16. April 2012

Sonntagsblumen in seltsamen Sepia


Mit meiner letzten Sonnenbrille sah ich alles ziemlich verdunkelt und im Blauschimmer (zumindest rot sah immer sehr intensiv aus). Seit diesem Jahr habe ich jedoch eine neue Brille - Marke Hummelaugen (oder so ähnlich) - und seitdem ist meine Welt leicht bräunlich warm. Es sieht wie konstantes Abendlicht aus und erinnert mich an vergangene Hochsommertage.
Daher (weil Hochsommertage ziemlich toll sind) versuche ich bereits seit einiger Zeit Bilder durch die Sonnenbrille zu fotografieren um einen spontanen Braunfilter zu erhalten.

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Natürlich könnte ich einfach den Warmfilter an meiner Kamera einschalten, doch dann würde jedes Bild ganz genau so wie das vorherige aussehen, perfekt und letztlich ein wenig langweilig. Also fotografiere ich hin und wieder durch die Brille und schmuggele mich um Spiegelungen und Krümmungen herum für die perfekte Unregelmäßigkeit.


Das sind ein paar der daraus entstandenen Fotos, einige dem Titel folgend Blumenbilder und dazu noch ein paar mehr einfach-nur-so Motive... ich finde ‚weiß’ macht sich in diesem Braun besonders gut :)
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Übrigens da picnik, eines meiner liebsten Online Fotoeditor Programme ab 19. April für immer Geschichte sein wird - alle meine Blog Header habe ich dort gestaltet -, habe ich mich im www. ein wenig umgesehen. Ich mochte phixr und auch ipiccy sehr. Doch mein Favourit (nach picnik) bleibt Fotoflexer
Zum Spielen mit Fotoflexer bietet sich daher auch mein derzeitiger Gypsie mit langem Rock - Look an - dank langer Schrammen und Bandagen - (im Hinterhof auch mal mit Turban^^) hier mit Retrophoto Effekt und überlagertem, fast komplett gefadetem ist das ein Wort? Bundstiftrand.
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Wer nicht ohne die picnik Sticker leben kann, für den ist PicMonkey eine gute Idee. Aber so wie bei picnik auch kosten diese ab irgendwann Premium Gelder.


14. April 2012

Flashback Friday +1

Nach einer Woche Blogpause und mehreren Wochen ohne Flashback Friday bin ich wieder zurück und schreibe weiter. Die Woche war eine sehr harte für mich und meinen Mann aus Gründen. 
Gestern nun war Freitag der 13. und zum ersten Mal ist mir dabei tatsächlich etwas Dummes passiert, jahrelang war ich nämlich fest davon überzeugt, daß 13 meine heimliche Glückszahl ist. Gestern fiel ich dagegen in einen Maschendraht / Stacheldraht-Zaun, den ich regelmäßig (auch in Zukunft) überklettern muss um meinen Kater zurückzuholen, der einfach unten drunter durch läuft und nicht im Traum daran denkt zurückzukommen nur weil ich ihn rufe. 

Aber vielleicht wäre es ohne Glücksfreitag noch viel schlimmer gekommen. (Resultat: Ich habe zwei z.T. tiefe, breite und ca. 10 cm lange Kratzer am rechten Bein, knapp über dem Knie... das bedeutet ein Wochenende Bein hochlegen, damit es heilen kann.)

Kommen wir nun zu den Flashback Bildern samt kleiner Schwester in der Sportkarre. Ich glaube, daß sie aus dem Jahr 1984 stammen und wahrscheinlich irgendwo in Berlin aufgenommen wurden, auch wenn ich fast schwören könnte, daß ich einen gleichen Zaun auch schon einmal in Potsdam-West gesehen habe. 
Es ist aber recht unwahrscheinlich, daß diese Bilder aus Potsdam stammen, denn das war zu DDR Zeiten eine lange Reise (zumindest wenn man in Prenzlauer Berg wohnte). Man konnte nicht einfach quer durch Berlin reisen und war in 20 Minuten in Potsdam, stattdessen musste man komplett um Westberlin außen herum fahren und machte so aus der kurzen Distanz einen Tagesausflug (daher der Ausdruck Rucksack Berliner, der häufig für die Potsdamer verwendet wurde). Ich bin mir nicht sicher, ob meine Eltern das mit zwei Kleinkindern in Kauf genommen hätten, aber wer weiß... .

