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1. August 2019

Kurzbesuch in Frankfurt

Da Geschäfts- bzw. Ortsnamen sichtbar sind: Unbezahlte Werbung ohne Auftrag. 


Vor kurzem war ich für ein Wochenende in Frankfurt, um den Geburtstag unserer Freundin (und ehemaligen Vermieterin) zu feiern.
A. hatte eine Veranstaltung und konnte nicht mitkommen, also beschloß ich schon einen Tag eher in die große Stadt zu fahren und etwas mehr Zeit unter Menschen zu verbringen. 
Außerdem wollte ich in meinem Lieblingsladen am anderen Ende der Stadt nach einem Teppich für den Eßtisch gucken und ansonsten hatte ich eigentlich keine Pläne. Ich mag es auch nicht, wenn Leute so mit einer Liste anreisen, dessen was alles erledigt, gesehen, gegessen werden muss - nur daß mein Unterbewußtsein, das offenbar dieses Mal anders sah.


Nach einer wie immer ungenügenden Fernbusfahrt (nicht vorhandene Toilette), erreichte ich die Stadt, sparte mir aber den Samosateller bei Akmal’s und fuhr stattdessen sofort mit der nächsten Straßenbahn ‚nach Hause‘ um mein Gepäck abzuwerfen.
In den vielen Umzügen der letzten Jahre konnten wir nicht wieder in ein Haus, mitunter nicht einmal an den Ort zurückkehren, insofern ist Frankfurt schon einzigartig. 
Aber natürlich ist es nicht mehr richtig ‚zu Hause‘ weil wir mittlerweile fast ein ganzes Jahr Alltag an einem anderen Ort verbracht haben - und die Zeit nicht stillsteht.
Dennoch kennt man den gesamten Weg, mit der 17 bis Louisa, danach an der Buchscheer vorbei, beim Gartencenter nickt man dem alten Schäferhund zu, der wie immer am Eingang sitzt - bald darauf stolpert man über die großen Wurzeln der Bäume im Park am Briandring, eher man das Haus erreicht. 
Zwei Katzen begrüßen mich - Klio und Kali - sie führen mich sofort vorwurfsvoll zu ihren leeren Futternäpfen im Keller. 


Nach einiger Zeit geht es weiter, dank Tagesticket (das in Frankfurt weniger als die Hälfte vom Tagesticket in Aachen kostet) bin ich unabhängig und fahre zum Hessencenter. 
Leider kann man nicht mit der U-Bahn komplett durchfahren, sondern muss wegen Bauarbeiten ein Stück mit dem Bus fahren - genau dort wo immer Dauerstau ist - auf dem Rückweg laufe ich diese Strecke also zurück, jetzt geht es erst einmal in Fischer’s Lagerhaus. Die Teppiche sind nicht so schön, die langen Kissen für 60 € immer noch zu teuer, aber eine Blockprint-Decke aus Rajasthan gefällt mir und kommt mit. 
Danach besuche ich den TKMaxx im Hessencenter, der ruhigste (und vermutlich größte) dieser Kette in Frankfurt, wo ich einen Wasserspender (für Topfpflanzen) entdecke, den ich bisher nur online gesehen habe. Ich kaufe einen zum Ausprobieren, habe ein verspätetes Mittagessen (oder frühes Abendbrot) bei ‚meinem‘ Thai-Imbiss und weiter geht’s.
Zurück an der Konsti, stelle ich fest, daß Christopher Street Day gefeiert wird, überall sind Buden wie auf dem Weihnachtsmarkt aufgebaut, es gibt Popcorn, Reibekuchen und jede Menge Regenbogenfahnen. Der Primark daneben ist überfüllt wie immer, da lohnt sich nur in Köln einmal ein Besuch (und nein, ich kaufe dort im Normalfall keine Kleidung, aber Queen Size Bettwäsche - der Fluch der Sondergröße ^^). 


Ich fahre weiter - nächste Station Ostbahnhof. Die ganze Zeit hatte ich das Gefühl, immer noch mehr, schneller etwas sehen und erleben zu müssen, jetzt wusste ich, daß ich meinen letzten Tagespunkt erreichte. 
Eigentlich mochte ich den Westhafen immer sehr, aber der Osthafen ist dafür jung und lebendig. 


