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28. Juni 2020

Erdbeer-Saison


In unserem Garten wachsen viele Pflanzen nicht, weil wir zu viele Nacktschnecken abwehren müssen - was jedoch von den Schnecken gemieden wird, sind die Erdbeerpflanzen. Die Früchte selbst werden durchaus ‚angenascht‘ wenn sie tief genug in Bodennähe hängen, die pieksigen, unangenehmen Blätter werden jedoch verschmäht.
Im letzten Jahr hatte ich einen 6er Pack Erdbeerpflanzen gekauft, die Hälfte davon kam in einen Balkonkasten, für die andere Hälfte suchte ich einen sonnigen Standort im Garten. 
Die Balkonerdbeeren machten sich auch sehr gut, wurden jedoch schon bald viel zu groß für ihren Kasten. Die Gartenerdbeeren waren mit ihrem Standort dagegen nicht zufrieden, der Sommer war zu heiß für einen sonnigen Platz neben dem Flieder, der wohl auch noch Wasser zog, so daß von den drei Pflanzen nur noch zwei überlebten. 
Also suchte ich nach einem halbschattigen Ort, der den ausgepflanzten Balkonpflanzen und den traurigen Gartenversionen, plus aller Ableger gefallen würde - und buddelte ein Mini-Erdbeerbeet. 


Darauf kam eine dicke Schicht Rindenmulch, damit die Katzen nicht sofort ein neues Klo vermuteten und dann hieß es abwarten. Zuerst sahen die Ableger nicht sehr lebendig aus - doch dank dem regenreichen Winter wuchsen meine Erdbeerpflanzen zu wahren grünen Monstern heran. Die Blüte ware dieses Jahr ein bißchen später dran und blieb damit von den späten Nachtfrösten verschont, die dafür gesorgt hatten, daß es dieses Jahr keine einzige Heidelbeere gibt und auch die Johannisbeeren nur sehr wenige wurden - und dann kam die Erdbeer-Erntezeit :)
Jeden Abend pflückten wir eine kleine Schale ca. 200g (A. hat gewogen) mit frischen Erdbeeren, die meist kurz danach kleingeschnitten mit dänischer Vanillesauce verzehrt wurden. Ein paar blieben mitunter auch für den täglichen Frühstücks-Smoothie des Mannes übrig.
Jetzt neigt sich die Ernte langsam ihrem Ende entgegen, die vergangene heiße Woche hat viele Erdbeeren zu früh reifen lassen und so sind es jetzt nur noch ein paar kleine rote Murmeln, die wir ernten können und selbst das wird wohl bald beendet sein - schade eigentlich … 


19. Januar 2020

Auf ins Museum


Gestern versprach die Wettervorhersage Dauerregen und so beschlossen wir, am späten Nachmittag nach Aachen zu fahren, das historische Rathaus zu besuchen (eines der städt. Museen) und danach früh zu Abend zu essen, denn laut A. fahren wir abends nie nach Aachen, weil ich immer zu müde bin. Das mag schon stimmen, schließlich werde ich dank tatkräftiger Katzenhilfe jeden Tag gegen 5 Uhr wach, aber die schlechte Anbindung mit dem öff. Nahverkehr von Würselen nach Aachen spielt ebenfalls eine nicht unwesentliche Rolle.
Das Wetter wurde dann doch besser als erwartet, aber wir hielten an unseren Plänen fest, so konnte A. am Tag bei Sonnenschein noch etwas für die neue Woche vorarbeiten, bis unser Ausflug begann.
In Frankfurt haben wir gerade in den Wintermonaten häufiger Museen besucht, ich hatte sogar eine Jahreskarte für die 35+ Museen aus städtischem und Stiftungsbesitz. 