7. April 2012

Friede Freude …

Vor kurzem wurde mir ein Award von Sue verliehen. Früher nannte sich so etwas Stöckchen und die Beantwortung der darin enthaltenen Fragen wurde von mir zumeist bis zu dem Zeitpunkt aufgeschoben, daß es eigentlich keinen Sinn mehr machte weiterzuschreiben. Ich bin mir nicht ganz sicher warum. Eigentlich habe ich keine grundsätzliche Abneigung gegen Fragen, ich kam nur irgendwie nie dazu.
Heutzutage bekommt man also Awarde, das klingt auch gleich viel netter und motivierender :) und so mache ich mich daran, die einzige Frage, die mit diesem Award kommt zu beanworten (mit acht Antworten) und eine neue Frage zu stellen.

"Worüber ich mich diese Woche gefreut habe" 

1. Sonne - sehr viel Sonne. Es war zwar kalt draußen, aber mit Sonne geht doch alles einfacher. So konnte ich eine längere Wandertour trotz Erkältung gut überstehen. 

2. Ein neuer Krimi: Wicked Weaves, brachte mich zum ständigen Lachen. Der Fall spielte auf einem Mittelaltermarkt in einer ehemaligen Air Force Base in South Carolina und war voller skuriler Gestalten und Wendungen, von exhibitionistischen Druiden, kriminellen Mönchen, die einen Kampf mit Robin Hood anstreben bis hin zu Showdowns im Ritter- bzw. Troubadourkostüm. 

3. Gefrorene Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren... diese Sucht hatte ich schon einmal vor Jahren, aber irgendwie ist sie mir abhanden gekommen. Jetzt bin ich jedoch wieder abhängig ^^ 

4. Ich habe im Second Hand Laden einen neuen schwarzen Badeanzug gefunden (Badeanzüge sind sonst eine Qual, ich mag keine Bikinis, Tankinis usw. sondern die guten alten Einteiler. Außerdem kann ich aufgrund einer alten Verletzung nichts tragen, was man im Nacken bindet ohne sofort Kopfschmerzen zu bekommen.)
Er passte und kostete nur 5 $. Die früheren Label und Preisschilder hingen noch dran und zeigten, daß man einst 68 $ dafür haben wollte. 

5. Mein Kater ist gesund. Ich hatte mir zwar bei seinen unter dem Kinn auftretenen Pusteln nicht solche Sorgen wie A. gemacht, aber irgendwie macht man sich ja doch Gedanken. Doch laut Tierarzt ist es nicht der Rede wert :) 

6. Der Besuch einer lieben Freundin brachte mich dazu endlich einmal den Frühjahrsputz in Angriff zu nehmen, den ich schon so lange plante... nicht nur oberflächlich rein, sondern überall so richtig ordentlich und sauber. Zum Angeben ;)

7. E-Mails. Briefe sind schon seit längerer Zeit fast vom Aussterben bedroht, doch selbst die geschriebene, längere E-Mail ist im Zeitalter von Facebook u.a. social media nicht mehr so häufig anzutreffen. In dieser Woche las ich jedoch von meiner Mutter und Freunden und ganz wichtig, ich schrieb sogar zeitnah zurück.

und 8. Skype. Wenn Freunde und Familie auf der ganzen Welt verstreut sind, dann ist ein bewegtes Bild mitunter besser als gar keines :) 

Meine neue Frage lautet: 
Welches sind die acht Orte, die du dir am Liebsten zum ersten Mal oder erneut ansehen wollen würdest und (kurz) warum? 

