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15. Juni 2018

Eine Runde Weinberg

 Haftungsausschluss: Dieser Artikel enthält Links, doch ich wurde nicht bezahlt um diese Webseiten oder entsprechenden Lokalitäten zu bewerben.

Am vergangenen Wochenende wollten wir eine kleine entspannte Runde im Rheingau laufen, mehr konnte man bei der zu dem Zeitpunkt herrschenden Hitze auch gar nicht machen. Unsere Freunde planten jedoch mit 17 km, wir mit 9, so daß wir uns letztlich entschieden, daß jeder die Strecke läuft, die er sich bei dem Wetter zutraut und dafür treffen wir uns um 18 Uhr in Hattenheim zum Abendessen im ‚Kronenschlösschen‘.

Gesagt, getan - 14 Uhr ab Frankfurt, brachte uns (A. und mich) der Rheingau-Express wie immer pünktlich an unser Ziel. Ich hatte mir zum ersten Mal eine Tour von Komoot herausgesucht und war mir etwas unsicher, was die Zeitangaben anging, die Tour sollte eigentlich 2 1/2 Stunden dauern, aber mit Weg suchen, plante ich von vornherein 3 Stunden ein. 


Es handelte sich um einen Rundweg ab Bahnhof Hattenheim, den Weinberg hinauf nach Hallgarten, von dort hinunter an den Rhein in Oestrich-Winkel und danach am Rhein entlang, zurück nach Hattenheim. 


3. Oktober 2017

Dumm (und dann nicht) gelaufen

Eigentlich wollte ich heute wieder am Rhein wandern gehen, auf neuer Strecke von Rüdesheim nach Oestrich Winkel quer durch die Weinberge und Weinlese, stattdessen sitze ich zu Hause und bin blöderweise krank. Eigentlich bin ich schon die ganze Woche krank und hoffte sehr, daß es bis heute besser wird, aber leider erfüllte sich dieser Wunsch nicht.
A. hatte bereits seit Sonntag Bedenken, weil meine Bronchitis sich weiter verschlimmerte, aber ich hätte eigentlich nur eine gute Nacht gebraucht. Stattdessen ruhe ich seit zwei Nächten, sitzend auf der Couch - damit ich durch die Asthma-Anfälle noch atmen kann, und schlafe höchstens drei Stunden. Heute morgen lief ich die kurze Treppe nach draußen hoch um etwas wegzuwerfen und war danach außer Atem, damit musste ich die Wanderung für mich streichen.
A. läuft stattdessen alleine mit unserer mittlerweile gut etablierten Wandergruppe los und kann mir hoffentlich viel berichten :)

Das sind übrigens drei Rüdesheim Bilder aus dem letzten Oktober: 

12. August 2017

Wiesbaden - Biebrich und Schierstein

Die Gartenseite von Schloß Biebrich


An einem schönen, sonnigem Samstag folgten wir der Empfehlung unseres Vermieters und fuhren nach Wiesbaden Biebrich. Dort sahen wir uns den Schloßpark samt Schloß an, bevor es danach weiter zum Hafen von Schierstein ging. 
Das Schloß in Biebrich entstand über lange Zeit und den üblichen Umbauten ab 1700, bis es sein heutiges hautpsächliches Barock-Aussehen erreichte. Genauso wurde der Garten immer wieder umgestaltet, zuletzt im englischen Stil inklusiver einer künstlichen Ruine, der Mosburg. 


Diese wurde auf die Grundmauern einer alten Festung aufgebaut und Goethe, der den Park einst besuchte, machte sich milde darüber lustig.
Zu der Zeit waren künstliche Ruinen offenbar ein bißchen zu sehr in Mode. Das eigentliche Schloß fand er dagegen großartig, vorallem die ehemaligen Orangerien, mit beidseitigem Blick auf Garten und den Rhein.

Die Nilgänse sind hier ganz offensichtlich zu Hause. 


Ein bißchen erinnerte mich das Emsemble an Schloß Sanssouci (vielleicht weil es auch einst Sommerresidenz war), obwohl die Lage direkt neben dem Fluß natürlich eine völlig andere ist. 
Nach der Parkbesichtigung folgten wir der Rheinpromenade vorbei an den Biebricher Villen, in denen u.a. Wagner ‚Die Meistersinger‘ geschrieben hat. 


Bald erreichten wir das Ende von Biebrich und liefen weiter am Rhein Richtung Schierstein. Das ist auch der Anfang der ersten Etappe des Rheinsteigs.
Es war jedoch ein so drückend heißer Tag, daß uns der eigentlich anspruchslose Weg immer länger und länger vorkam und obwohl wir direkt am Fluß entlang gingen, wehte nicht das geringste Lüftchen. Deswegen liefen wir bald ein Stück weiter weg vom Fluß, einfach weil wir dort von Baumschatten zu Baumschatten wandern konnten.
Alsbald war jedoch auch das geschafft, wir durchquerten die Brücke und standen vor dem Binnenhafen Schierstein, der 1858 angelegt wurde und mittlerweile hauptsächlich von Yachthäfen genutzt wird. Dadurch sieht es so aus, als wenn man sich plötzlich an einem geschäftigen See befindet.