In Aachen gibt es sechs städtische Museen, von denen ich bisher zweimal im Ludwig-Forum für moderne Kunst war, hauptsächlich, weil nur dort jeden Donnerstag freier Eintritt ist. A. war noch in keinem der Aachener Museen und so entschieden wir uns für das Gesamtpaket aller sechs Museen.
Normalerweise hat man ein halbes Jahr Zeit um alle Museen einmal zu besuchen, weil eines der Häuser derzeit umgebaut wird, gilt das Angebot sogar für 12 Monate. 
Es gibt ein ähnliches Angebot für den Euregio-Kreis, wir werden erst einmal sehen, wie lange wir für die sechs Museen brauchen werden, denn das zweite Angebot umfasst 28 Museen.
Das historische Rathaus konnten wir aufgrund einer Veranstaltung dann nicht besuchen und so gingen wir in das ‚Centre Charlemagne‘ direkt daneben an der Längsseite des Katschhofs. 


Trotz des fancy Namens, geht es dort nicht nur um Karl den Großen, sondern es ist im Wesentlichen ein Stadtmuseum, wo der alte Karl natürlich eine wichtige Rolle spielt, so wie auch die Römer und natürlich Couven, der wichtigste Barock-Architekt nach dem großen Stadtbrand von 1656. 
Wie bei den modernen Museen üblich, gibt es viele Möglichkeiten Wissen mit Touch Screens und Kopfhörern zu vermitteln, genauso üblich ist es, daß nicht alles davon auch funktioniert.
Die derzeitige Sonderausstellung handelt vom Leben im Nachkriegs-Aachen. Die Amerikaner kamen bereits Ende 1944 nach Aachen, so daß vieles, was später auf ganz Deutschland ausgeweitet wurde, wie z.B. Organisation, demokratische Umerziehung - aber auch Versorgung der Bevölkerung, Wiederaufbau, Schutz der Museen usw. zuerst in Aachen erprobt wurde.


Nach dem Museumsbesuch gingen wir in ein kleines koreanisches Lokal zum Abendessen und danach in eine gemütliche Gaststätte mit langer Bar, auf ein Bier und eine Crème caramel, bevor es mit dem Bus zurück nach Hause ging. 

4. Januar 2020

Sonnabend, 04.01.2020


Nachdem wir seit Weihnachten so aktiv waren und fast täglich wandern gingen, waren die beiden letzten Tage eher ruhig, am 2. haben wir nicht einmal das Haus verlassen und am 3. waren wir nur einkaufen und es gab einiges im Haus zu tun.
Der Weihnachtsbaum steht noch, aber ansonsten habe ich bereits mit dem Abschmücken begonnen.
Derzeit haben wir einen Koffer und einen Umzugskarton voll mit Saisonalen Kram von Weihnachten bis Ostern. Das wollte ich dieses Mal erst durchgucken bevor ich Weihnachten wegräume. Man kann eben nicht sentimental an allem hängen, und vor allem sollte es nicht immer mehr werden.
Gestern Abend hatten wir unsere Nachbarn zum Essen eingeladen, sie mögen kein indisches Essen, also hat A. italienisch gekocht, Tortelloni mit sehr wenig Zwiebeln & Knoblauch und ohne Chilis. 
Ich habe dazu zwei Salate geschnippelt und als ich kurz vor dem Servieren noch schnell Kresse auf den ersten Salat streuen wollte, fiel mir die ganze Schüssel aus der Hand, direkt vor den Augen der Gäste. Offene Küchen haben doch gewisse Nachteile…
Es wurde dennoch ein vergnüglicher und langer Abend, so daß ich heute Morgen etwas übernächtigt daherkomme und vermutlich wenig von dem erledigen werde, was ich mir im Vorfeld vorgenommen hatte …


Heute ist auch der Geburtstag meiner Mutter, in den letzten Jahren war ich immer vor Ort, zuerst auf Poel dann Usedom, um mit ihr zu feiern, auch wenn das häufig hieß durch Sturm und teilweise unterspülten Bahntrassen durch die Lande zu fahren (die Fotos sind vom letzten Jahr, zur gleichen Zeit :) 
Leider hat die Erkältungssaison aber auch ihren Höhepunkt in Januar und Februar, und dieses Jahr versuche ich so gesund wie möglich zu bleiben, also fahre ich erst im März wieder auf die Insel. 