Ich lief an der EZB vorbei, sah hinunter auf den Main, umrundete den Skatepark und kehrte danach zurück 'nach Hause' auf den Lerchesberg, Katzen bespaßen - und langsam trudelten dann auch meine Gastgeber ein :)

Am Samstag dachte ich eigentlich, daß ich gar keine Zeit hatte, wenn ich bei den Party-Vorbereitungen helfen wollte, aber dann konnte ich mich doch beim Einkauf für eine Weile davonstehlen. 


Ab Zeil, lief ich zum Römer, über den gerade die Pride Parade rollte, dann ging es über den Eisernen Steg nach Sachsenhausen. 
An den Museen vorbei erreichte ich den Schweizer Platz, schaute kurz nach, was es im Oxfam gerade alles so gibt und kaufte in der einen Lieblingsbäckerei das was ich dort immer gekauft habe und in der zweiten, was ich sonst in dieser gekauft hatte - wenngleich sonst nicht beides an einem Tag ^^.


Im ‚HIT‘ holten mich die Partyeinkäufer wieder ein, und ich besorgte ein paar fränkische Biersorten, die es von alleine nicht bis NRW schaffen. Geschenke für A.
Dann ging es mit den Vorbereitungen für die große Feier los und ich versuchte mich nicht zu sehr in der Küche zu blamieren. Ich glaube, wenn ich eine ganze Woche mit der Familie kochen würde, könnte ich eine ziemlich steile Lernkurve hinlegen - so versuchte ich stattdessen meine bescheidenen Aufgaben zu erledigen und nicht im Weg zu stehen. 
Die Feier am Abend war dann sehr schön, weil ich Freunde wiedergesehen und mich gut unterhalten habe, ehe es viel zu spät ins Bett ging.


Der nächste Morgen war dementsprechend brutal und ich musste eine emotionale Krise bewältigen, bis ich es sicher mit meinem Gepäck zum Louisa Bahnhof schaffte.
Eigentlich perfekt um sich beim Hauptbahnhof irgendwo hinzusetzen und mit Tee und Schoko-Muffin in der Hand an Ort und Stelle zu versacken, bis meine Rückfahrt begänne. Leider war mein Unterbewußtsein, was mir das ganze Wochenende empfahl mehr Dinge in die Zeit hineinzustecken, immer noch am Zug und ich zu schwach um mich dagegen zu wehren.
Also brachte ich mein Gepäck in einem Bahnhof-Schließfach unter, und es ging zum Skyline - Garten auf dem Dach des gleichnamigen Einkaufszentrums. 

Wie cool ist eigentlich dieser rote Pickup Truck in dem Bild (links)?


Dieser Lieblingsplatz von mir war immer noch beeindruckend, man kommt den umliegenden Hochhäusern gefühlt so viel näher und befindet sich dazu auf einem Dachgarten. 
Aber leider wurden offenbar keine neuen Pflanzen mehr nachgepflanzt: Es war nicht ungepflegt oder zugemüllt, aber es gab sehr viele braune Stellen und die Leute hatten Trampelpfade in den Beeten hinterlassen. Schade.
Jetzt ging es schnell zurück in die Innenstadt, zum Saravanaa Bhavan. 
Diese südindische Restaurantkette im Bahnhofsviertel ist ein Muss eines jeden Frankfurt Besuches. Heute gab es zum Frühstück Idli, Chai und außerdem nahm ich Medhu Vada für A. mit. 
Der Gründer dieser Restaurants ist vor kurzem in Indien verstorben - kurz vor einer Gefängnisstrafe, die er antreten sollte. Ich hoffe das führt nicht zum Ende des Unternehmens, eine Expansion würde mir eher gefallen.


Am Bahnhof gab es dann noch einen Bagel mit Radieschen und Frischkäse vom Traffic Snack - für die vier-einhalbstündige Busfahrt zurück. Mein Mann würde dort nie mehr etwas kaufen, weil er sich ein paar Mal um sein Restgeld streiten musste - ich bin nicht so konsequent wenn es um gutes Essen geht, zähle mein Geld vorher ab und bezahle passend. 
Dann endlich ging es mit dem Fernbus zurück in die andere Krönungsstadt der dt. Kaiser. Die Fahrt war dieses Mal vermutlich gut, ich verbrachte sie im dämmrigen Halbschlaf und kann mich deswegen an keine Einzelheiten erinnern. 
Wieder zurück in Würselen ging ich früh zu Bett und selbst mein Unterbewußtsein, welches das ganze Wochenende gefühlt an der Seitenlinie stand um immer nur ‚höher, weiter, schneller, mehr‘ zu rufen - konnte sich endlich entspannen. 

