23. Januar 2013

Im Winter


Unser erster Winter in Burlington im Jahr 2010/11 war der schneereichste seit langer Zeit gewesen, den Schneemassen folgten Monate der Überflutung von Feldern und Dörfern und alle waren froh, als das Ende Juni endlich überstanden war. 
Der Winter 2011/12 war dann das genaue Gegenteil, es regnete und schneite fast gar nicht und der See-Pegel fiel in neuen Tiefen. Dazu hatten wir die ersten Sommertage ab März, mit Temperaturen um die 30°C.

 Unsere Nachbarin befreit ihr Auto mit dem Schneeschieber... die üblichen Autobürsten helfen in so einem Fall nicht allzuviel. 
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 Linus findet soviel Weiß überhaupt nicht lustig. 
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Dieser Winter nun, ist ein wenig eine Mischung aus Beidem... auf Warmfronten folgen Kaltfronten, manchmal schneit es ganz gewaltig, doch der Schnee wird in den Tagen danach wieder völlig im Landregen aufgeschmolzen. Es gab bereits eine echte Kaltzeit mit Temperaturen um die -30°C, dem folgten +8°C und in dieser Woche sind wir wieder im -25°C Bereich gelandet.
Nur die Sonne sieht man in diesem Winter nicht ganz so häufig, denn die meiste Zeit ist es wolkig oder bedeckt. Dementsprechend möchte ich hier noch ein paar Bilder vom bisher einzigen echten Wintersturm zeigen, dessen Abschluß mit einem Sonnentag gefeiert wurde... so wie sich das gehört.

 Ungeräumte Wege laden zum Gang auf der Straße ein, doch Achtung bei überfrierender Nässe ist man auf dem Trampelpfad sicherer aufgehoben. 
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Ausblick mit Absturzgefahr
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Ansonsten war ich in dieser Woche unterwegs um mich nach Arbeitsmöglichkeiten zu erkundigen.
Offenbar bekomme ich trotz Arbeitserlaubnis keine Sozialversicherungsnummer, sondern nur ein Papier, das besagt, daß ich keine bekomme... was es für potentielle Arbeitgeber etwas schwieriger macht, denn sämtliche Steuer-Programme laufen über diese Nummer. Ich muss hoffen, daß ich jemanden überzeugen kann, mich trotzdem anzustellen. Offenbar braucht im Januar niemand Ladenangestellte, weder in Teilzeit noch sonstwas, so daß ich wohl erst einmal irgendwo als Freiwillige anfangen werde zu arbeiten (gut zum Erfahrungen sammeln und das im Lebenslauf erwähnen). Selbst das war nämlich bisher ein schwieriges Unterfangen ohne Arbeitserlaubnis (aus irgendwelchen Versicherungsgründen... ). 
Ich kann jetzt auch endlich einen Online Shop eröffnen und legal einen Stand auf Kunsthandwerker Märkten haben um meine handgearbeiteten Produkten an den Mann (oder Frau) zu bringen. 
Außerdem wollen wir endlich unsere amerikanische Fahrerlaubnis in Angriff nehmen, im Februar ist die theoretische Prüfung... bis dahin muss ich das Fragenbuch durchgearbeitet bekommen.... am Besten ich fange heute an... ähm, oder morgen :))


Und mit Freude kann ich verkünden, daß ich es über die Auswirkungen der Grippe geschafft habe. 
Ich bin noch etwas kurzatmiger als vorher (und vermute, daß das noch eine Weile so bleiben wird) doch mittlerweile erschrecke ich niemanden mehr mit Dauerhusten... und im nächsten Jahr werde ich mich sofort am ersten Septembertag gegen die Grippe impfen lassen, so daß das nicht wieder untergehen kann.

