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8. Juni 2018

Flashback Friday


Das sind Fotos vom Straßenkarneval in diesem Jahr, als ich eigentlich noch mit der Grippe zu tun hatte (im Abklingen) und ganz sicher nicht unterwegs sein sollte. Allerdings hatte ich meine schöne bunte Perücke schon vor Monaten gekauft (als Teil eines Kostüms, aber zu mehr reichte es nicht an diesem Tag) und war etwas enttäuscht, als ich am Sonntag so überhaupt nicht zum Umzug in Frankfurt gehen konnte.
In der darauffolgenden Woche ging es mir tagsüber aber schon viel besser und so sah ich mir die Stadtteilumzüge an (zwischen Wartezimmer-Besuchen). Natürlich hielt ich dabei einen möglichst großen Abstand zu meinen Mitmenschen ein, ich war mir nicht sicher, ob ich noch ansteckend war, aber lieber nichts riskieren.
Und nach ca. einer Viertelstunde in der Kälte signalisierte mein Körper ohnehin bereits, daß es jetzt reicht… also ging es wieder nach Hause :)
Vielleicht sehe ich mir im nächsten Jahr endlich einmal den Kölner Karneval an, wo wir nun quasi in die Nähe ziehen. Aber so richtig Lust habe ich eigentlich gar nicht auf so eine Massenveranstaltung. 

7. März 2017

Lumpenmontag


Am Rosenmontag besuchte ich in diesem Jahr den Karnevalsumzug in Neu-Isenburg. Dort heißt der Umzug Lumpenmontag (den es übrigens auch in anderen Gemeinden gibt).
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So ganz hat sich mir die Figur des Lump nicht erschlossen bzw. was sie eigentlich darstellen soll. Es scheint aber bereits im 19. Jahrhundert in Mode gewesen zu sein, sich in Lumpen zum Karneval zu kostümieren - vielleicht auch ein Hinweis auf das einst im Ort übliche Textil-Handwerk des Strumpfwirkers.
Die zweite Figur ist der Watz, eine Art Karikatur des Hugenotten, schließlich ist Neu-Isenburg eine Hugenottengründung. Deswegen nennt sich die Stadt während der fünften Jahreszeit auch gerne Watzedonien.
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Früher wurde beim Gestalten der Karnvalswagen immer Linsensuppe ausgeschenkt, so daß diese mittlerweile zum Umzug genauso dazu gehört, wie die leicht gruseligen Hexen (in wunderschöner Flickenkleidung) mit ihren Holzmasken.
Auf dem Frankfurter Karneval konnte man in diesem Jahr keine einzige Maske sehen, also waren sie wohl aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt worden - das ist zum Glück im kleinen Vorstädtchen noch anders :) 

Bei den Hexen liefen zwei dieser Hörner-tragenden Gestalten mit. Der eine blieb brav in der Gruppe, während der zweite hinter der Zuschauerreihe mitlief - creepy! 


Ansonsten sieht man die üblichen Garden mit ihren unterschiedlichen Farben, die Wagen mit lauter Musik, eine Kanone und die Spielmannzüge mit flotten Märschen. 
Eine schöne Abwechslung waren dagegen die Rollschuhfahrer/-innen mit einem ‚Charlie und die Schokoladenfabrik‘ Motiv. 

Nutella Wonka trifft auf Herrn Einstein

Die Mitglieder des Ehrensenats sorgen mit ihren Jahresbeiträgen für die finanzielle Grundsicherung der Parade. 

Anders als in Frankfurt war die Fahrstrecke nicht abgesperrt; und die Atmosphäre ist in einer kleineren Stadt natürlich auch ganz anders, schlichtweg weil das für die meisten Zuschauer, Nachbarn, Verwandte und Freunde sind, die dort in der Parade mitmarschieren :)
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Kamelle in the air


2. März 2017

Karnevalsparade in Frankfurt


Nachdem im letzten Jahr das Wetter zur Fastnacht zu schlecht war, lockte am Sonntag strahlender Sonnenschein in die Innenstadt, und so machten auch wir uns auf zum Römer. 
Zuerst fuhren wir mit der S-Bahn bis Konstablerwache, liefen dann ein Stückchen mit dem Zug mit, bis wir die Stellen fanden, wo man sich durch die Absperrungen auf die andere Straßenseite schlängeln konnte. 

 Überall auf der Strecke sah man bunt geschmückte Balkone und Fenster; und teilweise flogen die Kamelle auch extra in diese Richtungen :) 


Wie bereits beim letzten Umzug, den wir besucht hatten - war die Stimmung sehr entspannt, mit ansteckender guter Laune, man befindet sich eben in keiner ‚Karnevalshochburg‘ und hat dementsprechend weniger Ausfälle wie z.B. Schnapsleichen und zu überfüllte Straßen zu befürchten. 
Fast am Ende der Strecke fanden wir sogar den perfekten Platz zum Fotografieren, direkt neben den Wagen und in der Sonne. Dafür lebte man dort auch etwas gefährlich, denn die Kamelle flog einem öfter mal direkt ins Gesicht ^^
In diesem Jahr wurde auch viel veganes Duschgel in Probierpackungen geworfen, etwas womit man den Süßigkeiten sammelnden Kindern sicher keine Freude machte - praktischer waren da, die (zuvor verteilten) blauen Taschen von Ikea, die sofort zum Einsatz kamen. 


Die Züge verliefen ansonsten so wie immer, die kleinsten Funkenmariechen waren dabei sichtlich geschafft vom stundenlangen Marsch durch die Stadt - während man es auf den größeren Wagen wohl nur mit Alkohol aushielt, wenn man drei Stunden lang die gleichen fünf Lieder immer und immer wieder anhören muss. 