Da ich keinen dazu drängen möchte mir zu antworten, stelle ich diese Frage sozusagen an die Allgemeinheit.
Wenn ihr Lust habt darauf in eurem Blog zu antworten, dann schreibt mir bitte den Link als Kommentar in diesen Post. Ich freue mich aber auch über eine Antwort, die nur im Kommentar steht :) 

Wenn ihr die eigentlichen Regeln des Spiels befolgen wollt und nicht so schludderig vorgeht wie ich, das sind sie: 
1. Schreibe, von wem du getaggt wurdest und verlinke ihn/sie. 
2. Schreibe 8 Dinge über dich auf, die zu dem vom Vorgänger gewählten Thema passen. 
3. Tagge 8 weitere Leute 
4. Sag den getaggten Leuten Bescheid 
5. Stelle selbst ein Thema auf, das die anderen 'betaggen' 

P.S. Ein Link wird bei Blogger übrigens zum Link,wenn er mit <a href=" beginnt, dann der Link und dann mit ">Link</a> endet. Ohne Leertaste zwischen Link und beginnenden, endendem " oder einfach nur die Adresse niederschreiben... ich finde das schon :)

Freedom Tower - Baufortschritte


Als ich in Kanada lebte wurden einmal pro Woche auf CBC - dem kanadischen Arm der BBC - in der Reihe „The Passionate Eye“ Dokumentationen zu kontroversen Themen ausgestrahlt. Mehrere dieser Filme handelten von den Ereignissen um 9-11 als am 11.9.2001 zwei Flugzeuge in die Zwillings-Türme des World Trade Center flogen und diese später in sich zusammenbrachen. Dabei starben ca. 3000 Menschen aus 90 verschiedenen Ländern sowie 313 amerikanische Feuerwehrleute. 
Eine der Dokumentationen (ich glaube es war „The third tower“ - Der dritte Turm) behandelte sämtliche Verschwörungstheorien. Dort kamen diejenigen zu Wort, die sich als Bauingeniere, Sprengstoffexperten, Chemiker schlichtweg verwundert die Augen rieben, als sie die Fernsehbilder sahen und meinten, das kann so nicht sein... sie arbeiten wochenlang daran um eine Punktsprengung vorzubereiten, denn die Gefahr daß Türme anstatt in-sich dann zur Seite fallen ist sehr groß und sie konnten sich beim besten Willen nicht vorstellen wie ein Feuer an der Spitze diese Balance erreichen sollte (vorallem wenn nicht eins sondern drei Hochhäuser mit unkontrollierten Feuern, kontrolliert zusammen-brachen). 
Also fanden sie im Staub des World Trade Centers Sprengstoffreste und sahen in den Fernsehbildern Beweise für eine kontrollierte Sprengung. 
Das tat ihrer Karriere keinen Gefallen. Der dänische Chemiker, der Sprengstoff als solchen identifizierte, galt ab dann als unglaubwürdig und keiner seiner Kollegen wollte sich im Stande sehen die Proben ebenfalls zu untersuchen. Das war Politik und hatte nichts mit ihrer Arbeit zu tun. 

Als ich nach Vermont kam, wollte man hier von etwaigen Widersprüchen nichts wissen. 9-11 war der Ort wo heldenhafte Feuerwehrleute starben (sie machten zwar nur 10 % der Toten aus), Verschwörungstheoretiker sind arme Irre, denn man „glaubt“ hier schließlich an Amerika. Ich bin nicht „religiös“ daher fällt mir blinder Glaube schwer, ich ‚glaube’ jedoch, daß selbst in 40 Jahren wenn eigentlich alle Akten zu dem Thema geöffnet werden müssen, nur durchgängig geschwärzte Akten zum Vorschein kommen werden, so wie es bereits bei JFK der Fall war. 


