27. Dezember 2019

Zweiter Weihnachtsfeiertag, 26.12.2019


Dieser Artikel wird mit einem Tag Verspätung veröffentlicht, weil wir gestern kein Internet hatten:
Gestern waren meine Schwester und ihre Familie bei uns zu Besuch.
A. kochte das Mittagessen, während ich die Wohnung möglichst katzenhaar-frei putzte. Bei mittlerweile drei Katzen möchte man da nicht komplett dem Klischee entsprechen. Ich bewundere auch A. immer wie er, eine Stunde bevor die Gäste kommen, lässig in die Küche geht und kurze Zeit später sind zwei Hauptgänge und drei Beilagen gekocht, während ich vermutlich am Rande des Nervenzusammenbruchs den ganzen Vormittag mit Kochen verbracht hätte. Immerhin, den Salat bekam ich noch geschnippelt :) 

Es war der erste Besuch unserer fast einjährigen Nichte, während der Neffe sich noch an den Besuch vom letzten Jahr erinnern konnte. Damals hatten wir bei besserem Wetter die Dino-Eier auf der Halde Gouley besichtigt (riesige helle Graniteier, die dort auf der schwarzen Kohleabraumhalde als Kunstprojekt herumliegen), dieses Jahr lud der Regentag nicht zu einem Spaziergang ein.
Die Katzen blieben allesamt außer Sicht, obwohl der Neffe dank unseres Geschenks Ausversehen völlig ruhig gestellt war. Wir hatten ihm eine kleine Spielkonsole mit einfachen Spielen geschenkt und er war tief darin versunken.
Noch vor dem Sonnenuntergang ging es dann für alle zurück nach Köln, während ich erst einmal eine Stunde schlafen musste.


Danach ging es endlich auch für uns ans Geschenke auspacken: A. freute sich sehr, daß meine Mutter ihm einen roten Rollkragenpullover geschenkt hatte und farblich passend hatte sie sogar selbstgestrickte rote Socken mit Elefantenmuster dazugelegt (A. liebt Elefanten :) 
Die Katzen fanden ihre Geschenke eher langweilig, spielten aber lange und ausgiebig mit dem Verpackungsmaterial, während ich Bücher und Stoffe für neue Nähprojekte bekam - und so ging auch dieser Tag ausgelassen & wenig besinnlich zu Ende. Zum Abendessen suchten wir uns nur ein paar Reste zusammen, mehr Essen brauchten wir garantiert nicht… 

25. Dezember 2019

Erster Weihnachtsfeiertag, 25.12.2019


Heute kommt meine Schwester mit ihrer Familie zu Besuch, gestern am Heiligabend waren wir bei ihnen - und das hat alles gut geklappt. Wir hatten unsere Geschenke regensicher verpackt, mit dem Resultat, daß es auf der gesamten Strecke jedenfalls zu der Zeit nicht regnete ^^, nahmen einen früheren Bus zum Bahnhof und hatten so genügend Zeit um Feiertagsprobleme zu umgehen. 
An Sonn- und Feiertagen fahren die Busfahrer (in Aachen, in anderen Städten ist mir das so extrem noch nicht begegnet) gerne nach dem Motto: ‚Wir haben ja alle Zeit‘ mit dem Resultat, daß häufig selbst 20 Minuten Umsteigezeit nicht ausreichen. Dieses Mal endete die Fahrt außerplanmäßig am Elisenbrunnen, aber unser Zeitpuffer reichte sogar um auf einen nächsten Bus Richtung Hauptbahnhof zu warten. 
Mit den Zügen lief an diesem Tag tatsächlich einmal alles glatt, obwohl es nach Köln ging und auch in Ehrenfeld erreichten wir alle Anschlüsse. 