2. Januar 2020

Jahresrückblicks-Stöckchen 2019

Werbung ohne Auftrag, wegen Orts- und Markennennungen, sowie Verlinkungen. Bezüglich Links verweise ich auf mein Impressum Punkt 2. 


Nachdem ich diesen Rückblick letztes Jahr ausgelassen habe, kommen jetzt einmal mehr die Fragen an mich selbst. Die vorherigen Jahresrückblicke kann man hier finden: Link.

Zugenommen oder abgenommen?
Im letzten Winter krankheitsbedingt etwas zugenommen, über den Sommer wieder ab. Im September dann wurde Metformin zur Regulierung meiner Insulinresistenz abgesetzt, seitdem nur noch Gewichtszunahme - obwohl ich gleichzeitig mein Essen eingeschränkt habe. Hormone sind eine dumme Angelegenheit…

Haare länger oder kürzer?
Die Länge ist vermutlich gleichgeblieben, aber grauer ist es auf jeden Fall. Statt Naturfarben zum Haare färben, verwende ich jetzt echte dauerhafte, ungesunde Colorationen und selbst die waschen sich bald wieder aus den weißen Haaren heraus.
Irgendwann sollte ich vermutlich zu meinen 40 Jahren stehen, aber gerade ist mir noch nicht danach.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Weniger, kein Umzug, keine großen Reisen und hier in der kleinen Stadt hat man auch nicht so viele Möglichkeiten Geld zu verschwenden.

Mehr bewegt oder weniger?
Dank Schrittzähler im Smartphone habe ich mich an den täglichen 10 000 Schritten versucht, im Jahresmittel sind es ca. 7000 Schritte geworden, mit deutlichem Anstieg in der zweiten Jahreshälfte. Es gibt also 2020 einiges zu tun, ich möchte nämlich gerne einen höheren Schnitt als 10 000 (ca. 7 km) erreichen, 10 km pro Tag würden mir besser gefallen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich bin von einer steilen Treppe, ohne Geländer gefallen - auf die Knie. Gottseidank wurde aber nichts weiter verletzt als mein Stolz.

Die teuerste Anschaffung?
Das waren vermutlich unsere zwei verlängerten Wochenenden in den Niederlanden, ein Mosel- Wanderwochenende und eine Woche Urlaub bei meinen Eltern.

Das leckerste Essen?
In Aachen gibt es zwei Restaurants in denen ich wirklich gut gegessen habe:

 1. Pfannenzauber, ein veganes Restaurant in der Innenstadt.

2. Piccolino, ein kleiner Italiener in Burtscheid.

3. Bei unserem Besuch im holländischen Ouddorp, hatte ich den perfekten Ziegenkäse-Salat im Restaurant Akershoek.

Das beeindruckendste Buch?
Ich habe mich durch die Ben Aaronovitch Reihe gelesen - besonders der Teil aus Trier war sehr schön, als ich gerade aus dem Besuch in Trier zurückkam und den Ermittlungen quasi räumlich folgen konnte :)

Der berührendste Film?
Photograph, von Ritesh Batra.
Früher fand ich Filme mit offenen, vagen Enden eher unbefriedigend, mittlerweile mag ich sie vielleicht mehr als die, in denen letztlich alles geklärt und erledigt ist.

Die beste Musik?
2018 hatte ich einiges an George Ezra gehört, das hallte auch 2019 noch nach, vor allem im Sommer.
Ansonsten habe ich selten bewusst Musik gehört, sondern häufig als Konzentrationshilfe. Es gab aber auch einige hauptsächlich instrumentale Klassiker, die ich seit Jahren höre, wie z.B. von Yiruma, Fazil Say, William Bolcom. Außerdem Krishna Das und Mike Oldfield.

