bäcker der Stadt diese in unterschiedlichsten Varianten anbot und kauften weitere Bällchen als Souvenir ^^ Einen neuen Kühlschrankmagneten gab es aber auch; und dann sahen wir uns weitere schöne Häuser und sonstige Postkarten-Ansichten der Stadt an. 
Dabei fanden wir auch einen weiteren Käthe Wohlfahrt Laden in der Nähe des Plönlein, der weniger voll aussah als alle anderen, und dachten uns, wenn schon in Rothenburg... als wir den Laden betreten wollten, wurden wir aber auf eine 5 minütige Wartezeit hingewiesen - doch kurz danach konnten andere Leute hinter uns den Laden ohne Wartezeit betreten und ohne, daß jemand das Geschäft verlassen hatte. Offenbar sahen wir weniger kaufwütig aus, oder noch schlimmer wir wollten bestimmt nur gucken. Nach dieser Erfahrung hatten wir keine Lust mehr auf Käthe Wohlfahrt und besuchten einige andere Läden.


Nachdem der Mann mich aus dem Mittelalterladen herausbugsiert bekam, ohne daß ich etwas kaufen konnte, wurde ich dann in einem kleinen Laden mit kleinem Ladenhund fündig und beschloss meine Sammlung an Zinnornamenten endlich Wirklichkeit werden zu lassen. Jetzt werde ich jedes Jahr einen Zinnanhänger dazu kaufen.
Dort gab es auch sehr schöne handgemalte Holzanhänger von einem Künstler aus der Stadt - doch die Beschwerden der Verkäuferin, daß sie diese Anhänger ständig wieder zusammenkleben muss (sie klebte auch gerade eins) waren nicht gerade verkaufsfördernd. 
Dem knurrenden Magen folgend, fanden wir wenig später ein erstaunlich leeres Restaurant - dessen Küche jedoch gerade geschlossen war, es gab nur noch Flammkuchen. Da wir keine Lust hatten weiterzusuchen, wussten wir schon, was wir bestellen würden.


Nach einer längeren Pause in dem gemütlichen Restaurant, wurde es langsam Zeit zum Bahnhof zurückzukehren.
Auf dem Rückweg sahen wir ein Schild, daß den Weg zu Holzschnitzern wies, dem wir nicht widerstehen konnten. Also besuchten wir ein wahrlich mittelalterlich aussehendes Haus, stiegen ausgetretene, schiefe Stufen empor und siehe da, im ersten Stock waren die Holzschnitzer bei der Arbeit. Ihre Werke konnte man im Laden im Erdgeschoß kaufen, doch da wir nun wirklich los mussten, blieb es bei einem flüchtigen Blick. Wenn man lokales Handwerk bewahren möchte, sollte man sicher hier etwas einkaufen, denn vor allem die unbemalten Figuren sahen geradezu wie Kunstwerke aus.
Nun hieß es für uns ‚Auf Wiedersehen Rothenburg‘, wir kommen bestimmt noch einmal her, und bringen weitere Gäste mit.
.

Und kaum waren wir zu Hause angekommen, meinte unsere Vermieterin, daß sie gerade Glühwein zubereitet hatte, aus frisch gepresstem Orangensaft und Primitivo, und ob wir auch etwas davon trinken wollten. Wir wollten: Zuerst den schlechtesten - dann den besten (roten) Glühwein am gleichen Tag zu trinken - das muss man auch erst einmal hinbekommen :) 

LinkWithin

Related Posts with Thumbnails