Als ich nun an diesem sonnigen Tag im Oktober vergangenen Jahres die superabgesicherte Baustelle des neuen Freedom Towers und die Fundamente des alten World Trade Centers besuchte, ging mir all das durch den Kopf und es kam mir surreal vor. Ich stand an der Stelle, wo fast 3000 Menschen ihren Tod gefunden haben, wo alle Besucher nur mit betretenem Blick Blumen ablegten und ich musste mich bemühen nicht zu lachen. 


Die gesamte Straße ist mit Gedenkplaketten an gefallene Feuerwehrleute zugepflastert und selbst das derzeitige Denkmal zeigt großformatige Feuerwehrmänner auf beiden Seiten der recht kleinen brennenden Türme in der Mitte.
Ich glaube wenn man in 10 Jahren nachfragt wer bei dem Anschlag starb, werden alle ohne zu zögern sagen: 3000 Leute, fast alle von der New Yorker Feuerwehr. 


Es war nicht das erste Mal, daß ich an einem Massengrab stand. Ich erinnere mich an einen Besuch auf dem Golm in Usedom, wo je nach Schätzung zwischen 6000-12 000 Menschen begraben liegen, die allesamt als Flüchtlinge nach Swinemünde kamen und bei einem Luftangriff der Allierten am 12. März 1945 getötet wurden. 
Das Gefühl der Sinnlosigkeit, Trauer und Stille kam mir dort sehr viel stärker vor und ich war weitaus weniger in Gefahr mich daneben zu benehmen als auf der lauten, bunten Straße voller Andenkenverkäufer, Polizei und den blauschimmernden Fensterfronten des neu - entstehenden Weltwirtschaftszentrums.

6. April 2012

Museum of the American Indian


Der exakte Name des Museums lautet: Smithsonian Institute - National Museum of the American Indian / New York Division at the George Gustav Heye Center (in the Alexander Hamilton U.S. Custom House at Bowling Green 1, Lower Manhattan.)
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Der Name sagt bereits einiges über das Gebäude und das Museum aus und das „freier Eintritt“ Schild überzeugte uns davon durch die erneuten Flughafenkontrollen zu stapfen um uns dieses Museum abseits der üblichen Touristen-Pfade anzusehen. Da wir offenbar als einzige überzeugt wurden, war dem Wärter so langweilig, daß die Kontrolle fast länger dauerte als der eigentliche Besuch des Museums... mit Mühe durften wir unsere Wasserflasche behalten.
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Gottseidank ist mein Mann genauso interessiert in das Schicksal der Ureinwohner Amerikas wie ich (er fühlt wohl eine Art Bruderschaft; dieser Kontinent wurde wie Indien kolonisiert von den Briten, sie hatten zu leiden, mussten kämpfen usw.) und so freuten wir uns auf diese Ausstellung.
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Leider gab sie jedoch nicht allzuviel her... oder zumindest nicht einmal annähernd so interessante Dinge, wie das Metropolitan Museum of Art zu zeigen hatte. Stattdessen gab es räumeweise großformatige Fotos von Pueblo Indianern (sowie ein wenig Keramik) und niedergeschriebene Aussagen über ihr hartes Leben in Umerziehungsschule und Reservaten.
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Sicher ein sehr schwieriges Thema aber nicht so ganz das, was wir uns unter einem Museum vorgestellt hatten.
An sich basiert dieses Museum auf der weltweit größten, privaten Kollektion von indianischen Artifakten, zusammengetragen von George Gustav Heye (1874-1957), dem Museumsgründer. Wo immer sich all die Artifakte heutzutage befinden mögen, wir konnten sie jedenfalls bei unserem Besuch so gut wie nicht entdecken.
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Also konzentrierten wir uns auf das Gebäude an sich. Es wurde 1907 als Zollhaus des New Yorker Hafens errichtet und sollte Schönheit und Arbeit miteinander verbinden.
Das Herzstück des Hauses ist ein großer ovaler Saal - die Rotunda, dessen Statuen alle großen Seefahrernationen darstellen sollen, sowie großflächige Wandgemälde vom glorreichen Hafenalltag. 
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Einem größeren Publikum wurde das Haus als „Museum of Art“ im Film „Ghostbusters 2“ bekannt, als es von schlechtgelauntem rosa Schleim überzogen wurde. 
Das echte Kunstmuseum sollte von den Dreharbeiten offenbar nicht beeinträchtigt werden.
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Nach einer kurzen Rundtour verließen wir das Museum/Center/Institut und nahmen die übliche Tour wieder auf - nächste Stop 9/11 Gedächtnisstelle, neues World Trade Center. 
Dazu liefen wir ein paar Straßen hinauf und vergaßen komplett, daß wir uns den Bullen der Wallstreet ebenfalls ansehen wollten, der stand nämlich direkt neben dem  Indianer-Museum in einem kleinen Park...

