22. Juli 2011

Ottawa, 2011


Für den Besuch in der altbekannten Stadt hatte ich mir viel vorgenommen... Ich wollte einige der gewohnten Dinge sehen und wiedersehen, aber auch Neue kennenlernen bzw. Dinge die ich immer schon einmal sehen wollte endlich aufarbeiten: namentlich die Parlamentsbibliothek von innen, Byward-Museum und das Naturkundemusem besuchen.
Als ich aufgrund der Vorbereitungen (und Absperrungen) zum Kanada Tag aber das Parlament schon gar nicht mehr betreten konnte, schwappte ich völlig zurück in meine Ottawa-Komfortzone aus der ich eigentlich ausbrechen wollte und sah mir die restlichen Tage nur Dinge an, die ich bereits kannte.

Blumenball, Minto-Brücken und Gemüse am Byward Market

 Die Rideau-Wasserfälle plätschern im Sommer ganz gemächlich.

Es war trotzdem schön nur nicht ganz was ich geplant hatte und so sah ich u.a. das Parlament von außen, die Schleusen am Rideau Kanal, hörte dem Jazzfest zu, war im Byward Market und an den Rideau Wasserfällen, kaufte Bettwäsche in Ikea (in Burlington kann man nur Lakensets kaufen, aber keine Bettbezüge) besuchte vier meiner sechs Lieblings-Second Hand Läden, meine beiden Lieblingscafés (Raw Sugar und Ideal) aß Chicken Shawarma und Poutine, war im indischen Restaurant, traff außer Ania auch noch meinen „Retter am Telefon“ Marek, hatte einen tollen deutschen Stammtisch und ging am letzten Tag der Ankunft von Prinz William samt Gattin aus dem Wege.


Auf der Neu-Seite standen der Erstbesuch beim mittlerweile vollendeten und eingeweihten Chinatown-Tor (bei dem sich immer noch alle wundern, warum es eigentlich in der Mitte von Chinatown steht und nicht am Eingang...), der Erkenntnis, daß unser früherer Supermarkt jetzt Fresh Co. heißt, sowie ein ausgiebiger Besuch der Universität von Ottawa, da ich am letzten Tag noch zwei Stunden Zeit totschlagen musste und eben nicht mit den Menschenmassen auf die Prinzenankunft warten wollte (wer weiß ob man da rechtzeitig wieder herauskommt...)
Insgesamt musste ich feststellen, daß ich Burlington nicht sehr vermisste und all das Stadtleben in Ottawa, selbst an den zentralen Bushaltestellen interessanter war, als ein Besuch in der Fußgängerpassage hier. Besonders am ersten Tag starrte ich Menschen an, denn nach fast einem Jahr in der fast-weißen Kleinstadt, war all die Menschen- Religionen- und Farbenvielfalt mit afrikanischen Röcken und indischen Gewanden so lebendig und neu, während ich sie in Ottawa lebend, nicht einmal mehr registriert hatte. Und alle Menschen sind freundlich, lachen... keiner guckt weg wenn man vorbeikommt oder hat Angst daß man ihm etwas tun will, im Gegenteil die Menschen sind enttäuscht, wenn man nicht wenigstens Hallo sagt. Die Leute sind seltener tätowiert, scheinen wesentlich weniger Drogen zu konsumieren und es gibt libanesisches Shawarma und Kebab an jeder Ecke... ein Hoch auf Ottawa.


Zum Album mit mehr Bildern geht es hier: Link.

Und ein Mini-Video über eine Minute am Rideau Canal findet man hier:

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