Der Neffe war schon überdreht, die Nichte schlief und meine Schwester stand bereits den ganzen Tag in der Küche. Da ihre Küche ein 1-Personen Schlauch ist, stand ich an der Türschwelle um ihr Mut zuzusprechen. 
Später kamen die Großeltern, die hauptsächlich die Nichte bespaßten, während A. mit dem Neffen erst den kleinen Weihnachtsbaum schmückte und dann die Fenster im Kinderzimmer. Der Neffe zeigt mit seinen 5 Jahren schon einiges an Scharfsinn was Ungereimtheiten um den Weihnachtsmann angeht, der Glaube wird wohl nicht mehr lange bestehen.
Nach Kaffee & Kuchen ging es eine kleine Runde mit großen Regenschirmen um den Block, den Weihnachtsmann im Platzregen suchen. Die Großeltern und die Nichte empfingen derweil den Weihnachtsmann zu Hause, der schnell seine Geschenke vorbeibrachte, sich ein Stück vom Lebkuchen-Kuchen nahm, den meine Schwester gebacken hatte und weiter ging‘s… auch bei solchem Wetter müssen Geschenke ausgeliefert werden.
Nachdem der Neffe seine und die meisten Geschenke der anderen geöffnet hatte, ging es zum Abendessen über, es gab unter anderem Kürbissuppe, Hirsch, Rotkohl und Semmelknödel, sowie Tiramisu.


Dann hieß es für uns auf, zurück nach Aachen. Auch dieses Mal nahmen wir die sicherste Verbindung, letztes Jahr standen wir in Ehrenfeld eine Stunde in der Kälte und obwohl es in diesem Jahr nicht kalt war, fuhren wir lieber den Umweg nach Deutz und landeten sicher im richtigen Zug.
In Aachen ging es letztlich mit dem Taxi zurück nach Würselen.
Für das Kätzchen war es die längste Zeit, die wir je weg waren, seit sie im September in unsere Familie kam. Glücklicherweise hatte jedoch unsere Nachbarin die Abendfütterung übernommen und unsere drei Stubentiger sogar zusammen mit ihrer Tochter eine halbe Stunde lang unterhalten. Dafür können wir ihnen gar nicht genug danken :) 

24. Dezember 2019

Heiligabend, 24.12.2019


Da habe ich gestern doch zum ersten Mal mein Tagebuch-Bloggen vernachlässigt, seit ich damit angefangen habe.
Ich hatte abends zwar schon noch daran gedacht, war aber einfach zu müde um noch etwas zu schreiben. Der Tag war recht stressig gewesen, ich habe aber einiges geschafft und der Kopf hat auch mitgespielt. Morgens wurde letzte Bügelwäsche erledigt und alles an Geschenken eingepackt, was noch zu Hause herumlag. Dann musste ich zuerst auf den Kater warten und nach ihm suchen, während er bei den Nachbarn schlief - aber das wusste ich erst halb 12. Damit konnte ich den Traum von leeren Geschäften zur Ladenöffnung ad acta legen.
Im ohnehin immer überfüllten Bus 51 ging es nach Aachen. Am Sportpark Soers, dem größten Park & Ride Parkplatz der Stadt, kam es zu tumultartigen Szenen als großen Menschenmengen ebenfalls in den Bus gestapelt werden mussten - wie zu einem Fußballspiel gegen eine bekannte Mannschaft ging es dann weiter in die Innenstadt.
Diesen Einkauf hätte ich gerne vermieden, aber meine Migräne vom letzten Donnerstag hatte dafür gesorgt, daß ich alles was ich an dem Tag schaffen wollte, nun eben so kurz vor Schluß erledigen musste. Immerhin ist das ein guter Entscheidungshelfer, man läuft nicht von Ort zu Ort um ein geeignetes Geschenk zu finden und sondiert die Möglichkeiten, sondern das erste was gefällt ist perfekt und gekauft ^^ Man lernt auch Demut, denn überall sind lange Schlangen mit denen man schlichtweg umgehen muss. Nur als dann die bundesweite Panne in der Kartenzahlung dazu kam, wurde es etwas kritisch und ich verließ einen Elektronik Laden unverrichteter Dinge, deren Kassenschlangen tatsächlich durch den gesamten Laden führten. 

Nachdem ich meine Liste abgearbeitet hatte (Hurra!), kam das nächste Abenteuer: Die Innenstadt wieder verlassen. Ich stieg im Bushof ein und dann brauchte der Bus im Stau genau 20 Minuten für die ersten fünf Meter, aber ich hatte einen Sitzplatz, es regnete in Strömen und mir war das alles in dem Augenblick egal :)
Aufgrund des Regens konnte ich aber meinen Supermarkt-Einkauf nicht auch noch erledigen, sondern kam schnell nach Hause, wo dann vorletzte Geschenke eingepackt, Plätzchen gebacken und eine Kürbispfanne gekocht wurden. Derweil kam A. nach Hause, die Rückfahrt aus Hannover war einmal mehr eine Irrfahrt mit der Bahn gewesen, er meinte sobald man die Grenze nach NRW überquert läuft alles schief im Bahnverkehr ^^ Zusammen aßen wir dann erst zu Abend, bevor wir gemeinsam allerletzte Geschenke einpackten - und dann fiel ich absolut erschöpft ins Bett um natürlich nicht einzuschlafen, denn der Kopf hatte offenbar noch einige Gedanken zu wälzen, bevor er mit der Verarbeitung der Tagesereignisse zufrieden war.