19. Januar 2013

Montpelier


Montpelier ist die Hauptstadt des Staates Vermont und als solche wesentlich kleiner als Burlington, überhaupt ist sie die kleinste Hauptstadt (7800 Einwohner) eines Bundesstaates in den USA.
Es gibt zwei Hauptstraßen, eine waagerechte und eine senkrecht verlaufende, dazu eine Umgehungsstraße, den Winooski River und das Parlamentsgebäude von Vermont, ein paar Häuser mehr und dann beginnen auch schon die Berghänge (der Berge Hunger, Paine und Chase), die das schmale Tal von drei Seiten begrenzen.
Wir sind schon einige Male durch Montpelier gefahren, doch es war nie das Ziel unserer Reise gewesen. Anläßlich des Besuches von A. Bruder nutzen wir jedoch die Möglichkeit um mit dem Bus von Burlington nach Montpelier zu fahren. 
Diese Verbindung sichert werktags, daß alle Beamten und Verwaltungsangstellten bequem von ihrem Wohnort in Burlington zur Arbeit nach Montpelier und zurück gelangen, denn in Montpelier könnte man die Masse der Leute gar nicht unterbringen.
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Für uns war es eine gute Möglichkeit, um ein wenig in die Berge zu fahren, denn zum Wandern war es schon zu kalt. Wenn man die hohen Berghänge rechts und links des Highways aufragen sieht, fällt einem auch einmal mehr auf, wie anders Burlington im Gegensatz zum Rest des bergigen Staates aussieht.
Die Berge sind sehr schön, doch sie lassen nicht viel Licht in die engen Täler und so finde ich die weite offene Landschaft des Champlain Valley und Lake Champlain (wo die Berge nur Garnierung am Rande sind) doch etwas erträglicher für ehemalige Küstenbewohner wie mich.

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Als wir Montpelier nach ca. 45 Minuten Fahrt erreichten, sahen wir uns das Parlementsgebäude an (von außen) liefen durch die beiden Hauptstraßen (die wenig überraschend zumeist Restaurants beherbergten – irgendwo müssen all die Parlamentarier und Co. auch essen) und verbrachten einige Zeit in einem Tierladen.
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Dessen Hauptattraktion war eine ungarische Hirten-Hündin, über die man steigen musste – quasi ein großer lebender Flokati im Eingang.
A.s Bruder hat einen Hund, wir haben Katzen... also war das Tiergeschäft eine logische Wahl, es gab dort sogar Hundkekse in Vermont-Form. Ich kaufte ein graues Filz-Dreieck (eine abstrakte Maus), von dem ich schon wusste, daß die Katzen es lieben würden und weiter ging es mit der Hauptstadt-Besichtigung.
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Bald hatten wir das Ende der zweiten Straße erreicht und es dauerte immer noch eine Stunde bis der nächste Bus nach Burlington abfahren würde. 
Also suchten wir nach einer Gaststätte, doch die meisten waren in der Nachmittagspause (von ca. 14-18 Uhr) und damit geschlossen. Doch wir fanden noch ein Café, daß auch Mittagessen servierte und so setzten wir uns für eine Weile. Es gab sogar Switchback Bier und mit einem Aufenthalt im nahegelegenen Baumarkt rundeten wir unseren Besuch ab.
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Ich bezweifle sehr, daß wir damit erschöpfend alles in Montpelier gesehen haben, das Vermont History Museum ist sicher einen Besuch wert und im Sommer ist es bestimmt auch toll, wenn man direkt nach dem Mittagessen eine kleine Wandertour in den Bergen machen kann. 
Vielleicht war das also nicht der letzte Besuch in der kleinsten Hauptstadt der USA :)

17. Januar 2013

Zwei Brüder


Im Dezember bekamen wir für einige Tage Besuch von A.s Bruder. Die Beiden hatten sich seit fast fünf Jahren nicht gesehen und so war die Wiedersehensfreude groß.
Dazu kam der Bruder zum ersten Mal in die USA und außerdem ist der Winter in New Delhi doch etwas erträglicher als in Vermont (wenn auch nicht sehr, da es in Nord-Indien zumeist keine Heizungen gibt).

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Eine Kugel Ben & Jerrry's, im Becher bitte!
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Magic Hat Brauerei

Wir zeigten ihm also die üblichen Burlingtoner Touristenziele (so denn nutzbar im kalten Wetter) und verbrachten Zeit im Ben & Jerry‘s Stammgeschäft, am Seeufer bei leichtem Schneefall, machten einen Ausflug in die Landeshauptstadt Montpelier (im nächsten Artikel) und besuchten fast alle nennenswerten Restaurants der Fußgängerpassage. 
Dazu schickte ich die Beiden zwei Tage lang zum Einkaufen (für jeden in der Familie musste zumindest ein kleines Geschenk besorgt werden), so konnte ich auch einmal etwas Zeit für mich haben, denn dieser Besuch war sehr anstrengend: A.s Bruder ist witzig, locker, Jetlag-resistent, braucht fast keinen Schlaf und ist immer gut drauf, was für einige Zeit toll ist, aber irgendwann konnte ich nicht mehr mithalten – soviel Energie, wo kommt die nur her?