5. April 2012

Besser-Bilder

Am frühen Morgen gegen 5 klingelt das Telefon, mein Mann fragt ein paar verwunderte Worte mit einer Vor-dem-Aufstehen Reibeisenstimme, meint zu mir „Ich bin Großvater geworden“ und schläft wieder ein, während ich nunmehr wach überlege, wann er denn bitteschön Vater geworden war und von wem. 
Zwei Stunden später kann er mich dann aufklären, daß die Nichte seines Schwagers Mutter geworden sei, also die Tochter des Bruders des Mannes der Schwester von A. Bei uns wäre man dann nicht mal so richtig miteinander verwandt, meinte ich zu ihm, ebenfalls mit Reibeisenstimme, wenngleich der Grund eher in meiner Erkältung zu suchen ist... und bei uns ist man dann Großvater entgegnet A. 
Beim Gang zur Arbeit wünscht er mir noch ein fröhliches „Genieße den Tag“ während ich nach dem letzten Hustenanfall verzweifelt nach Luft hechze... ja sicher, der Tag wird toll. Und dieser wird mit einsetzenden Schneeschauern sogar noch besser. Zeit sich ein paar zufällig ausgewählte Bilder von besseren Tagen anzusehen :) (Vorsicht bunte Mischung :) 

Bäume mit kleinen Schals und dazugehörigen inspirierenden Adjektiven. 

Haus in Trendfarbe: Korallenrot. 

Quietsche-Entchen und das coolste Küken weit und breit :) 

Vor kurzem eröffnete der erste jamaikanische Tante-Emma Laden der Gegend und natürlich heißt er: „Cool Runnings.“ 

Tee-Wettkampf. Während Yogi Tee mit chinesischen Glückskeks Weisheiten erfreut, verkündet der Salada Tee: Wortwitze, die meistens nicht lustig sind. 

Parken verboten. 

Nochmehr coole Tiere, ein Sonnenbrillen Schaf und ein kleiner Hund mit Fensterplatz... die meiste Zeit läuft er sonst auf dem Vordach herum und ich hoffe sehr, daß er nicht einmal herunterfällt. 

Dem kann ich nichts weiter hinzufügen... vor allem nicht die darin enthaltene Aussage, daß es auf jeden Fall einen „nächsten“ Krieg geben wird. 

Bunt, bunt, bunt... buddhistische Gebetsfahnen und Kabelbinder, beides leuchtend :) 

Tolle alte Garten-Schaukelstühle. 

Und fast farblich passend zu den Schaukelstühlen... Ich probierte mich am Nagellackieren mit gezackter Klebefolie zum Abkleben. 

Mein Mann hat übrigens seinen Vertrag in der Tasche, wir bleiben noch zwei Jahre in Vermont. Müdes Hurra... ich hatte mich schon so sehr auf einen Wegzug gefreut.

31. März 2012

Und so...