9. Juli 2018

Römerkastell Saalburg

Haftungsausschluß: Dieser Artikel enthält Links und es wurden Orte benannt, doch ich wurde nicht bezahlt um diese Webseiten oder entsprechenden Gebiete zu bewerben. 
 
 Vor der Porta Praetoria


Zwei Freiluft-Museen im Taunus, die wir schon seit unserem Umzug nach Frankfurt besuchen wollten, sind die Saalburg sowie der Hessenpark (in einem weiteren Artikel). 
Beide befinden sich in der Nähe von Bad Homburg, man kann mit dem Bus hinfahren, es gibt einen Wanderweg, der die Museen verbindet - wir waren jedoch bequem mit unseren Freunden per Auto unterwegs :) 

19. Juni 2018

Bad Homburg vor der Höhe


Die bekannte Kurstadt in der Nähe Frankfurts, haben wir im letzten Jahr erstmals besucht - und waren in diesem Jahr zufällig nochmals dort.
Als wir nach Hessen zogen, hatten mich Kurstädte zuerst überhaupt nicht interessiert - solange ich unzählige mittelalterliche, verschachtelte Stadtkerne entlang der Deutschen Fachwerkstraße besichtigen konnte, standen neoklassizistische Kurhäuser und Gründerzeitvillen nicht gerade am Anfang meiner Liste.


15. Juni 2018

Eine Runde Weinberg

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Am vergangenen Wochenende wollten wir eine kleine entspannte Runde im Rheingau laufen, mehr konnte man bei der zu dem Zeitpunkt herrschenden Hitze auch gar nicht machen. Unsere Freunde planten jedoch mit 17 km, wir mit 9, so daß wir uns letztlich entschieden, daß jeder die Strecke läuft, die er sich bei dem Wetter zutraut und dafür treffen wir uns um 18 Uhr in Hattenheim zum Abendessen im ‚Kronenschlösschen‘.

Gesagt, getan - 14 Uhr ab Frankfurt, brachte uns (A. und mich) der Rheingau-Express wie immer pünktlich an unser Ziel. Ich hatte mir zum ersten Mal eine Tour von Komoot herausgesucht und war mir etwas unsicher, was die Zeitangaben anging, die Tour sollte eigentlich 2 1/2 Stunden dauern, aber mit Weg suchen, plante ich von vornherein 3 Stunden ein. 


Es handelte sich um einen Rundweg ab Bahnhof Hattenheim, den Weinberg hinauf nach Hallgarten, von dort hinunter an den Rhein in Oestrich-Winkel und danach am Rhein entlang, zurück nach Hattenheim. 


9. Juni 2018

In der Kubacher Kristallhöhle

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Nachdem wir im Februar Wetzlar besucht haben, wollten wir uns auch einige der umliegenden Orte entlang der Lahn ansehen, vor allem Braunfels und Weilburg. Als ich mir die Informationen über Weilburg durchlas, stieß ich dann auf eine Höhle in einem Vorort von Weilburg, der Kubacher Kristallhöhle. Da A. noch nie in einer Höhle, Mine oder sonst Untertage war, fand er die Idee sehr gut und so beschlossen wir, uns zuallererst die Kristallhöhle anzusehen und danach die Innenstadt von Weilburg.
Kristallhöhle klingt etwas irreführend, da es sich um Kalkkristalle handelt, die unter Wasser gewachsen sind. Deswegen sind viele rund (Perlsinter), weiß und es glitzert. Aufgrund der Bedingungen in der Höhle (ganzjährig 9°C) wachsen auch die Tropfsteine nur im kaum meßbaren Bereich.


5. Juni 2018

Fulda

Der Hexenturm, sowie (noch aktives) Kloster und Kirche


Seit Februar wollten wir Fulda, die Barockstadt im Osten Hessens besuchen und jedes Mal machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung, denn selbst wenn es überall sonnig war, in Fulda regnete es trotzdem. So fuhren wir stattdessen nach Wetzlar, fassten Seligenstadt ins Auge und blieben letztlich zu Hause, und selbst unsere Felsenmeer Tour entstand nur, weil es im eigentlichen Ziel Fulda mal wieder nass vom Himmel kam.
Dann jedoch verbrachte meine Schwester eine Woche zur Fortbildung in Fulda und ich besuchte sie an ihrem vorletzten Tag. Der Wetterbericht zeigte gnädiger Weise einen Mix aus Regen und Sonne an, es regnete aber kaum.