Heute nun wartet dieses Programm: Im Supermarkt einkaufen. Nach Köln zu meiner Schwester fahren, nach der Bescherung / Abendessen zurück nach Aachen fahren. Mit dem Taxi weiter nach Würselen, denn am Heiligabend fahren abends keine Busse mehr.


22. Dezember 2019

Sonntag, 22.12.2019


Der heutige Tag begann mit einem frühen Spaziergang kurz nach dem ersten Hahnenschrei - von denen es so einige im Viertel gibt - und vor dem Ruf der Kirchenglocken zum Gottesdienst. Eigentlich wollte ich den ersten Sonnenaufgang nach der Wintersonnenwende sehen, doch graue Wolken verhinderten das. Immerhin, manche der Wolken waren recht pink.
Ich musste darüber nachdenken, wie das Leben in den Straßen vor 100 Jahren ausgesehen haben mag. Die Minen waren Tag und Nacht in Betrieb, konnte man den Kohlestaub in der Luft spüren? Gab es befestigte Straßen, wie sah es mit Straßenbeleuchtung in den Siedlungen der Minenarbeiter aus? In den reichen Städten gab es das sicher alles schon längst, aber hier in einem von Industrie und Landwirtschaft geprägten Vorort?
Mittlerweile sind die Kohleminen längst Geschichte, aus den Arbeitersiedlungen sind normale Stadtviertel geworden und an diesem stillen Sonntag Morgen scheinen die meisten Bewohner, die schon wach sind, vor dem Fernseher geparkt zu sein ^^. Auch ich mache mich alsbald wieder auf den Weg nach Hause - der versprochene Regen beginnt pünktlich und so wird mein restlicher Sonntag wesentlich weniger aktiv als der Morgen.
Ich wünsche jedenfalls einen schönen vierten Advent :) 

21. Dezember 2019

Sonnabend, 21.12.2019


Die erste Hälfte des Tages tat ich mir selbst leid, in der zweiten war ich dann zu beschäftigt um weiterhin trüben Gedanken nachzuhängen. Manche Tage sind einfach so, und so kurz vor der längsten Nacht des Jahres ist das wahrscheinlich auch gar nicht so ungewöhnlich.
Das Wetter war trotzdem heute noch ganz angenehm und manchmal schien sogar die Sonne …
Ich habe Katzenfutter gekauft, jetzt kommen meine drei gut ins neue Jahr - dann wurde gebügelt, erste Geschenke eingepackt und ich habe ein paar Brand-Stempel ausprobiert.
A. ist derweil nach Hannover gefahren um Freunde zu besuchen, er kommt am Montag Abend zurück.

20. Dezember 2019

Freitag, 20.12.2019


Nachdem der gestrige Tag durch die Migräne verschwendet wurde, schlief ich 11 Stunden lang in der Nacht, statt der üblichen Zeit. Offenbar hatte mein Körper einiges an Heilung zu erledigen.
Der Freitag Vormittag war dafür heute recht ereignislos: Wäsche abnehmen und zusammenlegen (die Bügelwäsche wartet noch auf mich), Wohnung staubsaugen, einkaufen … und noch einmal eine Weile hinlegen - gottseidank blieb ich bislang kopfschmerzfrei.
Seit 13:30 Uhr bin ich außerdem Paketannahmestelle für drei Familien im Haus, bisher ist nur eines der drei auch angekommen.
Das Wetter ist derweil turbulent geworden, es regnet, stürmt, die Sonne scheint, außerdem sinken die Temperaturen wieder - und auch wenn meine Fotos vom Balkon nicht im Geringsten daran heranreichen, so habe ich doch einen dramatischen Sonnenuntergang umgeben von dunklen Wolken gesehen :) 


Heute Abend geht es noch in unser Lieblings-Thai-Restaurant, A. hatte heute seinen letzten Arbeitstag in diesem Jahr - und damit geht es hinein ins Wochenende vor Weihnachten. 