Das schönste Konzert?
Ich habe intensiv über diese Frage nachgedacht und es gab kein einziges Konzert, auch nicht auf Festen, die wir besucht haben usw. das mir im Gedächtnis geblieben wäre. Seltsam, das ist mir bisher nicht einmal aufgefallen und muss dringend in 2020 verbessert werden. 

Die meiste Zeit verbracht mit …?
Den Katzen, meinem Mann, meiner Schwester und ihrer Familie.

Die schönste Zeit verbracht mit …?
… meiner Familie im Sommerurlaub auf Usedom, mit Mann, Eltern, Großmutter, Schwester und ihrem Sohn & Tochter.

2019 zum ersten Mal getan?
Zweimal Urlaub in den Niederlanden gemacht.
Eine Pneumokokkenschutzimpfung erhalten.
Den Blausteinsee besucht.
Einen Rock mit der Nähmaschine genäht.

2019 nach langer Zeit wieder getan?


Die erste mehrtäge Wanderung nach 2017, dieses Mal auf dem Moselsteig.
Nach 2008, ein neues Kätzchen adoptiert.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?
1. Das gesamte erste Quartal des Jahres dauerhaft schwere Bronchitis.
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Ganz ehrlich nichts kommt dem irgendwie nahe, aber gut:
2. Ich habe meine Lieblingsstrickjacke, von DKNY, die ich 2009 im Thrift Store in Ottawa gekauft hatte, in Köln im Rheinpark verloren.
3. Regen und Sturm, Sturm und Regen - anderswo in Deutschland herrschte Dürre, davon kann in der Aachener Gegend keine Rede sein.

Das schönste Geschenk, das ich / wir jemandem gemacht habe?
Ich habe ein paar Mal den Geschmack der Beschenkten ganz genau getroffen, das gefällt mir, besonders, wenn ich mir vorher nicht so sicher war, ob es richtig ist.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich habe eine Nähmaschine von meiner Mutter geschenkt bekommen, und sie funktioniert ganz wunderbar. Ich muss noch sehr viel lernen, damit ich mir mehr zutraue, als was ich bisher damit anfange - vielleicht brauche ich sogar noch einen richtigen Nähkurs.

Nachricht des Jahres?
Feuer, Feuer überall - das ist etwas was ich verfolge, sowie weitere Auswirkungen des Klimawandels. Was wir unserem Planeten mittlerweile alles zumuten, ist wahrlich grausam.

2019 war mit einem Wort (für mich selbst) …?
... durchwachsen. 

Ich hoffe sehr, daß 2020 ein besseres Jahr wird als 2019, daß wir viel Spaß mit unseren drei Katzen haben - und A. beruflich fester im Sattel sitzt, bzw. wir wissen, wie die Zukunft weitergeht, und ob diese in Aachen stattfindet. 


1. Januar 2020

Neujahrstag, 01.01.2020


Als mich meine Katzen heute Morgen zur üblichen Zeit aufweckten, gegen 5:30 Uhr, war es dunkel und die Straßen verlassen. Zumindest in dem Bereich der Straßen, die man in dem dichten Nebel, der seit gestern Nachmittag alles einhüllte, überhaupt sehen konnte.
Nach dem Frühstück konnten die älteren Katzen also für eine kleine Runde in den Garten, aber die frostigen Temperaturen waren nicht ganz nach ihrem Geschmack. Mittlerweile ist es zwar heller und der Nebel weniger geworden, aber jetzt sind auch schon die ersten wach, die noch einen Böller-Vorrat verbrauchen müssen.