2. Juni 2018

Felsenmeer


Als wir vor drei Jahren nach Frankfurt zogen, sah ich mir an, was man in Hessen alles besichtigen könnte und ganz oben auf meiner Wunschliste stand das Felsenmeer: Eine große Ansammlung von rundgeschliffenen Felsbrocken an einem Abhang, die einst durch Verwitterung von Quarzdiorit entstanden sind. Selbst den Römern diente das weitläufige Gelände bereits als Steinbruch - ihre zerbrochenen Werkstücke kann man immer noch vor Ort bewundern.

12. April 2018

Radtour: Rhein und Main

Schiersteiner Hafen
.
Mainz Kastel

Am Wochenende wanderten wir zum ersten Mal in diesem Jahr wieder an der Nahe entlang, diesen Wanderweg habe ich bereits hier: Link, beschrieben und in den Sonntagssachen auf Teodeco finden sich aktuelle Fotos. 
Gestern nun nutzte ich einen Arztbesuch in Wiesbaden um mein Fahrrad mitzunehmen und gleich nach dem Termin ging es mit dem Zug bis Wiesbaden Schierstein.


7. April 2018

Ein sonniger Nachmittag in Darmstadt


Von unserem S-Bahnhof ‚Louisa‘ aus, erreicht man in 19 Minuten mit der S3, die viertgrößte Großstadt Hessens: Darmstadt. Dennoch haben wir es jahrelang nicht dorthin geschafft. Wir wollten immer ins ‚Hessische Landesmuseum‘ und hatten uns das als ewige Schlechtwetter-Option vorgehalten, nur kam es leider nie zum Besuch.
Als wir an einem (sonnigen) Sonntag vor Ostern, endlich zur Stadterkundung aufbrachen, wussten wir nur das über die Stadt: Der zentrale Platz heißt Luisenplatz; es gibt ein Hundertwasserhaus namens Waldspirale; und die Mathildenhöhe war einst eine Keimzelle des deutschen Jugendstils.


8. März 2018

Kronberg und Königstein


Das Wetter verkündet Frühling, mir geht es gesundheitlich besser und so kann man langsam wieder an die neue Wander-Saison denken. Eine Tour, die mir sehr gut gefiel, unternahmen wir vor zwei Jahren im Taunus - um drei Burgen zu besuchen. 
Leider sind wir nicht sehr viel gewandert, weil unser Begleiter Knieprobleme hatte - und schafften letztlich auch nur zwei der drei Burgen - aber es war ein wunderschöner klarer Tag und man hatte einen guten Fernblick selbst bis nach Frankfurt.


In der ehemaligen Künstlerkolonie Kronberg war ich vorher noch nie, in Königstein dagegen zur Kur. Da das eine Fastenkur war (und für einen Migränepatienten schwierig, auch ohne Schmerzmittel) ging es mir damals nicht gut… aber selbst durch den Dunst der damaligen Tage erinnerte ich mich an die grünen Landschaften, die Quellen im Wald und die Fachwerkhäuser in der kleinen Innenstadt.
Wir fuhren an diesem Vorfrühlingstag jedenfalls bis Kronberg mit der Bahn, ließen das Schloßhotel der Familie von Hessen völlig außen vor und begannen sofort mit dem Anstieg zur Burg Kronberg, die leider noch geschlossen war.


Nach einem kurzen Gang durch die kleine Innenstadt (und Einkehr in einer alteingesessenen Bäckerei, wo A. zum ersten Mal Frankfurter Kranz bestellte) ging es mit dem Bus am Opel Zoo vorbei nach Königstein. 
Hier wäre ich gerne lieber gewandert, aber so konnte man sich auf der Fahrt auch einmal aufwärmen, denn im Taunus ist es meist kühler als in Frankfurt.


In Königsstein liefen wir hinauf zur Burgruine, die immerhin eine der größten Höhenburgruinen Deutschlands ist. 
Sie war sogar geöffnet, so daß wir mit der Besichtigung beginnen konnten: Wir stiegen in die finstersten Kellergänge, die noch völlig vereist waren; liefen um die Burg herum; sahen die ehemalige Kapelle und saßen in Fensterhöhlen mit Eiszapfen-Schmuck - bevor wir für den perfekten Rundumblick auf den Bergfried kletterten. 


Nach diesem Besuch entschieden wir uns, die Besichtigung der Burgruine Falkenstein auf ‚später‘ zu verschieben, irgendwann schaffen wir das auch noch ^^ und es ging mit dem Zug zurück nach Frankfurt

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