19. Dezember 2019

Donnerstag, 19.12.2019

Vermutlich auch Werbung ohne Auftrag, wegen erkennbarer Markennamen in den Fotos.

Der heutige Tag war ein klassischer Fall von erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Eigentlich wollte ich letzte Weihnachtsgeschenke in Aachen kaufen gehen, bei schneller Erledigung dessen vielleicht sogar noch ins Museum - doch stattdessen kamen die Kopfschmerzen.
Morgens fühlte ich mich einfach nur erschöpft und müde, fuhr aber trotzdem noch nach Aachen. Dann begannen die Kopfschmerzen, also lief ich ein wenig durch die Stadt, vom Elisenbrunnen mit seinen schwefelhaltigen heißen Quellbrunnen und dem derzeit davor gequetschten Wochenmarkt, zum Theater, das sich alleine auf einer Verkehrsinsel, umgeben von Straßen befindet.
Dort holte ich mir im Naturmarkt auf einer der anderen Straßenseiten eine heiße Linsensuppe, nahm Ibuprofen und hoffte, daß ich aus diesem Tag doch noch etwas machen konnte. Leider handelte es sich um eine schon fortgeschrittene Migräne und die Schmerzmittel kamen zu spät, also zurück auf Anfang. Ich schaffte es mit dem Bus nach Würselen, kam nach Hause und dann musste ich aus den Schmerzwellen wieder herausfinden. 
Gegen 16 Uhr erreichte ich einen Zustand, den ich ‚schweben‘ nenne, es ist einem zwar schwindlig, aber man hat in diesem Augenblick keine Schmerzen mehr. Danach geht es zwar meist noch eine Weile, vielleicht sogar Tage weiter mit den Kopfschmerzen, aber ab jetzt kann man sie (hoffentlich) wieder kontrollieren. Ich hoffe auf einen besseren Freitag & Wochenende, und den Geschenkekauf verschiebe ich auf Montag. 

18. Dezember 2019

Mittwoch, 18.12.2019

Werbung ohne Auftrag wegen Verlinkung und Markennennung. 


Das gute Wetter hielt sich auch heute noch, so daß ich den mittlerweile vierten Tag in Folge meine täglichen 10 000 Schritte (ungefähr 7 km) problemlos bewältigen konnte :)
In der letzten Woche war das bei Dauerregen manchmal etwas schwer, deswegen muss ich jetzt ein wenig Strecke aufarbeiten um meinen Monats-Durchschnitt zu halten ^^
Es ist jedoch immer noch so warm, bei den Obstbäumen sind es schon längst nicht mehr einzelne Blüten am Blühen - das kann für die Bäume nichts Gutes bedeuten, denn im Januar wird es sicher noch einmal richtig kalt.
Heute bin ich wieder in ein paar Straßen von Würselen gelandet, die ich noch nicht besucht hatte. Es ist gut, daß der kleine Ort auch nach einem Jahr noch ein wenig Neues zu bieten hat, selbst wenn es nur eine kleine Gasse am Rande zum Wurmtal ist, in der ich vorher noch nicht war :)


Morgen muss ich noch einmal nach Aachen in den Weihnachtsgeschenke-Streß, es fehlte doch noch die eine oder andere Kleinigkeit. 
So richtig freue ich mich nicht darauf und überlege, ob ich gleich zur Ladenöffnung am Vormittag in der Stadt sein sollte um meine Besorgungen schnell zu erledigen. Wenn ich dann noch nicht k.o. bin, könnte ich mir noch die derzeitigen Kunstausstellungen im Ludwig-Forum ansehen, denn morgen ist (wie jeden Donnerstag) Zentis Tag und damit freier Eintritt. 


17. Dezember 2019

Dienstag, 17.12.2019


Während die Temperaturen derzeit eher frühlingshaft sind, der Raps blüht teilweise und manche der Kirschblüten - war ich gestern zum Weihnachtseinkauf im Spielzeugladen. Es war Montag Vormittag und das Geschäft trotzdem voller als an einem normalen Samstag. Zum Glück habe ich schnell gefunden was ich suchte und konnte mich dann in den Supermarkt stürzen, nachdem ich mit etwas Suche sogar noch einen Einkaufswagen ergattern konnte.
Wie immer vor den Festtagen hatten die Autos auf dem Parkplatz hauptsächlich belgische Autokennzeichen, schließlich ist in Belgien - außer Kaffee & Tee - so ziemlich alles teurer als in Deutschland. Nicht ohne Grund ist die deutsch-belgische Grenze mit einem dichten Netz an großen Supermarktketten überzogen, die eben dennoch nicht immer ausreichen. 