Gestern, im letzten Jahr, haben wir noch einiges erledigt, wir hatten alles für unser Raclette eingekauft und ich habe Wäsche gewaschen und gebügelt. Abends bekamen zuerst die Katzen ihr Futter, bevor wir sie dann aus Sicherheitsgründen aus der Küche aussperren mussten, damit kein Kätzchen mit dem Raclette kollidiert. Fanden sie doof, aber es hat gut funktioniert.
2018 zu Silvester hatten wir eine Packung Kinderfeuerwerk mit sechs Fontänen gekauft - gestern, gegen 21 Uhr und damit ein Jahr später haben wir die nun endlich verballert. Sie waren nicht sonderlich beeindruckend, aber schön, daß die Packung endlich aus dem Schrank raus ist.
Danach sahen wir etwas Fernsehen bei Wein und Bier, ich schlief dann doch noch auf der Couch ein, wachte aber gegen Mitternacht auf, so daß A. und ich die Neujahrswünsche austauschen konnten. 
Ein wenig sahen wir dabei zu, wie die Nachbarn eine Batterie nach der nächsten verballerten, aber aufgrund des bereits eingangs erwähnten Nebels hörte man mehr, als daß man es sah. Unser alter Kater Linus versteckte sich derweil unter dem Bett, Shweta saß im Flur - und damit dem Ort, der am weitesten von allen Außenwänden der Wohnung entfernt ist - während sich das Kätzchen ziemlich wenig von dem Krach beeindrucken ließ.

Einen guten Vorsatz haben wir auch für den Januar, vermutlich für die ersten Wochen des Januars: Wir möchten die Küchenschränke leer kochen.
Irgendwie haben wir zur Weihnachtszeit ein bißchen viel eingekauft und jetzt soll alles verwendet werden, von Bulgur, Couscous bis Dinkelmehl und Bambus aus der Dose, es soll erst einmal alles aufgebraucht sein, ehe wir wieder einkaufen. Natürlich mit Ausnahmen was frisches Obst / Gemüse angeht. 

31. Dezember 2019

Silvester, 31.12.2019


Der gestrige Tag war dem Sonntag gar nicht so unähnlich, das Wetter war mild und ausgesprochen schön, ich habe Bilder am Computer organisiert und an den Jahresrückblicks-Fragen geschrieben. Derweil hat A. eine Blumenkohl-Süßkartoffelpfanne zubereitet.
Natürlich musste man das sonnige Wetter für einen langen Spaziergang nutzen, und so zeigte ich A. ein paar Ecken vom Wurmtal und Würselen, die er noch nicht kannte.


Heute Morgen habe ich auch an vergangene Silvester meiner Kindheit gedacht, z.B. das Jahr, in dem ich zusammen mit meiner Schwester frühzeitig schlafen gehen musste und wir uns den Jahreswechsel dann im Dunklen am Radio angehört haben. Irgendwann würden wir groß sein, und jedes Mal bis Mitternacht mitfeiern können.
Und ein paar Jahre später habe ich verstanden, daß das für einen Frühaufsteher wie mich doch eher Tortur als Freude ist ^^ Heute Abend werde ich versuchen früh schlafen zu gehen und falls ich gegen Mitternacht aufwache, das Feuerwerk ansehen und dann weiterschlafen :) 

29. Dezember 2019

Kelmis und Moresnet-Chapelle

Werbung ohne Auftrag, wegen Orts- und Markennennung.


Gestern haben wir unseren ersten Tagesausflug seit dem Weihnachtsmarkt in Stolberg unternommen: Dazu sind wir mit dem Bus nach Kelmis gefahren und haben dann den kleinen Wallfahrtsort Moresnet-Chapelle besucht. 


Wir leben im Drei-Länder-Eck an der Grenze zu den Niederlanden und Belgien und während wir häufig in den nächsten niederländischen Orten unterwegs sind - in Vaals und Kerkrade - waren wir vorher noch nie im belgischen Kelmis.
Der Aachener Stadtbus brachte uns bis ins Ortszentrum der verschlafenen, deutschsprachigen Grenzgemeinde und dann ging es zu Fuß in ca. 30 Minuten bis nach Moresnet-Chapelle. 