Nach Bill Clinton in 1995 besuchte heute Barack Obama Burlington für eine Fundraising Veranstaltung an der Universität. W. Bush verschlug es schon deshalb nicht nach Vermont, da er wusste, daß in dem Staat, der als einziger eine sozialistische Partei und einen sozialistischen Senator hat (Vermont Progressives - Bernie Sanders), für ihn nichts zu holen war. 
Um 11.21 Uhr landete also heute die Air Force One auf dem beschaulichen Flughafen in South Burlington.
In Erinnerung daran, wie in Deutschland ganze Orte abgeriegelt werden, wenn der US-Präsident kommt, beschloß ich einfach mal zu Hause zu bleiben aber als mich am frühen Nachmittag die Sonne nach draußen lockte, sah Burlington in meiner Ecke eigentlich so aus wie immer... vielleicht eher Burlington an einem Sonn- als Wochentag. Also begrüßte ich alle meine Streuner (Rex, Mishti, Misthis Freund) ließ meine beiden Katzen etwas frische Luft schnappen und dann sah ich mir in den Nachrichten an welche Gruppen gegen den Präsidenten demonstrierten... da waren die Freistaat Vermonter, die für ein unabhängiges Vermont kämpfen, die Konservativen Studenten und natürlich die Leute der Occupy Bewegung. Ein paar Leute beklagten sich über die kürzliche Laufzeitverlängerung für das Atomkraftwerk Vermont Yankee. Das alte Kraftwerk hatte in diesem Jahr das geplante Ende der Laufzeit von 40 Jahren erreicht und gilt als extrem gefährlich mit einer langen Liste kleiner und größerer Zwischenfälle, so läuft z.B. seit Jahren Trillium ins Grundwasser. Ein Bundesgericht hat aber gerade die Schließanordung des Staates Vermont aufgehoben und die Laufzeit um 20 Jahre verlängert. (Vielleicht wäre ein unabhängiges Vermont doch keine so schlechte Idee...^^) Eine Gruppe von 5 Damen in Bikinis auf Rollerskates rief.. So sieht Demokratie aus... luftig also... 
Wer sich die gesamte Rede des Präsidenten ansehen will: Link. Ab Minute 8 beginnt er zu sprechen. Ich muß gestehen, das war die erste Rede, die ich mir überhaupt von ihm angesehen habe und so richtig beeindruckt war ich nicht... Go Catamounts Go? Aber ich wähle eh nicht und der Menge gefiel es offenbar, also warum nicht.

30. März 2012

Freiheitsstatue und Ellis Island

 Die Fähre ...

 Paar-Foto Versuche oder warum man lieber ein Foto zuviel machen sollte :)

Ich wollte bereits seit einiger Zeit mit meinen New York Artikeln fortfahren (alle vorherigen Posts dazu findet man unter diesem Label: New York City) aber wann immer ich etwas schrieb, kam es mir zu negativ vor... Ich war müde, erschöpft, kann mich kaum mehr an etwas erinnern etc.
Das kam mir zu selbstmitleidig vor und so verschwand der nächste Artikelversuch im Ordner und ich schrieb lieber über etwas Aktuelleres.

Es ist natürlich so, da ich dort nachts keinen Schlaf bekam (Kunststück in der Stadt, die niemals schläft) und tagsüber den ganzen Tag auf den Beinen war, daß alsbald das Ende meiner Kraft und der des Koffeins erreicht war. Aber zu der Zeit konnte ich nichts daran ändern und heutzutage eh nicht mehr. 
Also werfe ich den ganzen - zu müde - Kram mental beiseite und konzentriere mich auf die Fotos: An unserem dritten Tag in New York, erreichten wir den Battery Park an der Südspitze Manhattans mit der U-Bahn und liefen zielstrebig (ignorierten dabei alle, wenn auch interessant aussehenden Denkmäler) auf das Castle Clinton zu, einem ehemaligen Fort und heutigem Abfahrtspunkt der Fähren zu Liberty Island. Nach einer moderaten Wartezeit und Flughafen-Kontrollen durften wir eine der Fähren betreten und erreichten nach kurzer Fahrt über den Hudson River die Mini-Insel samt Freiheitsstatue.
So sieht übrigens die Rückseite der Statue aus... ein eher selteneres Fotomotiv... 