Heute nun wollte ich kein Geschäft von innen sehen und machte mich nur auf einen langen Spaziergang um etwas von der seltenen Wintersonne zu tanken und die milden Temperaturen zu genießen. Beim Laufen legte ich zuerst die Handschuhe weg, dann brauchte ich keine Mütze mehr, die Winterjacke musste auch nicht so streng geschlossen sein - und als ich wieder zu Hause war, durfte sogar Amiya in den Garten.
Das Kätzchen hat noch kein rechtes Gefühl für warm und kalt, und würde auch an einem frostigen, stürmischen Tag ewig herumstromern, sich gekonnt meinem Zugriff entziehen und dann zwei Tage lang vor sich hinkränkeln. Aber heute war das kein Problem. Ich habe letzte Blätter vom Rasen entfernt und auf die Erdbeeren und Rosen gekehrt - und hatte den wilden, kleinen Tiger dabei immer im Blick. Erfreulicherweise wuselte sie aber ohnehin meist um mich herum.
In dieser Woche möchte ich noch letzte Weihnachtsdeko-Ideen verwirklichen, die mir plötzlich nur so zufliegen, ein wenig backen und dann geht es schon in Riesenschritten auf die Weihnachtsfeiertage zu.

16. Dezember 2019

Montag, 16.12.2019


Während ich mir gerade die Artikel zur ‚Greta-Bahn‘ Affäre durchlese, weiß ich nicht, ob ich laut auflachen oder lieber die Augen verdrehen soll - was ist das nur, was so viele angeblich erwachsene Menschen dazu bringt gegen eine Jugendliche anzustinken? 
Greta Thunberg hatte eine erste Klasse Reservierung mit der Deutschen Bahn, doch ihr Zug fiel aus, sie musste in einen anderen ICE einsteigen, in dem war kein Platz, also saß sie auf dem Boden. Für sie war das eher ein Zeichen, daß öffentlicher Personentransport funktioniert und gut genutzt wird, für die PR Verantwortlichen der Deutschen Bahn unzulässige Kritik an ihrem Unternehmen, also wurde mitgeteilt, daß sie ja stattdessen auf ihrem Platz in der ersten Klasse hätte sitzen können (in dem ausgefallenen ICE vermutlich), statt sich da auf dem Boden herumzufläzen. Wow, Staatsaffäre ^^ 



15. Dezember 2019

Stolberger Weihnachtsmarkt


Eigentlich wollten wir gestern auf den Weihnachtsmarkt nach Stolberg fahren, aber dann regnete es sehr stark, später begann es noch zu stürmen, so daß wir - bereits mit der Bahn auf dem Weg - in Aachen ausstiegen. Einen überfüllten Adventsamstag hatten wir eigentlich in der Stadt vermeiden wollen, aber was soll man sonst noch bei Sturm & Regen machen. Trotzdem fuhren wir bald wieder nach Hause, all die Menschen, die sich im Einkaufszentrum stapelten, waren doch irgendwie anstrengend.
Heute nun schien auch einmal die Sonne und es blieb trocken, so daß der weiterhin eisige Wind weniger störte. Dieses Mal ging es mit dem Bus bis in die Stolberger Altstadt und nach einem kurzen Rundgang hinauf zur Burg.
Dabei überquerten wir den sonst gemächlich dahinplätschernden Vichtbach, den eine Woche Regen zum Wildwasser mit reißender Strömung haben werden lassen. 


Der Weihnachtsmarkt in der ‚Kupferstadt‘ findet an den Wochenenden auf dem Platz vor der Burg, dann in den Burghöfen und außerdem in der Burg selbst statt und war überraschend spärlich besucht. 