Wenn man sich einmal den all-wochenendlichen Einkaufstrubel der Deutschen im niederländischen Vaals ansieht, so stellte Kelmis schon einen großen Unterschied dar - doch außer Kaffee ist in Belgien eben alles teurer als in Deutschland. 
Die Haupteinkaufsstraße der Innenstadt bestand aus leeren Geschäften, bzw. bereits zu Wohnungen umfunktionierten - doch das ist ein eher vertrautes Bild in nahezu allen Städten jenseits und diesseits der Grenze.

 So eine grimmige Sonne ...                                                                                  

Bald erreichten wir den Weg aus der Stadt heraus und mit einem Blick über die lange Eisenbahnbrücke gingen wir hinunter zum (französisch-sprachigen) Marienwallfahrtsort Moresnet-Chapelle. 


Ab dem Jahr 1771 sorgte hier ein Marienbild für wundersame Heilungen und Verhinderung von Viehseuchen, so daß sich langsam ein Wallfahrtsort mit kleiner Kirche entwickelte.
Als die Klöster im zu der Zeit preußischen Aachen aufgelöst wurden, siedelten sich dann Franziskanermönche im Ort an und gestalteten einen erbaulichen Weg mit den Kreuzigungsstationen im neben der Kirche gelegenen Park.


Mit einem Höhepunkt zum Anfang des 20. Jahrhunderts kamen dann jeden Mittwoch die Pilger um Erlösung von Krankheiten zu erreichen, häufig offenbar mit Erfolg, wie die vielen Dankestafeln in der Kirche beweisen. 
Mich erinnerten vor allem die ‚Grotten‘ im Wald an eine ähnliche Anlage, die ich einst in Vanier besucht hatte. 


Nach unserem kurzen Besuch ging es zurück nach Kelmis, zu einem schönen Mittagessen im kleinen Restaurant ‚Living in Kelmis‘ das ein wirklicher Glücksgriff war.


Bevor wir wieder zurück nach Hause fuhren, mussten wir noch den Colruyt Supermarkt besuchen, die belgische Antwort auf Aldi oder vielleicht Metro, denn es gab viele Großpackungen. 
Außerdem konnte man von Wein, Schokolade, Chips einiges probieren und die Kühlabteilung war tatsächlich ein einziger Kühlraum, in dem von Obst bis Käse alles in den offenen Regalen lag. Interessant. 
Dann aber ging es mit dem Bus wieder zurück nach Hause :) 

28. Dezember 2019

Sonnabend, 28.12.2019


Wie bereits erwartet, passierte gestern nicht mehr allzu viel. Ich putzte, staubsaugte die Wohnung, bügelte und wir gingen zum Einkaufen.
Normalerweise hat A. dafür wenig Zeit, gestern fuhr er gemächlich durch alle Gänge des Marktes und überlegte sich was wir alles kochen könnten. Die Rechnung war dementsprechend doppelt so hoch als bei normalen Einkäufen. Aber dafür sollten wir jetzt auf jeden Fall gut ins neue Jahr (und die gesamte erste Woche) kommen :)
Wir sind vermutlich eine der wenigen Familien, die nicht nur eine Sorte Ajvar (kalten Paprikamus), sondern zwei kaufen, weil A. die mit dem Raucharoma so gerne mag, während ich immer nach Brandweinessig-freien Sorten suche - ohne Raucharoma ^^
Am Abend kochte A. dann ein Auberginen-Kartoffel-Gericht, dazu gab es Reis, Joghurt, Avocado und natürlich Ajvar. 