Ich weiß nicht, was ich mir vorgestellt hatte, was ich fühlen würde, wenn ich die Statue zum ersten Mal sehen würde, vielleicht eine Art Gefühl etwas (wenn auch nicht sonderlich Großartiges) erreicht zu haben - doch das stellte sich nicht ein. Es war eher langweilig (und ich war müde) die Freiheitsstatue sah ganz genau so aus, wie in hunderten von Filmen bereits dargestellt. Toll. 
Wir machten die notwendigen Fotos (inklusive Paarfoto samt dieser berühmten französische Dame in Grün -im sehr seltsamen Winkel), umrundeten dann Statue + Insel, was in etwa das Gleiche ist. 
Für einen Bruchteil überlegten wir, ob wir die Stufen, die zur Statue hinaufführten hochlaufen sollten, entschieden uns dagegen, eilten in Windeseile durch Souvenirshop und Kaffeehaus und waren bereits auf der nächsten Fähre Richtung Ellis Island unterwegs.

Ein wenig überlegte ich, was man sich an einer alten Ankunftshalle für Neu-Immigranten überhaupt ansehen könnte, aber es war erstaunlicherweise sehr interessant.

Man betrat die Halle so wie die 12 Millionen Flüchtlinge gekommen waren, die Ellis Island zwischen 1892 bis 1954 passierten, und wo sie ihr Gepäck abgeben mussten. Dann mussten sie von Ärzten beobachtet die steilen Treppen zum Registrierraum hinaufsteigen und wurden alsbald in Männer und Frauen getrennt und in die Aufenthaltshallen und später Häuser (die Baracken stehen noch, sind aber nicht für die Öffentlichkeit zugänglich) gebracht.

Für viele (west)europäische Immigranten war das eine - einige Stunden dauernde - Einreiseprozedur (1. und 2. Klasse Passagiere mussten die Insel gar nicht betreten), für osteuropäische und vorallem chinesische Immigranten konnte das Monate oder sogar Jahre in Haft auf Ellis Island bedeuten. Wenn die Eltern gesund waren und etwaige Gebühren nicht aufbringen konnten, wurden ihre Kinder auf Ellis Island in Gewahrsam genommen, während die Eltern die ausstehenden Gelder abarbeiten mussten.

Viele berichteten später davon unfreiwillige Versuchskaninchen für medizinische Tests gewesen zu sein. Da die langjährige Unterbringung von Immigranten nie geplant war, war Hunger und Überfüllung der Anlage der Normalfall. Es muß fürchterlich gewesen sein auf dieser streng gesicherten Insel dahinzuvegetieren (3000 Menschen starben in Haft) und die Freiheitsstatue und New York City jeden Tag sehen zu müssen - eine seltsame Ironie. 
Gottseidank haben sich die Zeiten geändert und gottseidank scheut sich auch niemand davor die Wahrheit der Vergangenheit darzustellen, selbst wenn das Bild kein rosiges ist.

Zusätzlich zur Ausstellung über die Einwanderer konnte man in Computern Ahnenforschung durch die Registrierlisten betreiben, denn noch immer stammen ca. 40% aller heutigen amerikanischen Bürger von Leuten ab, die Ellis Island passierten.
Der Freedomtower - das neue World Trade Center - wächst seiner Fertigstellung entgegen.

Danach ging es für uns mit der Fähre zurück zum Battery Park, den wir am frühen Nachmittag erreichten. Alle Leute hatten uns gesagt, daß der Besuch der Inseln quasi ein Tagesausflug darstellt, aber auch wenn wir uns nicht lange mit der Freiheitsstatue beschäftigt haben, auf Ellis Island hatten wir alles Interessante in ca. einer Stunde gesehen. 
Ich hoffe sehr, daß der nächste Artikel - über das Smithsonian Institute of the American Indian - nicht so lange auf sich warten lassen wird.... wünscht mir Glück im Fotodschungel ^^

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