12. November 2011

Tiefschlaf


Einmal mehr war es Shweta, die uns mehr Sorgen machte, als es für die kleine Katzendame vorgesehen sein sollte (Linus war schon ganz eifersüchtig). Zweimal schon war sie nämlich in so einem tiefen Schlaf versunken, daß wir sie nur mit sehr viel Mühe aufwecken konnten. Das erste Mal dachte ich mir noch nicht so viel dabei, doch beim zweiten Mal als sie so „leblos“ in der Nacht zwischen uns lag, bekam ich einen Riesenschreck... lag ich etwa auf ihr? Schütteln half nicht viel, der gesamte Körper war ohne Spannung und Atmung war nur sehr wenig vorhanden. Letzlich fing ich an ihr übers Fell zu streichen, so wie eine Katzenmutter ihr Kätzchen reinigen würde und dann kam sie langsam zu sich und völlig groggy stolperte sie auf die Beine. 
Als ich im englischsprachigen Internet nach Tiefschläfern unter den Katzen suchte, kam überall die Antwort, die ich auch kannte... Katzen sind keine Tiefschläfer. Ihr Instinktverhalten ist so ausgeprägt, daß sie jederzeit sofort wach sein müssen können. Es wurde angeregt, daß da Shweta die Kleinste des Wurfes war (runt of the litter) sie vielleicht eine neurologische Störung hat, die zu diesen ohnmachtsartigen Schlaf führt. Ein sofortiger Besuch beim Tierarzt wurde angeregt und ich machte mir noch mehr Sorgen. 
Dann sah ich mich jedoch auch auf deutschen Katzenforen um und auf einmal begegnete ich Erfahrungsberichten über einer ganzen Menge solcher Tiefschläfer, die allesamt ansonsten ein normales Leben zu haben scheinen. Gemeinsam war allen aber der Schock, als sie zum ersten Mal ihre leblos scheinende, tiefschlafende Katze vorfanden. 
Die Tierärzte in Deutschland erklären das Phänomen offenbar so: Wenn keine weiteren Sympthome hinzukommen z.B. rote Punkte auf der Haut, schuppiges Fell sowie das übliche spielt, trinkt, isst sie, dann ist der Tiefschlaf wohl darauf zurückzuführen, daß sich die Katze absolut sicher in ihrem Haus fühlt und sich deshalb solche Tiefschlafphasen „erlauben“ kann. 
Ich nehme das also vorerst als Vertrauensbeweis, werde sie in Zukunft schlafen lassen und schaue aber genauer hin, wie oft sie tiefschläft und ob irgendwelche anderen Störungen hinzutreten.

Kommentare:

  1. Oh, da haette ich mich auch erschrocken. Meine beiden Racker schlafen auch ab und zu mal sehr tief, so dass sie nicht bemerken, wenn ich neben ihnen stehe oder sie gar streichele. Allerdings ist die Atmung normal und manchmal zuckt auch ein Pfoetchen oder ein Schnurrhaar.

    LG
    Kerstin

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  2. Ja, so ist das bei Linus auch mitunter... er träumt häufig während er schläft und scheint Eichhörnchen zu jagen oder isst im Schlaf.
    Wir werden die Tierärztin zumindest morgen wegen Shwetas Ohnmachtsschlaf informieren und dann mal sehen,was sie meint... lieber Blutbild und alles abklären oder abwarten und Tee trinken ... Gottseidank hat die Ärztin hier viele Patienten, so daß sie im Normalfall vernünftige Auskünfte gibt und nicht über Gebühr nur Geld mit uns machen muss/will :)

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