20. Dezember 2019

Freitag, 20.12.2019


Nachdem der gestrige Tag durch die Migräne verschwendet wurde, schlief ich 11 Stunden lang in der Nacht, statt der üblichen Zeit. Offenbar hatte mein Körper einiges an Heilung zu erledigen.
Der Freitag Vormittag war dafür heute recht ereignislos: Wäsche abnehmen und zusammenlegen (die Bügelwäsche wartet noch auf mich), Wohnung staubsaugen, einkaufen … und noch einmal eine Weile hinlegen - gottseidank blieb ich bislang kopfschmerzfrei.
Seit 13:30 Uhr bin ich außerdem Paketannahmestelle für drei Familien im Haus, bisher ist nur eines der drei auch angekommen.
Das Wetter ist derweil turbulent geworden, es regnet, stürmt, die Sonne scheint, außerdem sinken die Temperaturen wieder - und auch wenn meine Fotos vom Balkon nicht im Geringsten daran heranreichen, so habe ich doch einen dramatischen Sonnenuntergang umgeben von dunklen Wolken gesehen :) 


Heute Abend geht es noch in unser Lieblings-Thai-Restaurant, A. hatte heute seinen letzten Arbeitstag in diesem Jahr - und damit geht es hinein ins Wochenende vor Weihnachten. 

24. September 2019

Nach der Wanderung


Am Sonntag Abend kehrte ich von der Wanderung an der Mosel zurück und war noch ganz erfüllt von Weinbergen, Sonnenschein und der mäandernden Flußlandschaft.
Ich denke, daß das Mittelrheintal immer mein Favorit bleiben wird, aber die Mosel ist ebenfalls eine beeindruckende Kulturlandschaft.
Meine Bedenken bezüglich der Wanderung waren zum Glück unbegründet, ich konnte die Etappen gut bewältigen, und auch meine Beine haben durchgehalten. Es wurde jedoch auch immer kritischer, mit nächtlichen Kopfschmerzen, Blasen an den Füßen, Schulterschmerzen, so daß der gestrige Tag zum endlich Ausruhen und Ankommen sehr wichtig war. Vielleicht bin ich eher der ‚einen Tag wandern, einen Tag ausruhen‘ Typ (oder einfach nur untrainiert). 
Es begann am Donnerstag mit der Reise nach Trier, via Fernbus durch Belgien. 
In Liège hatte ich eine Stunde Aufenthalt und konnte mir etwas genauer ansehen, warum alle immer sagen, daß diese Stadt so häßlich ist. 


Nun, wenn man z.T. sanierungsbedürftige Plattenbauten mag, die quasi den Innenstadtkern bilden, wird man sicher auch an der Stadt seine Freude haben. Ansonsten war jedoch der Bahnhof ein zumindest beeindruckender, neuer Fremdkörper direkt neben dem Rotlichtviertel. 


Weiter ging es durch belgische Grenzlandschaften via Luxemburg nach Trier, wo ich meine Mitwanderer traf. 
Wir besuchten die römische Porta Negra, die Kirchen, standen vor der Karl Marx Statue und liefen ein Stück an der Mosel entlang - die sich erstaunlich weit weg von der Innenstadt befand.


Später lese ich, daß früher links und rechts der Mosel ausgedehnte Sumpfgebiete eine Ansiedlung erschwerten, diese wurden erst zum Straßenbau in den 1960er Jahren trockengelegt.


Am nächsten Tag beginnen wir unsere erste Etappe der Moselsteig-Wanderung, die 8. von Leiwen nach Neumagen-Dhron.
Der Anfang war etwas holprig, weil Schilder fehlten - aber letztlich ging es los, hinein in die Landschaft zwischen Wald und Weinberg. 
An der größten Flußbiegung befand sich außerdem eine Einkehrmöglichkeit, so daß wir nach diesem ersten Tag beschwingt unser Hotel mit Moselblick und direkt neben dem Nachbau des römischen Weinschiffes in Neumagen-Dhron erreichten.


Bald geht es hier weiter mit Etappe 9 und 10 :) 

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