Die politischen Figuren waren relativ zahm, Erdogan las ein Buch über Diktatur, ‚über Trump lacht die ganze Welt‘ - war auch nicht brisant, am ehesten wurde noch Frau Merkel auf die Schippe genommen - also, man wollte hier sicher nicht zu sehr provozieren. 


Ansonsten verlief alles reibungslos - die Polizisten wurden sogar zu echten Helden, in dem sie den Kindern die Bonbons brachten, die unerreichbar in der Mitte der Straße lagen.
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Am Rosenmontag ging es für mich zum 'Lumpen' Umzug nach Neu-Isenburg - darüber dann mehr in meinem nächsten Artikel :) 


5. März 2015

Frankfurter Karneval


Anfang Februar sahen wir uns den Karneval in der Stadt. an. 
In Frankfurt fand der große Umzug am Sonntag vor dem Rosenmontag statt und da wir Ausversehen eine Stunde vor Beginn ankamen, sahen wir der gesamten Veranstaltung bei den Vorbereitungen am Mainkai zu, liefen den Zug ab und amüsierten uns über die diesjährigen politischen Figuren, die noch in einer schattigen Nebenstraße auf ihren Einsatz warteten.
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Alle Leute waren sehr entspannt und genossen das sonnige Wetter, nur der Zug des türkischen Kulturzentrums musste mit großem Polizeiaufkommen gesichert werden, Pegida Gegendemonstranten inklusive.

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Abgesehen von diesem und einem indischen Wagen, ist der Karneval jedoch eine rein deutsche Angelegenheit, es gibt keine andersfarbigen Funkenmariechen oder Karnevalsprinzen. Die Züge spielten fast alle deutsche Kneipenmusik, deren Auswahl offenbar sehr begrenzt ist, so daß man alle fünf Minuten von irgendwoher ‚Heute fährt die 18 bis nach Istanbul‘ beziehungsweise ‚Deine Schwester ist ein richtig geiles Luder‘ mitgröhlen konnte, wenn es nicht ohnehin wieder ‚Atemlos‘ wurde - dann doch lieber Spielmannzüge.
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Als sich die Wagen endlich in Bewegung setzten, liefen wir mit, sammelten ein paar ‚Kamelle‘ ein und versuchten uns an interessanten Fotos (schließlich hatten wir beide zur Feier des Tages unsere schweren DSLR mitgeschleppt, statt des so bequemen Smartphones^^) 
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Da ich dabei offenbar zu konzentriert aussah, wurde ich vom ‚Ebbelwoi‘ Express herangewunken und bekam ein Glas Apfelwein in die Hand gedrückt - zum Entspannen.
Das funktionierte sehr gut, denn für die nächste Stunde wurden meine Fotos eher leicht unscharf, aber egal, das war lustig :))
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Nachdem ich meinem Magen eine etwas bessere Basis gegeben hatte, mit glasierten Berlinern, die hier Kreppel heißen, ging es mir aber schon wieder etwas besser und wir liefen weiter bis zu den Bühnen auf dem Römer. 
Die Menschenmassen waren erträglich, natürlich gab es sich sinnlos betrinkende Jugendliche - aber es hielt sich alles in Grenzen, war tatsächlich eher gemütlich als verrückt. Nach eine Weile kehrten wir zum Mainufer zurück, wo die Wagen kurz vor Ende ihrer Fahrt den gesamten Bonbonrest verteilten, hier sammelte schon keiner mehr was auf. Jetzt mussten wir nur noch eine der Mainbrücken überqueren und schon waren wir zurück in ‚unserem‘ Stadtteil :)
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Am nächsten Tag fuhr ich nach Köln. 
Das fand eher zufällig am Rosenmontag statt, denn eigentlich wollte ich nur meine Schwester besuchen, die vor kurzem in die Stadt gezogen war. Das ist für mich sehr praktisch, denn die Fahrt von Frankfurt nach Köln beträgt nur ca. 2 Stunden und da man die vielen Fernbusverbindungen nutzen kann, bezahlt man in der Regel um die 7 € für die Fahrt. 
Der Bus musste in Köln natürlich eine etwas andere Route fahren, denn viele Straßen waren abgesperrt, doch letztlich landeten wir am Hauptbahnhof inmitten des Karneval ‚Mayhem‘ 
Von entspannt konnte hier wahrlich keine Rede sein, überall war Polizei und die ausnahmslos verkleideten Menschen torkelten in verschiedenen Stadien des Alkoholkonsums durch den Bahnhof, während ich inmitten des Chaos versuchte herauszufinden, wie ich trotz veränderter Straßenbahnlinien an mein Ziel kommen konnte. Linkerhand übergaben sich Kinder (waren die überhaupt schon 16?) rechterhand sah man den Dom und einen Teil der Umzuges. Mein Schwager erklärte mir letztlich am Telefon, wie ich die Stadt umfahren konnte, dazu fuhr ich mit der S-Bahn bis zu einer Straßenbahn-Endhaltestelle und sozusagen von hinten erreichte ich mein Ziel in Braunsfeld.
Ganz vom Karneval verschont war man dort natürlich nicht, durch den Stadtwald liefen Superman, Mini-Feuerwehrmänner, Sombrero-Hut-Besitzer und die sieben betrunkenen Zwerge, doch es war wieder erträglich. 
Von einem Kölner wurde mir noch am gleichen Tag bescheinigt, daß der Frankfurter Karneval gar keiner ist, weil Frankfurt kann gar kein Karneval - aber ich glaube ich fand die falsche Version eigentlich ganz gut :)

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