Im Burgrestaurant hatten uns die vielfältigen, vegetarischen Gerichte gelockt, aber leider gab es auf absehbare Zeit keine freien Plätze - also holten wir uns stattdessen Flammkuchen, den die Pfadfinder (für 1,50 € auf die Hand) frisch im Holzofen zubereiteten.
An einem kleinen Gemälde, daß die Stolberger Burg als Pfefferkuchenhaus zeigte, musste mich der Mann dann schnell vorbeischleifen, damit ich es nicht ausversehen kaufte, und dann ging es zurück durch die engen Gassen zur nächsten Haltestelle.
Im historischen Rathaus sahen wir uns noch eine kleine Krippenausstellung an und damit beendeten wir unseren Besuch. Zwei Busse später waren wir wieder zu Hause, bei Tee und Plätzchen :)


14. Dezember 2019

Sonnabend, 14.12.2019


In diesem Jahr sind meine Blogs wirklich zum Erliegen gekommen und leider hat mich auch häufig einfach nichts genug interessiert um darüber zu schreiben.
Das liegt sicher nicht an der Landschaft und Stadt, denn ich habe schon in anderen Gegenden gewohnt, die nicht viel hergaben und mich trotzdem auf meine schönen Ecken konzentriert - aber hier fiel es mir schwerer als anderswo.
Da man aber nur vernünftige Artikel schreiben kann, wenn man regelmäßig schreibt, werde ich ab jetzt jeden Tag einen kleinen Eintrag verfassen. Nichts Weltbewegendes, vielleicht einfach nur ein kurzes Hallo - aber damit komme ich hoffentlich endlich wieder zu den schönen Artikeln zurück, die auch Spaß machen zu schreiben :)

Wie immer ist viel passiert, A. war für eine Woche in Indien, um die Hochzeit seiner Ziehschwester zu besuchen, und kam mit Unmengen an Süßigkeiten und Snacks zurück, die wir seitdem großzügig an alle verteilen, die indische Süßigkeiten mögen.
Ich mag sie auch, aber den ganzen Zucker kann ich sicher nicht essen, schließlich habe ich eine Insulinresistenz. Auf Anraten meiner Schwester habe ich im September trotzdem Metformin abgesetzt, danach musste ich meine Diät streng regulieren und gleichzeitig mehr Sport treiben. Das hat funktioniert, meine Zuckerwerte sind derzeit ohne Metformin sogar noch besser als mit, leider habe ich aber auch 6 kg zugenommen, wo sich gerade die Ärzte nicht sicher sind, ob es an der Hormonstörung liegt, oder ob es Wassereinlagerungen sind. Das ist natürlich blöd, derzeit passt mir keine meiner Hosen und ich weigere mich neue zu kaufen, bin aber immerhin gesünder als noch im Herbst :)
Ungefähr zur gleichen Zeit im Dezember wurde ich im letzten Jahr krank, eine einfache Erkältung, die mich bald als schwere Bronchitis bis in den April diesen Jahres begleitete und wirklich an die Grenzen brachte, dessen was meine Lungen leisten können. Das wollte ich bestimmt nicht noch einmal erleben und habe mir selbst Maßnahmen überlegt, um gesund zu bleiben.
Die Einfachen waren die Impfungen: Grippeschutz und gegen Pneumokokken, dann Vitamine aber eben nur in Obst & Gemüse Form.
Dazu gehören auch tägliche Bewegung an der frischen Luft, egal ob bei Sturm oder Regen.
Und das Wichtigste ist ein selbst-auferlegter Reisebann (mit Ausnahme von Tagesausflügen) bis März nächsten Jahres. In den letzten Jahren bin ich gerade beim Ostseebesuch im Januar bei meiner Familie immer so richtig krank geworden, 2020 möchte ich sehen, ob es besser wird, wenn ich diesen Besuch auf den März verschiebe. Ich bin sehr gerne in der Nebensaison auf der Insel Usedom und hoffe, daß es mir im März genauso gut gefällt, wie im Januar.

 



5. November 2019

Dunkler November


Es war ein grauer, leicht verregneter, mitunter für Augenblicke sonniger Novembertag und ich mit dem Fahrrad unterwegs im Wurmtal.
Auf einmal - neben mir war zwar der dunkle Waldrand, doch ich fuhr durch die offenen Flußniederungen - befiel mich ein lähmendes Gefühl der Angst und ich glaubte beobachtet zu werden - von einem Raubtier, bejagt?
Zuerst fuhr ich in persönlicher Bestzeit den nächsten Hügel hinauf, Raubtiere in Stadtnähe sind schließlich häufig eher menschlicher Natur. Dort musste ich kurz anhalten, weil mir Reiter auf dem schmalen Weg entgegenkamen, und Pferde reagieren nervös auf Gegenverkehr.
Während ich wartete, landete neben mir in ca. 10 m Entfernung ein riesiger Raubvogel. Ich kenne mich mit diesen Tieren nicht besonders gut aus, doch die Flügelspannweite war schon sehr groß. Hatte er mich etwa beobachtet? Ich warf ihm einen vorsichtig-verächtlichen Blick zu: Das war doch nicht dein Ernst? - Und gleichzeitig fragte ich mich: War das jetzt Einbildung oder Instinkt? 