Als wir ihn nach den tollen Tagen am Flughafen ablieferten - damit er seine Geschäftsreise fortsetzen konnte - war ich jedenfalls so müde, daß ich mich wieder zu Hause kurz für zehn Minuten hinlegen wollte und vier Stunden später aufwachte... da war es bereits dunkel.

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Nennenswerten Einfluß übtete er in dieser kurzen Zeit vor allem auf unsere Küche aus, die post-Besuch mit brandneuem Messerset, neuen Pfannen, acht Gläsern verschiedener Größe, diversen Schnapsflaschen (u.a. Old Monk) und einem über-vollen Kühlschrank glänzte.
Wir überlegten etwas ratlos was wir mit dem Riesenglas Mayonaise anfangen sollten und ob wir auf die Schnelle noch Sellerie Fans werden könnten, bevor all die Stangen anfingen zu verrotten (schafften wir übrigens nicht so ganz...) und damit war auch diese Zeit schon wieder vorbei... doch der Gegenbesuch (meines Mannes) in Delhi ist bereits in Planung.

16. Januar 2013

Rex


Als wir im Sommer 2010 nach Vermont zogen, war Rex der erste Kater, den ich im Hinterhof meiner neuen Wohnung traf, während ich auf dem Weg zum Wäschekeller war.
Er versuchte sofort seinen Lieblingstrick an mir, von hinten beide Pfoten um meinen Fuß schlingen und festhalten und ich dachte nur, was für ein böser Kater ist das, der mich nicht einmal kennt und sofort angreift. Später verstand ich, daß das nur ein Spiel für ihn war, aber erst einmal ging ich auf sicheren Abstand. In den Monaten danach lernte ich auch, daß es sich bei dem alten getigerten Kater nicht um einen Streuner handelte, sondern nur um den ziemlich unabhängigen Freigänger eines Nachbarn.
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Ein Jahr später zog dieser Nachbar jedoch aus und überließ Rex seinem Schicksal. Also begann ich ihn täglich zu füttern. Statt der gelegentlichen Naschereien kam ich nun jeden Morgen mit einem Teller Dosenfutter und einer Handvoll Trockenfutter zu ihm, fütterte ihn, wartete neben ihm, bis er seinen Teller erledigt hatte und scheuchte andere Katzen weg, die alle viel stärker als Rex waren. Als es Winter wurde, schrieb ich an das örtliche Tierheim und bekam eine Absage, da sie völlig überbelegt waren.


Der Hausmeister bastelte daraufhin ein Winterhaus für Rex (aus zwei Holzkisten und Isoliermaterial), die neuen Nachbarn im kleinen Haus im Hinterhof kümmerten sich ebenfalls um Rex und so schaffte er es relativ leicht durch den milden Winter 2011/12. 
Der neue Frühling brachte eine Flut an Katzen in den Hinterhof und vorallem Django wurde ein Problem für Rex. Ich schrieb erneut an das Tierheim, dieses Mal um die Streunerkätzchen zu melden, doch ich bekam noch nicht einmal eine Antwort. Django wurde dann von unserer Nachbarin adoptiert und verbringt seitdem seine Tage genauso mit uns, wie meine Katzen in der Nachbarswohnung ein- und ausgehen. 
Der Sommer kam und ging, es wurde Herbst und einmal mehr wurde die Frage aktuell, wie bringen wir Rex durch den Winter? Dieses Mal schrieb mein Mann eine e-mail an die Organisation: Save our Strays.... doch wir bekamen erneut eine Absage. Mittlerweile hatte ich mich auch sehr an den kleinen alten Kater gewöhnt und spielte eher mit der Idee ihn in unsere Familie zu integrieren und dann quasi aus gesicherter Stellung mit Tierarztbrief, allen Impfungen usw. ein Haus für ihn zu suchen. A. nahm dagegen an, daß das nur bedeuten würde, daß wir in Zukunft drei statt zwei Katzen im Haus hätten und er war nicht begeistert. Ich weiß nicht, ob es gut gegangen wäre. Meine Katzen und Rex hielten nicht viel voneinander, doch zumindest im Hinterhof hatten sie gelernt sich gegenseitig zu ignorieren.


