28. Dezember 2011

Weihnachten 2011


Wie jedes Jahr zu Weihnachten werde ich schrecklich faul, die meiste Zeit müde und äußerst langsam beim neue Blogartikel schreiben... oder überhaupt darüber nachzudenken. Dazu gibt es natürlich viel zu viel zu Essen, was die Sache nicht gerade erleichtert. A. hat in diesem Jahr extra Ghee (Butterschmalz)-haltige Ladoos gemacht, die wie die Kartoffelchips unter den Süßigkeiten schmecken, nicht weil sie salzig sind, aber wenn man einen isst, kann man nicht mehr aufhören. Gefährlich.


Außerdem gibt es da noch selbstgemachte Pralinen mit Oreo-Füllung und weißer Schokoladenverzierung, ein riesiges Süßwarenpaket von zu Hause, das die Lebkuchenversorgung bis Ostern sichert, Plätzchen bis zum Abwinken und wir können uns wohl noch bis zum Ende der Woche von Resteessen ernähren.
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All das haben wir nicht nur für uns selbst aufgefahren, sondern sind die Ergebnisse unserer Heiligabend Feier mit 13 Gästen... zusammen passten also erstaunliche 15 Mann in unser Mini-Wohnzimmer.
Da jeder dieser Gäste ein oder mehrere Gerichte für den Abend mitbrachte, hatten wir ein Riesenbuffet zur Verfügung. Davon haben wir zwar alle genötigt soviel wie möglich wieder mitzunehmen, aber was verblieb, reicht noch fürs gesamte Restjahr 2011.

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Eigentlich war A.s „Ho Ho Ho“ Party auch gar nicht so groß geplant... wir wollten vier Leute zum gemütlichen Raclette Abend einladen, aber irgendwie kam immer noch jemand dazu, am Heiligabend selbst kamen zwei Überraschungsgäste und Ruckzuck war die Bude voll.
Das war selbst Linus zu viel Trubel, normalerweise würde er die Gäste nie verlassen, aber dieses Mal versteckte er sich unterm Bett... nur Shweta machte hin und wieder eine Runde und guckte sich an, welche Menschenmassen da unser Wohnzimmer belagern. Da es leider auch recht laut war (von wegen Stille Nacht), kam sogar unser Nachbar zum ersten Mal überhaupt nach unten und bat, daß wir zumindest unsere Schlafzimmertür schließen mögen, denn er hatte am 25. früh um 5 Uhr Dienstantritt im Krankenhaus und wollte schlafen. Der Arme.
Jeder Gast hatte ein Geschenk (um die $10) mitgebracht und so spielten wir die Würfelvariante von Julklapp, was mit ziemlicher Begeisterung aufgenommen wurde. Wie immer wurde um einige Geschenke besonders verbittert gestritten, letzlich waren aber alle mit ihrer Zufallswahl zufrieden. Danach ging es weiter mit Poker, UNO und Triomino, bis die letzten Gäste gegen 2:30 am das Haus verließen.

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Da ich bereits seit 6 Uhr auf den Beinen war um drei verschiedene Plätzchenversionen zu backen, zwei Hauptgerichte zu kochen, auf- und umzuräumen, hielt ich das nur durch, weil ich mitunter im Schlafzimmer verschwand und zusammen mit den Katzen eine Viertelstunde vor mich hindüste... Gottseidank waren alle zu sehr mit ihren Kartenspielen beschäftigt, um diese Verletzung meiner Gastgeberinnen-Pflichten zu bemerken.
Der 25.12. verlief demnach äußerst ruhig, A. erwachte zum Mittag und wir begannen mit der morgendlichen Bescherung am späten Nachmittag.


Die Geschenke meiner kleinen Schwester waren wie bereits in vorherigen Jahren die besten, meine Sammlung an Bekleidung mit Katzenmotiven darauf, wächst nur wegen ihr, während mein leicht fassungsloses Gesicht ob des Geschenk meines lieben Mannes, ein Stiftebecher für den Schreibtisch aus formschönen schwarzen Plastik, selbst auf den Fotos keine ungeteilte Freude vorgaukeln kann.
Außerdem sah ich mir in den letzten beiden Tagen wahllose Filme an.... so kam ich zu Twilight 1,2 und 4 (passiert irgendwas Interessantes im 3. Teil?) und fand, daß es in der Welt der Werwölfe und Vampire offenbar tatsächlich nichts Neues mehr zu berichten gibt... die Geburt des zu schnell wachsenden Mensch-Nichtmensch Hybriden hatte jedenfalls schon die Meisterin des Vampirromans Anne Rice in „Die Mayfair Hexen“ besser beschrieben. Sherlock Holmes 2 ist auch eher langweilig, ich habe mir lieber nochmals Jumanji angesehen und stieß danach zufällig auf die TinMan Miniserie, die ich sehr schön fand. Die moderne Nacherzählung des „Zauberers der Smaragdenstadt“ OZ ... zeigte Dorothy als die Schwester der bösen Hexe und wie immer fiel mir auf, daß alle meine Lieblingsfilme, zumeist Märchen-Charakter haben und im Wald spielen. Ich habe in letzer Zeit so viele „ernsthafte“ waldlose Filme gesehen, daß ich gelegentlich etwas sinnlose Ablenkung den harten Themen vorziehe... dazu habe ich auch das Gefühl, daß ernstere Filme selten mit den Protagonisten mitfiebern lassen... es ist als gäbe es häufig eine Distanz zwischen Zuschauer und Helden und was immer passiert ist einem letztlich egal.
Heute ist Dienstag, mein Mann im Büro, ich bin am fleissigen Wäsche waschen... die Feiertage sind vorbei...

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