14. Oktober 2019

Amiya


Vor etwas mehr als zwei Wochen hat sich unser Leben ins Turbulentere verändert, denn wir haben unsere dritte Katze adoptiert. Sie ist jetzt vier Monate alt und ein zuckersüßes, lebhaftes Britisches Kurzhaar Kätzchen in der Fellfarbe: ‚Cream Tabby‘.


Nach dem Umzug von Frankfurt nach Würselen, hatten wir bereits mehr als ein Jahr über das ‚Für und Wider‘ einer dritten Katze debattiert, ohne so richtig zu einer Entscheidung zu gelangen.
Klar war, daß sich unser sozialer Kater Linus langweilte und dringend einen neuen Freund brauchte, nicht nur, weil er seine engste Freundin Fricka 2018 in Frankfurt zurücklassen musste, sondern auch sein etwas brummiger, schwerkranker Kumpel, der Nachbarskater Tassilo (hier in Würselen) leider verstarb.


Shweta gibt es selbstverständlich auch noch, die Schwester von Linus - doch ihr Leben ist mit den Jahren sehr statisch geworden, eigentlich verbringt sie ihre Tage am Liebsten auf der Couch, selbst im Garten hat sie ihre eine Ecke, in der sie herumsitzt - und Linus braucht mehr Action.
Eigentlich wollten wir eine ganz normale Hauskatze aus dem örtlichen Tierheim adoptieren, wir waren zum Tierheimfest vor Ort, an dem Tag durfte man aber nicht ins Katzenhaus und als wir zu den regulären Öffnungszeiten wiederkehrten, hieß es zweimal: Heute ausnahmsweise keine Besuchszeiten/Vermittlung. Natürlich waren das keine großen Probleme, aber es war schon etwas seltsam, daß dieser erste Schritt irgendwie nicht zustande kam.


Stattdessen rief mich meine Schwester an, in ihrer erweiterten Familie hatten sich Leute ein Kätzchen vom Züchter geholt und dann festgestellt, daß das mit dem Zusammenleben doch nicht klappte.
Wir zögerten erst, an ein junges Kätzchen hatten wir gar nicht gedacht, schließlich sind unsere Katzen auch schon 11 Jahre alt. Aber letztlich entschieden wir uns, daß diese Kleine bei uns eben doch ihr Zuhause finden sollte und waren überglücklich, als die Übergabe im zweiten Anlauf zustande kam.
Da sie noch keinen Namen hatte, entschieden wir uns für ‚Amiya‘ das heißt ‚anmutig‘. Eine Freundin von unserem Neffen heißt so, und wir fanden diesen Namen wunderbar :)


Das Zusammenleben mit Linus und Shweta war in der ersten Woche schwierig, Linus war so genervt von diesem ständig in sein Gesicht springenden Gummiball, daß er praktisch zu den Nachbarn umzog. Shweta verpasste dem noch ungeimpften Neuzugang erstmal eine, so daß es blutete und wir ständig beobachten und aufpassen mussten. 
A. schlief sogar auf der Couch, damit Amiya nicht allein war, aber wir trotzdem die Katzen in der Nacht getrennt hielten.
Mittlerweile hat die Kleine in zwei Tierarztbesuchen (in denen sie sich ganz fürchterlich aufgeregt hat) die ersten Impfungen überstanden, im November kommen noch weitere dazu und dann ist sie eigentlich bereit für die große Welt.


Das Leben mit unseren Senioren hat sich auch normalisiert, es wird sich nur noch ganz selten angefaucht und Linus erträgt mit stoischer Ruhe, daß jemand regelmäßig an seinem Hals hängt oder ihm gefährlich auflauert ^^
Amiya hat so viel Freude und Lachen in unser Leben gebracht, wir wussten gar nicht, wie sehr sie hier in unserer Familie gefehlt hat.


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