In diesem Winter gab es kein Winterhaus, stattdessen wohnte Rex in einer leerstehenden Garage, deren Dach zur Hälfte eingebrochen war. Dann kam der große Schneesturm und ich war nicht nur damit beschäftigt Doris Treppen freizuschaufeln, sondern ich schob auch Gänge für Rex, so daß er es halbwegs trockenen Fußes von seiner Garage zum Futternapf und zurück schaffte - Schnee mochte er nämlich überhaupt nicht.


Dieses Mal rief meine Nachbarin beim Tierheim an, sie konnte es einfach nicht ertragen, daß der Kater bei -30°C noch draußen frieren musste und sie beließ es nicht nur bei einem Anruf, eine E-Mail, sondern stand in engen Kontakt mit den Leuten, die die Termine vergeben… so schaffte sie es, daß wir von einem Tag auf den Anderen einen Abgabetermin für Rex hatten.
Das war es, was ich mir jahrelang für ihn erhofft hatte und nun war es so schnell da, viel zu schnell.
Ich stellte den Teller mit seinem Futter in eine Transportbox und ohne zu zögern, kletterte mein Rex in die Box, so sehr vertraute er mir mittlerweile und ich war dabei dieses Vertrauen zum ersten Mal zu brechen.
Die Fahrt zum Tierheim war schrecklich, denn Rex weinte ununterbrochen und als ich die lange Liste unterschreiben musste, die es dem Tierheim erlaubt ein Tier einzuschläfern (aggressives Verhalten, ansteckende Krankheiten), da weinte ich auch ... wer kontrolliert denn schon ob ein Tier wirklich aggressiv ist und wie krank ist krank? Der Kater meiner Eltern hat seit Jahren einen Schnupfen und lebt trotzdem unverdrossen vor sich hin und außerdem ist Rex sicher nicht der Lieblingskandidat für jemanden der ein Kätzchen adoptieren möchte ... .
Nun kann ich also nur hoffen, daß Rex diese letzte Chance nutzen kann (so er denn überhaupt noch lebt) ich habe dem Tierheim sämtliche Informationen gegeben, die ich zu seinem Tierarzt usw. hatte und hoffe einfach, daß es reicht, daß sich irgendjemand in den kleinen, alten Kater verliebt, denn trotz seiner Macken, Tricks und schlechtem Verhalten ist er eigentlich sehr liebenswert.

UPDATE: Rex hat es geschafft, er wurde als gesund und nicht aggressiv eingestuft und kann seit gestern vom Chittenden County Tierheim adoptiert werden. Link.
Was mich jedoch sehr überrascht hat, ist, daß er als sie angegeben wurde. Entweder das ist ein Eingabefehler oder ich habe mich die Jahre sehr von Katerkopf- und Katerverhalten täuschen lassen.  

13. Januar 2013

2012: 12 Posts aus 12 Monaten

Auch diese Rubrik soll hier nicht fehlen: Die 12 wichtigsten Artikel, einen aus jedem Monat.
Ich habe wesentlich weniger Blogeinträge geschrieben als im Vorjahr, hoffentlich kommt mein Interesse und Inspiration in diesem Jahr wieder zurück, denn ich vermisse es ein wenig einen kompletten Artikel zu schreiben statt nur eine kurze Meldung in einem sozialen Netzwerk.

Januar 
Im Januar beginne ich meine Berichte aus New York (die ich immer noch nicht beendet habe), dabei bleibt vor allem der Besuch im MET (Link.) im Gedächtnis.

Februar 
Der Februar kam mit Schockmeldungen: meine Großmutter stirbt und ein Junge kickt - im Drogenrausch - unsere Wohnungstür ein. (Link.) Außerdem erreichte ich den Central Park in den New York Berichten.


März 
Es wurde Mardi Gras gefeiert, ich schrieb die Freiheitsstatue Blogposts und genoß eine nicht-Jahreszeit gemäße Hitzewelle von 30°C in Vermont. Link.

April 
Im April fiel ich in einen Stacheldrahtzaun und es war einmal mehr Zeit für unseren Hochzeitstag, mittlerweile war es der Vierte. Link.

Mai 
Ich besuchte zum ersten Mal den Red Rocks Park in Burlington, einen naturbelassenen Strandpark und sah die Graduation-Feier der Universität. Link.

Juni 
Meine Bergwanderungen begannen mit Mount Hunger (Link.) und Mount Philo, außerdem tauchten junge, ausgesetzte Katzen im Hinterhof auf, zwei davon wurden von Nachbarn adoptiert.