Leider war es immer noch zu heiß, als daß wir besonders viel auf Entdeckungsreise gehen wollten, also schleppten wir uns nur nach Schierstein und die erste Gaststätte war unsere.
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Bei anderem Wetter wären wir sicherlich einmal um den Hafen gelaufen und hätten die 1967 errichtete Dyckerhoff Fußgängerbrücke (eine der ersten Spannbetonbrücken in Deutschland) nicht nur aus der Ferne bewundert. 
Danach sahen wir uns mit neuer Kraft den kleinen Stadtkern von Schierstein an: Es gibt dort sogar Storchennester - und mit dem nächsten Zug ging es letztlich zurück nach Frankfurt.
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18. Juli 2017

Rhein-Burgen Weg


Die zweite Wanderung in diesem Jahr war eine Etappe des linksrheinischen Rhein-Burgen Weges: Von Bingen nach Trechtingshausen.
Die Strecke betrug ca. 17 km, war aber weniger anspruchsvoll als die Nahe Wanderung, da man nur einmal die Felsen hochsteigen musste und dann mehr oder weniger auf einer Ebene blieb, einem Höhenwanderweg entlang des Rheins.
Die Besetzung war auch fast die gleiche, wie bei der (ersten) Nahe Wanderung: meine Vermieterin, ihre Freundin - nur, daß statt einem dieses Mal zwei Hunde dabei waren. Die Haushündin Lou ist zwar schon sehr alt, halb blind und taub, doch 20 km Wanderungen sind für sie offenbar kein Thema.
Da ich noch nie 17 km an einem Stück gewandert bin, war ich mir vorher gar nicht so sicher ob ich das schaffen würde. Als ich A. fragte, ob er mir das zutraut, kam dann auch gleich die prompte Antwort: Nein, auf keinen Fall, das ist zuviel ... wenn man mal den Mann um Motivation bittet ^^ Auf diesem Teilstück kann man jedoch wenig abkürzen, so daß ich einfach hoffen musste, daß es schon gut gehen wird.
Ab Bingen Bahnhof ging es ein Stück an der Straße entlang, bis man neben einem ehemaligen Bergwerk, den Aufstieg findet - danach musste man eigentlich nur den markanten R-Schildern folgen. Nach einiger Zeit erreichte man erste Aussichtspunkte auf den Rhein, bis der Weg eine Weile tiefer in den Wald führte. Im Verlauf der Wanderung sah man den Rhein erst wieder nach der Halbzeit, am Schweizer Haus.


Zuerst konnte man sich an einer Hängebrücke erfreuen, die zwar nicht Teil unseres Weges war, aber trotzdem (dann eben zweimal) überquert werden musste. 


Kurz dahinter befanden sich die Ruinen eines ehemaligen römischen Vorsorgungshofes, einer Villa Rustica. Sie gehörte einst zu dem engmaschigen System an Höfen und Kastellen, mit denen die Römer ihr Gebiet unterteilt hatten.
Danach führte der Weg durch die schöne Steckenschlääferklamm, wo selbst Kindern das Wandern Spaß machen kann, schließlich haben die meisten Bäume geschnitzte Gesichter.


Nach der Klamm war der Weg wegen Ausspülung gesperrt, wir ignorierten diese Schilder und liefen weiter. Die Aufräumarbeiten nach vergangenen Unwettern waren aber schon weit fortgeschritten, so daß der gesperrte Weg nicht schwieriger zu begehen war, als die vorherigen Pfade. 
Ich musste hin und wieder beim Fotografieren aufpassen, daß ich beim unbedachten Rückwärtslaufen nicht gleich ins Flussbett purzele, aber das sollte man hinbekommen.


Ein kleiner Aufstieg brachte uns zum Schweizer Haus, zum Mittags-Einkehrschwung.
Kaum waren wir damit fertig, begann das Gewitter, von dem sich die Wetterexperten den ganzen Tag uneinig war, ob es nun stattfinden würde und wann. 
Also saßen wir noch eine Weile unter dem Vordach des Hauses, unterhielten uns mit den Wirtsleuten und warteten ab. Dabei erfuhren wir einiges über die Schafsherde des Hofes, die dort ein Leben im Schafshimmel führen, denn ihr einziger Verwendungszweck ist der als Rasenmäher - weder Wolle, Milch, Fleisch wird verwendet. - Kummer bereiten zwar uneinsichtige Zeitgenossen, die ihre Hunde wildern lassen - ansonsten ist gerade Amadeus, der Bock, ein wahrer Charmeur, der gerne einmal der Kellnerin hinterläuft oder an den Tischen um Brot bettelt. 