Juli 
Die Stadt wurde durch ein nur 15minütiges Gewitter am 4.Juli schwer getroffen, mit Dutzenden umgefallener Bäume und überfluteten Stadtteilen.
Ich passte auf die Katzen einer Freundin auf und durfte auch ihren Wochen-Ernteanteil an einem Bauernhof behalten, frisches Knoblauchgrün inklusive. Außerdem musste ich Waschbären aus Müllkontainern befreien. Link.

August 
Ich erreichte die Moma Ausstellungen in meinen New York Berichten, wurde auf einem Dampfer über den Lake Champlain geschippert und erstieg den höchsten Berg Vermonts: Mt. Mansfield auf einem der gefährlichsten Wanderwege. Link.

September 
Im September flog ich für zwei Monate nach Deutschland. Dabei besuchte ich die Hochzeit meiner Schwester (und musste versprechen das nicht im Blog zu dokumentieren) und sah mir Dresden an (die Bilder sind auch noch im Ordner.) Ich schrieb jedoch über meinen absoluten Lieblingspark in NYC: die Highline. Link.

Oktober 
Ich freute mich über Spaziergänge mit den Hunden am Strand, dokumentierte „grüne Bällchen“ (Link.), die ersten Schneeflocken und machte mir Sorgen um die Auswirkungen von Hurrikan Sandy.

November 
Im November schrieb ich über meine wunderschönen Tage in Rostock und vorallem dem Strandtag in Rostock-Warnemünde. Link. Und ich kehrte nach meinen zwei Monaten Deutschland-Urlaub nach Vermont zurück.

Dezember 
Der Weihnachtsmonat kam und ich fühlte mich überhaupt nicht in vorweihnachtlicher Stimmung, also versuchte ich das mit geschmückten Häusern, Weihnachtsponies und Burlington bei Nacht-Bildern zu erwecken, doch letztlich kam ein Wintersturm zur Hilfe - immerhin. Link.

2013 ist für mich ein Brückenjahr - ich habe gestern (endlich, Hallelujah) meine Arbeitserlaubnis erhalten, also hoffe ich natürlich auf einen guten Arbeitsplatz - ansonsten heißt es jedoch warten, daß dieses Jahr vorüber geht, denn erst ab 2014 verändert sich hier wirklich wieder etwas.

11. Januar 2013

Jahresrückblicks-Stöckchen 2012

Alle Jahre wieder erscheinen diese Fragen an mich selbst – in diesem Jahr mit krankheitsbedingter Verspätung, die vorherigen Jahresrückblicke kann man hier finden: Link.

Zugenommen oder abgenommen? 
Zuerst etwas abgenommen und dann wieder sehr viel mehr zugenommen. Immerhin halte ich seit 1.1.13 durch und trinke keine koffeinhaltigen Erfrischungsgetränke mehr – hoffentlich ein Anfang zu gesünderer Ernährung.

Haare länger oder kürzer? 
Die Haare sind vielleicht ein bißchen länger und dunkelbraun gefärbt.

Kurzsichtig oder Weitsichtig? 
Kurzsichtig. (Diese Frage wird hiermit in den Ruhestand geschickt.)

Mehr ausgegeben oder weniger? 
Mehr ausgegeben, die Reise nach Deutschland schlägt da zu Buche.

Mehr bewegt oder weniger? 
Weniger bewegt, ein gebrochener rechter Fuß und Probleme am linken Knie waren nicht die beste Kombination... immerhin bin ich trotzdem auf Vermonts höchsten Berg gestiegen :)

Der hirnrissigste Plan? 
Keine Hirnrissigkeiten in diesem Jahr. (Diese Frage wird hiermit ebenfalls in den Ruhestand geschickt.)

Die gefährlichste Unternehmung? 
Den höchsten Berg Vermonts besteigen, auf dem gefährlichsten Wanderweg mit sehr realer Absturzgefahr.

Der beste Sex... 
Ich weine… . (Diese Rubrik wird in den Vorruhestand geschickt.)

Die teuerste Anschaffung? 
Flugtickets nach Deutschland und zurück, amerikanische Arbeitserlaubnis beantragen, Kurzurlaub in Salem,MA.