Nach dem Gewitter hatten wir uns gut ausgeruht und so ging es an die letzten Teilstücke des Weges. Zuerst liefen wir an der romantischen Burg Rheinstein vorbei, ehe man beim Morgenbachtal auf einen weiteren gesperrten Wegabschnitt stößt. 


Dieses Mal war es an manchen Stellen durchaus kniffelig, so daß es mich einmal auf die Knie warf. Der einzige wirklich komplizierte Bereich hatte jedoch ein Drahtseil zum Sichern. 
Dafür gab es zur Belohnung aber erneut wunderschöne Ausblicke auf Rhein, die andere Rheinseite und die Burg Reichenstein - quasi unser Ziel kurz vor Trechtingshausen.


Als wir unten im Tal vor der Burg angekommen waren, sahen wir, daß selbst dort die vergangen Unwetter Teile der Straße ausgerissen hatten.
Zur Burg selbst wollten wir nicht hochsteigen, stattdessen war der Bahnhof Trechtingshausen unser Ziel. Aber da wir uns im Schweizer Haus so erholt hatten, hatten wir noch Reserven und beschlossen direkt am Rhein nach Bingen zurückzulaufen. 
Das war mit den Hunden auf dem Radweg etwas anstrengend, zum Glück fanden wir jedoch einen kleinen Wanderweg, der parallel dazu bis nach Bingen zurückführte. 


Und so wurden aus 17 km dann letzlich ein 22 km Rundkurs zurück zum Auto am Bingener Bahnhof, und ich hatte damit keine Probleme :) 
Nach der Wanderung fuhren wir mit der Fähre über den Rhein nach Oestrich Winkel in den Rheingau. Dort kehrten wir im tollen Fraund’s Restaurant im Zehntenhof ein (das habe ich bereits in Teodeco erwähnt) - das perfekte Ende eines erfolgreichen Tages.

30. Juni 2017

Flashback Friday - Eltville


Das ist ein Artikel, den ich im September vergangenen Jahres schrieb, nach einem ersten Besuch in Eltville. Leider ging das dann in den Vorbereitungen für den Indien-Urlaub unter, so daß dieser Blogpost nie erschien. Also füge ich ihn jetzt in dieser intensiven Blog Woche, als Flashback ein.
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Eltville - Die Rosen-, Wein-, Sekt- und Gutenbergstadt - hat nicht nur die meisten offiziellen Attribute, die mir je untergekommen sind (normalerweise gibt es nur eins… wie z.B. Lutherstadt) sondern es handelt sich auch um die größte Stadt im Rheingau. Der Name selbst: Eltville, klingt zwar französisch, er leitet sich jedoch vom lateinischen ‚Alta Villa‘ ab. Die Römer gründeten dort also einst einen höher gelegenen Landsitz und bauten Wein an.
Die Stadt liegt noch nicht an den dramatischen Steigungen der Rheinberge, so daß die Weine eher in sanften Hügeln um Eltville herum angebaut werden. Direkt im Ort gibt es auch Weinberge, die jedoch von so hohen Mauern umschlossen sind, daß man den Weinberg nur vom Wohnturm der Kurfürstlichen Burg sehen kann. (Solche umfriedeten Lagen können übrigens die Bezeichnung ‚Clos‘ auf den Wein-Etiketten führen.)


Der historische Teil der Altstadt ist vermutlich kleiner als der von Rüdesheim.
Dafür hat Eltville keine Bahnstrecke, die die Stadt vom Rhein trennt, so daß man stattdessen auf einer schönen Promenade am Rhein, und an den Villen der Weingüter (darunter solch bekannte Namen wie Mumm) entlang spazieren kann.


Nach einem kurzen Rundgang durch die Stadt, gelangte ich zur Burg, sah mir den Rosengarten im Wallgraben an, traute mich sogar den engen Treppengang hinunter ins Verlies und danach ging es hinauf in den Wohnturm. 


In den einzelnen Etagen lernte man etwas über die Stadt und natürlich Gutenberg - dem Erfinder der einzelnen, beweglichen Buchstaben, welche den Buchdruck revolutionierten - dessen Familie nur ein paar Häuser weiter wohnte. 
Ich hätte gerne noch eine Flasche Wein aus der Stadt mitgenommen, doch es war Dienstag, und sämtliche Verkaufsstellen/spezielle Weinläden geschlossen. Das kannte ich sonst vom Montag, doch in Eltville ist es wohl nur das Wochenende das genügend Besucher in die Stadt bringt. - Wenn ich ernsthaft danach gesucht hätte, hätte ich sicher trotzdem noch Wein finden können, so aber wollte ich den nächsten Zug nicht verpassen und demnach ging es zurück nach Frankfurt. 
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Und nach kleinen Häuschen halte ich immer Ausschau ... :)

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