Das leckerste Essen? 
Als wir das erste Mal in das neue Burlingtoner Restaurant „Sherpa Kitchen“ gingen, war ich so begeistert... seit dem waren wir ein paar Mal dort und jedes Mal ließ die Begeisterung etwas nach... sehr schade, doch ihr Samosa Chaat ist immer noch das Beste der ganzen Stadt. Außerdem gibt es ein persisches Restaurant gleich um die Ecke (Farah’s Place) und deren Donnerstags-Dinner Buffet ist sehr empfehlenswert :)

Das beeindruckendste Buch? 
Seltsamer Weise musste ich sehr viel mehr über “Biff” von Christopher Moore nachdenken, als ich es von einem solchen Buch erwartet hätte ... doch beeindrucken: Nein, keines der gelesenen Bücher in 2012 hat mich beeindrucken oder überraschen können, leider.

Der berührendste Film? 
Beasts of the Southern Wild

Ich habe seit Jahren nicht im Kino gesessen und war dermassen gefesselt, habe geweint, gelacht, gelitten mit den Darstellern. Es ist die Geschichte eines kleinen Mädchens, die irgendwo in einem Slum der New Orleans'er Gegend mit ihrem Vater zusammen aufwächst und es hat überhaupt nichts damit zu tun, daß es ein Slum ist. Das ist kein Opferfilm!

Die beste CD/mp3/audio file? 
"I follow rivers" von Triggerfinger war das beste Beispiel wie man aus einem nervigen Dauerradio-Beschallungslied etwas machen kann, was man sich eigentlich ganz gerne anhört.

Das schönste Konzert? 
Sämtliche Sommerkonzerte im Battery Park… Sommer, Picknick, viele gutgelaunte Menschen und Hunde, der Sonnenuntergang über dem See und Musik gab es auch noch… perfekt :)

Die meiste Zeit verbracht mit …? 
Meinen Katzen, meinem Mann, den Hunden meiner Eltern und meinen Eltern... in der Reihenfolge ^^

Die schönste Zeit verbracht mit …? 
... meinen Eltern auf der Insel Poel.

Vorherrschendes Gefühl 2012? 
Nichts bewegt sich.

2012 zum ersten Mal getan? 
Berge bestiegen, von unten bis oben und wieder zurück, drei davon waren ziemlich schwer und Dresden besucht.

2012 nach langer Zeit wieder getan? 
Ich habe eine neue Wohnung meiner Schwester besichtigt… und irgendetwas sagt mir, daß bei meinem nächsten Besuch wohl auch wieder eine andere neue Wohnung warten wird.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können? 
Endlose/ sinnlose Streitigkeiten, der gebrochene Fuß und die zwei Jahre Verlängerung in Vermont… ich wäre so gerne weggezogen.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte? 
Ich möchte niemanden mehr von etwas überzeugen. Entweder die Leute wollen etwas verstehen und dann finden sie einen Weg, oder eben nicht, doch dann renne ich nicht mehr ohne Aussicht auf Erfolg gegen Wände. (Ich bin müde geworden und schicke diese Rubrik damit ebenfalls in den Ruhestand.)

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe? 
Es ist nicht wirklich ein Geschenk, aber ich habe mitgeholfen (das war wohl doch Überzeugsarbeit...^^), daß aus dem Streunerkater Junior, der Nachbarskater Django wurde :)

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat? 
Mein Mann hat seinen schönen grünen Pullover in der Waschmaschine zu heiß gekocht, also habe ich jetzt einen schönen grünen Pullover :)

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat? 
Das gefällt mir, das kaufe ich… von Menschen, die mir meine Bastelarbeiten abkaufen :)

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe? 
Ich habe vermutlich nicht viel Schönes von mir gegeben… irgendwie schicke ich diese Frage ebenfalls in den Ruhestand.

Nachricht des Jahres? 
Yellow-Yellow, die einzige Bärin der USA, die sämtliche bärensicheren Kontainer öffnen konnte, wurde von einem Jäger erschossen. So gemein.

2012 war mit einem Wort …? 
... verhalten.

7. Januar 2013

Aus dem Krankenlager

Nachdem es meinen Mann schon ein paar Tage eher erwischt hatte, lag ich nun auch flach. Wahrscheinlich Grippe lautete die Diagnose für A. und so schlecht wie es mir die letzten zwei Tage (und vorallem Nächte) ging, kann ich das wohl nur unterschreiben.
Heute morgen rief ich in der Arztpraxis an und sie meinten, daß in der Sprechstunde chaotische Zustände herrschen und so habe ich jetzt erst einen Termin für Mittwoch, der außerhalb der normalen Sprechstunden stattfindet. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich eh nicht gewusst, ob ich es bis zum Arzt geschafft hätte und so habe ich noch zwei Tage Zeit Kräfte zu sammeln.

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